Stolz, trotz knapper Niederlage!

Dieses Thema im Forum "Unser VfL in der Saison: 2011/12, 20/21, 21/22" wurde erstellt von Herr Bert, 14. Mai 2022.

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  1. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

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    Die Bundesliga-Saison 2021/22 ist durch, der VfL Bochum hat eine wunderbare Reise in Berlin zu Ende gebracht. Trotz zahlreicher Ausfälle und einem 0:2-Pausenrückstand hat sich die Reis-Elf furios zurückgekämpft. Kurz vor dem Ende mussten die Blau-Weißen aber doch noch den entscheidenden Treffer hinnehmen. Egal, denn der Stolz überwiegt eindeutig!

    34. Bundesliga-Spieltag, der VfL Bochum 1848 fuhr ein letztes Mal in dieser Saison in die Fremde und gastierte beim 1. FC Union Berlin. Der Klassenerhalt war bereits seit zwei Wochen perfekt. Offen blieb noch, auf welchen Tabellenplatz die Blau-Weißen diese spektakuläre Spielzeit beenden werden. 25.000 Zuschauer waren dabei, eine ausverkaufte Alte Försterei. Im Vergleich zum 2:1-Heimsieg gegen Bielefeld gab es sehr viele Änderungen, da einige Spieler erkältungsbedingt ausfielen. So wechselte Cheftrainer Thomas Reis gleich sechsmal. Bruno Esser ersetzte Manuel Riemann im Kasten. Außerdem starteten Simon Zoller, Patrick Osterhage, Robert Tesche, Herbert Bockhorn und Armel Bella Kotchap. Gerrit Holtmann blieb zunächst draußen. Milos Pantović, Elvis Rexhbecaj, Erhan Masović und Maxim Leitsch waren nicht mitgereist.

    So lief das Spiel:

    1´ Die Kugel rollt. Auf geht’s, Blau-Weiß!

    2´ Erste starke Rettungstat von Esser. Union spielt einen langen Ball auf den schnellen Becker, unser Keeper antizipiert früh und klärt souverän.

    2´ Wäre Abseits gewesen. Dennoch wichtig, dass Esser da rechtzeitig zur Stelle ist.

    5´ Die Gastgeber gehen in Führung. Flanke Haraguchi, Prömel köpft freistehend ein.

    7´ Erster Vorstoß der Jungs vonne Castroper. Asano setzt sich über die linke Seite durch und flankt, die Hereingabe landet bei Unions Schlussmann Luthe.

    12´ Union operiert erneut mit einem langen Ball auf Becker. Bella Kotchap bleibt dran und gewinnt den Zweikampf, Chance vereitelt!

    15´ Ein Angriff der Gastgeber endet bei Awoniyi, der die Kugel nicht richtig trifft. Zum Glück für den VfL.

    19´ Erster Wechsel bei den Berlinern. Becker muss verletzungsbedingt raus, Michel kommt rein.

    20´ Tesche sucht Polter in der Mitte, doch die Flanke landet bei Union.

    22´ Haraguchi prüft Esser. Der Schuss ist zu zentral, den fängt unser Keeper sicher.

    23´ Tesche wirft sich in einen Schuss des eingewechselten Michel hinein. Schiedsrichter Marco Fritz zeigt zur Ecke. So weit, so gut. Doch dann schaltet sich der VAR ein.

    24´ Marco Fritz schaut sich die Szene auf dem Monitor noch einmal an und entscheidet jetzt auf Elfmeter. Tesche war wohl mit der Hand am Ball und bekommt Gelb.

    25´ Awoniyi verwandelt den Strafstoß. Bruno Esser war mit den Fingerspitzen dran, kann den Einschlag aber nicht verhindern.

    27´ Flanke von Bockhorn, fängt Luthe sicher.

    27´ Toto sieht den Gelben Karton nach einem Foul an Khedira.

    32´ Etwas mehr als eine halbe Stunde rum an der Alten Försterei. Es ist sichtlich zu spüren, dass unsere elf Jungs auf dem Rasen noch nie in dieser Konstellation zusammengespielt haben und das auch nicht mehr tun werden. Gut, dass der Klassenerhalt bereits unter Dach und Fach ist. Jeder gibt trotzdem alles!

    36´ Langer Ball auf Polter, Knoche klärt die Kugel vorher.

    41´ Es ist etwas Ruhe eingekehrt. Viele Duelle im Mittelfeld. Beide Teams tun sich schwer, sich bis in den Sechszehner vorzuspielen.

    42´ Osterhage holt eigentlich eine Ecke raus, doch Schiedsrichter Marco Fritz entscheidet auf Abstoß.

    44´ Michel sieht Gelb nach einem Foul an Toto.

    45´ Asano setzt zum Fallrückzieher an, wird aber am Schuss gehindert. Tesche lauert im Rückraum und zieht ab, geht vorbei.

    45´ +1 Asano hat die beste Chance des VfL in dieser ersten Hälfte. Luthe pariert, danach ertönt der Abseitspfiff.

    Pause: Wir liegen zur Pause mit 0:2 zurück. Verdient, keine Frage. Union macht das Spiel, ohne dauerhaft gefährlich zu sein. Prömel traf früh, Esser hatte Pech beim Elfmeter von Awoniyi, als er mit den Fingerspitzen am Ball war. Die beste Chance auf Seiten des VfL hatte Asano kurz vor der Pause. Klar, dass wir mit dieser nicht eingespielten Mannschaft keinen Hauruck-Fußball auf den Platz bringen. Jeder wirft sich rein, das ist heute das Wichtigste.

    46´ Der Ball rollt wieder. Cheftrainer Thomas Reis tauscht einmal, Löwen kommt für Tesche. Bei Union ersetzt Voglsammer den Rot-gefährdeten Michel.

    51´ Über Umwege landet die Kugel bei Awoniyi, der beinahe das dritte Tor erzielt.

    51´ Freie Bahn für Asano, der Japaner zieht ab. Leider am Kasten vorbei.

    55´ TOOOR für den VfL! Zoller schießt hier sein Comeback-Tor! Punktgenaue Flanke von Soares, Zolli setzt die Kugel mit dem Kopf perfekt ins lange Eck. Nur noch 1:2 aus Bochumer Sicht!

    60´ Wir setzen Union gut unter Druck, haben jetzt öfter den Ball. Sieht viel besser aus als im ersten Durchgang. Die Belohnung folgte durch den Treffer von Zolli.

    62´ Kopfball Voglsammer. Sehr zentral, den hat Esser sicher.

    65´ Ungewöhnlicher Wechsel. Holtmann kommt für Bella Kotchap aufs Feld. Thomas Reis scheint jetzt auf den Ausgleich zu drängen.

    65´ Freistoß von Löwen aus dem Halbfeld. Polter verpasst knapp.

    67´ Überragende Rettungstat von Esser! Unser Keeper pariert eine Großchance von Awoniyi, hält uns damit im Spiel.

    68´ In Manuel-Riemann-Manier schlägt Esser einen Abstoß lang auf Asano. Der Japaner kommt an den Ball, kann die Kugel aber nicht richtig kontrollieren.

    72´ Starker Angriff des VfL. Polter steckt durch auf Bockhorn, der das Spielgerät in den Sechszehner bringt. Löwen steht einschussbereit, wird aber bedrängt und kommt nicht hin.

    73´ Nächste Parade von Esser. Diesmal hält er einen Schuss des eingewechselten Schäfer.

    79´ TOOOOOOOOR für den VfL! Löwen macht das 2:2! Asano legt auf Löwen zurück, der die Kugel wunderschön ins lange Eck schlenzt. Das ist der Ausgleich!

    80´ Dritter Wechsel beim VfL. Bonga kommt für Asano in die Partie.

    83´ Die nächste Weltklasse-Parade von Esser! Wahnsinn, was unser Keeper hier heute abliefert!

    88´ Awoniyi trifft. Es steht 2:3 aus unserer Sicht. Der Angreifer tankt sich irgendwie durch, da war selbst der überragende Esser machtlos.

    89´ Tolle Sache! Bundesliga-Debüt für Luis Hartwig, einer aus dem Talentwerk! Immer was ganz besonderes!

    90´ Es gibt vier Minuten obendrauf! Geht hier noch was?

    90´+4 Es gibt noch eine Ecke! Alle mit vorne!

    Ende: Reicht nicht mehr, Union gewinnt spät. Schade, nach diesem zweiten Durchgang wäre mehr verdient gewesen. Aber komm, was solls. Einfach eine grandiose Saison! Nun geht es erstmal in die verdiente Sommerpause!
  2. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    Der 1. FC Union Berlin erkämpft sich nach einem spannenden 3:2-Erfolg am letzten Spieltag über den VfL Bochum den ersten Europa-League-Einzug in seiner Vereinshistorie. Taiwo Awoniyi brachte die Eisernen mit seinem Doppelpack auf die Siegerstraße, nachdem Grischa Prömel Union früh in Führung schoss. Zwischenzeitlich egalisierten die Bochumer jedoch die 2:0-Führung, bevor Awoniyi zwei Minuten vor Schluss den erlösenden Siegtreffer markierte. Damit beendet Union seine dritte Bundesligasaison mit 57 Punkten auf dem 5. Tabellenplatz.

    1. FC Union Berlin: Luthe – Trimmel, Jaeckel, Knoche, Ryerson (82. Öztunali), Oczipka – Haraguchi (66. Schäfer), Khedira (83. Behrens), Prömel – Becker (18. Michel, 46. Voglsammer), Awoniyi

    VfL Bochum: Esser - Gamboa, Bella Kotchap (65. Holtmann), Losilla, Danilo Soares - Osterhage, Tesche (46. Löwen) - Asano (80. Bonga), Bockhorn – Zoller (89. Hartwig), Polter

    Personal: Im letzten Spiel der Bundesliga-Saison 2021/22 setzt das Trainerteam des 1. FC Union Berlin auf die bewährte Formation aus dem Auswärtsspiel gegen den SC Freiburg.

    Zuschauer: 22.012

    Tore: 1:0 Prömel (5.), 2:0 Awoniyi (HE 24.), 2:1 Zoller (55.), 2:2 Löwen (79.), 3:2 Awoniyi (88.)

    Frühe Führung durch Prömel
    Der Ball rollte kaum, da hörte man auch schon die Jubelschreie an der Alten Försterei: Genki Haraguchi setzte sich auf der rechten Außenbahn durch und bediente Grischa Prömel mit einer perfekten Flanke am zweiten Pfosten. Grischa Prömel vollkommen frei, nutzte seine Möglichkeit und verwandelte mit dem Kopf zum 1:0 für die Eisernen (5.). In der 12. Spielminute war die Partie erneut unterbrochen, der Grund dieses Mal weniger erfreulich. Nach einem vermeintlich harmlosen Zweikampf signalisierte Sheraldo Becker am Boden liegend, dass er ausgewechselt werden müsse. Nach einer kurzen Behandlungspause lief die Partie wieder und auch Sheraldo Becker konnte aufs Spielfeld zurückkehren. Wenige Minuten später musste der 27-Jährige dann doch die Partie verlassen: Für ihn kam Sven Michel. Bochum kam immer besser ins Spiel und suchte zumeist mit langen Bällen den Weg hinter die letzte Kette der Köpenicker. Es dauerte jedoch nicht lange, da machte der gerade eingewechselte Sven Michel mit einem wuchtigen Abschluss an der Strafraumkante bemerkbar. Der Ball wurde von Bochums Tesche geblockt und flog über die Torauslinie. Der VAR schaltete sich ein und ließ die Szene prüfen. Das Ergebnis: 11-Meter für die Eisernen, da Tesche den Ball auch mit dem Arm berührt hatte. Taiwo Awoniyi schnappte sich die Kugel und verwandelte zum 2:0 (24.). Die Anhänger des VfL Bochums mussten bis auf eine misslungene Flanke auch weiterhin auf einen Torabschluss ihrer Mannschaft warten. Das Spiel war von vielen Zweikämpfen im Mittelfeld geprägt, die auf beiden Seiten über weite Strecken Abschlussmöglichkeiten verhinderten. Kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit stahl sich Asano an der Strafraumkante davon und setzte einen strammen Volleyschuss ab, den Unions Schlussmann Andreas Luthe parieren konnte, ehe der Unparteiische an der Linie abseits signalisierte. Und so ging es mit der 2:0-Führung für die Eisernen in die Halbzeitpause.

    Bochum trifft doppelt, Union legt nach
    Union-Trainer Urs Fischer musste in der Halbzeit erneut reagieren und nahm den verwarnten Sven Michel vom Platz. Für ihn kam Andreas Voglsammer in die Partie. In der 51. Spielminute dann die erste gute Möglichkeit für die Hausherren aus Köpenick: Taiwo Awoniyi sicherte sich den Ball im Strafraum und suchte aus spitzem Winkel den Abschluss. VfL-Keeper Esser machte den kurzen Pfosten zu und so scheiterte Awoniyi am Ende am Außennetz. Gleich im Gegenzug waren es dann die Bochumer, die durch Asano zum Abschluss kamen. Der Ball segelte jedoch am Kasten der Eisernen vorbei. Die Mannschaft von der Castroper Straße erhöhten den Druck und suchte immer wieder einen Weg durch die kompakt stehenden Unioner. Sie belohnte sich in der 55. Spielminute mit dem Anschlusstreffer von Zoller. Die Gäste aus dem Ruhrgebiet nahmen den Schwung durch das Tor mit und hielten den Ball lange Zeit in den eigenen Reihen. Doch auch die Eisernen meldeten sich mit einem Warnschuss zurück (51.). Taiwo Awoniyi brachte aus dem Strafraum eine Flanke auf Andreas Voglsammer, der das runde Leder per Kopf aufs Tor brachte, am Schlussmann der Bochumer jedoch scheiterte. Union machte weiter Druck. Dieses Mal bediente Andreas Voglsammer mit einem flachen Ball in den Strafraum Taiwo Awoniyi, der jedoch ebenso an Keeper Esser scheiterte (67.). In der 71. Spielminute rannten die Köpenicker dann einem Konter hinterher: Bockhorn schaffte es an Bastian Oczipka vorbei und brachte den Ball flach in die Box. Die Kugel rollte durch den kompletten Strafraum, fand jedoch keinen Abnehmer. Acht Minuten später der Schock: Eduard Löwen nahm an der Unioner Strafraumkante Maß und zirkelte den Ball ins rechte Eck (79.), Andreas Luthe blieb ohne Chance. Union ließ sich vom Ausgleich jedoch nicht beeindrucken und spielte sofort auf den Siegtreffer. Nach mehreren Halbchancen durch Voglsammer und Öztunali kam kurz vor Schluss Awoniyis Moment. Nach Chaos in der Box legte er sich den Ball an seinem Gegenspieler vorbei und spitzelte das Leder an Torwart Esser vorbei: Der Führungs- und gleichzeitig der Siegtreffer für die Eisernen (88.). Die Nachspielzeit sollte nichts mehr einbringen und so blieb es beim 3:2 und der 1. FC Union Berlin löst erstmals in der Vereinsgeschichte das Ticket für die Europa League.

    Quelle: HP Berlin
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