U19 im Pokal: Die Chance ergreifen

Dieses Thema im Forum "VfL - TALENTWERK" wurde erstellt von Herr Bert, 13. Dezember 2019.

  1. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

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    Die Liga befindet sich bereits in der Winterpause, doch ein echtes Highlight steht der U19 des VfL Bochum 1848 zum Abschluss des Kalenderjahres 2019 noch bevor. Am Samstag geht es zum Viertelfinale im DFB-Pokal der Junioren nach Baden-Württemberg, wo im VfB Stuttgart der Cup-Titelverteidiger und derzeitige Tabellenführer der A-Junioren Bundesliga Südwest/Süd wartet (Anstoß 12 Uhr). Dass das eine große Herausforderung ist, sollte klar sein, doch die Entwicklung der Jungs von Matthias Lust in den letzten Wochen lässt den Coach optimistisch auf das Duell blicken.

    VfB Stuttgart 1893 U19 – VfL Bochum 1848 U19 (Sa. 12 Uhr, Robert-Schlienz-Stadion)

    Die Ausgangslage

    K.o.-Spiel beim Titelverteidiger – mehr muss man eigentlich nicht wissen, um festzuhalten, dass der U19 des VfL da ein richtiges Brett bevorsteht. Doch das tat es auch in den beiden letzten Ligaspielen in Dortmund und Düsseldorf. Lusts Mannen agierten in beiden Vergleichen auf Augenhöhe, nach der 1:3-Niederlage in Dortmund stimmte dann beim Tabellenzweiten aus der Landeshauptstadt neben Einsatz und Spielweise auch das Ergebnis (1:0). Die Entwicklung der Mannschaft in den letzten Wochen zeigte zuvor bereits stetig nach oben, zwischen diesen beiden Spielen wurde ein weiterer Entwicklungsschritt deutlich – während der BVB kleine Unachtsamkeiten gnadenlos ausnutzte, spielten die Blau-Weißen in Düsseldorf defensiv fast fehlerfrei, die Gastgeber bissen sich an der mutigen und aggressiven Verteidigung die Zähne aus. Mindestens diese Intensität und dieses Level braucht es nun auch bei den favorisierten Jungen Wilden des VfB, um den Traum vom Finale zu erhalten. In einem Spiel ist bekanntlich immer alles möglich.

    Das sagt der Trainer

    Matthias Lust: „Das ist ein besonderes Spiel, die Vorfreude ist im gesamten Team sehr groß. Wir haben uns jetzt durch einen guten Abschluss in der Liga immer mehr Selbstvertrauen geholt und so fahren wir auch nach Stuttgart. Von Spiel zu Spiel haben wir weiter dazugelernt, also gehen wir dieses Spiel so an, wie die letzten auch – mit viel Mut. Wir sind auf jeden Fall gut vorbereitet und informiert über einen starken Gegner, der seine Gruppe nicht umsonst anführt. Wir wollen diese Chance natürlich nutzen.“

    Der Gegner

    Nicht nur der VfL, sondern auch der VfB befindet sich momentan in ausgezeichneter Verfassung, die Voraussetzungen für ein tolles Spiel sind also gegeben. In der ersten Runde setzte sich die Mannschaft von Nico Willig souverän mit 3:0 beim unterklassigen SV Elversberg durch. In der zweiten Runde ging es zur Wiederauflage des Finales 2019 zu RB Leipzig, wo ein imposanter 5:2-Erfolg gelang. Und auch in der Liga lief es zuletzt wie am Schnürchen. Die letzte Niederlage datiert vom 27. September gegen die Bayern, seither gab es das Spiel in Leipzig und sechs Siege sowie ein Remis im Ligabetrieb. Dadurch überwintert der VfB auch auf Rang eins. Zudem sind die Stuttgarter schwer auszurechnen und nicht abhängig von einzelnen Akteuren. Sechs Spieler haben mindestens drei Mal getroffen. Wie gesagt, ein echtes Brett.
  2. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    Halbzeit: 1:0 für Stuttgart

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    Zuletzt bearbeitet: 14. Dezember 2019
  3. panther

    panther Fanclub-Mitglied

    sehr schade !!
  4. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    Stimmt. Das Positive: Bella-Kotchap ist nur noch für ein Pokalspiel der Profis gesperrt.
  5. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    U19 unterliegt VfB Stuttgart im Pokal-Viertelfinale

    Die diesjährige Reise der U19 des VfL Bochum 1848 im DFB-Pokal der Junioren endet beim Titelverteidiger VfB Stuttgart. Nach ausgeglichener erster Hälfte mit Vorteilen für die Gastgeber, die kurz vor dem Pausenpfiff per Ecke in Führung gingen, schaltete der VfB nach dem Wechsel noch einen Gang höher und legte das zweite Tor nach. Matthias Lusts Mannen fanden keine Antwort und somit nicht ins Spiel zurück, die Stuttgarter zogen letztlich verdient mit einem 2:0 in die Runde der letzten Vier ein.

    So lief das Spiel

    Gestählt von zwei absoluten Top-Spielen trat der VfL beim favorisierten VfB an und machte es dem Tabellenführer der Süd/Südwest-Staffel auch von Anfang an schwer, zu Torgelegenheiten zu kommen. Ganz auszuschalten war die Qualität der Hausherren nicht, doch auch der VfL hatte seine Gelegenheiten.

    20. Nach Abtasten und kompakter Anfangsphase von beiden Seiten hat der VfB die erste gute Gelegenheit – ein Konter im eigenen Stadion, weil der VfL die Sicherung bei eigenem Eckball etwas vernachlässigte. Paul Grave m Tor blieb lange stehen und konnte so mit einer starken Fußabwehr den Rückstand verhindern.

    30. Nun auch die erste gute Chance der Gäste. Tolga Özdemir erobert das Spielgerät und bedient Luis Hartwig, der den Ball ans Außennetz haut.

    39. Tor für den VfB – 1:0. Bitter, denn vermeidbar. Die Gastgeber gehen nach einem Eckball in Front. Der Ball kommt auf den kurzen Pfosten, vor dem herauseilenden Grave kommt Hamza Cetinkaya dran und lenkt ihn per Kopf in die Maschen.

    Pause: Der VfB hatte erwartungsgemäß mehr Ballbesitz, große Chancen ließ die gut sortierte VfL-Hintermannschaft mit einer Ausnahme aber nicht zu. Vorne fehlte bei vereinzelten Nadelstichen die letzte Präzision, hinten wurde bei einer Ecke nicht aufgepasst du schon liegt man bei einer der besten Teams der Altersklasse im Hintertreffen

    53. Der VfB erhöht den Druck und erspielt sich eine weitere Möglichkeit, die Grave erneut mit einer starken Fußabwehr zunichtemacht.

    54. Auf der Gegenseite nähert sich der VfL an. Calvin Minewitsch versucht es gleich zweimal aus der Distanz, kann VfB-Keeper Sebastian Hornung aber nicht in Bedrängnis bringen.

    58. Tor für den VfB – 2:0. Die Vorentscheidung. Die Gastgeber nutzen einen Ballgewinn auf ihrer linken Seite, um sich bis zur Grundlinie zu spielen – den Querpass in die Mitte bringt Benedict Hollerbach mit Glück und Geschick irgendwie an Gegenspieler Kilian Heisterkamp und Grave vorbei.

    Ende: Der zweite Gegentreffer war quasi der Genickbruch für Lusts Mannen, die sich von diesem Rückschlag nicht mehr erholen konnten. Alles gegeben, aber im Endeffekt muss man anerkennen, dass der VfB mal wieder einen ganz starken Jahrgang am Start hat, der in dieser Verfassung erneut ein heißer Kandidat für den Titelgewinn ist – sowohl im Pokal als auch in der Meisterschaft. Dennoch, der VfL kann das Jahr 2019 erhobenen Hauptes beenden, die letzten Wochen waren von zahlreichen guten Leistungen und fortschreitender Entwicklung geprägt.

    Das sagt der Trainer

    Matthias Lust: „Wir wussten, dass wir hier auf eine sehr gute Mannschaft treffen, die nicht umsonst Titelverteidiger und Spitzenreiter in ihrer Staffel ist. Trotzdem haben wir gerade in der ersten Hälfte einige Umschaltmomente kreiert, die wir aber nicht zu Ende gespielt bekommen. Nach der Pause sind wir dann mehr unter Druck geraten und konnten nach vorne nicht mehr die nötige Durchschlagskraft entwickeln.“

    Statistik

    VfLU19: Grave – Püschel (58. Kaba), Römling (76.Kree), Kokovas, Holtkamp, Özdemir (82. Mucic), Schmidt (58. Kyeremateng), Hartwig, Heisterkamp, Minewitsch, Cavar

    Tore: 0:1 (39.), 0:2 (58.)

    Nächstes Spiel: Sonntag, 2. Februar 2020 vs. TSV Alemannia Aachen

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