Werner-Altegoer-Medaille für Talentwerk-Trio

Dieses Thema im Forum "VfL - TALENTWERK" wurde erstellt von Herr Bert, 7. Oktober 2017.

  1. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

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    Zum zweiten Mal überhaupt wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung 2017 die Werner-Altegoer-Medaille an drei Nachwuchsspieler des VfL Bochum 1848 verliehen. Nachdem die Auszeichnung für die besten Talentwerk-Spieler im vergangenen Jahr zum ersten Mal vergeben wurde, hießen die Preisträger in diesem Jahr Ulrich Bapoh (U19), Luis Hartwig (U16) und Tim Oermann (U15).

    Mit großer Zustimmung hatte man auf der Mitgliederversammlung des VfL Bochum 1848 vor rund zwei Jahren beschlossen, mit der Werner-Altegoer-Medaille nicht nur eine Erinnerung an den langjährigen Vereinspräsidenten zu schaffen, sondern gleichzeitig auch jeweils drei Bochumer Jugendspieler und damit einhergehend die hervorragende Arbeit innerhalb des Talentwerks zu würdigen. Eine Jury, bestehend aus der sportlichen Führung des Vereins und des Talentwerks, hat auch für die Saison 2016/17 über die drei Preisträger abgestimmt.

    Demnach erhielt Ulrich Bapoh die Werner-Altegoer-Medaille 2017 in der Leistungsklasse der A-Junioren. Der Jungprofi, der bereits seit Februar diesen Jahres mit einem Profivertrag beim VfL ausgestattet ist, ist als Vizekapitän nicht nur fester Bestandteil der blau-weißen U19 von Nachwuchstrainer Jens Rasiejewski, sondern nimmt auch in aller Regelmäßigkeit am Trainingsbetrieb der Lizenzspieler teil und saß bereits während eines Zweitligaspiels auf der VfL-Bank. Auf einen Einsatz in der 2. Bundesliga wartet der 18-Jährige noch, doch mit großer Sicherheit wird die Wartezeit bald beendet sein.

    Im Alter von drei Jahren war Bapoh mit seiner Mutter und dem Bruder aus Kamerun nach Deutschland gekommen, in Bochum hat der Offensivmann schnell eine neue Heimat gefunden. „Ich bin ein echter Bochumer Junge“, sagt Bapoh über sich selbst. Auf und neben dem Platz ist dem deutschen Junioren-Nationalspieler, der bereits viermal das Trikot mit dem Adler auf der Brust überstreifen durfte, nicht nur der sportliche Aspekt wichtig, sondern auch die Sozialkomponente: „Ich glaube, dass ich ein Mannschaftsspieler bin. Ich versuche immer, meine Mitspieler zu pushen.“ Eben jene Mischung aus sportlicher Leistung und sozialem Engagement sorgte dafür, dass Bapoh nun die Werner-Altegoer-Medaille verliehen wurde.

    Preisträger in der Leistungsklasse der B-Junioren ist in diesem Jahr Luis Hartwig. Das VfL-Gen wurde dem 14-jährigen Stürmer, der für die U16 von Nachwuchscoach David Siebers auf Torejagd geht, wohl in die Wiege gelegt, denn schon sein Vater Knut Hartwig war einst für die Blau-Weißen aktiv. Vor rund zwei Jahren zog es Luis Hartwig von seinem Heimatverein SV Brommern, nur wenige Kilometer von Bochum entfernt, ins Talentwerk. „Seitdem habe ich mich sowohl menschlich als auch sportlich weiterentwickelt“, schätzt der Torjäger seine Lage beim VfL ein. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten in der blau-weißen U14 kam Hartwig nach und nach immer besser in Fahrt, im vergangenen Jahr avancierte er zum Toptorschützen der U15 in der Regionalliga West. Und auch in dieser Saison läuft es rund, fünf Treffer nach vier Spielen stehen in der neuen Westfalenliga-Spielzeit bisher zu Buche.

    Hartwig hat seine Chance beim VfL also genutzt. Auch sonst läuft derzeit alles nach Plan, vielleicht sogar besser als erträumt. Seit seinem Wechsel ins Talentwerk hat der 14-Jährige auch beim DFB auf sich aufmerksam gemacht und nimmt inzwischen regelmäßig an den Lehrgängen des Verbandes teil. Die Schule und den Sport bekommt Hartwig ebenfalls unter einen Hut. „Es freut mich, dass ich so eine große Unterstützung erfahre. Der Verein, die Schule, die Lehrer und natürlich auch meine Familie helfen mir ungemein“, erklärt der Stürmer, der sich als Teamplayer versteht. Ein großes Talent, das sich die Auszeichnung mit der Werner-Altegoer-Medaille redlich verdient hat.

    Auch in der Leistungsklasse der C-Junioren ging die Auszeichnung in diesem Jahr an einen echten Bochumer Jungen: Tim Oermann durfte sich über die Werner-Altegoer-Medaille freuen. Der 14-Jährige ist gebürtiger Bochumer und wohnt in Wiemelhausen, seine schulische Ausbildung genießt Oermann am Neuen Gymasium. „Ich habe eine ganz enge Beziehung zur Stadt und zum VfL“, sagt der Verteidiger, der unter Trainer Simon Schuchert in der U15 spielt. Seit der U10 schnürt er bereits für die Blau-Weißen die Fußballschuhe, im Jahr 2012 kam er von den Sportfreunden Altenbochum ins Talentwerk. „Es fühlt sich wie ein Zuhause an“, sagt der Mannschaftskapitän des Regionalliga-Teams über seine sportliche Heimat. Fördervertrag, Spieler der Westfalenauswahl, Führungsspieler in der U15 – für Oermann sind die Segel voll auf Kurs Profifußball gerichtet. „Mein Ziel ist es, beim VfL den Sprung zu den Profis zu schaffen“, sagt der 14-Jährige selbstbewusst. Doch auch der Plan B wird nicht vernachlässigt: Um sein Ziel Abitur zu erreichen, arbeitet Oermann neben dem Platz auch fleißig für die Schule. Gepaart mit dem sportlichen Erfolg ist das Grund genug, die Leistungen des Talentwerk-Akteurs mit der Werner-Altegoer-Medaille zu honorieren.

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