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Verantwortliche legen vor – jetzt müssen Rösler und das Team liefern - Herr Bert - 09-02-2026 In dieser Transferphase haben die Verantwortlichen des VfL Bochum Trainer Uwe Rösler und dem Team viele Vorlagen geliefert. Diese müssen sie verwerten. Ein Kommentar. Die Verantwortlichen des VfL Bochum haben stets betont, dass sie bis zum Ende auf dem Transfermarkt aktiv sein werden und sich vor allem qualitativ hochwertige Leih-Lösungen erst sehr spät realisieren lassen. Sie haben Wort gehalten und nicht enttäuscht. Am Ende eines wilden – und nur dieses Wort passt – Transfersommers an der Castroper Straße haben die Direktoren Markus Brunnschneider, Jonas Schlevogt und Simon Zoller dem ohnehin schon gut zusammengestellten Kader in Charlie Patino, Sean Klaiber und Last-minute-Deal Jarne Steuckers enorme fußballerische Qualität hinzugefügt. Die drei Spieler geben Trainer Uwe Rösler neue „Waffen“, wie er seine Spieler selbst nach der 0:1-Niederlage gegen den VfL Osnabrück nannte. Mit den letzten Transfers haben die Verantwortlichen vor allem die Themen adressiert, die in den ersten vier Pflichtspielen durchaus auffällig waren. Wenngleich zumindest die Verpflichtungen von Steuckers und Patino lange vorbereitet wurden und immer absehbar war, dass, wenn beides klappt, die Qualität im Kader steigen würde. Beide Spieler sollten mit ihren Fähigkeiten spielerische Lösungen unter Druck finden und dem bislang oft ideenlosen Spiel mehr Kreativität, aber auch Zug zum Tor verleihen. Klaiber hingegen bringt mit seiner Erfahrung, Offensivdrang und körperlichen Robustheit wichtige Attribute für die Zweite Liga mit. Gut möglich, dass Rösler durch die Neuzugänge seinen Spielstil noch einmal anpassen wird. Denn Steuckers bekommt den Ball gern in den Fuß, kann damit aber in den Halbräumen aufgrund seiner fußballerischen Stärke viel anfangen. In Belgien begeisterte er in seiner bislang stärksten Saison 2024/25 als einer der besten Chancen-Vorbereiter der Liga. Patino hat seine Stärken zudem im Spielaufbau und deutete bereits im ersten Training am Dienstag an, was er mit seinem feinen Fuß anrichten kann. Das sollte auch dem bislang nicht überzeugenden Berkan Taz zugutekommen, der bislang nur selten in den eigentlich für ihn vorgesehenen Räumen agieren konnte. Kader des VfL Bochum besitzt nun großes Potenzial Rein vom Potenzial her haben Brunnschneider und Co., die den gesamten Sommer über einen klaren Plan verfolgen, kurz vor dem Ende der Transferperiode ihren Aktivitäten die Kirsche aufgesetzt. Mit knapp 40 Kaderbewegungen haben sie der Profi-Mannschaft des VfL Bochum ein komplett neues Gesicht verpasst, kaum ein Stein blieb auf dem anderen. Vor allem die Fehler der Vergangenheit wurden nun versucht zu reparieren. Ob das wirklich gelungen ist, ob die Neuzugänge ihr Potenzial abrufen, das hängt jedoch in erster Linie von den Spielern selbst und von Trainer Uwe Rösler ab. Die Verantwortlichen haben die Voraussetzungen mit Qualitätsspielern vorne (u. a. Steuckers, Taz, Rasmussen) und hinten (u. a. Steinwender, Mets, Cokaj) geschaffen, um mit diesem Kader eine gute Rolle zu spielen. Nun ist es am Trainer, die PS auch auf die Straße zu bringen. Dass dies nicht immer leicht ist, zeigt das mahnende Beispiel Fortuna Düsseldorf in der vergangenen Saison. Allerdings macht der VfL bislang einen gefestigten Eindruck. Speziell das defensive Grundgerüst steht, es verleiht dem VfL Sicherheit. Auch der Wille ist den Bochumern in den ersten vier Liga-Spielen nicht abzusprechen gewesen. Bislang haperte es an den „Wow-Momenten“, wie es Stürmer Philipp Hofmann am vergangenen Freitag sagte. Die Kreativität und die Durchschlagskraft im letzten Drittel fehlten. Dies sollte sich nun zwingend ändern. Versprechen wurden gehalten Den wirklichen Wert dieser Transferphase sieht man aber erst mit einem Blick zunächst in die Vergangenheit und dann in die Zukunft. Anders als im vergangenen Sommer, als viele Spieler ohne Kaufoption ausgeliehen waren, stehen fast alle Akteure langfristig unter Vertrag, und bei den beiden Leihspielern gibt es Optionen. Von den Sommerneuzugängen 2026 sollten, anders als von denen aus dem Jahr 2025, mehr als nur ein Spieler im Kader verbleiben. Im Hinblick auf das Kaderwertmanagement haben die Verantwortlichen somit ein Versprechen gehalten. Auch, weil einige Spieler im Kader stehen, die bei entsprechender Entwicklung im kommenden Sommer hohe Ablösesummen generieren könnten. Und: Ein erneuter XXL-Umbruch ist nicht zwingend notwendig, punktuelle Kaderergänzungen sind aber möglich. Sofern die Spieler und Trainer Rösler das große Potenzial dieses Kaders nun ausschöpfen. Quelle: WAZ.de |