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"Das war respektlos": Hecking ärgert sich über Entlassung in Bochum
#1
Sowohl die Entlassung beim VfL Bochum als solche als auch die Art und Weise haben Dieter Hecking verärgert. Der 61-Jährige hätte sich mehr Zeit gewünscht - und hat im Fußball-Business noch nicht genug. 

Bereits Mitte September, nach nur fünf Spielen in der neuen Saison, musste Dieter Hecking bei Bundesliga-Absteiger VfL Bochum seinen Hut nehmen. Vier Niederlagen aus diesen ersten fünf Partien in der 2. Liga sowie die "ausbleibende Entwicklung der Mannschaft", wie die Vereinsführung damals argumentierte, sorgten für das Ende der Amtszeit von Cheftrainer Hecking nach weniger als einem Jahr. Gleichzeitig musste auch Sport-Geschäftsführer Dirk Dufner gehen. 

Beim 61-Jährigen sorgte dieser Schritt in doppelter Hinsicht für Verärgerung. "Ich nahm an, dass ich das nächste Spiel noch bekomme, um alles in die richtige Richtung lenken zu können", sagte Hecking dem Redaktionsnetzwerk Deutschland über den Zeitpunkt der Entlassung. 

Auch über die Art und Weise echauffierte er sich: "Schließlich habe ich am Telefon erfahren, dass es zu Ende ist - allerdings nicht vom direkt dafür Verantwortlichen. Der hat erst eine Dreiviertelstunde später angerufen." Dies habe ihn neben der Entlassung als solcher "besonders geärgert", meinte Hecking im Rückblick: "Das war respektlos." 

Hecking: Entlassung in Bochum "unnötig"
Generell habe er "bis heute nicht verstanden", was für die Trennung ausschlaggebend war. "Wir hatten Probleme mit Verletzungen, wussten aber, dass diese Mannschaft in der Lage ist, erfolgreich Fußball zu spielen, wenn sich alles stabilisiert", erklärte Hecking. 

Von den Bochumer Verantwortlichen habe er erwartet, dass man beim VfL mehr auf Kontinuität setze. "Ich empfand die Entlassung vor allem als unnötig", so Hecking, der sich den schwachen Saisonstart auch mit dem personellen Umbruch im Sommer erklärt. Am Ende sei man als entlassener Cheftrainer "brutal enttäuscht, weil man das, was da passiert ist, nicht will, auch wenn man vielleicht vorher schon gefühlt hat, dass es passieren kann" 

Zukunft als Nationaltrainer?
Zum Zeitpunkt der Trennung von Hecking stand der VfL auf Tabellenplatz 16, unter seinem Nachfolger Uwe Rösler hat sich die Mannschaft mittlerweile stabilisiert. Unter Rösler, der vor dem 9. Spieltag von Interimscoach David Siebers übernahm, holte Bochum fünf Siege aus neun Spielen (3 Remis, 1 Niederlage) und hat sich bis zur Winterpause auf Platz 10 vorgekämpft - bei vier Zählern Vorsprung auf den Relegationsrang. Hecking hatte das Team im November 2024 im Bundesliga-Abstiegskampf übernommen, konnte den Gang in die Zweitklassigkeit aber nicht mehr verhindern. 

Wie es für Hecking persönlich weitergeht, ist aktuell noch offen, der ehemalige Bundesliga-Profi möchte aber gerne weiter als Trainer arbeiten, womöglich auch als Nationaltrainer. "Engagements in Saudi-Arabien oder Dubai oder ähnlichen Staaten würde ich aus politischen Gründen ausschließen. Infrage käme das europäische Ausland, denn es müsste Deutsch oder Englisch gesprochen werden", so Heckings Vorstellungen. 

Quelle: Kicker.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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#2
Im September musste Dieter Hecking beim VfL Bochum gehen. Nun bezieht der Trainer Stellung und erklärt, warum ihn sein Aus besonders geärgert hat. 

Dieter Hecking hat dreieinhalb Monate nach seinem Aus beim Fußball-Zweitligisten VfL Bochum Kritik am Vorgehen des Vereins geäußert. „Ich nahm an, dass ich das nächste Spiel noch bekomme, um alles in die richtige Richtung lenken zu können“, sagte der 61-Jährige im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): „Schließlich habe ich am Telefon erfahren, dass es zu Ende ist – allerdings nicht vom direkt dafür Verantwortlichen. Der hat erst eine Dreiviertelstunde später angerufen.“ 

Einen Namen nannte Hecking nicht, mit dem Ablauf haderte er jedoch: „Das war respektlos. Die Art und Weise hat mich – neben der Entlassung als solcher – besonders geärgert.“ 

Hecking hat Gründe für sein Aus bis heute nicht verstanden
Die ersten sechs bis acht Wochen hänge man „schon durch. Du wirst von 100 auf 0 ausgebremst“, erklärte Hecking, der Mitte September nach nur einem Sieg aus den ersten fünf Spielen in der 2. Liga hatte gehen müssen, rückblickend: „Ich habe viel reflektiert, doch so richtig habe ich bis heute nicht verstanden, was letztendlich ausschlaggebend war. Wir hatten Probleme mit Verletzungen, wussten aber, dass diese Mannschaft in der Lage ist, erfolgreich Fußball zu spielen, wenn sich alles stabilisiert.“

Letztendlich wisse man als Trainer, „dass es nur darum geht, erfolgreich zu arbeiten“, sagte Hecking: „Ich hätte allerdings gedacht, dass man mehr auf Kontinuität setzt.“ Derzeit belegt Bochum unter Trainer Uwe Rösler nach 17 Spieltagen den zehnten Platz. 

Hecking kann sich derweil eine Rückkehr an die Seitenlinie vorstellen. „Ich habe viel zu viel Lust, etwas zu machen. Ich kann und möchte dem Fußball noch viel geben. Es kommt hier und da auch ein Angebot“, erzählte er. Einen Job im Ausland schloss Hecking nicht aus, Engagements in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) oder ähnlichen Staaten würde er jedoch „aus politischen Gründen ausschließen“, betonte er: „In Frage käme das europäische Ausland, denn es müsste Deutsch oder Englisch gesprochen werden.“ 

Quelle: WAZ.de
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