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Umbau des Ruhrstadions
#1
Das Stadion des VfL Bochum ist marode und muss dringend saniert werden. Nur drei Jahre plant die Stadt dafür ein. Die Details. 

Für die Fans des VfL Bochum wird es ungemütlich: In der kommenden Sommerpause sollen die Arbeiten an den Tribünen des „Schmuckkästchens“ beginnen. Die Betonsanierung wird aufwendig – und sie wird dauern. „Wir werden Teile von Tribünen sperren müssen“, sagt Ralf Meyer, Geschäftsführer der Besitzgesellschaft Bochumer Sportstätten, die die Sanierung verantwortet. 

Immerhin kann er eine Sorge zerstreuen: „Ich kann ausschließen, dass die komplette Ostkurve gesperrt wird.“ Auch bei den anderen Tribünen solle möglichst verhindert werden, dass zu viele Fans gleichzeitig draußenbleiben müssen. „Es wird in der Bauzeit zum Teil weniger Plätze im Stadion geben, aber immer mindestens 18.000 Plätze“, sagt Meyer. Derzeit passen rund 26.000 Menschen ins Ruhrstadion. 

Das Stadion an der Castroper Straße ist marode und muss dringend saniert werden. Im April 2024 beschloss der Rat, dass mindestens 70 Millionen Euro dafür investiert werden sollen. 

Ruhrstadion wird umgebaut: Kioske, Toiletten und Tribünen
Meyer betont, dass trotz Sperrungen der Spielbetrieb im Stadion bleibt: „Im Moment gehen wir davon aus, dass nur Teile von Tribünen gesperrt werden müssen. Wir stellen sicher, dass der VfL die ganze Bauzeit über im Stadion spielen kann. Es wird keine Zeit geben, in der der VfL ausweichen muss. Wir sanieren im laufenden Betrieb.“

Ganz ausschließen kann er Überraschungen bei den Betonarbeiten allerdings nicht: „Wenn mehr saniert werden muss, würde ich versuchen, das in die Sommerpause zu legen.“ Wann genau an welcher Tribüne gearbeitet wird – dazu gehören auch die Kioske und Toiletten –, steht derzeit noch nicht fest. 

Totalunternehmer soll das Mega-Projekt stemmen
Um das Projekt zu steuern, hat die Besitzgesellschaft Bochumer Sportstätten – mit wenigen Monaten Verspätung – einen Totalunternehmer ausgewählt, der Planung und Bau aus einer Hand verantwortet. Dieser plant in Kürze einen detaillierten Zeitplan vorzulegen. 

„Am 1. April wird der Totalunternehmer anfangen“, sagt Meyer. Trotz der Verzögerung hält er fest: „Wir sind im Zeitplan.“
Drei Jahre soll der Umbau des Ruhrstadions dauern, im Juli 2029 soll die Sanierung abgeschlossen sein. „Es ist ja nicht so, dass wir ein paar Stühle auswechseln und die Tribüne einmal sauber machen“, sagt Meyer. Es gehe um eine grundsätzliche Erneuerung. 

Was für die mindestens 70 Millionen Euro passieren soll
Ein wesentlicher Teil der Investition fließt in die Erneuerung der veralteten Technik und in die Betonsanierung. Mindestens 70 Millionen Euro sollen es sein, die Gesellschaft kalkuliert derzeit mit 91,9 Millionen Euro. Für die Fans wird es auch einige sichtbare Veränderungen geben. 

Nach dem Umbau sollen rund 28.000 Fans ins Stadion passen. Die Zahl der VIP-Plätze steigt auf etwa 2000. Außerdem entstehen mehr Kioske und deutlich mehr Toiletten. Geplant ist zudem ein neues Parkhaus mit 300 bis 400 Plätzen direkt hinter dem Stadioncenter. An Spieltagen soll es den VIP-Gästen zur Verfügung stehen. 

Vor der Ostkurve ist eine „Plaza“ vorgesehen, auf der sich Fans an Verkaufsständen treffen können. Dort soll es auch einen festen Fanshop geben. „Das wird die Filet-Seite vom Stadion sein“, verspricht Meyer. 

Ruhrstadion soll nach der Sanierung 30 Jahre auf große Umbauarbeiten verzichten
Damit der Umbau überhaupt organisatorisch zu bewältigen ist, hat die Stadt Bochum im Hintergrund bereits Strukturen geändert. Sie gründete die neue Besitzgesellschaft Bochumer Sportstätten und löste damit ein Wirrwarr an Zuständigkeiten auf. Stadion, Trainingsplätze, Stadioncenter und das Nachwuchsleistungszentrum an der Hiltroper Straße liegen nun in einer Hand.

Neben Organisation und Verträgen haben auch schon konkrete Vorarbeiten stattgefunden. Die Sichelbinder, die markanten Erkennungszeichen rund ums Ruhrstadion, wurden kontrolliert, grundiert und neu gestrichen. Blitzableiter wurden überprüft .Auch die Flutlichtmasten haben Experten begutachtet, um zu prüfen, ob sie verrostet sind. 

Nach Abschluss der Sanierung sollen die Fans lange Zeit von größeren Baustellen verschont bleiben. „Ich gehe davon aus, dass wir nach der Sanierung etwa 30 Jahre lang nicht mehr groß ans Stadion ran müssen“, sagt Meyer. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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#2
Der Drops ist ja gelutscht….dennoch würde ich lieber einen Neubau auf dem Gelände der Stahlwerke an der Castroper…dort wäre nun 5-6 Jahren was zu erstellen möglich
Nur wer die Bitternis der Niederlage geschmeckt, weiß die Süße des Sieges zu schätzen!(M.F.B.Schneider)
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#3
Ich bezweifel dass ein Neubau am Stahlwerk möglich ist. Dazu einfach mal den Wikipedia Eintrag vom Freiburger Mooswaldstadion anschauen und anschließend sich über Google Maps das Umfeld angucken.

Und es wurde doch mehrmals angemerkt, dass ein Neubau - auch auf dem bisherigen Stadiongelände - vorallem juristisch nicht möglich ist. Es fehlt an Platz.
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#4
Aber das Stahlwerk wäre ja nicht das bisherige Stadiongelände. Und wir würden weiterhin an der Casse bleiben. Aber nun gut, dann soll es so sein. Hoffentlich wird sich da nicht mehr viel ändern. Und wenn wir für 30 Jahre Ruhe haben, werde ich mit dem Ruhrstadion dann auch ins Grab gehen.
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#5
Neubau ist doch vom Tisch, und wird nicht mehr diskutiert. Es ist doch beschlossene Sache, das Stadion wird saniert, modernisiert und für 28.000 Zuschauer ausgebaut.

(03-21-2026, 06:31 PM)BomS schrieb: . Und wenn wir für 30 Jahre Ruhe haben, werde ich mit dem Ruhrstadion dann auch ins Grab gehen.
Ein paar Jährchen mehr gönne ich Dir dann n doch. ;-)
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#6
Die Fan-Kritik an den Umbau-Plänen des Ruhrstadions reißt nicht ab. Nur ein Neubau sei sinnvoll, sagen manche. Warum das gar nicht möglich ist. 

Wenn der VfL Bochum spielt, dann sitzen tausende Trainer im Stadion und an den Fernsehbildschirmen. Geht‘s dann mal wieder darum, wie es mit dem „Schmuckkästchen“ an der Castroper Straße weitergeht, verwandeln sich viele Fans in Architekten, Statiker und Stadtplaner. 

Die Stadt Bochum will das Ruhrstadion für mindestens 70 Millionen Euro – momentan kalkuliert sie mit 91,9 Millionen Euro – am bestehenden Standort sanieren. Geplant sind rund 2000 zusätzliche Plätze, darunter auch mehr VIP-Sitze. 

An der Ostkurve soll eine Plaza mit Ständen und festem Fanshop entstehen, hinter dem Stadioncenter ein Parkhaus. Im Kern aber geht es nicht um Glanz, sondern um Substanz: sanieren und ertüchtigen. Toiletten, Tribünen und Kioske sind in die Jahre gekommen – und müssen erneuert werden. 

Wer das Ruhrstadion liebt, der möchte mitreden. Nachvollziehbar. Und dennoch: Viele Argumente, die sich etwa in den Kommentarspalten der Sozialen Medien tummeln, sind längst ausdiskutiert. In diesen drei Top-Antworten liegen viele Fans immer noch falsch. 

1. Umbau des Ruhrstadions: Wäre ein Neubau nicht billiger und besser?
Ein neuer Standort etwa: In der Theorie klingt er attraktiv, in der Praxis ist er in Bochum kaum darstellbar. Immer wieder wird die Thyssenkrupp-Brache an der Castroper Straße genannt. Doch das Werk schließt erst 2028, danach stehen wohl aufwendige Bodenarbeiten an. Ein Stadionneubau würde sich über Jahre ziehen – mit der offenen Frage, wie lange das alte Stadion in dieser Zeit überhaupt noch betrieben werden könnte. 

Auch der zwischenzeitlich diskutierte Standort am Tierheim überzeugt bei näherem Hinsehen nicht. Selbst wenn es eine Genehmigung gäbe und Eigentumsfragen geklärt wären: Die U35 müsste verlängert, große Teile der Infrastruktur neu geschaffen werden. Das treibt die Kosten massiv. 

Und viele alternative Flächen gibt es in Bochum schlicht nicht – unabhängig davon, dass Ultras und andere Fangruppen einen Umzug ohnehin klar ablehnen. Und noch etwas spricht gegen einen Neubau auf grüner Wiese mit 40.000 Plätzen. Schon jetzt bekommt der VfL Bochum das Ruhrstadion nicht mehr richtig voll. Attraktiv wäre ein Neubau aber auch nur mit „voller Hütte“. 

2. Eine solch hohe Investition für nur 2000 zusätzliche Plätze im Ruhrstadion?
Ja, das alles ist teuer. Die Besitzgesellschaft Bochumer Sportstätten kalkuliert aktuell mit 91,9 Millionen Euro. Und trotzdem entsteht am Ende kein Edel-Stadion. Das darf nerven. 

Aber: Das Stadion ist an vielen Stellen marode. Allein die Betonsanierung wird viel Geld und Zeit verschlingen. Abwasser staut sich in den Urinalen, an den Kiosken fehlen Hygiene-Einrichtungen. Wenn die Tribünen sauber gemacht werden, dringe regelmäßig Wasser in die darunterliegenden Technikräume ein, so hieß es in einem Bericht eines Frankfurter Architektur- und Planungsbüros. Bevor wir über große Würfe sprechen, müssen diese Probleme behoben werden. 

Selbst Erweiterungen sind nur begrenzt möglich. Mehr Kapazität bedeutet mehr Lärm, mehr Verkehr – und damit ein höheres Risiko für Klagen von Anwohnern. Wer im Herzen der Stadt bleiben will, muss diese Grenzen akzeptieren. 

3. Nach der großen Sanierung muss die Stadt sicher bald wieder ran?
Die Perspektive ist klar: Nach der Sanierung soll das Ruhrstadion für Jahrzehnte Ruhe haben, rund 30 Jahre ohne größere Eingriffe. So jedenfalls plant die Stadt jetzt. Fürs Ruhrstadion heißt das: kein spektakulärer Neustart, sondern eine solide Zukunft. Mehr ist an diesem Standort derzeit schlicht nicht drin. 

Quelle: WAZ.de
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#7
Ich frage mich die ganze Zeit, wo die 2000 Plätze herkommen sollen, plus der VIP-Bereich. Das kriegt man doch nur hin, wenn die Ecken geschlossen werden, was aber die Masten kostet. Die sind aber für viele ein Heiligtum, wobei ein Flutlicht im Dachbereich effektiver und wartungsfreundlicher wäre. Ich habe ja immer noch den Verdacht, das die 'Käfige' am Ender der Betonbinder genau dafür montiert wurden, weil die sind eindeutig höher als die benötigten 20m zum Rasen. Die jetzige Dachkante ist 18m über dem Spielfeld, kann man googlen. Die beiden Bildschirm-Monster müssten dann auch gegen kleinere getauscht werden, die unter dem Dach hängen, oder man 'gönnt' sich einen Würfel.
Es wäre wirklich schön, wenn mal richtige Pläne veröffentlicht würden, denn alles was es bis dato gab, waren nette KI-Bilder.
Einmal Bochumer, immer Bochumer
...und die Bayern kann ich immer noch nicht leiden!
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#8
Nach Allem was bisher veröffentlicht wurde, ist eine Erweiterung nur nach Nord/Osten möglich. Also OK Richtung Stadioncenter. Die Sichelbinder und die Masten sollen saniert werden, damit die Charakteristik des Stadions erhalten bleibt. 

Am Ende soll die Kapazität 28.000 betragen. Viel mehr kann und darf wohl nicht verändert werden, da man befürchtet, dass Bauänderungsanträge durch jahrelanges Klagen der Anwohner verhindert werden.
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