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„Fassungslos“ nach Top-Spiel
#1
Stark gespielt, keinen Punkt geholt: Spieler und Trainer zeigten nach dem 1:2 bei Hannover gemischte Gefühle. In der Pause gab es klare Ansagen. 

Sie fühlten sich im falschen Film, als Schiedsrichter Patrick Schwengers zur Pause pfiff. „Das war sehr absurd“, sagte Linksverteidiger Maximilian Wittek, und Gerrit Holtmann meinte: „Wir waren echt fassungslos.“ 

Wie Torwart Timo Horn („Wahnsinn!“), wie Trainer Uwe Rösler, wie die 3000 mitgereisten Fans hatten sie die spielerisch beste Saisonleistung des VfL Bochum gesehen. Doch Hannover 96 führte mit 2:0. „Das ist ein sehr bitterer Tag für uns, wenn man das Resultat sieht“, bilanzierte Rösler. Vor einem Jahr, beim 0:0, „wurden wir hergespielt, heute war es andersherum. Das zeigt unsere spielerische Entwicklung, daher bin ich stolz auf die Mannschaft. Es war mit Abstand unser bestes Spiel gegen einen guten Gegner.“ 

Statistik spricht für den VfL Bochum – das Ergebnis für Hannover
Die Statistik untermauerte die Eindrücke des vom VfL dominierten Spiels. 27:9 Torschüsse spuckten die offiziellen Spieldaten der DFL aus. 63 Prozent gewonnene Zweikämpfe. 90 Prozent Passquote (Hannover: 80). 12:2 Ecken. 53 Prozent Ballbesitz – je nach Datenanbieter sogar deutlich mehr und bis zu 60 Prozent zur Pause.

Dennoch setzten sich die Niedersachsen von Interimstrainer Lars Barlemann, der am Montag von Sandro Wagner abgelöst wird, mit 2:1 durch, weil nur noch der starke 18-jährige Tom Meyer ins Netz traf – per Kopf nach einer Ecke. Sein erstes Profitor reichte am Ende nicht. „Es hapert an der Effektivität im Strafraum. Wir müssen in beiden Boxen konsequenter sein“, monierte Rösler. 

Vergebene Chancen und zwei Patzer hinten
Christian Rasmussen lief dreimal allein auf den überragenden Torwart Leo Weinkauf zu. Rösler sah eine Chancenqualität wie noch nie in dieser Saison und eine meist stabile Defensive, die aber zweimal entscheidend patzte. Der VfL schlief beim 0:1 nach einer Ecke, was Rösler „irritiert“ zurückließ. Vor dem 0:2 rutschte Karol Mets weg und Sean Klaiber blieb in der Folge zu passiv.

Bochum spielt auch nach 0:2 mit Verstand
Dennoch: Bochum blieb bis zum Schluss am Drücker. Bochum spielte einen attraktiven Ball. Vor der Pause, nach dem Wechsel. Auch, weil die Mannschaft die Ruhe bewahrte, wie Wittek erklärte. Vor der zweiten Halbzeit habe man sich in der Kabine gesagt, „dass wir auf gar keinen Fall den Kopf verlieren, alles nach vorn schmeißen dürfen. Es war ganz wichtig, dass wir im Spiel bleiben und nicht ergebnisorientiert denken, sondern erstmal versuchen, das nächste Tor zu schießen“, sagte der 31‑Jährige. „Der größte Fehler wäre es gewesen, auf Brechstange zu gehen, dann machen sie nach einem Konter womöglich das dritte Tor. Unser Plan für die zweite Halbzeit war gut.“

Er wäre fast noch mit wenigstens einem Punkt belohnt worden. Doch in der Nachspielzeit scheiterte Rasmussen erneut an Torwart Weinkauf. Wittek zeigte sich zufrieden, viele Chancen herausgearbeitet zu haben, legte den Finger aber auch in die entscheidende Wunde: „Wir müssen einfach an dem Punch arbeiten, dass wir in der Box gieriger auf Tore sind, dass wir die Dinger auch einfach reinmachen.“ 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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