11-09-2024, 06:44 PM
Der VfL Bochum hat sich im ersten Spiel unter Hoffnungsträger Dieter Hecking teuer verkauft und beim Duell mit Leverkusen spät einen verdienten Punkt ergattert. Lange Gesichter deswegen einmal mehr bei der Werkself.
Trotz seines gewaltigen Erfahrungsschatzes bei Vereinen wie Aachen, Hannover, Nürnberg, Wolfsburg, Gladbach oder dem HSV hatte Dieter Hecking solch eine Aufgabe noch nicht angetreten: Der neue Hoffnungsträger der Bochumer sollte schließlich das in der Geschichte am schwächsten in eine Bundesliga-Saison gestartete Team (ein Punkt, 9:29 Tore) zum Klassenerhalt führen.
Seine erste Aufgabe hatte es dabei direkt in sich. Denn nach dem jüngsten 2:7-Untergang in Frankfurt, wo noch Interimscoach Markus Feldhoff agiert hatte und im Vergleich zu dem es vier Wechsel gab (Ordets, Masovic, Holtmann und Bero für Medic, Oermann, Miyoshi und de Wit), sollte es im heimischen Stadion gegen den amtierenden Meister aus Leverkusen gehen.
Doch weil die Werkself zuletzt mit zwei Ligaunentschieden in Folge samt bereits hingenommenen 15 Gegentoren selbst Probleme offenbart hatte und in der Champions League bei Tabellenführer Liverpool mit 0:4 untergegangen war, rechnete man sich an der Castroper Straße durchaus etwas aus.
Aktivposten Broschinski
Und siehe da: Über die gesamten ersten 45 Minuten samt Nachspielzeit verkaufte sich Bochums Mannschaft - ausgerichtet im 3-3-1-2 mit Oermann, Medic und Wittek in der hinteren Dreierreihe - als Einheit. Und als gut dagegenhaltende Truppe, die Leverkusen kaum richtig aufkommen ließ. Konsequente Zweikampfführung hier, das Lauern auf Konter nach Balleroberungen dort.
Gerade über den schnellen Holtmann oder den agilen und willigen Broschinski deutete sich immer wieder Gefahr an. Letzterer prüfte etwa Hradecky (18. Minute), verfehlte das Ziel mit einem Kopfball (26.), legte nicht genug Kraft in einen Schuss rein (42.) oder verpasste den Ball knapp (45.+1).
Wirtz herausragend
Warum es trotzdem 0:1 zur Pause stand? Weil Favorit Leverkusen einmal seine Klasse ausspielte. So schnappte sich Wirtz nach einem schnell ausgeführten Freistoß im Mittelfeld den Ball, blickte auf und steckte diesen herrlich an mehreren Gegenspielern vorbei in den Lauf von Schick. Frei vor Drewes traf der Zielspieler dann mit Torwartberührung und rechtem Innenpfosten zum 1:0 (18.). Frimpong hätte sogar ausbauen müssen, verzweifelte in Minute 30 aus spitzem Winkel frei vor Torhüter Drewes.
Holtmann verfehlt, Drewes rettet
Apropos Drewes: Der Schlussmann passte nach dem Seitenwechsel stark auf und lenkte den Ball nach einem Fast-Eigentor von Mitspieler Holtmann weg vom Gehäuse (57.). Jener Holtmann hatte kurz vorher aber auch mit einem Fernschuss fast das 1:1 markiert, sein Geschoss sauste aber noch knapp über den Querbalken (52.). Allein diese zwei Szenen lassen erahnen: Weiterhin bot sich dem Publikum ein interessantes Spiel mit weiterhin gut mithaltenden Bochumern gegen natürlich ballbesitzstärkere sowie qualitativ besser aufstellte Leverkusener.
Tah klärt falsch, Miyoshi bedankt sich
Und so hielt das Gefühl bis in die Schlussphase hinein an, dass der Bundesliga-Letzte hier wirklich nah dran an einem Punktgewinn war. An einem durchaus verdienten Punktgewinn, der sich letzten Endes auch einstellte: Nach Zuspiel von Hofmann behauptete sich der erst gebrachte Miyoshi stark und tauchte vor dem Kasten. Über Umwege und de Wit sowie den letztlich zur Ecke klärenden Tah landete die Kugel beim nicht im Abseits stehenden Japaner, der aus spitzem Winkel vollstreckte. Da sah die Hintermannschaft des amtierenden Meisters, der zum dritten Mal in Folge remis spielte, nicht gut aus.
Und Bochum um Trainerdebütant Hecking? Der VfL sammelte durch diese auffällig gute Leistung frisches Selbstvertrauen an, blieb aber ohne Sieg ganz unten stehen. Weiter geht es für beide Teams nach der nun bevorstehenden Länderspielpause am 23. November (Samstag) jeweils um 15.30 Uhr: Während Leverkusen dann Heidenheim empfängt, ist Bochum in Stuttgart zu Gast.
Quelle: Kicker.de
Trotz seines gewaltigen Erfahrungsschatzes bei Vereinen wie Aachen, Hannover, Nürnberg, Wolfsburg, Gladbach oder dem HSV hatte Dieter Hecking solch eine Aufgabe noch nicht angetreten: Der neue Hoffnungsträger der Bochumer sollte schließlich das in der Geschichte am schwächsten in eine Bundesliga-Saison gestartete Team (ein Punkt, 9:29 Tore) zum Klassenerhalt führen.
Seine erste Aufgabe hatte es dabei direkt in sich. Denn nach dem jüngsten 2:7-Untergang in Frankfurt, wo noch Interimscoach Markus Feldhoff agiert hatte und im Vergleich zu dem es vier Wechsel gab (Ordets, Masovic, Holtmann und Bero für Medic, Oermann, Miyoshi und de Wit), sollte es im heimischen Stadion gegen den amtierenden Meister aus Leverkusen gehen.
Doch weil die Werkself zuletzt mit zwei Ligaunentschieden in Folge samt bereits hingenommenen 15 Gegentoren selbst Probleme offenbart hatte und in der Champions League bei Tabellenführer Liverpool mit 0:4 untergegangen war, rechnete man sich an der Castroper Straße durchaus etwas aus.
Aktivposten Broschinski
Und siehe da: Über die gesamten ersten 45 Minuten samt Nachspielzeit verkaufte sich Bochums Mannschaft - ausgerichtet im 3-3-1-2 mit Oermann, Medic und Wittek in der hinteren Dreierreihe - als Einheit. Und als gut dagegenhaltende Truppe, die Leverkusen kaum richtig aufkommen ließ. Konsequente Zweikampfführung hier, das Lauern auf Konter nach Balleroberungen dort.
Gerade über den schnellen Holtmann oder den agilen und willigen Broschinski deutete sich immer wieder Gefahr an. Letzterer prüfte etwa Hradecky (18. Minute), verfehlte das Ziel mit einem Kopfball (26.), legte nicht genug Kraft in einen Schuss rein (42.) oder verpasste den Ball knapp (45.+1).
Wirtz herausragend
Warum es trotzdem 0:1 zur Pause stand? Weil Favorit Leverkusen einmal seine Klasse ausspielte. So schnappte sich Wirtz nach einem schnell ausgeführten Freistoß im Mittelfeld den Ball, blickte auf und steckte diesen herrlich an mehreren Gegenspielern vorbei in den Lauf von Schick. Frei vor Drewes traf der Zielspieler dann mit Torwartberührung und rechtem Innenpfosten zum 1:0 (18.). Frimpong hätte sogar ausbauen müssen, verzweifelte in Minute 30 aus spitzem Winkel frei vor Torhüter Drewes.
Holtmann verfehlt, Drewes rettet
Apropos Drewes: Der Schlussmann passte nach dem Seitenwechsel stark auf und lenkte den Ball nach einem Fast-Eigentor von Mitspieler Holtmann weg vom Gehäuse (57.). Jener Holtmann hatte kurz vorher aber auch mit einem Fernschuss fast das 1:1 markiert, sein Geschoss sauste aber noch knapp über den Querbalken (52.). Allein diese zwei Szenen lassen erahnen: Weiterhin bot sich dem Publikum ein interessantes Spiel mit weiterhin gut mithaltenden Bochumern gegen natürlich ballbesitzstärkere sowie qualitativ besser aufstellte Leverkusener.
Tah klärt falsch, Miyoshi bedankt sich
Und so hielt das Gefühl bis in die Schlussphase hinein an, dass der Bundesliga-Letzte hier wirklich nah dran an einem Punktgewinn war. An einem durchaus verdienten Punktgewinn, der sich letzten Endes auch einstellte: Nach Zuspiel von Hofmann behauptete sich der erst gebrachte Miyoshi stark und tauchte vor dem Kasten. Über Umwege und de Wit sowie den letztlich zur Ecke klärenden Tah landete die Kugel beim nicht im Abseits stehenden Japaner, der aus spitzem Winkel vollstreckte. Da sah die Hintermannschaft des amtierenden Meisters, der zum dritten Mal in Folge remis spielte, nicht gut aus.
Und Bochum um Trainerdebütant Hecking? Der VfL sammelte durch diese auffällig gute Leistung frisches Selbstvertrauen an, blieb aber ohne Sieg ganz unten stehen. Weiter geht es für beide Teams nach der nun bevorstehenden Länderspielpause am 23. November (Samstag) jeweils um 15.30 Uhr: Während Leverkusen dann Heidenheim empfängt, ist Bochum in Stuttgart zu Gast.
Quelle: Kicker.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."