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Presseberichte zum 19. Spieltag: Elversberg- VfL
#1
  Holtmann ist wieder startklar beim VfL Bochum, Bero sendet positive Signale. Gegentor-Flut ärgert Rösler: Das ist sein Plan für Elversberg. 

Uwe Rösler marschierte wie ein Football-Spieler über den Rasen. Er hielt den Ball vor seinem Bauch fest, rannte nach links, rannte nach rechts und wieder zurück. Der Trainer des VfL Bochum forderte lautstark die Defensivkette auf, energisch zu verschieben, ehe er den Ball zum linken Stürmer Kjell Wätjen schleuderte. Es ging um Flanken in die Box über die Außen, es ging vor allem um das Verhindern dieser Flanken und die rigorose Verteidigung des eigenen Strafraums. Defensivqualitäten, die Bochum beim offensiv spektakulären 3:3 gegen Darmstadt 98 zum Jahresauftakt vermissen ließ. 

2:2 gegen den Karlsruher SC kurz vor Weihnachten, nun das 3:3: Bochum kassierte in den letzten zwei Partien so viele Gegentore wie in den vorherigen acht Partien unter Rösler zusammen. Ohne dass der Trainer seine Stamm-Viererkette personell änderte. Zugleich steigerte sich der VfL offensiv. Fehlt die Balance? 

Defensive Unsicherheiten: VfL kassiert zu viele Gegentore durch individuelle Fehler
„Gegen den KSC waren es individuelle Nachlässigkeiten, es lag nicht an der Struktur oder Balance“, sagte Rösler. Anders gegen Darmstadt. Da hatte der VfL seine linke Seite mit dem offensiv starken, defensiv falsch postierten Farid Alfa-Ruprecht und Maximilian Wittek dahinter nicht im Griff. Auf die linke, von der Coaching Zone entfernt liegende Seite habe er in der ersten Halbzeit kaum Einfluss nehmen können, um Alfa-Ruprecht „weiter nach unten zu ziehen“, bedauerte der Trainer. Darmstadts Plan ging auf, „das war zu einfach. In der Halbzeit haben wir das Problem behoben.“ 

Einschlag Nummer drei nach einem langen Freistoß-Ball zwischen Noah Loosli und Eigentorschütze Leandro Morgalla hindurch ärgerte Rösler „brutal“. Drei Tage später sprach er von „klassischen individuellen“ Fehlern. 

Defensive Schwächen: Rösler sieht das gesamte Team in der Verantwortung
Rösler sieht das Problem der Gegentor-Flut aber keineswegs nur in der letzten Kette. Loosli, Morgalla, Philipp Strompf, aber auch Sechser Cajetan Lenz oder die im Herbst noch stark verteidigenden Außenangreifer sind gegen den Ball derzeit nicht auf Topniveau unterwegs. „In den ersten Spielen haben wir defensiv am Limit gespielt, nicht nur die Innen- und Außenverteidiger, sondern das gesamte Team“, sagte der Coach. Und: „Teilweise haben wir auch Glück gehabt, dass Timo (Torwart Horn, die Redaktion) dann die Chancen, die wir zugelassen haben, bereinigt hat.“

Rösler setzt auf Mut und Offensive gegen Elversberg
Aktuell sei gefühlt fast jeder Schuss des Gegners drin, „wir lassen ja nicht permanent Chancen zu“, so Rösler, der dennoch kritisch anmerkte: „Im Endeffekt müssen wir die Spieler wieder ans Maximum bringen. Das reicht dann in Verbindung mit unserer Offensive, um Spiele zu gewinnen. Wir müssen als ganze Mannschaft weniger Flanken zulassen, die Assist-Zone besser abdecken.“

Das Rösler-Bochum soll aber keineswegs in reine Defensivarbeit verfallen. Im Gegenteil: „Wir wollen weiter mutig Fußball spielen“, sagte der Coach mit Blick auf das Auswärtsspiel beim spielstarken, dominant auftretenden Tabellenzweiten SV Elversberg. Auch am kommenden Sonntag (13.30 Uhr/Sky) wolle man „nicht nur 40 oder 44 Prozent Ballbesitz haben“ – wie so oft vor Jahresfrist. Gegen Darmstadt kam der VfL auf 57 Prozent, ein Rekordwert unter Rösler. Zugleich wolle man vertikal agieren, mit Tempo über die Außen, tiefen Läufen und ohne unnütze Rückpässe. 

Obafemi-Leihe ist beendet, Holtmann ist wieder eine Option
Es gibt also viel zu tun, um dem Rösler-Ideal Schritt für Schritt näher zu kommen. Personell hat der Coach dabei die aktuell fast größtmögliche Auswahl. Denn auch Gerrit Holtmann ist wieder startklar. Der linke Flügelstürmer kehrt in Elversberg wohl zumindest in den Kader zurück. 

Nach dem Abgang von Michael Obafemi, dessen Leihe vom FC Burnley am Mittwoch vorzeitig abgebrochen wurde und der nun auf Leihbasis für den englischen Drittligisten FC Blackpool spielt, trainierten am Mittwoch 24 Feldspieler mit. Dazu zählten wie gehabt die U21-Stammkräfte Alessandro Crimaldi und Niklas Jahn sowie Felix Passlack, dessen Wechsel zu Hibernian Edinburgh sich wie berichtet abzeichnet. Lediglich Matus Bero fehlt derzeit. Der Kapitän macht aber deutliche Fortschritte. Nach dem Krafttraining drehte der Mittelfeldmann Laufrunden mit Reha-Coach Mathis Beckmann. Rösler rechnet damit, dass Bero in der kommenden Woche wieder Teile des Mannschaftstrainings absolvieren kann. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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Presseberichte zum 19. Spieltag: Elversberg- VfL - von Herr Bert - 01-21-2026, 03:16 PM

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