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Presseberichte zum 21. Spieltag Münster - VfL
#2
Beim VfL Bochum herrschen unter Trainer Uwe Rösler neue Energie und härterer Konkurrenzkampf. Doch wer setzt sich am Ende wirklich durch? 

Es ist wuselig auf dem Trainingsplatz beim VfL Bochum und es geht zur Sache. In nahezu allen Trainingseinheiten ist spätestens seitdem Uwe Rösler übernommen hat, mächtig Dampf drin. Besonders auffällig ist die Entwicklung aber in den vergangenen Wochen. Wirkte es noch gegen Ende des vergangenen Jahres so, dass nicht alle Spieler mit vollem Herzen dabei sind, hat sich das nach einer starken Winter-Transferphase inzwischen ins Gegenteil verkehrt. Rösler sprach unlängst von einer „neuen Energie“, die auch die Neuzugänge hereinbringen würden. 

Es ist genau das eingetreten, was sich der Trainer und die Verantwortlichen gewünscht haben: Die Spieler sollen sich selbst auf ein höheres Niveau pushen. Dass deutlich mehr in der Mannschaft steckt, als sie in den ersten Wochen der Saison unter Dieter Hecking und auch Interimstrainer David Siebers auf den Platz bekommen hat. Unter Rösler führt der VfL Bochum die Formtabelle mit inzwischen 23 Punkten seit dem neunten Spieltag sogar an. Ein deutliches Zeichen, dass es auch innerhalb der Mannschaft stimmt und der Konkurrenzkampf sich allmählich auszahlt. 

Auch Stammspieler können ersetzt werden
So kann der VfL Bochum inzwischen auch Ausfälle von Stammspielern verkraften. Als Mats Pannewig gegen den FC Schalke 04 kurzfristig krankheitsbedingt ausfiel, brachte das Trainerteam Winter-Leihe Callum Marshall von Beginn an. Und der Nordire schlug voll ein. „Man sieht es bei den Topmannschaften in den Ligen: Wenn einer fehlt, kommt der andere rein und kann seine Chance nutzen. So ist Profisport, so ist Fußball“, sagte Rösler im Gespräch. 

Bedeutet im Umkehrschluss allerdings auch: „Da gibt es keine Garantien mehr für Plätze. Wenn man hohe Ziele hat wie wir in der Zukunft, dann muss intern ein gesunder, fairer Konkurrenzkampf da sein.“ Dieser herrscht in Bochum inzwischen allemal. Wer in die Startelf will, muss unter der Woche mächtig Gas geben. Zumal Rösler kein Freund davon ist, groß zu rotieren. Acht bis neun Positionen sind bei dem 57-Jährigen Woche für Woche in der Regel frühzeitig vergeben. Um die anderen Startelfplätze kämpfen dann gleich mehrere Spieler. Insbesondere auf den Flügeln herrscht inzwischen wieder ein hoher Konkurrenzkampf, da alle Spieler fit sind. 

Rösler: „Ich belohne Leistungen“
„Ich bin immer einer, der Leistung belohnt“, sagte Rösler. „Gute Leistung muss eine Konsequenz haben.“ Dabei dürfe allerdings auch jeder Spieler mal einen schlechten Tag haben, das Vertrauen sei dennoch groß. „Aber wenn Leute reinkommen und die Chance nutzen – was soll ich machen? Dann stelle ich so auf. Das letzte Spiel ist immer das Entscheidende.“

Bedeutet im Umkehrschluss: Die Startelf gegen Schalke 04, die den Tabellenführer zeitweise gnadenlos herspielte, hat auch gegen Preußen Münster am Freitagabend (18.30 Uhr, Sky) gute Chancen, in gleicher Konstellation auf dem Feld zu stehen. Wenngleich Rösler stets betont, dass er seine Startelf-Entscheidungen auch immer etwas an den Gegner anpassen müsse. Und: Pannewig gilt als einer der Lieblingsspieler von Rösler. Wenn er nach seiner Erkältung fit genug sein sollte, könnte er wieder in die erste Mannschaft rücken. 

Hier sieht Rösler Verbesserungspotenzial
Zumal mit ihm die Ballsicherheit im Mittelfeld etwas größer ist und die Kontrolle größer sein sollte. Dies habe ihm nämlich in der zweiten Halbzeit gegen Schalke nicht ganz so gut gefallen. „Wir haben es ordentlich wegverteidigt, aber für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir den Mut auch in der zweiten Halbzeit zeigen und Akzente setzen, Lösungen mit dem Ball zu finden nach einer 2:0-Führung. Aber wir sind in der Weiterentwicklung. Die Konstanz in alle Phasen des Spiels hereinzubekommen, geht nicht von heute auf morgen. Man sieht es an Elversberg, wo es mit dem alten Trainer anfing und jetzt mit dem neuen Trainer weitergeht.“ Einen ähnlichen Weg erhofft sich Rösler auch mit dem VfL. Und dafür ist der Konkurrenzkampf genau richtig.

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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RE: Presseberichte zum 21. Spieltag Münster - VfL - von Herr Bert - 02-05-2026, 10:21 AM

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