02-18-2026, 08:46 AM
Nach vier Monaten kehrt Erhan Masovic in die Startelf des VfL Bochum zurück. Er spricht über seine Rolle – und kämpft auch um seine Zukunft.
Als die meisten Spieler den Trainingsplatz schon verlassen hatten, hörte Erhan Masovic seinem Trainer Uwe Rösler ganz genau zu. Zusammen mit Noah Loosli bekam der Innenverteidiger noch einmal eine Einzelschulung, wie er sich auf dem Feld zu bewegen habe. Rösler zeigte dem Duo, wie verschoben werden soll, wie die Passwege auszusehen haben. Spätestens zu diesem Zeitpunkt dürfte auch den wenigen Fans, die am Dienstagvormittag dem Training trotzten, klar gewesen sein, dass sie da die Innenverteidigung für das Spiel am Freitag gegen den 1. FC Nürnberg (18.30 Uhr, Sky) sehen.
Erstmals seit dem 25. Oktober beim 1:1 bei Holstein Kiel wird Masovic wieder in die Startelf rücken. Der Serbe musste sich seit dem Spiel im DFB-Pokal beim FC Augsburg hinten anstellen, weil Philipp Strompf zusammen mit Loosli zwar nicht überragend spielte, aber einen äußerst soliden Job machte. „Ich habe die ersten beiden Spiele unter Uwe gemacht und dann haben die beiden Jungs gegen Augsburg so stark gespielt. Wie seitdem immer. Als Trainer würde ich da auch keine Änderung vornehmen“, erkannte Masovic nun im Gespräch offen an.
Bochum ohne Strompf: Masovic will seine Chance gegen Nürnberg nutzen
Beide trugen dazu bei, dass der VfL Bochum sich unter Rösler defensiv extrem stabilisierte. Und vor allem Strompf ist trotz seiner Doktor-Jekyll-und-Mr.-Hyde-Spielweise ein wichtiger Garant dafür. Seine Kopfballstärke gibt dem VfL offensiv wie defensiv ein wichtiges Element. Zudem räumt er immer wieder seine Gegenspieler gut ab und hat in den vergangenen Wochen auch den einen oder anderen starken Diagonalball gespielt.
Gegen Nürnberg fehlt der ehemalige Ulmer jetzt aber aufgrund seiner fünften Gelben Karte. „Jetzt könnte ich die Chance bekommen – und die muss ich nutzen“, sagte Masovic. Das „könnte“ hätte er streichen können. Zwar hat Rösler auch noch die Option, Leandro Morgalla nach innen zu ziehen und dafür Oliver Olsen auf die Rechtsverteidiger-Position zu stellen oder mit Kevin Vogt einen anderen Innenverteidiger Masovic gegenüber vorzuziehen. Dies sind aber keine realistischen Varianten. Vogt dürfte aber immerhin erstmals unter Rösler zum Spieltagskader gehören.
Rösler lobt Masovic
„Ich habe ihn im Trainingslager schon mehrmals gelobt. Im Jahr 2026 hat er kontinuierlich gut trainiert“, sagte Rösler über Masovic. „Er hat diese guten Trainingseindrücke bis heute immer wieder bestätigt. Er war manchmal nah dran, da habe ich überlegt, ihn von Anfang an zu bringen. Speziell ab dem Schalke-Spiel aber haben die zwei Innenverteidiger das richtig gut gemacht.“
Nun aber kommt die Chance für Masovic und Rösler vertraut seinem erfahrenen Mann, der immer auf der Bank saß und zuletzt auch zu zwei Kurzeinsätzen kam. „Er ist erfahren. Er wird nicht flattern. Er hat über 90 Erstliga-Spiele gemacht. Insofern bin ich guten Mutes, dass er die Trainingseindrücke auch bestätigt.“
Daran lässt Masovic erst gar keine Zweifel aufkommen. Ohnehin bereite er sich Woche für Woche darauf vor, in der Startelf stehen zu können, sagte er im Gespräch. „Ich trainiere immer gleich intensiv, um jederzeit bereit zu sein“, so der 27-Jährige, der im Winter zumindest Anfragen von anderen Vereinen hatte. Doch er blieb, zum Wohlwollen Röslers. Ob er allerdings über den Sommer hinaus in Bochum aktiv sein wird, ist offen. Sein Vertrag läuft nach dann fast sechs Jahren beim VfL am Ende der Saison aus. „Das beschäftigt mich aktuell wenig. Ich muss erst einmal Minuten bekommen und mich zeigen. Alles andere kommt danach. Gespräche haben wir noch nicht geführt. Aber es eilt auch nicht.“
Im Hinspiel stand Masovic erstmals wieder in der Startelf
Die Chance auf Minuten bekommt er nun, wodurch sich das VfL-Spiel zumindest leicht verändern wird. In der Innenverteidigung steht nun kein Linksfuß mehr, zudem ist Masovic nicht so kopfballstark, kann dafür mit dem Ball möglicherweise ein paar Akzente mehr setzen. Das Zusammenspiel mit Loosli sollte ohnehin gut funktionieren. „Noah und ich sind auch außerhalb des Platzes gute Freunde. Das Verständnis ist gut. Und wir sind Profis, wir trainieren jeden Tag miteinander und kennen uns entsprechend“, sagte Masovic. „Das wird kein Problem für uns – im Gegenteil.“
Masovic kommt der Rösler-Fußball entgegen
Gegen Nürnberg wollen die Bochumer selbst mit mehr Ballbesitz überzeugen und das Spiel vernünftig aufbauen. Ein Ansatz, der Masovic durchaus entgegenkommt. „Die Spielweise ist attraktiv, weil wir Fußball spielen wollen“, sagte der Serbe. Jeder fordere den Ball und die Zeiten des „Hinterherlaufens“ seien vorbei. „Uwe achtet so sehr auf Details, so dass wir auf viele Situationen vorbereitet sind und in diesen unterschiedlichen Szenarien wissen, was wir zu tun haben und wo der Ball hin muss. Das hilft uns sehr.“ Deshalb habe sich der VfL unter Rösler so deutlich weiterentwickelt, sagt Masovic.
Vergleichbar mit dem Hinspiel sei es ohnehin nicht mehr. Damals stand der 27-Jährige erstmals seit seinem Lungenkollaps im vergangenen Sommer wieder in der Startelf. Unter Interimstrainer David Siebers verlor der VfL allerdings mit 1:2 und setzte den Negativlauf vom Saisonstart nahtlos fort. Inzwischen sind die Bochumer seit neun Spielen ungeschlagen. Diese Serie soll fortgesetzt werden – und endlich soll auch wieder ein Dreier herausspringen. Masovic: „Wir haben unsere Qualität und können dieses Spiel definitiv gewinnen.“
Quelle: WAZ.de
Als die meisten Spieler den Trainingsplatz schon verlassen hatten, hörte Erhan Masovic seinem Trainer Uwe Rösler ganz genau zu. Zusammen mit Noah Loosli bekam der Innenverteidiger noch einmal eine Einzelschulung, wie er sich auf dem Feld zu bewegen habe. Rösler zeigte dem Duo, wie verschoben werden soll, wie die Passwege auszusehen haben. Spätestens zu diesem Zeitpunkt dürfte auch den wenigen Fans, die am Dienstagvormittag dem Training trotzten, klar gewesen sein, dass sie da die Innenverteidigung für das Spiel am Freitag gegen den 1. FC Nürnberg (18.30 Uhr, Sky) sehen.
Erstmals seit dem 25. Oktober beim 1:1 bei Holstein Kiel wird Masovic wieder in die Startelf rücken. Der Serbe musste sich seit dem Spiel im DFB-Pokal beim FC Augsburg hinten anstellen, weil Philipp Strompf zusammen mit Loosli zwar nicht überragend spielte, aber einen äußerst soliden Job machte. „Ich habe die ersten beiden Spiele unter Uwe gemacht und dann haben die beiden Jungs gegen Augsburg so stark gespielt. Wie seitdem immer. Als Trainer würde ich da auch keine Änderung vornehmen“, erkannte Masovic nun im Gespräch offen an.
Bochum ohne Strompf: Masovic will seine Chance gegen Nürnberg nutzen
Beide trugen dazu bei, dass der VfL Bochum sich unter Rösler defensiv extrem stabilisierte. Und vor allem Strompf ist trotz seiner Doktor-Jekyll-und-Mr.-Hyde-Spielweise ein wichtiger Garant dafür. Seine Kopfballstärke gibt dem VfL offensiv wie defensiv ein wichtiges Element. Zudem räumt er immer wieder seine Gegenspieler gut ab und hat in den vergangenen Wochen auch den einen oder anderen starken Diagonalball gespielt.
Gegen Nürnberg fehlt der ehemalige Ulmer jetzt aber aufgrund seiner fünften Gelben Karte. „Jetzt könnte ich die Chance bekommen – und die muss ich nutzen“, sagte Masovic. Das „könnte“ hätte er streichen können. Zwar hat Rösler auch noch die Option, Leandro Morgalla nach innen zu ziehen und dafür Oliver Olsen auf die Rechtsverteidiger-Position zu stellen oder mit Kevin Vogt einen anderen Innenverteidiger Masovic gegenüber vorzuziehen. Dies sind aber keine realistischen Varianten. Vogt dürfte aber immerhin erstmals unter Rösler zum Spieltagskader gehören.
Rösler lobt Masovic
„Ich habe ihn im Trainingslager schon mehrmals gelobt. Im Jahr 2026 hat er kontinuierlich gut trainiert“, sagte Rösler über Masovic. „Er hat diese guten Trainingseindrücke bis heute immer wieder bestätigt. Er war manchmal nah dran, da habe ich überlegt, ihn von Anfang an zu bringen. Speziell ab dem Schalke-Spiel aber haben die zwei Innenverteidiger das richtig gut gemacht.“
Nun aber kommt die Chance für Masovic und Rösler vertraut seinem erfahrenen Mann, der immer auf der Bank saß und zuletzt auch zu zwei Kurzeinsätzen kam. „Er ist erfahren. Er wird nicht flattern. Er hat über 90 Erstliga-Spiele gemacht. Insofern bin ich guten Mutes, dass er die Trainingseindrücke auch bestätigt.“
Daran lässt Masovic erst gar keine Zweifel aufkommen. Ohnehin bereite er sich Woche für Woche darauf vor, in der Startelf stehen zu können, sagte er im Gespräch. „Ich trainiere immer gleich intensiv, um jederzeit bereit zu sein“, so der 27-Jährige, der im Winter zumindest Anfragen von anderen Vereinen hatte. Doch er blieb, zum Wohlwollen Röslers. Ob er allerdings über den Sommer hinaus in Bochum aktiv sein wird, ist offen. Sein Vertrag läuft nach dann fast sechs Jahren beim VfL am Ende der Saison aus. „Das beschäftigt mich aktuell wenig. Ich muss erst einmal Minuten bekommen und mich zeigen. Alles andere kommt danach. Gespräche haben wir noch nicht geführt. Aber es eilt auch nicht.“
Im Hinspiel stand Masovic erstmals wieder in der Startelf
Die Chance auf Minuten bekommt er nun, wodurch sich das VfL-Spiel zumindest leicht verändern wird. In der Innenverteidigung steht nun kein Linksfuß mehr, zudem ist Masovic nicht so kopfballstark, kann dafür mit dem Ball möglicherweise ein paar Akzente mehr setzen. Das Zusammenspiel mit Loosli sollte ohnehin gut funktionieren. „Noah und ich sind auch außerhalb des Platzes gute Freunde. Das Verständnis ist gut. Und wir sind Profis, wir trainieren jeden Tag miteinander und kennen uns entsprechend“, sagte Masovic. „Das wird kein Problem für uns – im Gegenteil.“
Masovic kommt der Rösler-Fußball entgegen
Gegen Nürnberg wollen die Bochumer selbst mit mehr Ballbesitz überzeugen und das Spiel vernünftig aufbauen. Ein Ansatz, der Masovic durchaus entgegenkommt. „Die Spielweise ist attraktiv, weil wir Fußball spielen wollen“, sagte der Serbe. Jeder fordere den Ball und die Zeiten des „Hinterherlaufens“ seien vorbei. „Uwe achtet so sehr auf Details, so dass wir auf viele Situationen vorbereitet sind und in diesen unterschiedlichen Szenarien wissen, was wir zu tun haben und wo der Ball hin muss. Das hilft uns sehr.“ Deshalb habe sich der VfL unter Rösler so deutlich weiterentwickelt, sagt Masovic.
Vergleichbar mit dem Hinspiel sei es ohnehin nicht mehr. Damals stand der 27-Jährige erstmals seit seinem Lungenkollaps im vergangenen Sommer wieder in der Startelf. Unter Interimstrainer David Siebers verlor der VfL allerdings mit 1:2 und setzte den Negativlauf vom Saisonstart nahtlos fort. Inzwischen sind die Bochumer seit neun Spielen ungeschlagen. Diese Serie soll fortgesetzt werden – und endlich soll auch wieder ein Dreier herausspringen. Masovic: „Wir haben unsere Qualität und können dieses Spiel definitiv gewinnen.“
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."