02-20-2026, 11:22 PM
Der VfL Bochum hangelt sich derzeit von Remis zu Remis für das Ziel Klassenerhalt. Für Coach Uwe Rösler kein Problem, solange sein Team alles gibt. Doch das sehen nach dem Spiel gegen den 1. FC Nürnberg offensichtlich nicht alle so.
Es war ein Disput nach Abpfiff des Spiels, der in ein Unentschieden zweier Mittelfeldmannschaften nochmal etwas Feuer brachte. Bochum-Coach Uwe Rösler ging wutentbrannt mit einem Fan hinter der eigenen Bank in die Diskussion, weil der wohl nicht ganz zufrieden mit der Art und Weise des Fußballs nach dem 1:1-Ausgleichstreffer seiner Farben war. Obwohl der VfL Bochum gegen den 1. FC Nürnberg nämlich alles hineinwarf, stand am Ende trotzdem nur das siebte Remis in zehn ungeschlagenen Spielen auf der Anzeigetafel.
Rösler fand nach der Partie am Mikrofon von Sky daher auch deutliche Worte gegenüber dem Zuschauer: "Ich weiß nicht, ob der eine das Spiel nicht gesehen hat. Die Leute um ihn herum wollten ihn beruhigen. Es waren nicht Leute, es war nur ein Mann." Dabei sollte allerdings nicht außer Acht gelassen werden, dass bei Rückpässen in der Nachspielzeit bereits der eine oder andere Pfiff durchs Ruhrstadion hallte, weil die Remis-Serie aus drei Unentschieden in Folge auch den ein oder anderen Zuschauer wohl nervt.
Wertschätzung für Röslers Leistung
Doch dabei sollte nicht vergessen werden, woher der Verein kommt. Bevor Rösler am 6. Oktober das Team übernommen hatte, stand Bochum nach acht Spielen mit mickrigen drei Zählern auf dem vorletzten Tabellenplatz. Seitdem gab es nur noch eine Niederlage, sechs Siege und eben acht Unentschieden. Da wundert es nicht, dass Rösler in einem kräftezehrenden Spiel auf Augenhöhe mehr Lob als Kritik für seine Jungs übrig hatte. "Wenn die Mannschaft so alles gibt, dann werde ich sie gegen jeden verteidigen, gegen jeden", stellte der 57-Jährige klar.
Ganz generell scheint der Coach bei Team und Fans sehr beliebt zu sein. "Jeder profitiert von Uwe", sagte etwa Philipp Hofmann nach dem Spiel. "Er macht das richtig gut. Wir sind froh, dass er jetzt hier ist und wir so den Turnaround geschafft haben." Und auch auf den Rängen hatte Rösler Menschen gesehen, die "anerkannt haben, dass die Mannschaft alles gegeben hat. Das ist das, was wir in Bochum sehen wollen. Wir haben versucht, das Spiel zu gewinnen, ganz klar, aber es hat nicht gereicht."
Doch auch Kritik sollte nicht zu kurz kommen, hatte man die erste Hälfte doch "etwas verschlafen", wie es Rösler selbst ausdrückte - und es damit noch netter formulierte als sein Stürmer Hofmann: "Die Halbzeit war nichts, da war Nürnberg ein bisschen spritziger und griffiger.
"Weniger reden, mehr laufen", lautete daher auch das Plädoyer Röslers in der Kabine, was sein Team sich zu Herzen nahm: "In der zweiten Halbzeit waren wir klar die bessere Mannschaft. Meine Mannschaft hat alles gegeben, alles! Es sollte halt nicht sein."
VfL ist trotz Remis-Serie nicht unzufrieden
Am Ende sieht sich der VfL noch immer im Abstiegskampf, es sind ja auch nur sechs Punkte Vorsprung vor dem 1. FC Magdeburg auf Rang 16. Den einen oder anderen Sieg mehr in der Tasche hätte der VfL da sehr gerne genommen, aber Rösler ist "nicht unzufrieden, weil wir den Klassenerhalt schaffen müssen, und das ist wieder ein Punkt"
Am kommenden Spieltag geht es erneut am Freitag (18.30 Uhr, LIVE bei kicker) weiter. Dann ist Bochum auswärts bei Fortuna Düsseldorf gefordert, das, hinter der Rösler-Elf in der Tabelle, die Krise noch nicht wirklich überwunden hat. Vielleicht gelingt dem VfL dann ja endlich der zweite Sieg im Jahr 2026.
Quelle: Kicker.de
Es war ein Disput nach Abpfiff des Spiels, der in ein Unentschieden zweier Mittelfeldmannschaften nochmal etwas Feuer brachte. Bochum-Coach Uwe Rösler ging wutentbrannt mit einem Fan hinter der eigenen Bank in die Diskussion, weil der wohl nicht ganz zufrieden mit der Art und Weise des Fußballs nach dem 1:1-Ausgleichstreffer seiner Farben war. Obwohl der VfL Bochum gegen den 1. FC Nürnberg nämlich alles hineinwarf, stand am Ende trotzdem nur das siebte Remis in zehn ungeschlagenen Spielen auf der Anzeigetafel.
Rösler fand nach der Partie am Mikrofon von Sky daher auch deutliche Worte gegenüber dem Zuschauer: "Ich weiß nicht, ob der eine das Spiel nicht gesehen hat. Die Leute um ihn herum wollten ihn beruhigen. Es waren nicht Leute, es war nur ein Mann." Dabei sollte allerdings nicht außer Acht gelassen werden, dass bei Rückpässen in der Nachspielzeit bereits der eine oder andere Pfiff durchs Ruhrstadion hallte, weil die Remis-Serie aus drei Unentschieden in Folge auch den ein oder anderen Zuschauer wohl nervt.
Wertschätzung für Röslers Leistung
Doch dabei sollte nicht vergessen werden, woher der Verein kommt. Bevor Rösler am 6. Oktober das Team übernommen hatte, stand Bochum nach acht Spielen mit mickrigen drei Zählern auf dem vorletzten Tabellenplatz. Seitdem gab es nur noch eine Niederlage, sechs Siege und eben acht Unentschieden. Da wundert es nicht, dass Rösler in einem kräftezehrenden Spiel auf Augenhöhe mehr Lob als Kritik für seine Jungs übrig hatte. "Wenn die Mannschaft so alles gibt, dann werde ich sie gegen jeden verteidigen, gegen jeden", stellte der 57-Jährige klar.
Ganz generell scheint der Coach bei Team und Fans sehr beliebt zu sein. "Jeder profitiert von Uwe", sagte etwa Philipp Hofmann nach dem Spiel. "Er macht das richtig gut. Wir sind froh, dass er jetzt hier ist und wir so den Turnaround geschafft haben." Und auch auf den Rängen hatte Rösler Menschen gesehen, die "anerkannt haben, dass die Mannschaft alles gegeben hat. Das ist das, was wir in Bochum sehen wollen. Wir haben versucht, das Spiel zu gewinnen, ganz klar, aber es hat nicht gereicht."
Doch auch Kritik sollte nicht zu kurz kommen, hatte man die erste Hälfte doch "etwas verschlafen", wie es Rösler selbst ausdrückte - und es damit noch netter formulierte als sein Stürmer Hofmann: "Die Halbzeit war nichts, da war Nürnberg ein bisschen spritziger und griffiger.
"Weniger reden, mehr laufen", lautete daher auch das Plädoyer Röslers in der Kabine, was sein Team sich zu Herzen nahm: "In der zweiten Halbzeit waren wir klar die bessere Mannschaft. Meine Mannschaft hat alles gegeben, alles! Es sollte halt nicht sein."
VfL ist trotz Remis-Serie nicht unzufrieden
Am Ende sieht sich der VfL noch immer im Abstiegskampf, es sind ja auch nur sechs Punkte Vorsprung vor dem 1. FC Magdeburg auf Rang 16. Den einen oder anderen Sieg mehr in der Tasche hätte der VfL da sehr gerne genommen, aber Rösler ist "nicht unzufrieden, weil wir den Klassenerhalt schaffen müssen, und das ist wieder ein Punkt"
Am kommenden Spieltag geht es erneut am Freitag (18.30 Uhr, LIVE bei kicker) weiter. Dann ist Bochum auswärts bei Fortuna Düsseldorf gefordert, das, hinter der Rösler-Elf in der Tabelle, die Krise noch nicht wirklich überwunden hat. Vielleicht gelingt dem VfL dann ja endlich der zweite Sieg im Jahr 2026.
Quelle: Kicker.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."