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Presseberichte zum 24. Spieltag Düseldorf - VfL
#4
Anderthalb Jahre coachte Uwe Rösler die Fortuna. Jetzt kehrt er als VfL-Trainer nach Düsseldorf zurück und erklärt, wie er mit Bochum siegen will. 

Zusatzmotivation? Besondere Emotionen? Uwe Rösler wiegelt ab. Der Trainer des VfL Bochum ist ja ohnehin immer on fire, wenn der Ball im Spiel ist, ob beim Training oder bei den Spielen. Am Freitag kehrt der 57-Jährige erstmals an seine alte Wirkungsstätte zurück: Fortuna Düsseldorf empfängt den VfL (18.30 Uhr/Sky).

Ein besonderes Spiel? „Es ist eines, das wir gewinnen wollen“, sagte Rösler nach dem Training am Montag. In der Düsseldorfer Arena zu spielen, vor mindestens 9000 anreisenden VfL-Fans, „darauf freut sich jeder. Emotionen zeige ich am Freitag. Ich fahre mich langsam hoch.“ Business as usual, sozusagen. 

Röslers Werk in Düsseldorf bleibt unvollendet
Nur ein deutsches Team hatte Rösler vor seiner Ankunft in Bochum im vergangenen Oktober gecoacht. Düsseldorf. Sein Werk blieb unvollendet. Ende Januar 2020 kam der in England und Skandinavien gereifte Trainer und Ex-Stürmer zum damaligen Bundesliga-Schlusslicht. Die Fortuna spielte mutig, holte 15 Punkte in 15 Partien, verpasste aber den Relegationsrang 16 durch ein 0:3 am letzten Spieltag bei Union Berlin. Werder Bremen rettete sich, Düsseldorf stieg ab.

Der Wiederaufstieg war dann das erklärte Ziel, der Druck groß. Die Corona-Krise, die Röslers Amtszeit von Beginn an begleitete, und leere Stadien erschwerten die Arbeit. 56 Punkte holte Düsseldorf, Rang fünf. Sechs Zähler fehlten zu Platz drei, acht zum zweiten Platz. Rösler stolperte damals ausgerechnet auch über den VfL, der sein Team im Hinspiel 5:0 abfertigte und in Düsseldorf 2:0 gewann. Es war ein Meilenstein zur Bochumer Zweitliga-Meisterschaft. 

Röslers Ende bei Fortuna: Abschied mit Anstand
Die Folge: Der am Saisonende auslaufende Vertrag wurde nicht verlängert, Düsseldorf trennte sich im Mai 2021 von Rösler. Ein Abschied mit Anstand. „Wir sind Uwe Rösler sehr dankbar für sein großes Engagement, seine Leidenschaft und akribische Arbeit mit der Mannschaft“, sagte der damalige Sportvorstand Uwe Klein. Ähnlich respektvoll äußerte sich Fortunas langjähriger Boss Klaus Allofs.

„Insgesamt müssen wir aber sehen, dass unsere gemeinsamen Ziele – wenn auch denkbar knapp – nicht erreicht wurden“, so Klein damals über die „schwierige Entscheidung“. Auch Rösler wählte wohlwollende Worte zum Abschied nach 53 Pflichtspielen (Punkteschnitt: 1,45). Er ließ aber damals schon durchblicken, dass er sich eine andere Entscheidung gewünscht hätte. 

Rösler freut sich auf Wiedersehen mit alten Bekannten bei Fortuna
Ein Jahr Pause, drei Jahre bei Aarhus GF in Dänemark und ein halbes Jahr beim VfL später läuft Rösler nun wieder in Düsseldorf ein. „Ich hatte mir den fairen Abgang verdient. Ich hätte damals gerne weitergemacht, aber Klaus Allofs und Uwe Klein hatten andere Ideen“, sagte Rösler am Montag im Gespräch mit dieser Redaktion. „Wir haben uns in die Augen geguckt und die Hand gegeben. Es gab kein böses Blut. Es ist alles professionell gelaufen, und wir können auch heute ein Bier zusammen trinken.“

Allofs und Klein sind bei der Fortuna mittlerweile Geschichte, andere wie Sven Mislintat, seit Dezember neuer Sportvorstand, haben das Sagen. Zahlreiche Mitarbeiter im Lizenzbereich und auch einige Spieler aus Röslers Zeit sind aber noch für Düsseldorf aktiv. Stammtorwart Florian Kastenmeier, Emmanuel Iyoha, Shinta Appelkamp kamen beim jüngsten 1:2 der Fortuna in Darmstadt zum Einsatz, Matthias Zimmermann saß auf der Bank. „Auch im Staff sind noch ein paar Leute dabei, die ich kenne. Ich freue mich, sie wiederzusehen“, sagt Rösler. 

Idealerweise müssen sie ihrem Ex-Chef hinterher gratulieren. Nach zuletzt drei Remis in Serie peilt der unter Rösler auswärts noch unbesiegte VfL einen Dreier an, könnte den Vorsprung auf Düsseldorf damit auf sieben Punkte ausbauen. Es wäre ein großer Schritt zum Klassenerhalt. Allerdings zeigte sich Düsseldorf zuletzt heimstark, holte zehn Punkte aus den letzten vier Partien in der heimischen Arena. 

„Wir müssen eine gute Pressinghöhe finden. Wenn wir zu hoch stehen, ist Kastenmeier da, wenn wir zu tief stehen, werden sie viele Flanken schlagen“, erklärte Rösler einen Teil des Plans. Und: „Die Boxverteidigung wird wichtig sein. Wir hätten das Tor gegen Nürnberg kollektiv besser verteidigen können“, so Rösler mit dem Blick zurück aufs Nürnberg-Spiel (1:1), als Mohamed Ali Zoma zum 1:0 getroffen hatte. 

Düsseldorf habe „generell sechs große Spieler“ auf dem Platz, sei „im offensiven Bereich gefährlich“. Allein: Im Abschluss haperte es oft, zuletzt in Darmstadt. „Sie sind oft Minimum ebenbürtig und manchmal die bessere Mannschaft. Es wir ein hartes Stück Arbeit. Wie jedes Spiel in dieser Liga“, so Rösler. 

Rösler über Rakneberg: „Er pusht das Team“
Seine komplette Startelf habe er, anders als in den Vorwochen, diesmal noch nicht frühzeitig im Kopf. Wenn nichts passiert, hat Rösler viel Auswahl: 25 Feldspieler und vier Torhüter trainierten am Montag. Die zuletzt angeschlagenen Gerrit Holtmann und Leandro Morgalla dürften ebenso loslegen wie die gegen Nürnberg gesperrt fehlenden Philipp Strompf und Koji Miyoshi.

Dagegen wird Maximilian Wittek fehlen nach seiner fünften Gelben Karte. Für den Stamm-Linksverteidiger spielt Winterzugang Mikkel Rakneberg erstmals von Beginn an, nachdem der 23-Jährige bereits gegen Elversberg, Schalke und Nürnberg eingewechselt wurde. Darauf legte sich Rösler bereits fest. „Ich wollte ihn unbedingt reinbringen im letzten Spiel, damit er sich ans Tempo gewöhnt“, erklärte der Trainer. „Er ist fit, kann 90 Minuten ohne Probleme gehen. Er trainiert immer zuverlässig und im Sinne der Mannschaft. Er pusht die Jungs. Er kann sich auf das super Spiel vor 40.000 Fans freuen.“ 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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RE: Presseberichte zum 24. Spieltag Düseldorf - VfL - von Herr Bert - 02-23-2026, 07:20 PM

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