04-23-2026, 06:26 PM
Cajetan Lenz war beim VfL Bochum lange gesetzt, in Dresden spielte er gar nicht. Trainer Rösler erklärt die Gründe. Neue Chance gegen Fürth?
Es war eine unliebsame Premiere für Cajetan Lenz in Dresden. Der Shooting-Star des VfL Bochum in dieser Saison hockte beim 0:2 bei der SG Dynamo erstmals unter Trainer Uwe Rösler die kompletten 90 Minuten nur auf der Bank. Geplant aber war das nicht, erklärte der Coach.
„Es war absolut vorgesehen, dass Cajetan spielt“, versicherte der Trainer diese Woche im Gespräch mit dieser Redaktion. Der Spielverlauf aber habe dann gegen die Einwechslung des Sechsers gesprochen, weil auf anderen Positionen mehr Bedarf war, Dresden Konter über Konter fuhr, die Aussicht auf einen Punkt deutlich geringer war als die Gefahr, noch höher zu verlieren.
Lenz steht bei neun Gelben Karten
So wollte Rösler unter anderem mit Kacper Koscierski die rechte Seite stabilisieren, auf der Oliver Olsen einen schwachen Tag erwischt hatte. Zudem wollte er die mit Gelb vorbelasteten Spieler „beschützen“, so Rösler, wollte sie auch mit Blick auf das wichtige Heimspiel an diesem Sonntag gegen Greuther Fürth (13.30 Uhr/Sky) nicht nach einer Gelb-Roten Karte „verlieren“. Daher nahm er Innenverteidiger Erhan Masovic vom Feld und dann Außenverteidiger Leandro Morgalla. Zudem steht Lenz bei neun Gelben Karten, bei einer weiteren wäre er zum zweiten Mal in dieser Saison gesperrt. Bei einem am Ende aussichtslosen Spiel „wollte ich nicht riskieren, dass er Gelb bekommt“, meinte Rösler.
An der Einstellung, den Trainingsleistungen von Lenz indes hat Rösler derzeit nichts zu meckern. Dennoch ist der 19-Jährige vom Stammspieler zum Edelreservisten geworden in den letzten Wochen. Und das, obwohl Lenz der Spieler ist, der dem VfL im Sommer eine Millioneneinnahme bescheren soll. Etliche Bundesligisten haben ihr Interesse wie berichtet längst konkretisiert, auch ein Klub aus dem Ausland ist dran. Die Gespräche im Hintergrund laufen.
Bero kehrt zurück und verdrängt Lenz auf die Bank
Hauptgrund für Lenz‘ neue Bankrolle ist die Rückkehr von Matus Bero nach seiner Verletzung. Seit dem Heimspiel gegen Kaiserslautern Anfang März setzt Rösler auf den genesenen Kapitän. Auf die Zweikampf-Mentalität des 30-Jährigen will der Trainer im Abstiegskampf nicht verzichten. „Bero ist im Moment der Spieler, den wir brauchen. Er ist eine Führungspersönlichkeit – auch auf dem Platz“, betonte Rösler am Dienstag.
Neben ihm ist Mats Pannewig, wie Bero ein Box-to-Box-Spieler und kein klassischer Sechser, die bevorzugte Wahl von Ex-Stürmer Rösler im Mittelfeldzentrum hinter Zehner Francis Onyeka im 4-2-3-1. In den letzten drei Heimspielen gegen Kaiserslautern (3:2), Kiel (2:3) und Braunschweig (4:1) legten Pannewig/Bero los. Lenz wurde jeweils eingewechselt, zeigte zuletzt gegen Braunschweig eine starke Leistung in der zweiten Halbzeit.
Rösler: Mit Pannewig offensiver, mit Lenz defensiver
Zur Startelf zählte der zuvor unter Rösler stets gesetzte Bochumer seit März nur in den Auswärtsspielen bei Hertha BSC und in Magdeburg, als erst Pannewig und dann Bero gesperrt fehlten. „Es hängt vom Ansatz ab, wie ich das Spiel angehen möchte. Wenn ich defensiver stehen will, spielt Cajetan. Wenn ich nach vorn spielen möchte, ist es Mats“, erklärte Rösler. Auch in Dresden entschied er sich für eine offensivere Gangart mit frühem Pressing. Der Matchplan sei in der ersten Halbzeit auch voll aufgegangen, betonte der Coach. „Ich wollte mit Mats eine offensivere Lösung“, so Rösler.
Und: „Wir brauchten seine Kopfballstärke gegen Dresden – vor allem nach dem Ausfall von Hofmann“, nannte der Trainer einen weiteren Grund. Stürmer Philipp Hofmann, der in der Luft in beiden Strafräumen praktisch unverzichtbar ist für den VfL, fehlte angeschlagen. Lenz misst 1,90 Meter, Pannewig 1,95 Meter, ist kopfballstärker. „Dresden ist ähnlich gefährlich bei Standards wie wir. Ohne Hofmann brauchten wir Mats in der Zone.“
Heimspiel gegen Fürth: Bero lobt die Talente
Und gegen Fürth? Rösler legte sich vor den entscheidenden Trainingseinheiten, die seit Donnerstag allesamt unter Aufschluss der Öffentlichkeit stattfinden, naturgemäß nicht fest. Grundsätzlich, so der Trainer, „will ich nach vorn spielen. Mats ist der Spieler, der uns besser zwischen Abwehr und Angriff verbindet mit seinem linken Fuß. Die anderen beiden haben andere Qualitäten, die auch wichtig sind.“
Die Tendenz scheint klar zu sein. Gegen Fürth hat der VfL ein Heimspiel, will den Klassenerhalt praktisch perfekt machen mit einem Sieg. Matus Bero soll vorangehen und die Jungen führen. Er nehme die Rolle an, betonte er auch gegenüber dieser Redaktion. „Es ist großartig, mit Mats und Cajetan zwei sehr gute, junge Spieler an meiner Seite zu haben“, sagte Bero. „Es ist gut, dass beide unterschiedliche Profile bedienen. Cajetan ist etwas defensiver, Mats offensiver. Für den Stil, den wir spielen, brauchen wir beide.“ Auch wenn Zielspieler Hofmann gegen die Franken dabei ist und mit ihm mehr Größe und Wucht zurückkehren, spricht viel dafür, dass erneut Bero und Pannewig loslegen.
Quelle: WAZ.de
Es war eine unliebsame Premiere für Cajetan Lenz in Dresden. Der Shooting-Star des VfL Bochum in dieser Saison hockte beim 0:2 bei der SG Dynamo erstmals unter Trainer Uwe Rösler die kompletten 90 Minuten nur auf der Bank. Geplant aber war das nicht, erklärte der Coach.
„Es war absolut vorgesehen, dass Cajetan spielt“, versicherte der Trainer diese Woche im Gespräch mit dieser Redaktion. Der Spielverlauf aber habe dann gegen die Einwechslung des Sechsers gesprochen, weil auf anderen Positionen mehr Bedarf war, Dresden Konter über Konter fuhr, die Aussicht auf einen Punkt deutlich geringer war als die Gefahr, noch höher zu verlieren.
Lenz steht bei neun Gelben Karten
So wollte Rösler unter anderem mit Kacper Koscierski die rechte Seite stabilisieren, auf der Oliver Olsen einen schwachen Tag erwischt hatte. Zudem wollte er die mit Gelb vorbelasteten Spieler „beschützen“, so Rösler, wollte sie auch mit Blick auf das wichtige Heimspiel an diesem Sonntag gegen Greuther Fürth (13.30 Uhr/Sky) nicht nach einer Gelb-Roten Karte „verlieren“. Daher nahm er Innenverteidiger Erhan Masovic vom Feld und dann Außenverteidiger Leandro Morgalla. Zudem steht Lenz bei neun Gelben Karten, bei einer weiteren wäre er zum zweiten Mal in dieser Saison gesperrt. Bei einem am Ende aussichtslosen Spiel „wollte ich nicht riskieren, dass er Gelb bekommt“, meinte Rösler.
An der Einstellung, den Trainingsleistungen von Lenz indes hat Rösler derzeit nichts zu meckern. Dennoch ist der 19-Jährige vom Stammspieler zum Edelreservisten geworden in den letzten Wochen. Und das, obwohl Lenz der Spieler ist, der dem VfL im Sommer eine Millioneneinnahme bescheren soll. Etliche Bundesligisten haben ihr Interesse wie berichtet längst konkretisiert, auch ein Klub aus dem Ausland ist dran. Die Gespräche im Hintergrund laufen.
Bero kehrt zurück und verdrängt Lenz auf die Bank
Hauptgrund für Lenz‘ neue Bankrolle ist die Rückkehr von Matus Bero nach seiner Verletzung. Seit dem Heimspiel gegen Kaiserslautern Anfang März setzt Rösler auf den genesenen Kapitän. Auf die Zweikampf-Mentalität des 30-Jährigen will der Trainer im Abstiegskampf nicht verzichten. „Bero ist im Moment der Spieler, den wir brauchen. Er ist eine Führungspersönlichkeit – auch auf dem Platz“, betonte Rösler am Dienstag.
Neben ihm ist Mats Pannewig, wie Bero ein Box-to-Box-Spieler und kein klassischer Sechser, die bevorzugte Wahl von Ex-Stürmer Rösler im Mittelfeldzentrum hinter Zehner Francis Onyeka im 4-2-3-1. In den letzten drei Heimspielen gegen Kaiserslautern (3:2), Kiel (2:3) und Braunschweig (4:1) legten Pannewig/Bero los. Lenz wurde jeweils eingewechselt, zeigte zuletzt gegen Braunschweig eine starke Leistung in der zweiten Halbzeit.
Rösler: Mit Pannewig offensiver, mit Lenz defensiver
Zur Startelf zählte der zuvor unter Rösler stets gesetzte Bochumer seit März nur in den Auswärtsspielen bei Hertha BSC und in Magdeburg, als erst Pannewig und dann Bero gesperrt fehlten. „Es hängt vom Ansatz ab, wie ich das Spiel angehen möchte. Wenn ich defensiver stehen will, spielt Cajetan. Wenn ich nach vorn spielen möchte, ist es Mats“, erklärte Rösler. Auch in Dresden entschied er sich für eine offensivere Gangart mit frühem Pressing. Der Matchplan sei in der ersten Halbzeit auch voll aufgegangen, betonte der Coach. „Ich wollte mit Mats eine offensivere Lösung“, so Rösler.
Und: „Wir brauchten seine Kopfballstärke gegen Dresden – vor allem nach dem Ausfall von Hofmann“, nannte der Trainer einen weiteren Grund. Stürmer Philipp Hofmann, der in der Luft in beiden Strafräumen praktisch unverzichtbar ist für den VfL, fehlte angeschlagen. Lenz misst 1,90 Meter, Pannewig 1,95 Meter, ist kopfballstärker. „Dresden ist ähnlich gefährlich bei Standards wie wir. Ohne Hofmann brauchten wir Mats in der Zone.“
Heimspiel gegen Fürth: Bero lobt die Talente
Und gegen Fürth? Rösler legte sich vor den entscheidenden Trainingseinheiten, die seit Donnerstag allesamt unter Aufschluss der Öffentlichkeit stattfinden, naturgemäß nicht fest. Grundsätzlich, so der Trainer, „will ich nach vorn spielen. Mats ist der Spieler, der uns besser zwischen Abwehr und Angriff verbindet mit seinem linken Fuß. Die anderen beiden haben andere Qualitäten, die auch wichtig sind.“
Die Tendenz scheint klar zu sein. Gegen Fürth hat der VfL ein Heimspiel, will den Klassenerhalt praktisch perfekt machen mit einem Sieg. Matus Bero soll vorangehen und die Jungen führen. Er nehme die Rolle an, betonte er auch gegenüber dieser Redaktion. „Es ist großartig, mit Mats und Cajetan zwei sehr gute, junge Spieler an meiner Seite zu haben“, sagte Bero. „Es ist gut, dass beide unterschiedliche Profile bedienen. Cajetan ist etwas defensiver, Mats offensiver. Für den Stil, den wir spielen, brauchen wir beide.“ Auch wenn Zielspieler Hofmann gegen die Franken dabei ist und mit ihm mehr Größe und Wucht zurückkehren, spricht viel dafür, dass erneut Bero und Pannewig loslegen.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."