04-27-2026, 11:10 AM
Die Fans des VfL Bochum feiern Philipp Hofmann als Fußballgott, der Stürmer gibt viel zurück. Doch er betont eine Sache, die ihn richtig nervt.
Heiko Vogel begann seine Analyse zum 1:2 der Spielvereinigung Greuther Fürth beim VfL Bochum mit dem Mann des Tages. Der Trainer der Franken war auf dem Weg zur Pressekonferenz Philipp Hofmann begegnet. „Ich habe kurz überlegt, ob ich ihm die Hand gebe oder nicht“, sagte Vogel mit höchstem Respekt in der Stimme. „Wer so einen Stürmer in seinem Team hat, kann sich glücklich schätzen. Er hat den Unterschied gemacht.“
Allerdings! Der 33-Jährige beeindruckte erneut nicht nur mit seinen beiden Toren. Hofmann war omnipräsent, gesuchter und gefundener Zielspieler, der die Bälle festmacht und verteilt. Der weitere Abschlüsse hatte, der Chancen auflegte, der die Zweikämpfe in der Luft gewann und meist auch am Boden. „Hoffi war der beste Mann auf dem Platz“, lobte auch sein eigener Trainer Uwe Rösler.
Hofmann trifft und wird von Fans gefeiert
Und auch die VfL-Fans huldigten ihrem Stürmer, nachdem etliche Anhänger noch vor ein paar Monaten, als der damals formschwache Angreifer seinen Vertrag bis 2028 verlängerte, erregt den Kopf geschüttelt hatten. Unter Rösler aber ist der Neuner aufgeblüht. Neun seiner zwölf Treffer erzielte der Arnsberger in der Rückrunde, allein sechs in seinen letzten vier Spielen, nachdem er in Dresden (0:2) schmerzlich vermisst worden war. Woche für Woche scheint er besser zu werden.
„Fußballgott“ riefen nun Fans dem 1,95-Meter-Riesen zu, und die Ostkurve feierte nach dem erlösenden Schlusspfiff des am Ende doch nochmal zittrigen 2:1-Sieges gegen Fürth lautstark seinen Namen. „Philipp Hofmann“ schallte es durchs Ruhrstadion. „Wenn man Tore schießt ...“, sagte Hofmann dazu lächelnd. „Gerade nach dem Horrorstart tut das natürlich gut. Es freut mich, wenn die Fans die Leistung anerkennen. Ich arbeite enorm viel für die Mannschaft. Tore zu machen ist meine Lieblingsbeschäftigung“, so Hofmann. „Ich bin in guter Form. Die will ich mitnehmen und die Jungs weiter anstecken damit.“
Fokus liegt auf der Arbeit gegen den Ball
Es passe im Moment viel zusammen bei ihm, erklärte Hofmann, „auch die Ausrichtung“ unter Rösler mit klarem Neuner komme ihm gelegen. Gegen Fürth legte der VfL zudem, ähnlich wie schon beim 4:1 gegen Braunschweig, den Fokus ganz auf die Arbeit gegen den Ball, die Rösler hernach auch mehrmals hervorhob als Schlüssel zum Sieg; dazu gehören dann lange Bälle Richtung Hofmann, zweite Bälle, Umschaltaktionen, Standards. Es ist ein einfacher Fußball mit Intensität, ohne Schnörkel, auch: ohne spielerische Anmut. Aber mit Effektivität. Wenn Hofmann auftrumpft.
Umso wichtiger war sein Einsatz gegen Fürth, weil die Konkurrenz gepunktet hatte am Wochenende. Hofmann sprach von einer „positiven Anspannung“ in der Kabine vor dem Anpfiff und einem optimalen Start nach 49 Sekunden. „Das frühe 1:0 hat uns gutgetan, am Ende war der Sieg verdient“, so der Anführer auf dem Platz. Philipp Ziereis war weggerutscht, Hofmann netzte aus kurzer Distanz eiskalt ein.
Hofmann schildert seinen Doppelpack
„Beim ersten Tor habe ich natürlich Glück, dass der Verteidiger ausrutscht, aber da muss man auch erstmal so schnell reagieren“, schilderte Hofmann selbst. „Beim zweiten Tor war die Ecke so einstudiert, dass ich auf den kurzen Pfosten komme, das machen wir seit Wochen schon. Jetzt haben wir uns endlich mal belohnt“, sagte der Goalgetter, der sich auch für seinen Kumpel Maxi Wittek freute, der ihm beide Treffer auflegte. Sein drittes Tor galt wegen einer Abseitsposition von Noah Loosli nicht.
Zwölf Tore, acht Torvorlagen: Mit 20 Scorer-Punkten ist Hofmann nicht mehr weit entfernt von der Zweitliga-Nummer-Eins Fabian Reese (Hertha, 23). Und von einem persönlichen Rekord. Als Angreifer des Karlsruher SC gelangen ihm in der Saison 21/22 (19 Tore/vier Vorlagen) und 19/20 (17/6) jeweils 23 Scorerpunkte. Drei Partien stehen noch aus.
Hofmann hat neue Bestmarke im Blick
Knackt er seine Bestmarke? „Ich hoffe“, sagte Hofmann, richtete den Fokus aber schnell aufs große Ganze. „Es macht Spaß mit den Jungs. Wenn jeder den Plan verfolgt, den wir uns vornehmen, dann sind wir auch gut. Fürth hat eine starke Offensive, die muss man erstmal in Schach halten, das haben wir gut verteidigt, Kompliment an die Abwehr.“
Trotz der Erleichterung: Hofmann blickte umgehend immer wieder voraus, mit gerunzelter Stirn. Der Klassenerhalt, mahnte er, sei noch nicht gesichert, trotz der sechs Punkte Vorsprung auf einen Abstiegs- und Relegationsrang, trotz Rang zehn mit 39 Punkten und einem guten Torverhältnis (45:44) nur drei Spiele vor Schluss.
Heißes Duell: Fans stimmen Schmähgesänge auf Bielefeld an
Auch die Fans stimmten die Spieler ja mit den üblichen Schmähgesängen bereits ein auf das Duell bei Arminia Bielefeld am kommenden Samstag (2. Mai/13 Uhr). Und Hofmann ist richtig genervt von den letzten Auswärtspartien. „Jetzt müssen wir auch auswärts mal dieses Gesicht zeigen. Jeder muss nochmal eine Schippe drauflegen“, betonte er. „Auch wenn man mal einen Punkt holt auswärts, das wäre ein Anfang. Aber wir können nicht immer so auftreten wie zuletzt, ohne Emotionen“, kritisierte er das 0:2 in Dresden oder 1:4 in Magdeburg oder 1:2 in Düsseldorf.
„Bielefeld ist ein besonderes Spiel auch für die Fans, das kann ein Hexenkessel werden. Die werden alles reinhauen“, sagte Hofmann. „Wir müssen simpel spielen, gut auf die zweiten Bälle gehen, dürfen uns nicht verstecken und wollen den Sack dort zumachen.“
Quelle: WAZ.de
Heiko Vogel begann seine Analyse zum 1:2 der Spielvereinigung Greuther Fürth beim VfL Bochum mit dem Mann des Tages. Der Trainer der Franken war auf dem Weg zur Pressekonferenz Philipp Hofmann begegnet. „Ich habe kurz überlegt, ob ich ihm die Hand gebe oder nicht“, sagte Vogel mit höchstem Respekt in der Stimme. „Wer so einen Stürmer in seinem Team hat, kann sich glücklich schätzen. Er hat den Unterschied gemacht.“
Allerdings! Der 33-Jährige beeindruckte erneut nicht nur mit seinen beiden Toren. Hofmann war omnipräsent, gesuchter und gefundener Zielspieler, der die Bälle festmacht und verteilt. Der weitere Abschlüsse hatte, der Chancen auflegte, der die Zweikämpfe in der Luft gewann und meist auch am Boden. „Hoffi war der beste Mann auf dem Platz“, lobte auch sein eigener Trainer Uwe Rösler.
Hofmann trifft und wird von Fans gefeiert
Und auch die VfL-Fans huldigten ihrem Stürmer, nachdem etliche Anhänger noch vor ein paar Monaten, als der damals formschwache Angreifer seinen Vertrag bis 2028 verlängerte, erregt den Kopf geschüttelt hatten. Unter Rösler aber ist der Neuner aufgeblüht. Neun seiner zwölf Treffer erzielte der Arnsberger in der Rückrunde, allein sechs in seinen letzten vier Spielen, nachdem er in Dresden (0:2) schmerzlich vermisst worden war. Woche für Woche scheint er besser zu werden.
„Fußballgott“ riefen nun Fans dem 1,95-Meter-Riesen zu, und die Ostkurve feierte nach dem erlösenden Schlusspfiff des am Ende doch nochmal zittrigen 2:1-Sieges gegen Fürth lautstark seinen Namen. „Philipp Hofmann“ schallte es durchs Ruhrstadion. „Wenn man Tore schießt ...“, sagte Hofmann dazu lächelnd. „Gerade nach dem Horrorstart tut das natürlich gut. Es freut mich, wenn die Fans die Leistung anerkennen. Ich arbeite enorm viel für die Mannschaft. Tore zu machen ist meine Lieblingsbeschäftigung“, so Hofmann. „Ich bin in guter Form. Die will ich mitnehmen und die Jungs weiter anstecken damit.“
Fokus liegt auf der Arbeit gegen den Ball
Es passe im Moment viel zusammen bei ihm, erklärte Hofmann, „auch die Ausrichtung“ unter Rösler mit klarem Neuner komme ihm gelegen. Gegen Fürth legte der VfL zudem, ähnlich wie schon beim 4:1 gegen Braunschweig, den Fokus ganz auf die Arbeit gegen den Ball, die Rösler hernach auch mehrmals hervorhob als Schlüssel zum Sieg; dazu gehören dann lange Bälle Richtung Hofmann, zweite Bälle, Umschaltaktionen, Standards. Es ist ein einfacher Fußball mit Intensität, ohne Schnörkel, auch: ohne spielerische Anmut. Aber mit Effektivität. Wenn Hofmann auftrumpft.
Umso wichtiger war sein Einsatz gegen Fürth, weil die Konkurrenz gepunktet hatte am Wochenende. Hofmann sprach von einer „positiven Anspannung“ in der Kabine vor dem Anpfiff und einem optimalen Start nach 49 Sekunden. „Das frühe 1:0 hat uns gutgetan, am Ende war der Sieg verdient“, so der Anführer auf dem Platz. Philipp Ziereis war weggerutscht, Hofmann netzte aus kurzer Distanz eiskalt ein.
Hofmann schildert seinen Doppelpack
„Beim ersten Tor habe ich natürlich Glück, dass der Verteidiger ausrutscht, aber da muss man auch erstmal so schnell reagieren“, schilderte Hofmann selbst. „Beim zweiten Tor war die Ecke so einstudiert, dass ich auf den kurzen Pfosten komme, das machen wir seit Wochen schon. Jetzt haben wir uns endlich mal belohnt“, sagte der Goalgetter, der sich auch für seinen Kumpel Maxi Wittek freute, der ihm beide Treffer auflegte. Sein drittes Tor galt wegen einer Abseitsposition von Noah Loosli nicht.
Zwölf Tore, acht Torvorlagen: Mit 20 Scorer-Punkten ist Hofmann nicht mehr weit entfernt von der Zweitliga-Nummer-Eins Fabian Reese (Hertha, 23). Und von einem persönlichen Rekord. Als Angreifer des Karlsruher SC gelangen ihm in der Saison 21/22 (19 Tore/vier Vorlagen) und 19/20 (17/6) jeweils 23 Scorerpunkte. Drei Partien stehen noch aus.
Hofmann hat neue Bestmarke im Blick
Knackt er seine Bestmarke? „Ich hoffe“, sagte Hofmann, richtete den Fokus aber schnell aufs große Ganze. „Es macht Spaß mit den Jungs. Wenn jeder den Plan verfolgt, den wir uns vornehmen, dann sind wir auch gut. Fürth hat eine starke Offensive, die muss man erstmal in Schach halten, das haben wir gut verteidigt, Kompliment an die Abwehr.“
Trotz der Erleichterung: Hofmann blickte umgehend immer wieder voraus, mit gerunzelter Stirn. Der Klassenerhalt, mahnte er, sei noch nicht gesichert, trotz der sechs Punkte Vorsprung auf einen Abstiegs- und Relegationsrang, trotz Rang zehn mit 39 Punkten und einem guten Torverhältnis (45:44) nur drei Spiele vor Schluss.
Heißes Duell: Fans stimmen Schmähgesänge auf Bielefeld an
Auch die Fans stimmten die Spieler ja mit den üblichen Schmähgesängen bereits ein auf das Duell bei Arminia Bielefeld am kommenden Samstag (2. Mai/13 Uhr). Und Hofmann ist richtig genervt von den letzten Auswärtspartien. „Jetzt müssen wir auch auswärts mal dieses Gesicht zeigen. Jeder muss nochmal eine Schippe drauflegen“, betonte er. „Auch wenn man mal einen Punkt holt auswärts, das wäre ein Anfang. Aber wir können nicht immer so auftreten wie zuletzt, ohne Emotionen“, kritisierte er das 0:2 in Dresden oder 1:4 in Magdeburg oder 1:2 in Düsseldorf.
„Bielefeld ist ein besonderes Spiel auch für die Fans, das kann ein Hexenkessel werden. Die werden alles reinhauen“, sagte Hofmann. „Wir müssen simpel spielen, gut auf die zweiten Bälle gehen, dürfen uns nicht verstecken und wollen den Sack dort zumachen.“
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."