04-30-2026, 07:37 AM
VfL-Trainer Uwe Rösler warnt vor dem Auswärtsspiel in Bielefeld eindringlich vor Übermut – ob sein Team diesmal die Auswärtsschwäche besiegt?
Es gibt sie noch, die Premieren. Auch mit 57 Jahren ist ein Uwe Rösler davor nicht gefeit. Erstmals in seiner langen Karriere als Spieler und Trainer wird er am Samstag auf der Bielefelder Alm zu Gast sein, wenn er mit dem VfL Bochum beim DSC Arminia gastiert (13 Uhr/Sky). „Ich habe selbst noch nie auf der Alm gespielt oder gecoacht. Ich habe aber viel gehört und mitbekommen, was da abgeht“, sagte Rösler. „Das Stadion dort kann eine unheimliche Wucht entwickeln – so wie bei uns.“ Diese Energie will Rösler endlich auch in Auswärtsspielen für sich beziehungsweise seine Mannschaft nutzen.
Bislang ging das nur selten auf. Gerade einmal elf Punkte sammelte der VfL Bochum in fremden Stadien. Der letzte Sieg ist schon Monate her. Am 29. November 2025 gewannen die Bochumer das Hinspiel gegen Greuther Fürth. „Ich habe nicht auf dem Schirm gehabt, dass wir auswärts nur elf Punkte geholt haben“, gab Rösler am Mittwoch im Gespräch zu. „Die Fakten sprechen gegen uns, das ist die Realität. Das müssen wir adressieren – als Trainerteam und als Spieler.“
Zumal es für den VfL Bochum noch immer um den Klassenerhalt geht – trotz des Sieges gegen Greuther Fürth am vergangenen Sonntag und sechs Punkten Vorsprung auf den Relegations- und Abstiegsplatz. „Wir sind im Abstiegskampf“, sagte Rösler. „Wir sind noch nicht durch.“ Aus diesem Grund könne er auch vorerst keine Rücksicht darauf nehmen, ob der eine oder andere Spieler aus seinem Kader am Samstag für die U19 im Achtelfinale um die Deutsche Meisterschaft gegen Hannover 96 auflaufen könne (15 Uhr). „Die Vorbereitung der ersten Mannschaft geht vor. Wir müssen Elf-gegen-Elf spielen. Wir brauchen Qualität und Energie. Alessandro Crimaldi und Kacper Koscierski geben uns die. Wenn wir durch gewesen wären, wäre es etwas anderes.“
VfL Bochum ist rechnerisch noch nicht gerettet
Sind die Bochumer aber noch nicht – zumindest nicht rechnerisch. Wenngleich kaum jemand an der Castroper Straße ernsthaft damit rechnen dürfte, noch einmal arg gefährdet zu sein in dieser Saison. Zu viele Mannschaften befinden sich in der Tabelle zwischen dem VfL und dem Abstiegsplatz. Dennoch ist die Ansage Röslers klar. Und auch die Mannschaft scheint mit ihm auf einer Wellenlänge zu liegen. „Wir haben trotz der Freude und Erleichterung über den Sieg am Wochenende sofort auf die Partie gegen Bielefeld verwiesen. Den Spielern ist bewusst, dass wir noch nicht durch sind. Wir müssen das jetzt auf den Platz bringen.“
Zumal die Arminia selbst noch ums Überleben kämpft – wie schon Fortuna Düsseldorf, der 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden in den vergangenen VfL-Auswärtsspielen, die allesamt mächtig in die Hose gingen. „Arminia spielt mit Energie und ist eine der intensivsten Mannschaften der Liga“, weiß Rösler und fordert: „Wir müssen noch eine Schippe drauflegen. Das war schon gut am Sonntag, die Mannschaft hat unter Druck performt. Kompliment, wie wir den Kampf angenommen, zweite Bälle gewonnen und als gesamte Mannschaft verteidigt haben.“
Rösler fordert vom VfL Bochum: „Kampf annehmen“
Dies müsse nun aber auch endlich in Auswärtsspielen an den Tag gelegt werden. Deshalb denkt Rösler auch über personelle Veränderungen nach. Der eine oder andere Spieler schien in der Vergangenheit in Partien auf fremdem Rasen überfordert zu sein. „Die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen muss ich mitbedenken“, so der Cheftrainer. Wichtig sei, dass die Spieler den Kampf annehmen. „Sie wissen genau, dass eine intensiv spielende Mannschaft auf sie zukommt. Sie wissen um die langen Bälle und das intensive Anlaufen, sie wissen, dass es um die zweiten Bälle geht. Es ist ganz einfach: Kampf annehmen!“
Zumal Rösler Rücksicht auf seine Spieler genommen hat nach dem Fürth-Sieg. Einige Akteure – er selbst auch – hätten mental müde gewirkt, sagte er. „Gerade gegen Ende der Saison geht es um die Frische im Kopf und um mentale, wie körperliche Erholung. Daher habe ich mich entschlossen, die Gedanken weg vom Trainingsplatz zu lenken“, so Rösler. Anders als sonst verzichtet er dafür auch auf die üblichen vier Vorbereitungstage auf das kommende Spiel. „Die Jungs sollten mit den Familien was anderes machen und mit guter Energie die drei Tage in Angriff nehmen.“ Um dann am Samstag den Sack endgültig zuzumachen und mit mindestens einem Punktgewinn gegen Bielefeld den Klassenerhalt zu sichern.
Quelle: WAZ.de
Es gibt sie noch, die Premieren. Auch mit 57 Jahren ist ein Uwe Rösler davor nicht gefeit. Erstmals in seiner langen Karriere als Spieler und Trainer wird er am Samstag auf der Bielefelder Alm zu Gast sein, wenn er mit dem VfL Bochum beim DSC Arminia gastiert (13 Uhr/Sky). „Ich habe selbst noch nie auf der Alm gespielt oder gecoacht. Ich habe aber viel gehört und mitbekommen, was da abgeht“, sagte Rösler. „Das Stadion dort kann eine unheimliche Wucht entwickeln – so wie bei uns.“ Diese Energie will Rösler endlich auch in Auswärtsspielen für sich beziehungsweise seine Mannschaft nutzen.
Bislang ging das nur selten auf. Gerade einmal elf Punkte sammelte der VfL Bochum in fremden Stadien. Der letzte Sieg ist schon Monate her. Am 29. November 2025 gewannen die Bochumer das Hinspiel gegen Greuther Fürth. „Ich habe nicht auf dem Schirm gehabt, dass wir auswärts nur elf Punkte geholt haben“, gab Rösler am Mittwoch im Gespräch zu. „Die Fakten sprechen gegen uns, das ist die Realität. Das müssen wir adressieren – als Trainerteam und als Spieler.“
Zumal es für den VfL Bochum noch immer um den Klassenerhalt geht – trotz des Sieges gegen Greuther Fürth am vergangenen Sonntag und sechs Punkten Vorsprung auf den Relegations- und Abstiegsplatz. „Wir sind im Abstiegskampf“, sagte Rösler. „Wir sind noch nicht durch.“ Aus diesem Grund könne er auch vorerst keine Rücksicht darauf nehmen, ob der eine oder andere Spieler aus seinem Kader am Samstag für die U19 im Achtelfinale um die Deutsche Meisterschaft gegen Hannover 96 auflaufen könne (15 Uhr). „Die Vorbereitung der ersten Mannschaft geht vor. Wir müssen Elf-gegen-Elf spielen. Wir brauchen Qualität und Energie. Alessandro Crimaldi und Kacper Koscierski geben uns die. Wenn wir durch gewesen wären, wäre es etwas anderes.“
VfL Bochum ist rechnerisch noch nicht gerettet
Sind die Bochumer aber noch nicht – zumindest nicht rechnerisch. Wenngleich kaum jemand an der Castroper Straße ernsthaft damit rechnen dürfte, noch einmal arg gefährdet zu sein in dieser Saison. Zu viele Mannschaften befinden sich in der Tabelle zwischen dem VfL und dem Abstiegsplatz. Dennoch ist die Ansage Röslers klar. Und auch die Mannschaft scheint mit ihm auf einer Wellenlänge zu liegen. „Wir haben trotz der Freude und Erleichterung über den Sieg am Wochenende sofort auf die Partie gegen Bielefeld verwiesen. Den Spielern ist bewusst, dass wir noch nicht durch sind. Wir müssen das jetzt auf den Platz bringen.“
Zumal die Arminia selbst noch ums Überleben kämpft – wie schon Fortuna Düsseldorf, der 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden in den vergangenen VfL-Auswärtsspielen, die allesamt mächtig in die Hose gingen. „Arminia spielt mit Energie und ist eine der intensivsten Mannschaften der Liga“, weiß Rösler und fordert: „Wir müssen noch eine Schippe drauflegen. Das war schon gut am Sonntag, die Mannschaft hat unter Druck performt. Kompliment, wie wir den Kampf angenommen, zweite Bälle gewonnen und als gesamte Mannschaft verteidigt haben.“
Rösler fordert vom VfL Bochum: „Kampf annehmen“
Dies müsse nun aber auch endlich in Auswärtsspielen an den Tag gelegt werden. Deshalb denkt Rösler auch über personelle Veränderungen nach. Der eine oder andere Spieler schien in der Vergangenheit in Partien auf fremdem Rasen überfordert zu sein. „Die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen muss ich mitbedenken“, so der Cheftrainer. Wichtig sei, dass die Spieler den Kampf annehmen. „Sie wissen genau, dass eine intensiv spielende Mannschaft auf sie zukommt. Sie wissen um die langen Bälle und das intensive Anlaufen, sie wissen, dass es um die zweiten Bälle geht. Es ist ganz einfach: Kampf annehmen!“
Zumal Rösler Rücksicht auf seine Spieler genommen hat nach dem Fürth-Sieg. Einige Akteure – er selbst auch – hätten mental müde gewirkt, sagte er. „Gerade gegen Ende der Saison geht es um die Frische im Kopf und um mentale, wie körperliche Erholung. Daher habe ich mich entschlossen, die Gedanken weg vom Trainingsplatz zu lenken“, so Rösler. Anders als sonst verzichtet er dafür auch auf die üblichen vier Vorbereitungstage auf das kommende Spiel. „Die Jungs sollten mit den Familien was anderes machen und mit guter Energie die drei Tage in Angriff nehmen.“ Um dann am Samstag den Sack endgültig zuzumachen und mit mindestens einem Punktgewinn gegen Bielefeld den Klassenerhalt zu sichern.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."