Vor 9 Stunden
Im ersten Testspiel der Vorbereitung tat sich der VfL Bochum lange schwer, feierte dann aber ein Schützenfest. Einige Neuzugänge fielen besonders auf.
Ein Feuerwerk hat der VfL Bochum im ersten Testspiel bei Temperaturen jenseits der 30 Grad und nach drei intensiven Trainingstagen zwar nicht abgeliefert, vor 2531 Zuschauern im Ruhrstadion aber immerhin im zweiten Durchgang ein standesgemäßes Ergebnis eingefahren. Nach einer mühsamen ersten Halbzeit, in der nur Nachwuchsstürmer Luis Pick den Ball mit Mühe und Not über die Linie brachte, boten die etablierten Offensivkräfte in den zweiten 45 Minuten etwas mehr Offensivpower. Sie ließen zwar auch beste Gelegenheiten ungenutzt, gewannen schlussendlich aber deutlich mit 8:0.
„Das war der typische erste Test, würde ich sagen“, so Keeper Timo Horn. „Es ist immer schwer reinzukommen gegen einen tief stehenden Gegner. Die Jungs sind gar nicht verkehrt, spielen fünfte oder sechste Liga.“ In der zweiten Halbzeit habe man dann den Qualitätsunterschied wieder gesehen. „Wir haben noch ein paar schöne Tore erzielt und ich glaube, für die Leute, die heute hier waren im Stadion, war es ein schöner Ausflug“, ergänzte Horn.
Rösler sauer auf Schiedsrichter – Cokaj aktiv
Dass Rösler nicht wirklich zufrieden war mit dem Auftritt seiner Mannschaft im ersten Durchgang, wurde durch seine Ansagen immer wieder deutlich. „Tiefe, Tiefe“, schrie der Trainer immer wieder rein, forderte seine Spieler auf, die Breite des Spielfelds zu nutzen und in der Offensive mehr Bewegung reinzubringen. „Die haben es in der ersten Halbzeit sehr, sehr gut gemacht“, sagte Rösler im Nachgang. Vor allem Daniel Hanslik, Neuzugang vom 1. FC Kaiserslautern, bekam zu hören, was nötig sei. Dass er die richtigen Räume besetzen kann, war in der 22. Minute gut zu sehen, als er am zweiten Pfosten goldrichtig stand bei einer Hereingabe von Koji Miyoshi – aber ihm zum ersten Testspieltor in der Vorbereitung etwas die Ernsthaftigkeit fehlte. Ben Zöllner im Tor der Vonovia Allstars hatte wenig Mühe, stand gut, parierte.
Auffälligster Akteur im ersten Durchgang war ein anderer Neuzugang – und das nicht in erster Linie aufgrund seiner Schwalbe im Strafraum, die Rösler in Wallung brachte. Als Schiedsrichter Ali Magrouda Enis Cokaj die Gelbe Karte zeigte, war der Trainer direkt im ersten Testspiel auf Betriebstemperatur. Hier dürfte aber der Frust nach der wenig zielstrebigen Halbzeit aus ihm gesprochen haben.
Wenngleich Cokaj, der vom FC Levadiakos aus Griechenland kam, sich sehr lauffreudig und als Ballverteiler präsentierte. Seine Diagonalbälle fanden immer wieder Koji Miyoshi und Samuel Bamba, die daraus allerdings keinen Profit schlagen konnten. Dem Albaner war aber durchaus anzumerken, dass er sich in der Rolle als klarer Sechser durchaus wohlfühlt und gewillt ist, das geforderte Spiel von Uwe Rösler umzusetzen.
Steinwender bekommt Extra-Unterricht
Wenig zeigen konnte sich hingegen Innenverteidiger Michael Steinwender, der gegen die Amateurkicker kaum gefordert war. Er tauchte aber im Strafraum bei eigenen Standardsituationen durchaus als Zielspieler auf. Nach dem Halbzeitpfiff bekam er von seinem neuen Trainer Einzelunterricht noch auf dem Platz. Rösler zeigte dem Österreicher, wie er sich besser positionieren könne, welche Räume er im Blick haben solle und wie er sich besser aufdrehen könne. Eine ähnliche Einheit wäre auch für Lasse Isbruch drin gewesen, der im Zentrum zwar fiel lief, sich aber schwertat, aus den Räumen etwas zu machen.
Nach dem reingemurmelten Führungstreffer vom 18-jährigen Luis Pick kurz vor dem Pausenpfiff, wechselte Rösler wie angekündigt komplett durch, und mit mehr etablierter Offensivpower kamen nun auch die Zuschauer auf ihre Kosten. In der 52. Minute bediente der gut aufgelegte Moritz-Broni Kwarteng Philipp Hofmann mustergültig. Dieser köpfte wuchtig zum 2:0 ein, bevor er nur drei Minuten später auch mit dem Fuß traf. Berkan Taz, der Neuzugang aus Verl, steckte gut durch auf U21-Neuzugang Leon Sawas, der einen starken Eindruck machte und kommende Woche vorerst weiter bei den Profis trainiert. Sawas flache Hereingabe legte Hofmann ins linke Eck. Später war er noch einmal nach einer Taz-Flanke per Kopf da.
Crimaldi glänzt nach Nominierungspech
Über einen Doppelpack konnte sich Nachwuchstalent Alessandro Crimaldi freuen. Der Italiener, der überraschend nicht für die U19-EM nominiert wurde, zeigte seine technische Klasse erst in der 57. Minute, als er einen Steilpass von Kwarteng verwertete, bevor er kurz darauf per spektakulärem Seitfallzieher nachlegte. Auch hier konnte Sawas einen Scorerpunkt sammeln. Der Linksverteidiger, der aus der U19 des SC Freiburg kam, betrieb durchaus Eigenwerbung. Gleiches galt für Vahidin Turudija in der Innenverteidigung. Allerdings weniger beim Toreverhindern als beim Torschießen. Er besorgte das zwischenzeitliche 6:0 per Kopf nach einer Hereingabe von Babis Drakas, der neu von Borussia Dortmund II kam.
Den verdienten Lohn für eine gute Halbzeit holte sich Taz, der auffälligste Akteur im zweiten Durchgang, mit dem Schlusspfiff ab. In nahezu allen Aktionen hatte der 27-Jährige seinen Fuß im Spiel, zeigte seine Spielfreude und dass er auch bereit ist, sich tief fallen zu lassen, um möglichst häufig den Ball am Fuß zu haben. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit lief er dann gut mit und schob am langen Pfosten nach Vorarbeit von Hofmann zum 8:0-Schlusspunkt ein.
Quelle: de
Ein Feuerwerk hat der VfL Bochum im ersten Testspiel bei Temperaturen jenseits der 30 Grad und nach drei intensiven Trainingstagen zwar nicht abgeliefert, vor 2531 Zuschauern im Ruhrstadion aber immerhin im zweiten Durchgang ein standesgemäßes Ergebnis eingefahren. Nach einer mühsamen ersten Halbzeit, in der nur Nachwuchsstürmer Luis Pick den Ball mit Mühe und Not über die Linie brachte, boten die etablierten Offensivkräfte in den zweiten 45 Minuten etwas mehr Offensivpower. Sie ließen zwar auch beste Gelegenheiten ungenutzt, gewannen schlussendlich aber deutlich mit 8:0.
„Das war der typische erste Test, würde ich sagen“, so Keeper Timo Horn. „Es ist immer schwer reinzukommen gegen einen tief stehenden Gegner. Die Jungs sind gar nicht verkehrt, spielen fünfte oder sechste Liga.“ In der zweiten Halbzeit habe man dann den Qualitätsunterschied wieder gesehen. „Wir haben noch ein paar schöne Tore erzielt und ich glaube, für die Leute, die heute hier waren im Stadion, war es ein schöner Ausflug“, ergänzte Horn.
Rösler sauer auf Schiedsrichter – Cokaj aktiv
Dass Rösler nicht wirklich zufrieden war mit dem Auftritt seiner Mannschaft im ersten Durchgang, wurde durch seine Ansagen immer wieder deutlich. „Tiefe, Tiefe“, schrie der Trainer immer wieder rein, forderte seine Spieler auf, die Breite des Spielfelds zu nutzen und in der Offensive mehr Bewegung reinzubringen. „Die haben es in der ersten Halbzeit sehr, sehr gut gemacht“, sagte Rösler im Nachgang. Vor allem Daniel Hanslik, Neuzugang vom 1. FC Kaiserslautern, bekam zu hören, was nötig sei. Dass er die richtigen Räume besetzen kann, war in der 22. Minute gut zu sehen, als er am zweiten Pfosten goldrichtig stand bei einer Hereingabe von Koji Miyoshi – aber ihm zum ersten Testspieltor in der Vorbereitung etwas die Ernsthaftigkeit fehlte. Ben Zöllner im Tor der Vonovia Allstars hatte wenig Mühe, stand gut, parierte.
Auffälligster Akteur im ersten Durchgang war ein anderer Neuzugang – und das nicht in erster Linie aufgrund seiner Schwalbe im Strafraum, die Rösler in Wallung brachte. Als Schiedsrichter Ali Magrouda Enis Cokaj die Gelbe Karte zeigte, war der Trainer direkt im ersten Testspiel auf Betriebstemperatur. Hier dürfte aber der Frust nach der wenig zielstrebigen Halbzeit aus ihm gesprochen haben.
Wenngleich Cokaj, der vom FC Levadiakos aus Griechenland kam, sich sehr lauffreudig und als Ballverteiler präsentierte. Seine Diagonalbälle fanden immer wieder Koji Miyoshi und Samuel Bamba, die daraus allerdings keinen Profit schlagen konnten. Dem Albaner war aber durchaus anzumerken, dass er sich in der Rolle als klarer Sechser durchaus wohlfühlt und gewillt ist, das geforderte Spiel von Uwe Rösler umzusetzen.
Steinwender bekommt Extra-Unterricht
Wenig zeigen konnte sich hingegen Innenverteidiger Michael Steinwender, der gegen die Amateurkicker kaum gefordert war. Er tauchte aber im Strafraum bei eigenen Standardsituationen durchaus als Zielspieler auf. Nach dem Halbzeitpfiff bekam er von seinem neuen Trainer Einzelunterricht noch auf dem Platz. Rösler zeigte dem Österreicher, wie er sich besser positionieren könne, welche Räume er im Blick haben solle und wie er sich besser aufdrehen könne. Eine ähnliche Einheit wäre auch für Lasse Isbruch drin gewesen, der im Zentrum zwar fiel lief, sich aber schwertat, aus den Räumen etwas zu machen.
Nach dem reingemurmelten Führungstreffer vom 18-jährigen Luis Pick kurz vor dem Pausenpfiff, wechselte Rösler wie angekündigt komplett durch, und mit mehr etablierter Offensivpower kamen nun auch die Zuschauer auf ihre Kosten. In der 52. Minute bediente der gut aufgelegte Moritz-Broni Kwarteng Philipp Hofmann mustergültig. Dieser köpfte wuchtig zum 2:0 ein, bevor er nur drei Minuten später auch mit dem Fuß traf. Berkan Taz, der Neuzugang aus Verl, steckte gut durch auf U21-Neuzugang Leon Sawas, der einen starken Eindruck machte und kommende Woche vorerst weiter bei den Profis trainiert. Sawas flache Hereingabe legte Hofmann ins linke Eck. Später war er noch einmal nach einer Taz-Flanke per Kopf da.
Crimaldi glänzt nach Nominierungspech
Über einen Doppelpack konnte sich Nachwuchstalent Alessandro Crimaldi freuen. Der Italiener, der überraschend nicht für die U19-EM nominiert wurde, zeigte seine technische Klasse erst in der 57. Minute, als er einen Steilpass von Kwarteng verwertete, bevor er kurz darauf per spektakulärem Seitfallzieher nachlegte. Auch hier konnte Sawas einen Scorerpunkt sammeln. Der Linksverteidiger, der aus der U19 des SC Freiburg kam, betrieb durchaus Eigenwerbung. Gleiches galt für Vahidin Turudija in der Innenverteidigung. Allerdings weniger beim Toreverhindern als beim Torschießen. Er besorgte das zwischenzeitliche 6:0 per Kopf nach einer Hereingabe von Babis Drakas, der neu von Borussia Dortmund II kam.
Den verdienten Lohn für eine gute Halbzeit holte sich Taz, der auffälligste Akteur im zweiten Durchgang, mit dem Schlusspfiff ab. In nahezu allen Aktionen hatte der 27-Jährige seinen Fuß im Spiel, zeigte seine Spielfreude und dass er auch bereit ist, sich tief fallen zu lassen, um möglichst häufig den Ball am Fuß zu haben. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit lief er dann gut mit und schob am langen Pfosten nach Vorarbeit von Hofmann zum 8:0-Schlusspunkt ein.
Quelle: de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."