07-17-2026, 07:44 AM
Im Trainingslager in Bramberg will Bochums Trainer Uwe Rösler spielerische Fortschritte und ein stärkeres Teamgefühl für die neue Saison erreichen.
Es ist ein Gefühl, das die Spieler des VfL Bochum kaum mehr kennen. Freie Tage? Davon gab es in den ersten knapp vier Wochen der Sommervorbereitung nur wenige. Am Freitag ist es noch einmal so weit, da dürfen die Profis sich voll und ganz ihren Familien, den Hobbys oder einfach einem ruhigen Tag zu Hause widmen. Trainer Uwe Rösler hat Timo Horn, Philipp Hofmann und Co. den erst vierten freien Tag dieses Sommers genehmigt, bevor es am Samstag nach einer Laufeinheit auf dem heimischen Gelände an der Castroper Straße mit dem Flugzeug gen Süden geht. Eine Woche lang schlägt der VfL Bochum seine Zelte in Bramberg am Wildkogel auf, um sich in den österreichischen Alpen den Feinschliff für die kommende Spielzeit zu holen.
„Es ist notwendig, dass die Jungs noch einmal freibekommen“, sagte Rösler im Vorfeld. Denn in Bramberg wird er seine Spieler richtig rannehmen, wie er verlauten ließ. Am Sonntag, dem ersten Tag der Woche vor Ort, wird es direkt zwei Einheiten geben. Am Sonntagvormittag gehe es zunächst darum, den Platz kennenzulernen und die Beine nach dem Reisetag zuvor wieder auf Betriebstemperatur zu bekommen. „Am Nachmittag werden wir eine gute Einheit machen“, so Rösler. Speziell um Spielformen soll es dann gehen, denn im Trainingslager sollen die taktischen und spielerischen Grundlagen für die Zweitliga-Saison gelegt werden.
Darauf legt Rösler Wert
Nachdem in den ersten Wochen der Vorbereitung durch viele Läufe zunächst die konditionellen Grundlagen gelegt wurden, in denen die Profis bislang knapp 100 Kilometer abspulten, soll nun die spielerische Weiterentwicklung voranschreiten. Noch nach dem zweiten Testspiel gegen Rot-Weiss Oberhausen klagte Rösler, dass er seine Mannschaft schon weiter erwartet hätte. Nach dem 1:1 gegen Ajax Amsterdam unter der Woche zog er allerdings ein zufriedenes Zwischenfazit. Speziell gegen den Ball und im Kombinationsspiel präsentierte sich der VfL Bochum gut. Nun müsse aber weiter daran gearbeitet werden, was die Mannschaft in der kommenden Saison ausmachen solle: Laufbereitschaft, Leidenschaft, spielerische Ansätze, Torgefahr.
Entsprechend fiel auch die Testspielgegner-Auswahl für das Trainingslager aus. Bereits am Dienstag wird der VfL Bochum gegen Swansea City in Mittersill antreten, bevor es zum Abschluss des Trainingslagers am Samstag (25.7.) gegen den Bundesligisten Werder Bremen in einem XXL-Test über zweimal 60 Minuten geht. Zwischendurch will Rösler auch Wert auf Standardsituationen legen, die in der Zweiten Liga besonders wichtig seien.
Mannschaft des VfL Bochum soll sich finden
Doch nicht nur sportlich ist das Trainingslager für den VfL Bochum wichtig, auch zwischenmenschlich soll sich in der Zeit am Wildkogel das Teamgefühl entwickeln. 25 Kaderbewegungen gab es bereits, darunter 16 Abgänge und neun Zugänge. Läuft alles nach Plan, soll noch am Freitag ein neuer Innenverteidiger zum Team dazustoßen. Für einen Trainer ist der XXL-Umbruch zum einen eine Chance, zum anderen aber auch ein Risiko. Im Trainingslager sollen die Spieler so auch die Zeit nutzen, sich besser kennenzulernen, sich zu finden, möglicherweise Keime von Freundschaften sprießen zu lassen.
Deshalb wird es am Mittwoch auch einen freien Nachmittag für alle geben. „Wir haben zwei Spiele in der Woche, und hatten bislang nur wenige freie Tage. Da muss man den Spielern auch mal die Freiheit geben, was anderes zu machen“, sagte Rösler. In den vergangenen Jahren nutzten einige Spieler diese Zeit, um gemeinsam Golf spielen zu gehen, für eine Fahrradtour oder einen ruhigen Nachmittag im Hotel.
Kein klassisches Teambuilding geplant
Eine reine Teambuilding-Maßnahme, wie man sie von früher kennt, als Anthony Losilla und Co. mit dem Boot über einen Fluss paddelten, wird es in diesem Jahr daher wohl nicht geben. Wenngleich sich Rösler als Fan solcher Ausflüge beschreibt. „Das hat in der Vergangenheit geholfen“, sagte er. „Es ist interessant zu sehen, wenn sich Spieler und auch der Trainerstab aus der Komfortzone bewegen müssen. Das schweißt zusammen“, sagt er und erinnert sich an so eine Einheit zu seinen Zeiten in Brantford, als alle einen Wildwasserbach durchschwimmen mussten und auch Leute durchgebracht wurden, die nicht schwimmen konnten. „Das zeigt, wie die verschiedenen Charaktere reagieren“, sagt Rösler.
Um die besser kennenzulernen, möchte er in Österreich auch die Zeit rund um die Einheiten und Testspiele nutzen, um Einzelgespräche mit seinen Spielern zu führen. „Es ist wichtig für einen Trainer, seine Spieler zusammenzuhalten“, sagte der 57-Jährige und verwies auf den vergangenen Winter, als sich der VfL Bochum aufgrund der schlechten Wetterbedingungen kurzerhand im türkischen Belek auf die Rückrunde vorbereitete. „Es bringt die Mannschaft zusammen, du hast mehr Zeit, verbringst mehr Zeit auf dem Trainingsplatz, kannst mehr Meetings einstreuen. Das hilft jedem Spieler, das hilft auch dem Trainerteam, sich dann noch besser vorzubereiten“, sagte Rösler. „Dieses Trainingslager ist wichtig für die Integrierung, für den Spirit, für die Klarheit, fürs Kennenlernen.“ Um danach in die finale Phase der Vorbereitung zu starten.
Quelle: WAZ.de
Es ist ein Gefühl, das die Spieler des VfL Bochum kaum mehr kennen. Freie Tage? Davon gab es in den ersten knapp vier Wochen der Sommervorbereitung nur wenige. Am Freitag ist es noch einmal so weit, da dürfen die Profis sich voll und ganz ihren Familien, den Hobbys oder einfach einem ruhigen Tag zu Hause widmen. Trainer Uwe Rösler hat Timo Horn, Philipp Hofmann und Co. den erst vierten freien Tag dieses Sommers genehmigt, bevor es am Samstag nach einer Laufeinheit auf dem heimischen Gelände an der Castroper Straße mit dem Flugzeug gen Süden geht. Eine Woche lang schlägt der VfL Bochum seine Zelte in Bramberg am Wildkogel auf, um sich in den österreichischen Alpen den Feinschliff für die kommende Spielzeit zu holen.
„Es ist notwendig, dass die Jungs noch einmal freibekommen“, sagte Rösler im Vorfeld. Denn in Bramberg wird er seine Spieler richtig rannehmen, wie er verlauten ließ. Am Sonntag, dem ersten Tag der Woche vor Ort, wird es direkt zwei Einheiten geben. Am Sonntagvormittag gehe es zunächst darum, den Platz kennenzulernen und die Beine nach dem Reisetag zuvor wieder auf Betriebstemperatur zu bekommen. „Am Nachmittag werden wir eine gute Einheit machen“, so Rösler. Speziell um Spielformen soll es dann gehen, denn im Trainingslager sollen die taktischen und spielerischen Grundlagen für die Zweitliga-Saison gelegt werden.
Darauf legt Rösler Wert
Nachdem in den ersten Wochen der Vorbereitung durch viele Läufe zunächst die konditionellen Grundlagen gelegt wurden, in denen die Profis bislang knapp 100 Kilometer abspulten, soll nun die spielerische Weiterentwicklung voranschreiten. Noch nach dem zweiten Testspiel gegen Rot-Weiss Oberhausen klagte Rösler, dass er seine Mannschaft schon weiter erwartet hätte. Nach dem 1:1 gegen Ajax Amsterdam unter der Woche zog er allerdings ein zufriedenes Zwischenfazit. Speziell gegen den Ball und im Kombinationsspiel präsentierte sich der VfL Bochum gut. Nun müsse aber weiter daran gearbeitet werden, was die Mannschaft in der kommenden Saison ausmachen solle: Laufbereitschaft, Leidenschaft, spielerische Ansätze, Torgefahr.
Entsprechend fiel auch die Testspielgegner-Auswahl für das Trainingslager aus. Bereits am Dienstag wird der VfL Bochum gegen Swansea City in Mittersill antreten, bevor es zum Abschluss des Trainingslagers am Samstag (25.7.) gegen den Bundesligisten Werder Bremen in einem XXL-Test über zweimal 60 Minuten geht. Zwischendurch will Rösler auch Wert auf Standardsituationen legen, die in der Zweiten Liga besonders wichtig seien.
Mannschaft des VfL Bochum soll sich finden
Doch nicht nur sportlich ist das Trainingslager für den VfL Bochum wichtig, auch zwischenmenschlich soll sich in der Zeit am Wildkogel das Teamgefühl entwickeln. 25 Kaderbewegungen gab es bereits, darunter 16 Abgänge und neun Zugänge. Läuft alles nach Plan, soll noch am Freitag ein neuer Innenverteidiger zum Team dazustoßen. Für einen Trainer ist der XXL-Umbruch zum einen eine Chance, zum anderen aber auch ein Risiko. Im Trainingslager sollen die Spieler so auch die Zeit nutzen, sich besser kennenzulernen, sich zu finden, möglicherweise Keime von Freundschaften sprießen zu lassen.
Deshalb wird es am Mittwoch auch einen freien Nachmittag für alle geben. „Wir haben zwei Spiele in der Woche, und hatten bislang nur wenige freie Tage. Da muss man den Spielern auch mal die Freiheit geben, was anderes zu machen“, sagte Rösler. In den vergangenen Jahren nutzten einige Spieler diese Zeit, um gemeinsam Golf spielen zu gehen, für eine Fahrradtour oder einen ruhigen Nachmittag im Hotel.
Kein klassisches Teambuilding geplant
Eine reine Teambuilding-Maßnahme, wie man sie von früher kennt, als Anthony Losilla und Co. mit dem Boot über einen Fluss paddelten, wird es in diesem Jahr daher wohl nicht geben. Wenngleich sich Rösler als Fan solcher Ausflüge beschreibt. „Das hat in der Vergangenheit geholfen“, sagte er. „Es ist interessant zu sehen, wenn sich Spieler und auch der Trainerstab aus der Komfortzone bewegen müssen. Das schweißt zusammen“, sagt er und erinnert sich an so eine Einheit zu seinen Zeiten in Brantford, als alle einen Wildwasserbach durchschwimmen mussten und auch Leute durchgebracht wurden, die nicht schwimmen konnten. „Das zeigt, wie die verschiedenen Charaktere reagieren“, sagt Rösler.
Um die besser kennenzulernen, möchte er in Österreich auch die Zeit rund um die Einheiten und Testspiele nutzen, um Einzelgespräche mit seinen Spielern zu führen. „Es ist wichtig für einen Trainer, seine Spieler zusammenzuhalten“, sagte der 57-Jährige und verwies auf den vergangenen Winter, als sich der VfL Bochum aufgrund der schlechten Wetterbedingungen kurzerhand im türkischen Belek auf die Rückrunde vorbereitete. „Es bringt die Mannschaft zusammen, du hast mehr Zeit, verbringst mehr Zeit auf dem Trainingsplatz, kannst mehr Meetings einstreuen. Das hilft jedem Spieler, das hilft auch dem Trainerteam, sich dann noch besser vorzubereiten“, sagte Rösler. „Dieses Trainingslager ist wichtig für die Integrierung, für den Spirit, für die Klarheit, fürs Kennenlernen.“ Um danach in die finale Phase der Vorbereitung zu starten.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."