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Presseberichte zum 5. Spieltag VfL - Fürth
#2
In erst fünf Pflichtspielen gaben bereits elf Spieler beim VfL Bochum ihr Zweitliga- oder sogar Profidebüt. Für einige Talente wird die Luft nun dünn. 

Sean Klaiber pustete noch einmal tief durch nach dem Schlusspfiff, klatschte strahlend mit seinen neuen Kollegen, und mit Trainer Uwe Rösler ab. Der 32-jährige Routinier feierte nur wenige Tage nach seinem Wechsel von Bröndby IF zum VfL ein geglücktes Debüt für Bochum, nachdem er in der zweiten Halbzeit beim 2:1-Sieg in Dresden auf der rechten Abwehrseite für Oliver Olsen ins Spiel gekommen war. Und dabei half, die Pausenführung ins Ziel zu bringen. 

„Oli hat sehr gut angefangen“, erklärte Trainer Uwe Rösler hinterher. Zu tun bekam es Olsen aber mit 1:2-Torschütze Ben Bobzien, dem „besten Offensivspieler bei Dynamo, der unheimlich beweglich und dribbelstark war“, meinte Rösler. Nach hohem, intensiven Pressing in der ersten halben Stunde „wurden wir ein bisschen müde, die Räume größer“ – und Olsen erhielt nach einem taktischen Foul zu Recht die Gelbe Karte. Das Risiko eines Platzverweises „wollte ich nicht eingehen. Sean ist ein routinierter Spieler. Ich hatte die Fantasie, dass er die Seite in der zweiten Halbzeit zumachen kann.“ Das gelang vor allem zu Beginn des zweiten Abschnitts. In der Dynamo-Druckphase am Ende konnte auch Klaiber die Flankenläufe und Dribblings nicht immer stoppen. 

Klaiber oder Olsen? Duell ist eröffnet beim VfL Bochum
Unterm Strich stand eine gelungene Premiere. Das Duell um die Rechtsverteidiger-Position ist neu eröffnet, zumal Klaiber auch zeigte, dass er viel mit dem Ball anfangen kann. Was erst recht für den zweiten VfL-Debütanten in Dresden galt. Der vom KRC Genk ausgeliehene Jarne Steuckers, als Unterschiedsspieler angepriesen, ließ seine fußballerischen Fähigkeiten in seiner ersten halben Stunde gleich aufblitzen, wenngleich ihm noch etwas die Bindung fehlte und er gegen den Ball draufpacken muss. 

Der 24-jährige Linksfuß kam auf dem rechten (Halb-)Flügel zum Zug, Christian Rasmussen wechselte für den ausgewechselten Gerrit Holtmann auf die linke Seite, und der in Dresden überragende Koji Miyoshi blieb auf der Zehn. Eine Variante, die den Ballbesitzfußball des VfL auf Sicht auf ein höheres Niveau hieven kann. 

Wobei Steuckers, der in den vergangenen zwei Jahren für den KRC Genk und zuvor bei seinem Heimatklub VV St. Truiden spielte, durchaus auch die Rolle mit Miyoshi tauschen kann. „Jarne hat in St. Truiden Zehner gespielt, bei Genk vermehrt auf der rechten Seite. Diese Konstellation gibt uns einige Möglichkeiten. Die heißt es, zu sehen, zu fördern und zu optimieren“, sagte Rösler vergangene Woche nach der Verpflichtung des Belgiers. 

Patino wird der elfte Zweitliga-Debütant sein beim VfL Bochum
Mit Klaiber und Steuckers haben damit die ersten zwei Zugänge, die kurz vor Ende des Transferfensters kamen, ihr Debüt bereits gegeben. Der Dritte im Bunde, der von Deportivo A Coruna ausgeliehene Charlie Patino, blieb in Dresden noch auf der Bank, könnte aber schon im Heimspiel gegen Fürth am kommenden Samstag (13 Uhr) eine Option sein, zumindest als Joker. Der spielstarke Mittelfeldmann wird dann der elfte Spieler des VfL sein, der in dieser Saison sein Zweitliga-Debüt gibt. Eine Zahl, die den großen Umbruch noch einmal untermauert.

Neben Klaiber und Steuckers hatten zuvor auch die Stammkräfte Michael Steinwender und Enis Cokaj noch nie in Deutschland gespielt. Bisher maximal in der 3. Liga waren Yigit Karademir, Berkan Taz und Mansour Ouro-Tagba aktiv. Vier Talente, alle 18 Jahre jung, feierten bereits ihr Profi-Debüt. Tom Meyer hat es in den Stammkader geschafft, spielte bereits in vier der fünf Pflichtspiele und überzeugte. 

Neue Konkurrenz: Talente spielen bei der U21
Zudem zeigten sich Flügelstürmer Alessandro Crimaldi (3 Einsätze), Linksverteidiger Leon Sawas (1 Einsatz im Pokal) und Mittelfeldmann Lasse Isbruch (1). Angesichts der neuen Konkurrenz werden sie es allerdings vorerst schwer haben, auf weitere Einsatzzeiten zu kommen. Das zeigte sich bereits am Wochenende: Crimaldi blieb in Dresden auf der Bank, Sawas und Isbruch standen nicht im Kader und sammelten Spielpraxis bei der 0:1-Niederlage mit der U21 im Regionalliga-Spiel bei Bergisch Gladbach.

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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RE: Presseberichte zum 5. Spieltag VfL - Fürth - von Herr Bert - 09-08-2026, 07:05 AM

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