Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
VfL Bochum verpasst das Punkte-Ziel
#1
Der VfL Bochum verpasst das eigene Punkte-Ziel zur Länderspielpause. Dennoch zeigen Daten, dass sich die Mannschaft sportlich weiterentwickelt. 

Die XXL-Länderspielpause begann für Uwe Rösler am Montag in Leverkusen mit einer Trainertagung der Bundesliga. Der Termin unter seinen Amtskollegen der beiden Bundesligen tat dem Übungsleiter des VfL Bochum nach der 1:2-Pleite bei Hannover 96 am Sonntag möglicherweise gut. Er dürfte von dem einen oder anderen Zuspruch für den Weg bekommen haben, den er mit seinen Co-Trainern Alessandro Riedle, Anthony Losilla und Marc-André Kruska eingeschlagen hat. In der Zweiten Liga ist angekommen, dass sich beim VfL etwas entwickelt. Das belegen auch die Aussagen der gegnerischen Trainer nach den jeweiligen Spielen, die die Bochumer wahlweise als unangenehme oder als schwere Gegner bezeichneten. Dennoch verfehlte der VfL das selbstgesteckte Ziel von zehn Punkten bis zur Länderspielpause. Sieben Zähler stehen zu Buche. Das bislang größte Problem: Ertrag und Aufwand passen nicht zusammen

„Work in progress“, sagte Rösler vor der nun beginnenden dreiwöchigen Länderspielpause. Es befindet sich noch alles im Aufbau. Nach 40 Kaderbewegungen auch nicht verwunderlich. „Es ist klar, dass da noch nicht jedes Rädchen zu 100 Prozent ineinandergreift“, sagte Maximilian Wittek am Sonntag nach dem Spiel in Hannover, sieht seine Mannschaft aber auf einem guten Weg. „Wir müssen einfach an unserem Plan festhalten. Wir verbessern uns von Woche zu Woche. Ich glaube, die Länderspielpause kann uns jetzt auch noch mal deutlich helfen.“ Zum einen bei der weiteren Integration der Neuzugänge, zum anderen dabei, dass einige Verletzte zurückkehren könnten. 

VfL Bochum hat „einiges an Qualität hinzugewonnen“
Nach ein paar freien Tagen wird die Mannschaft in der kommenden Woche wieder zusammenarbeiten und zusätzlich ein Testspiel bestreiten. Zwei Wochen, die die neue Spielweise des VfL Bochum weiter verfestigen dürften. Die Entwicklung ist zweifelsohne zu sehen und die Statistiken geben Rösler recht. Inzwischen ist der VfL eine balldominante Mannschaft, hat in dieser Saison im Schnitt 51 Prozent Ballbesitz und damit sechs Prozent mehr als in der vergangenen Spielzeit. Auch bei der Passquote hat die Mannschaft deutlich zugelegt. 84,5 Prozent aller Zuspiele kommen an, in der letzten Saison waren es nur 80,6 Prozent. Allein im Spiel gegen Hannover 96 kamen 90 Prozent der Pässe an. Auch hat der VfL mit 100 Torschüssen die drittmeisten Versuche aller Zweitligisten abgeben.

„Der Ansatz ist sehr gut“, sagte Torwart Timo Horn. „Man sieht, dass die Abläufe immer besser passen.“ Zumal sich die vielen neuen Spieler erst einmal finden müssen. Zwar ist das Grundgerüst mit Spielern wie Horn, Wittek und Philipp Hofmann geblieben. Viele Akteure kamen aber erst spät in der Vorbereitung und mit unterschiedlichen fußball-spezifischen Fitnesszuständen nach Bochum. Um sich auf ein neues System einzustellen, und die Abläufe kennenzulernen, braucht es Zeit. „Wir haben wirklich einiges an Qualität dazugewonnen und trotz der Verletzten können wir das auch ersetzen und auffangen. Ich glaube, das ist eine deutliche Weiterentwicklung zur vergangenen Saison. Spielerisch sind wir auf einem ganz anderen Level und Niveau. Da müssen wir dranbleiben“, sagte Horn. 

VfL Bochum hat seinen Spielstil verändert
Bochum spielt anders als in der letzten Saison, in der der VfL vor allem über das Umschaltspiel kam. Diese Saison will Rösler dominanter spielen, was zumindest teilweise gelingt. Mitunter fehlte in den bisherigen Spielen das Tempo. Dennoch verfallen die Spieler nicht in Panik, bleiben ruhig in ihren Abläufen, die seit Trainingsbeginn konkret einstudiert werden. Wenig ist Zufall, viel ist Plan. Defensiv ist der VfL zudem stabil, gewinnt viele Zweikämpfe – vor allem in der Luft.

Wenngleich nicht alles aufgeht und die aktuelle Punkteausbeute niemanden zufriedenstellt. Was auch mit der Chancenverwertung zu tun hat. Allein in Hannover ließ Christian Rasmussen mehrere Großchancen teilweise kläglich liegen. „Schießen, schießen, schießen“, sagte Torhüter Horn zu seinen Vorstellungen, die Abschlussschwäche zur Stärke zu machen. „Wir versuchen, das im Training schon anzusprechen, den Fokus wirklich draufzulegen. Wir müssen den Ball über die Linie bekommen.“ 

Horn: „VfL Bochum kann konstant punkten“
Nur wie? „Wir müssen im Training noch mehr Gier, noch mehr Freude erzeugen. Vielleicht brauchen wir noch mehr Wettbewerbe“, meinte Maxi Wittek. Und der VfL benötigt mehr Spieler im gegnerischen Strafraum, wo Stürmer Philipp Hofmann zu häufig auf sich allein gestellt ist. Aus dem Mittelfeld rücken die Spieler zu selten nach. Rösler fordert, dass Pannewig und Co. häufiger nachrücken. Zudem sollen und müssen die Flügelspieler mehr die Breite im Spiel halten. Die Qualität der Hereingaben muss sich verbessern, laut Trainer.

Dennoch überwiegt in Bochum der Optimismus. „Ich glaube, die Liga ist nicht so stark, dass man da nicht gegen jede Mannschaft gewinnen kann“, sagte Horn. „Ich glaube, dass wir in der Lage sind, konstant zu punkten.“ 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
Zitieren


Nachrichten in diesem Thema
VfL Bochum verpasst das Punkte-Ziel - von Herr Bert - Gestern, 01:45 PM

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste