09-26-2026, 01:14 PM
Michael Steinwender ist aus der Abwehr des VfL Bochum nicht mehr wegzudenken, Koji Miyoshi überzeugt in neuer Rolle: fünf Gewinner des Saisonstarts.
Timo Horn im Tor, Philipp Hofmann im Sturmzentrum: Dass Kapitän und Vize-Kapitän eine tragende Rolle spielen beim VfL Bochum, war nicht anders zu erwarten. Die Führungsspieler enttäuschten nicht, bei anderen waren die Fragezeichen vor dem Saisonstart deutlich größer. Nicht alle Profis des VfL haben bisher überzeugt. Zu den Verlierern der ersten Ligaphase mit sechs Partien sowie dem Pokalerfolg in Fürth zählt daher auch Mats Pannewig (Bericht: hier). Andere dagegen spielen sich in den Fokus, glänzen in neuer Rolle oder profitieren von der Kaderzusammenstellung: fünf Gewinner des Saisonstarts.
Meyer zeigte sich stets präsent, zweikampfstark, mutig, selbstbewusst. Er bot sich an, ging energisch in die Zweikämpfe, wagte zunehmend auch mehr Vorwärtsgang, überzeugte mit Pass-Sicherheit – und lernte schnell dazu, nicht jederzeit überall sein zu dürfen. Sein Positionsspiel, sein taktisches Verhalten wird von Woche zu Woche besser. Ebenso wie sein Durchhaltevermögen in seiner ersten Männersaison: In Hannover spielte er erstmals über die komplette Distanz.
Der angehende Abiturient profitierte dabei von den Verletzungen des geplanten Stamm-Sechsers Enis Cokaj und seines potenziellen Vertreters Jean Manuel Mbom. Meyer nutzte seine Chance. Nach dem Hannover-Spiel allerdings kehrten Schambeinprobleme zurück, die dem Kapitän der U19 in der Vorsaison schon fast die gesamte Rückrunde gekostet hatten. Rösler ist optimistisch, dass er nach einer Belastungsreduzierung bald wieder Gas geben kann.
Michael Steinwender. Der Österreicher verpasste als einer von drei Bochumern – neben den etablierten Timo Horn und Philipp Hofmann – noch keine Sekunde. Der Neuzugang ist ein Garant für die stabile Defensive mit erst sechs Gegentoren. Der Innenverteidiger überzeugte im Zweikampf (Quote 66 Prozent, Topwert beim VfL und ligaweit Rang zehn) ebenso wie im Stellungsspiel. Er blockte viele Bälle, betrieb einen hohen Aufwand. Nur im Heimspiel gegen Fürth erwischte er einen schwachen Tag, ansonsten agierte Steinwender konstant auf hohem Zweitliga-Niveau.
Steinwender baut die Partie aber nicht nur mit einfachen, sicheren Bällen auf, sondern hat auch den Blick für den Raum. In Hannover etwa schickte er mit präzisen Schlägen Chris Rasmussen gleich zweimal auf die Reise zum Tor, der Däne vergab die Chancen.
Koji Miyoshi. Nach seiner Verletzung in der Vorsaison musste er strampeln, bis ihn Trainer Uwe Rösler von der Leine ließ – und seitdem komplett auf den Japaner setzt. Wie 2025/26 startete der 28-Jährige als (halb-)rechter Flügelstürmer. In den letzten drei Partien durfte er seine Lieblingsrolle als zentraler offensiver Mittelfeldmann einnehmen für Berkan Taz, der an Spieltempo und Robustheit zulegen muss. Miyoshi überragte bei seinem ersten Spiel als Zehner, als er in Dresden wirbelte und seinen ersten Doppelpack für Bochum schnürte.
Der Japaner präsentierte sich gewohnt laufstark, überzeugte im Pressing und Gegenpressing auf jeder Position, war auf engem Raum der bisher stärkste Bochumer, spielte starke Pässe in die Räume. Mit seiner Technik und Dribbelstärke stresste Miyoshi die Gegner – und bleibt für Rösler vorerst unverzichtbar.
Christian Rasmussen. Nach einer Grusel-Saison bei Fortuna Düsseldorf begann sein umfassendes Aufbauprogramm Mitte Juli beim VfL. Schritt für Schritt kämpfte sich der hochveranlagte Däne zurück, ist körperlich mittlerweile auf Stand, nachdem ihm in der Vorsaison auch Verletzungen ausgebremst hatten. In vier der letzten fünf Partien stand er in der Startelf, hinzu kommen drei Joker-Einsätze. Im Pokal in Fürth gelang ihm sein erstes Tor.
Rasmussen legte fußballerisch Woche für Woche zu und zeigte, dass er in der 2. Liga auf der Außenbahn jeden Gegner stehen lassen kann – und zwar sowohl auf seiner stärkeren rechten Seite als auch auf dem linken Flügel. Auf diese Flexibilität hatte Bochum auch gesetzt bei seiner Verpflichtung. Mit einer Topspeed von 35 km/h ist Rasmussen bisher sogar der schnellste Bochumer.
Noch hat das einstige Top-Talent von Ajax Amsterdam aber sein Potenzial nicht voll ausgeschöpft. In der Defensivarbeit erwartet Trainer Rösler noch mehr von dem für einen Flügelmann ungewohnt wuchtig gebauten Dänen, auch im Abschluss haperte es. In Hannover ließ er drei Topchancen aus, eine Torvorlage glückte ebenfalls noch nicht. Steigert sich Rasmussen aber weiter wie in den vergangenen Wochen, könnte er mit seiner Wucht, Dynamik und fußballerischen Qualität im Saisonverlauf zum entscheidenden Faktor werden.
Gerrit Holtmann. Nein, noch läuft die Saison keinesfalls perfekt für den 31-Jährigen, weshalb seine Nominierung als ein Gewinner auf den ersten Blick überraschen mag. Holtmann hat noch kein Tor erzielt, kein Tor vorbereitet, fiel zudem einmal angeschlagen aus und musste einmal angeschlagen früh vom Feld. Der linke Flügelstürmer, der jüngst Vater geworden ist, zählt dennoch zu den Gewinnern des Saisonstarts. Zum einen zeigte er, wie man als Angreifer im Rösler-Fußball gegen den Ball arbeitet, und er setzte in seinen – wenn auch zu wenigen – Einsatzminuten auch offensiv einige Akzente. Zum anderen hat der VfL nach dem Abgang von Farid Alfa-Ruprecht außer des langzeitverletzten Talents Babis Drakas keinen weiteren Sprinter im Kader, der die Linie geradlinig bespielt. Ein Element, das Rösler nur ungern aufgibt – und Holtmann, sofern er gesund ist, praktisch eine Startelfgarantie gibt.
[url=https://www.waz.de/sport/vfl-bochum/article413241936/vfl-bochum-das-sind-die-gewinner-des-saisonstarts-verteidiger-mit-liga-topwert.html] Quelle: WAZ.de [/]
Timo Horn im Tor, Philipp Hofmann im Sturmzentrum: Dass Kapitän und Vize-Kapitän eine tragende Rolle spielen beim VfL Bochum, war nicht anders zu erwarten. Die Führungsspieler enttäuschten nicht, bei anderen waren die Fragezeichen vor dem Saisonstart deutlich größer. Nicht alle Profis des VfL haben bisher überzeugt. Zu den Verlierern der ersten Ligaphase mit sechs Partien sowie dem Pokalerfolg in Fürth zählt daher auch Mats Pannewig (Bericht: hier). Andere dagegen spielen sich in den Fokus, glänzen in neuer Rolle oder profitieren von der Kaderzusammenstellung: fünf Gewinner des Saisonstarts.
Meyer zeigte sich stets präsent, zweikampfstark, mutig, selbstbewusst. Er bot sich an, ging energisch in die Zweikämpfe, wagte zunehmend auch mehr Vorwärtsgang, überzeugte mit Pass-Sicherheit – und lernte schnell dazu, nicht jederzeit überall sein zu dürfen. Sein Positionsspiel, sein taktisches Verhalten wird von Woche zu Woche besser. Ebenso wie sein Durchhaltevermögen in seiner ersten Männersaison: In Hannover spielte er erstmals über die komplette Distanz.
Der angehende Abiturient profitierte dabei von den Verletzungen des geplanten Stamm-Sechsers Enis Cokaj und seines potenziellen Vertreters Jean Manuel Mbom. Meyer nutzte seine Chance. Nach dem Hannover-Spiel allerdings kehrten Schambeinprobleme zurück, die dem Kapitän der U19 in der Vorsaison schon fast die gesamte Rückrunde gekostet hatten. Rösler ist optimistisch, dass er nach einer Belastungsreduzierung bald wieder Gas geben kann.
Michael Steinwender. Der Österreicher verpasste als einer von drei Bochumern – neben den etablierten Timo Horn und Philipp Hofmann – noch keine Sekunde. Der Neuzugang ist ein Garant für die stabile Defensive mit erst sechs Gegentoren. Der Innenverteidiger überzeugte im Zweikampf (Quote 66 Prozent, Topwert beim VfL und ligaweit Rang zehn) ebenso wie im Stellungsspiel. Er blockte viele Bälle, betrieb einen hohen Aufwand. Nur im Heimspiel gegen Fürth erwischte er einen schwachen Tag, ansonsten agierte Steinwender konstant auf hohem Zweitliga-Niveau.
Steinwender baut die Partie aber nicht nur mit einfachen, sicheren Bällen auf, sondern hat auch den Blick für den Raum. In Hannover etwa schickte er mit präzisen Schlägen Chris Rasmussen gleich zweimal auf die Reise zum Tor, der Däne vergab die Chancen.
Koji Miyoshi. Nach seiner Verletzung in der Vorsaison musste er strampeln, bis ihn Trainer Uwe Rösler von der Leine ließ – und seitdem komplett auf den Japaner setzt. Wie 2025/26 startete der 28-Jährige als (halb-)rechter Flügelstürmer. In den letzten drei Partien durfte er seine Lieblingsrolle als zentraler offensiver Mittelfeldmann einnehmen für Berkan Taz, der an Spieltempo und Robustheit zulegen muss. Miyoshi überragte bei seinem ersten Spiel als Zehner, als er in Dresden wirbelte und seinen ersten Doppelpack für Bochum schnürte.
Der Japaner präsentierte sich gewohnt laufstark, überzeugte im Pressing und Gegenpressing auf jeder Position, war auf engem Raum der bisher stärkste Bochumer, spielte starke Pässe in die Räume. Mit seiner Technik und Dribbelstärke stresste Miyoshi die Gegner – und bleibt für Rösler vorerst unverzichtbar.
Christian Rasmussen. Nach einer Grusel-Saison bei Fortuna Düsseldorf begann sein umfassendes Aufbauprogramm Mitte Juli beim VfL. Schritt für Schritt kämpfte sich der hochveranlagte Däne zurück, ist körperlich mittlerweile auf Stand, nachdem ihm in der Vorsaison auch Verletzungen ausgebremst hatten. In vier der letzten fünf Partien stand er in der Startelf, hinzu kommen drei Joker-Einsätze. Im Pokal in Fürth gelang ihm sein erstes Tor.
Rasmussen legte fußballerisch Woche für Woche zu und zeigte, dass er in der 2. Liga auf der Außenbahn jeden Gegner stehen lassen kann – und zwar sowohl auf seiner stärkeren rechten Seite als auch auf dem linken Flügel. Auf diese Flexibilität hatte Bochum auch gesetzt bei seiner Verpflichtung. Mit einer Topspeed von 35 km/h ist Rasmussen bisher sogar der schnellste Bochumer.
Noch hat das einstige Top-Talent von Ajax Amsterdam aber sein Potenzial nicht voll ausgeschöpft. In der Defensivarbeit erwartet Trainer Rösler noch mehr von dem für einen Flügelmann ungewohnt wuchtig gebauten Dänen, auch im Abschluss haperte es. In Hannover ließ er drei Topchancen aus, eine Torvorlage glückte ebenfalls noch nicht. Steigert sich Rasmussen aber weiter wie in den vergangenen Wochen, könnte er mit seiner Wucht, Dynamik und fußballerischen Qualität im Saisonverlauf zum entscheidenden Faktor werden.
Gerrit Holtmann. Nein, noch läuft die Saison keinesfalls perfekt für den 31-Jährigen, weshalb seine Nominierung als ein Gewinner auf den ersten Blick überraschen mag. Holtmann hat noch kein Tor erzielt, kein Tor vorbereitet, fiel zudem einmal angeschlagen aus und musste einmal angeschlagen früh vom Feld. Der linke Flügelstürmer, der jüngst Vater geworden ist, zählt dennoch zu den Gewinnern des Saisonstarts. Zum einen zeigte er, wie man als Angreifer im Rösler-Fußball gegen den Ball arbeitet, und er setzte in seinen – wenn auch zu wenigen – Einsatzminuten auch offensiv einige Akzente. Zum anderen hat der VfL nach dem Abgang von Farid Alfa-Ruprecht außer des langzeitverletzten Talents Babis Drakas keinen weiteren Sprinter im Kader, der die Linie geradlinig bespielt. Ein Element, das Rösler nur ungern aufgibt – und Holtmann, sofern er gesund ist, praktisch eine Startelfgarantie gibt.
[url=https://www.waz.de/sport/vfl-bochum/article413241936/vfl-bochum-das-sind-die-gewinner-des-saisonstarts-verteidiger-mit-liga-topwert.html] Quelle: WAZ.de [/]
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."