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Presseberichte zum 7. Spieltag VfL - Bielefeld
#2
Maxi Wittek ist unumstritten beim VfL Bochum, dabei hing seine Karriere nach dem letzten Arminia-Spiel am seidenen Faden. Er hat einen klaren Plan. 

In Bielefeld sicherte sich der VfL Bochum mit einem 1:1 so gut wie sicher den Klassenerhalt am drittletzten Spieltag der Vorsaison, doch zum Feiern war Maximilian Wittek überhaupt nicht zumute. Für den Linksverteidiger des VfL begannen dramatische Stunden und Tage, sogar eine Bein-Amputation drohte.

Eine Riesennarbe am linken Oberschenkel lässt die drei operativen Eingriffe rund fünf Monate später nicht vergessen. Doch auf dem Platz ist Wittek längst wieder der Alte, wenn es am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) im Ruhrstadion zum Wiedersehen mit der Arminia kommt. „Ich hätte nicht gedacht, dass es nach der Verletzung so reibungslos klappt“, sagte der gesetzte Linksverteidiger des VfL im Gespräch mit dieser Redaktion. 

Rückblende: Bielefelds Monju Momuluh war beim Spiel im Mai nach einem Zusammenprall auf Witteks Oberschenkel gekracht, der Bochumer musste nach 37 Minuten vom Feld. Abends entwickelte sich das seltene Kompartmentsyndrom in seinem Bein, dank der Ärzte und Physios des VfL wurde schnell gehandelt, noch in der Nacht wurde Wittek erstmals operiert. Eine Woche blieb er im Krankenhaus, sechs Wochen konnte er keinen Sport ausüben. 

Wittek sieht Licht und Schatten
Doch während der Vorbereitung arbeitete sich der laufstarke Außenverteidiger des VfL zurück – und spielte in den sieben Pflichtspielen außer gegen Fürth, als er spät ausgewechselt wurde, stets über die komplette Distanz. „Ich bin insgesamt zufrieden“, blickt der 31-Jährige auf seinen Saisonstart zurück. „Ich habe nur ein oder zwei Einheiten verpasst wegen einer Krankheit, ansonsten jede Trainingseinheit und jedes Spiel mitgemacht. Ich hätte natürlich gerne mehr Scorer auf dem Zettel stehen“, sagt Wittek, der mit seinen Ecken an den letzten beiden Treffern von Hofmann gegen Fürth und Meyer in Hannover entscheidend beteiligt war. „Aber wir haben insgesamt zu viele Chancen ausgelassen.“

Chancenverwertung, Chancenkreation, Punkteausbeute – daran hapert es, sagt der Führungsspieler. Deshalb hat der VfL erst einen Punkt geholt aus drei Heimspielen, liegt mit sieben Punkten auf Rang neun, hat nur zwei Zähler mehr als die auswärts noch punktlose Arminia und drei mehr als Schlusslicht Darmstadt. Zwischen den Fans aus dem Revier und Ostwestfalen herrscht eine besondere Rivalität, es ist das einzige NRW-Duell der Saison, beide Teams hinken den Erwartungen hinterher. 

„Es ist schon Brisanz drin“, sagt Wittek. „Bielefeld ist eine sehr aggressive Mannschaft, spielt ein sehr hohes Pressing, hat eine sehr hohe Laufbereitschaft, das zeichnet sie schon seit längerer Zeit aus. Wichtig wird sein, dass wir unserem Spiel treu bleiben, dass wir unsere Prinzipien auf den Platz bringen, den Kampf annehmen, den sie uns bestimmt bieten werden, und dass wir dann die Chancen, die wir bekommen, konsequent nutzen“, gibt Wittek die Richtung vor. 

Deshalb profitiert Wittek vom neuen Spielstil
Insgesamt sieht Wittek den VfL auf einem guten Weg: „Defensiv stehen wir schon sehr gut. Spielerisch haben wir uns wirklich sehr gut weiterentwickelt, einen großen Schritt gemacht. Wir kommen immer mehr weg vom langen Ball und zweiten Ball. Wir versuchen jetzt, von hinten heraus in unserer Struktur gut nach vorne zu kombinieren“, sagt er. Das komme auch ihm entgegen: „Ich fühle mich sehr wohl, wie wir aktuell spielen. Ich komme gut nach vorne, versuche zu helfen und hinten den Laden dichtzuhalten. Ich denke, das ist mir bisher ganz gut gelungen.“

Einige Statistiken untermauern seinen Eindruck: Mit 62 gewonnen Zweikämpfen ist Wittek die Nummer zwei beim VfL hinter Philipp Hofmann. Zwölf Flanken aus dem Spiel heraus hat er geschlagen, nur Christian Rasmussen (15) kommt auf mehr. Und bei der Laufdistanz ist er VfL-intern sogar Spitze mit 64,4 Kilometern. 

Jetzt soll der Knoten platzen im eigenen Stadion, in dem die Baumaßnahmen so richtig begonnen haben. So ist die Nordtribüne gesperrt, nur die VIP- und Medienplätze werden noch besetzt sein. Ansonsten: grauer Baustellenbeton. „Natürlich wird es ein bisschen anders sein, aber ich glaube, bei uns sollte der Fokus eher darauf liegen, was auf dem Platz passiert, und nicht auf dem Drumherum“, sagt Wittek. „Ich hoffe, dass die Stimmung trotzdem genauso gut sein wird wie sonst, damit wir das Spiel am Sonntag zusammen wuppen. Es ist das klare Ziel, dass wir dieses Spiel gewinnen, dass wir alles reinhauen werden, um die nächsten Wochen darauf aufbauen zu können.“ 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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RE: Presseberichte zum 7. Spieltag VfL - Bielefeld - von Herr Bert - 10-06-2026, 01:29 PM

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