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Warum in der Ostkurve diese neue Regel gilt
#3
Das angeordnete Hüpfverbot für VfL-Fans in der Ostkurve des Ruhrstadions sorgt für Wirbel. Auch die Ultras Bochum äußern sich und üben Kritik. 

Nicht nur Hoffnungen auf den ersten Saisonsieg im eigenen Stadion begleiten das Heimspiel des VfL Bochum gegen Arminia Bielefeld am Sonntag (13.30 Uhr, Sky) – sondern auch Diskussionen um das Hüpfverbot in der Ostkurve des Ruhrstadions. 

Die gemeinsame Mitteilung des Vereins und der Bochumer Sportstätten Besitzgesellschaft (BoSB, für die Sanierung des Ruhrstadions verantwortlich) unter der Woche schlug hohe Wellen. Nun äußerten sich auch die Ultras Bochum zu dem ihrer Ansicht nach „irrsinnigen Hüpfverbot“. In einer ausführlichen Stellungnahme auf der eigenen Website zeigen sie sich „fassungslos“ und kritisieren insbesondere das Bauordnungsamt der Stadt Bochum. 

Das Hüpfverbot sei ein grober Einschnitt in die organisierte Fankultur, schreiben die Ultras, und nicht durch die kommunizierten Gründe zu rechtfertigen. In der Klubmitteilung hieß es, dass beim gemeinsamen Springen Schwingungen entstünden, die wiederum bei Fans zu „Unwohlsein“ führen können, vor allem bei „ungeübten Stadionbesuchern“. 

Ultras ärgern sich über Begründung für Hüpfverbot
Diese Begründung sei an Lächerlichkeit kaum zu überbieten, finden die Ultras. „Uns sind keinerlei Fälle bekannt, in denen Schwingungen der Kurve bei Personen zu Unwohlsein, geschweige denn zum Aufkommen einer Panik führten. Auch dem Verein sind auf unsere Nachfrage keinerlei Meldungen darüber bekannt.“

Die Ultras betonen, dass Sicherheitsbedenken ernst genommen werden müssen. Sollte die Statik der Ostkurve durch gemeinsames Hüpfen gefährdet sein, wäre dies eine völlig andere Ausgangslage, heißt es in dem Statement. Dann müsse eine solche Gefahr jedoch klar benannt werden. Und offiziellen Angaben zufolge besteht keinerlei Einsturzgefahr. Allein in den möglichen Schwingungen und ihren Folgen sehe man „kein sinnvolles Argument für eine maßgebliche Beschneidung der Freiheiten unserer Kurve“, meinen die Ultras und stellen infrage: „Ab wie vielen Personen gilt ein Hüpfen denn als ‚kollektiv‘? Und wer entscheidet, wann ein kollektives Hüpfen vorliegt?“ 

Die Hauptkritik richtet sich gegen das Bauordnungsamt. Die Ultras werfen der Behörde vor, die Verfügung nicht ausreichend zu erklären und die zugrunde liegenden Erkenntnisse nicht öffentlich zu machen. Das ist grundsätzlich nicht verpflichtend, doch angesichts von mehr als 10.000 betroffenen Besuchern der Ostkurve pro Spiel bestehe ein erhebliches öffentliches Interesse. Die Gruppe fordert deshalb, sowohl die Verfügung als auch die maßgeblichen Messergebnisse offenzulegen. Nur so lasse sich klären, ob tatsächlich ein Sicherheitsrisiko bestehe oder ob die Maßnahme unverhältnismäßig sei. 

Ultras Bochum lassen Umgang mit Hüpfverbot offen
Auch dem Klub wirft die Fangruppe „ein Stück weit unzureichende Kommunikation“ vor. Sie hätte sich eine weitere Einordnung des Hüpfverbots zeitgleich zur Veröffentlichung der Verfügung gewünscht. „So ist nun ein großer Imageschaden entstanden, nachdem der Verein sich schon in der Vergangenheit vor allem bei fanrelevanten Themen nicht mit Ruhm bekleckerte.“

Wie die aktive Fanszene beim nächsten Heimspiel gegen Bielefeld am Sonntag konkret mit dem Verbot umgehen wird, lassen die Ultras offen. Die vom Verein angekündigten Maßnahmen und möglichen Konsequenzen (Drei-Stufen-Plan der Bundesliga) seien inzwischen bekannt. Man werde diese nicht weiter kommentieren. „Wie damit umzugehen ist, sollte jeder für sich selbst bewerten“, heißt es in der Stellungnahme. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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RE: Warum in der Ostkurve diese neue Regel gilt - von Herr Bert - 10-10-2026, 11:30 PM

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