10-18-2026, 12:45 AM
Quo vadis, Bochum? Das 0:2 in Kaiserslautern war das vierte sieglose Spiel in Serie, gar die dritte Niederlage nacheinander. Der Revierclub taumelt gehörig in Richtung Keller - und die Mängelliste ist lang.
Nach dem 0:2 auf dem Betzenberg herrschte gedrückte Stimmung im Bochumer Lager - und ungewohnte Einigkeit darin, wo es gerade ganz besonders klemmt: "Wir haben keine Energie und schaffen es nicht, uns im letzten Drittel durchzusetzen. Wir kommen in die Situation, bis 30 Meter vor dem Tor kombinieren wir gut. Aber da, wo es entscheidend ist, bekommen wir es im Moment nicht hin", stellte Stürmer Philipp Hofmann klar und beklagte, dass sich der VfL in den entscheidenden Momenten überhaupt nicht durchsetzen könne. Der 33-Jährige beklagte fehlende Flanken und allgemein das lahmende Flügelspiel. "Es fehlt die Entschlossenheit und das Selbstvertrauen in den Aktionen. So wird es schwer, Tore zu schießen."
Das weiß mit Sicherheit auch Trainer Uwe Rösler, dessen Mängelliste dann aber noch etwas länger ausfiel. Das Lautern-Spiel sei "ein Spiegelbild der letzten Wochen", sagte der 57-Jährige und sprach recht offen über die Dinge, die gegen den FCK im Argen gelegen haben: "Es hat der letzte Punch gefehlt, sei es bei Flanken, in Eins-gegen-eins-Situationen oder bei Standards. Wir hatten keine Power und Zielstrebigkeit, uns im letzten Drittel zu behaupten."
Ähnlich sah es auch Timo Horn, bei dem fast schon Resignation durchklang: "Es ist natürlich absolut ernüchternd und sehr enttäuschend. Wir waren heute wieder auf Augenhöhe und in weiten Teilen auch spielbestimmend, aber Woche für Woche fehlt der Erfolg vor dem Tor. Bis zum Sechzehner machen wir es ganz gut, aber dann fehlt uns im letzten Drittel die Durchschlagskraft. Daran müssen wir dringend arbeiten, weil es uns jetzt schon länger begleitet."
Auch die Defensive hat ihren Anteil
Allein der schwächelnden Offensive, die aktuell mit gerade einmal fünf erzielten Treffern ligaweit die schlechteste ist, die Schuld in die Schuhe zu schieben, ist aber auch nicht angebracht, schließlich sah die Abwehr bei den Gegentoren auch nicht gerade gut aus. "Hinten haben wir heute auch ein paar Fehler zu viel gemacht", stellte Horn fest, während Rösler etwas mehr ins Detail ging.
Ausgerechnet in einer Phase, in der der VfL das Spiel Rösler zufolge unter Kontrolle hatte, sei ein langer Ball gekommen, bei dem Sean Klaiber die falsche Entscheidung traf und Milos Lukovic anschließend das 1:0 für die Pfälzer erzielte (31.). "Wenn Sean hinten bleibt, dann passiert nichts. Er entscheidet sich aber, vor seinen Gegenspieler zu gehen", erklärte Rösler und nahm seinen Spieler direkt in Schutz, indem er explizit hervorhob, dass er solch ein nach vorne agierendes Defensivverhalten "generell positiv" sehe.
Fehlendes Spielglück, fehlendes Selbstvertrauen?
Der Coach haderte dann auch noch mit dem fehlenden Spielglück: "Dann wird er am Fuß getroffen, was aus meiner Sicht ein klares Foulspiel war. Daraus entsteht das Tor, zu unserem Pech geht der Ball noch zweimal durch die Beine." Dass das Tor am Ende auch was mit der Mannschaft gemacht hat, sei letztlich auch irgendwie klar. "Mit dem Rückstand fängt der Kopf an zu rattern", so Rösler.
Am Ende war schlicht nichts drin für den VfL, der in der zweiten Halbzeit "zwar alles, was offensiv ist, auf den Platz gebracht hat, aber es wurde 'Wild West' und die Struktur ging verloren. Wir wurden anfälliger für Konter und haben es nicht geschafft, das Tor zu attackieren." Der von Charlie Patino an Jan Elvedi verursachte Elfmeter, den Semih Sahin wuchtig verwandelte (75.) habe dem VfL laut Hoffmann "endgültig den Stecker gezogen".
So stand am Ende die nächste Niederlage, die wiederum am Selbstvertrauen nagen dürfte. "Dass der Rucksack nicht leichter wird, ist klar. Da fehlt auf dem Platz die Leichtigkeit in der einen oder anderen Situation", weiß Horn, während Hofmann schon mal Alarmstufe Rot ausrief: "Wir müssen uns aus dieser Krise jetzt herausarbeiten. Es ist wieder Abstiegskampf pur."
Der Blick auf die Tabelle zeigt, dass Bochums Vorsprung auf Holstein Kiel, das momentan auf Relegationsrang 16 liegt, nur zwei Punkte beträgt. Auf diesem könnte sich der VfL sogar schon am Sonntag wiederfinden, das wäre der Fall, wenn der Karlsruher SC (gegen Darmstadt) und Dynamo Dresden (gegen den 1. FC Magdeburg) jeweils ihre Heimspiele gewinnen.
Quelle: Kicker.de
Nach dem 0:2 auf dem Betzenberg herrschte gedrückte Stimmung im Bochumer Lager - und ungewohnte Einigkeit darin, wo es gerade ganz besonders klemmt: "Wir haben keine Energie und schaffen es nicht, uns im letzten Drittel durchzusetzen. Wir kommen in die Situation, bis 30 Meter vor dem Tor kombinieren wir gut. Aber da, wo es entscheidend ist, bekommen wir es im Moment nicht hin", stellte Stürmer Philipp Hofmann klar und beklagte, dass sich der VfL in den entscheidenden Momenten überhaupt nicht durchsetzen könne. Der 33-Jährige beklagte fehlende Flanken und allgemein das lahmende Flügelspiel. "Es fehlt die Entschlossenheit und das Selbstvertrauen in den Aktionen. So wird es schwer, Tore zu schießen."
Das weiß mit Sicherheit auch Trainer Uwe Rösler, dessen Mängelliste dann aber noch etwas länger ausfiel. Das Lautern-Spiel sei "ein Spiegelbild der letzten Wochen", sagte der 57-Jährige und sprach recht offen über die Dinge, die gegen den FCK im Argen gelegen haben: "Es hat der letzte Punch gefehlt, sei es bei Flanken, in Eins-gegen-eins-Situationen oder bei Standards. Wir hatten keine Power und Zielstrebigkeit, uns im letzten Drittel zu behaupten."
Ähnlich sah es auch Timo Horn, bei dem fast schon Resignation durchklang: "Es ist natürlich absolut ernüchternd und sehr enttäuschend. Wir waren heute wieder auf Augenhöhe und in weiten Teilen auch spielbestimmend, aber Woche für Woche fehlt der Erfolg vor dem Tor. Bis zum Sechzehner machen wir es ganz gut, aber dann fehlt uns im letzten Drittel die Durchschlagskraft. Daran müssen wir dringend arbeiten, weil es uns jetzt schon länger begleitet."
Auch die Defensive hat ihren Anteil
Allein der schwächelnden Offensive, die aktuell mit gerade einmal fünf erzielten Treffern ligaweit die schlechteste ist, die Schuld in die Schuhe zu schieben, ist aber auch nicht angebracht, schließlich sah die Abwehr bei den Gegentoren auch nicht gerade gut aus. "Hinten haben wir heute auch ein paar Fehler zu viel gemacht", stellte Horn fest, während Rösler etwas mehr ins Detail ging.
Ausgerechnet in einer Phase, in der der VfL das Spiel Rösler zufolge unter Kontrolle hatte, sei ein langer Ball gekommen, bei dem Sean Klaiber die falsche Entscheidung traf und Milos Lukovic anschließend das 1:0 für die Pfälzer erzielte (31.). "Wenn Sean hinten bleibt, dann passiert nichts. Er entscheidet sich aber, vor seinen Gegenspieler zu gehen", erklärte Rösler und nahm seinen Spieler direkt in Schutz, indem er explizit hervorhob, dass er solch ein nach vorne agierendes Defensivverhalten "generell positiv" sehe.
Fehlendes Spielglück, fehlendes Selbstvertrauen?
Der Coach haderte dann auch noch mit dem fehlenden Spielglück: "Dann wird er am Fuß getroffen, was aus meiner Sicht ein klares Foulspiel war. Daraus entsteht das Tor, zu unserem Pech geht der Ball noch zweimal durch die Beine." Dass das Tor am Ende auch was mit der Mannschaft gemacht hat, sei letztlich auch irgendwie klar. "Mit dem Rückstand fängt der Kopf an zu rattern", so Rösler.
Am Ende war schlicht nichts drin für den VfL, der in der zweiten Halbzeit "zwar alles, was offensiv ist, auf den Platz gebracht hat, aber es wurde 'Wild West' und die Struktur ging verloren. Wir wurden anfälliger für Konter und haben es nicht geschafft, das Tor zu attackieren." Der von Charlie Patino an Jan Elvedi verursachte Elfmeter, den Semih Sahin wuchtig verwandelte (75.) habe dem VfL laut Hoffmann "endgültig den Stecker gezogen".
So stand am Ende die nächste Niederlage, die wiederum am Selbstvertrauen nagen dürfte. "Dass der Rucksack nicht leichter wird, ist klar. Da fehlt auf dem Platz die Leichtigkeit in der einen oder anderen Situation", weiß Horn, während Hofmann schon mal Alarmstufe Rot ausrief: "Wir müssen uns aus dieser Krise jetzt herausarbeiten. Es ist wieder Abstiegskampf pur."
Der Blick auf die Tabelle zeigt, dass Bochums Vorsprung auf Holstein Kiel, das momentan auf Relegationsrang 16 liegt, nur zwei Punkte beträgt. Auf diesem könnte sich der VfL sogar schon am Sonntag wiederfinden, das wäre der Fall, wenn der Karlsruher SC (gegen Darmstadt) und Dynamo Dresden (gegen den 1. FC Magdeburg) jeweils ihre Heimspiele gewinnen.
Quelle: Kicker.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
