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Rotation beim VfL Bochum geht auf
#1
Der VfL Bochum feiert einen souveränen Pokalsieg gegen Mainz. Trainer Rösler setzt auf Rotation – und wird für seinen Mut belohnt. 

Es ist schon verrückt, wie schnell es im Fußball manchmal geht. Vor etwas mehr als einer Woche standen die Spieler des VfL Bochum in Kaiserslautern ratlos vor ihren Fans, wurden erstmals seit langer Zeit so richtig angemotzt nach der dritten Niederlage in Serie. Zwei Spiele später sangen und hüpften sie wieder gemeinsam auf und ab, lagen sich freudestrahlend in den Armen. Nach dem 1:1 gegen den VfL Wolfsburg folgte am Dienstagabend ein vollkommen verdientes Weiterkommen im DFB-Pokal durch einen 2:0-Sieg gegen Mainz 05. „Schuss, Tor, hurra, wir holen den Pokal. Noch ist es ein Traum, doch er wird bald wahr, für den VfL aus Bochum“, schallte es nach dem Abpfiff durch das nicht ausverkaufte Ruhrstadion. 

„Wir haben dort weitergemacht, wo wir Freitag aufgehört haben. Wir haben eine ehrliche Leistung geliefert. Die Stimmung war sehr gut", freute sich Trainer Uwe Rösler nach dem Spiel gegen die Rheinhessen, der ihm persönlich den Kredit der Verantwortlichen erneut erhöht hat. Kaum auszudenken, dass der 57-Jährige noch vor einer Woche angezählt war und eine Niederlage wohl kaum überstanden hätte. 

Rösler macht alles richtig mit Rasmussen und Hofmann
„Es war eine super Mannschaftsleistung heute“, sagte Philipp Hofmann, der mit seinem Treffer zum 2:0 nach seiner Einwechslung alles klar machte. „Wir wollten ein ekliges Spiel liefern und das haben wir auch gemacht. Es war extrem wichtig, dass wir noch mal so eine Leistung gezeigt haben“, sagte der Führungsspieler, der erstmals seit dem 13. Dezember des vergangenen Jahres zunächst auf der Bank Platz nehmen musste. Für ihn startete Christian Rasmussen, der prompt mit seinem Treffer in der 46. Minute den Sieg einleitete. „Mein Auftrag war es, die gegnerische Abwehr müde zu spielen, damit Hoffi bei seiner Einwechslung gegen erschöpfte Gegenspieler leichtere Chancen vorfindet“, sagte er nach dem Spiel schmunzelnd. Hofmann bedankte sich artig: „Ich habe vor zwei Tagen noch gesagt, dass ich auch mal einfach ins leere Tor einschieben will. Dann passiert das auf einmal“, sagte er schmunzelnd.

Wohlwissend, dass dem 2:0 ein astreiner Angriff vorausging. Der ebenfalls eingewechselte Mansour Ouro-Tagba, der sich laut Rösler in den vergangenen Wochen seinen erneuten Einsatz redlich verdient hatte, ließ mehrere Mainzer stehen und spielte einen tödlichen Pass auf Jarne Steuckers, der Hofmann mustergültig bediente. 

Gäste-Trainer resigniert
Die wichtigste Erkenntnis für Trainer Rösler dürfte gewesen sein, dass selbst eine Rotation im neuen Spielsystem der Mannschaft nicht schadet. Aufgrund der englischen Woche, in der bereits am Freitag das Auswärtsspiel bei Energie Cottbus ansteht, wechselte der Trainer auf zwei Positionen. Und sowohl Steuckers als auch Rasmussen waren an Toren beteiligt – genauso wie die Einwechselspieler. „Auch die, die reinkommen, wenn wir mal rotieren, setzen das Gleiche um. Wir standen kompakt, wir hatten gute Konter“, sagte Hofmann zufrieden.

Über nahezu das gesamte Spiel hinweg schaffte es der VfL Bochum, die Partie zu beruhigen, ließ die Mainzer nicht ansatzweise zur Entfaltung kommen. Die beste Auswärtsmannschaft der Bundesliga sah zeitweise aus wie eine Schülermannschaft gegen den VfL. „Das war heute hochverdient. Ängstlich, keine Power, keine Dynamik, unpräzise, die Überzeugung fehlte von Anfang an“, sagte Gäste-Trainer Urs Fischer unumwunden. „Das war ein ganz schlechtes Spiel.“ Oder aus Bochumer Sicht: ein weiteres gutes, auf dem Weg zurück. Nun muss in Cottbus auch in der Liga der Aufwärtstrend bestätigt werden. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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