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Presseberichte zum DFB-Pokal Fürth - VfL
#1
Nach einem wichtigen Auswärtssieg blickt der VfL Bochum auf die DFB-Pokalpartie gegen Fürth. Es geht um viel Geld und die neue Team-Mentalität. 

Ein Autogramm nach dem anderen setzten die Spieler des VfL Bochum am Samstagmittag unter Trikots, Autogrammkarten oder Fähnchen. Die Spieler lächelten dabei viel, einige Fans bedankten sich nicht nur für das Signieren der Utensilien, sondern auch für den wichtigen 1:0-Sieg tags zuvor bei Eintracht Braunschweig. Er war ein Stimmungsaufheller nach der Auftaktpleite gegen Hertha BSC (0:1) in der Woche zuvor. Und ein wichtiges Signal vor dem Spiel in der ersten Runde im DFB-Pokal am kommenden Sonntag gegen Greuther Fürth (13 Uhr, Sky). 

„Man hat die Erleichterung nach dem Spiel gespürt, auch ich persönlich“, schrieb Simon Zoller, Direktor Lizenz beim VfL Bochum, im Netzwerk LinkedIn. „Vor allem aber hat man gesehen, dass die Dinge, die wir uns in den vergangenen sieben intensiven Wochen erarbeitet haben, funktionieren. Schon in der zweiten Halbzeit gegen Hertha war das zu erkennen. Gestern haben wir es über viele Phasen auf den Platz gebracht. Es war kein einfacher Sieg, sondern ein harter Fight. Viel Mentalität, viel Leidenschaft und eine Mannschaft, die füreinander gearbeitet hat.“ 

Rösler: „Sieg war Gold wert“
Nach diesen Kriterien haben die Verantwortlichen im Sommer ihren Kader neu zusammengestellt, insgesamt über 30 Transferbewegungen getätigt. Dass gerade am Anfang nicht alles rund laufen würde, war dabei eingepriesen. Doch gerade zu Beginn der Saison steht auch für den VfL Bochum viel auf dem Spiel, nachdem die Starts der vergangenen Jahre in die Hose gingen. „Aufgrund des Resultats der letzten Woche, das sehr bitter war, ist der Sieg Gold wert. Auch mit Blick auf die nächsten Wochen“, sagte Trainer Uwe Rösler daher bereits am Freitagabend in den Katakomben des Eintracht-Stadions. Wohlwissend, dass schon am kommenden Sonntag eines der wichtigsten Spiele der Saison ansteht.

Die erste Pokalrunde hätte für den VfL kaum schwerer sein können. Statt einen unterklassigen Gegner zugelost zu bekommen, muss Bochum beim Zweitliga-Konkurrenten Greuther Fürth ran. Um möglichst gut vorbereitet in die Partie zu gehen, in der es für den Klub um gut eine halbe Million Euro und dadurch auch um weitere Transfergelder geht, weicht Rösler von seinem Vier-Tage-Rhythmus ab. Nach zwei freien Tagen gibt der Trainer seinen Spielern schon ab Dienstag die Inhalte mit auf den Weg. Damit die Erleichterung nicht direkt wieder in Frust umschlägt. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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#2
In Braunschweig stand Gerrit Holtmann erstmals seit der Vorsaison in der Startelf des VfL Bochum. Doch am Dienstag brach er das Training früh ab. 

Die Profis des VfL Bochum hatten gerade das Aufwärmprogramm hinter sich, als Gerrit Holtmann die erste Einheit der Woche vor dem Pokalspiel am Sonntag in Fürth (13 Uhr/Sky) schon beendete. Der Linksaußen schritt zur Kabine, während sich seine Kollegen noch eine gute Stunde auf das auch finanziell wichtige Erstrunden-Spiel im DFB-Pokal vorbereiteten. Nach leichten Passübungen arbeiteten sie intensiv an den Abläufen beim Elf gegen Elf. 

„Es ist natürlich schade, dass die Woche für ihn so anfängt, denn Gerrit Holtmann müsste eigentlich Woche für Woche trainieren, um auf das Niveau zu kommen, auf dem ich ihn sehe“, sagte Trainer Uwe Rösler am Dienstagmittag im Gespräch mit dieser Redaktion. Holtmann fiel in seiner Karriere häufig mit kleineren oder größeren Verletzungen aus. Oder er musste unter der Woche kürzertreten, wie so oft in der vergangenen Saison. Zuletzt musste sich der 31-Jährige in der Sommerpause einem kleinen Eingriff unterziehen. 

Holtmann kehrt erst nach langem Aufbauprogramm zurück in die Startelf
Coach Rösler und die medizinische Abteilung entschieden sich dafür, ihn behutsamer als in den Vorjahren aufzubauen. Erst im Trainingslager stieg Holtmann komplett ins Mannschaftstraining ein, und erst in Braunschweig stand er – inklusive der Testspiele – wieder in der VfL-Startelf. 

„Bis jetzt haben wir es ordentlich hingekriegt. Jetzt hat er ein Spiel von Anfang an gespielt. Es wäre gut, wenn er die Woche vor dem Pokalspiel jetzt noch durchtrainieren könnte, wie er das in den vergangenen Wochen auch gemacht hat“, meinte Rösler. Möglich, dass Holtmann bereits am Mittwoch wieder am Ball ist. Der erfahrene Flügelstürmer selbst sprach nach dem frühzeitigen Abbruch im Vorbeigehen von einer „Vorsichtsmaßnahme“. 

Rösler hofft auf Verstärkung für die linke Außenbahn und Mittelfeld
Dass er dem Spiel des VfL mit seinem Tempo und seiner Tiefe gut tut, zeigte er gegen Hertha in der zweiten Halbzeit – Holtmann kam nach 60 Minuten – und in der starken Phase des VfL beim 1:0-Sieg in Braunschweig, ehe er nach 57 Minuten ausgewechselt wurde. Fraglich bleibt aber, wie viele Spiele Holtmann in dieser Saison auf höchstem Fitnesslevel wirklich durchziehen kann.

Gerade deshalb hatte Rösler vor dem Braunschweig-Spiel noch einmal erklärt, dass er sich neben einem zentralen Mittelfeldmann auch für die linke Außenbahn noch einen Zugang wünscht, einen „Qualitätsspieler“. Talent Alessandro Crimaldi zeigte in seinen ersten zwei Profieinsätzen zwar ordentliche Leistungen, erhielt auch Lob vom Trainer. Im letzten Drittel fehlte dem 18-Jährigen aber noch das Durchsetzungsvermögen. 

Mikkel Rakneberg macht weitere Fortschritte
Ansonsten zogen alle 21 weiteren Feldspieler und vier Torhüter die Einheit durch, wobei Mikkel Rakneberg nach seiner langen Verletzungspause noch ohne Zweikämpfe agierte, beim Spiel als freier Mann unterwegs war. Beim Linksverteidiger, der im April am Meniskus operiert worden war, geht es aber weiter aufwärts. Ein Test am Ende der Woche soll Aufschluss darüber geben, ob die Kraftwerte im lädierten Bein schon gut genug sind. Stimmen die Parameter, so Rösler, „kann er nächste Woche auch voll mit den Zweikämpfen anfangen“.

Strompf ist wieder komplett im Mannschaftstraining
Wieder mittendrin ist Philipp Strompf, der seine Erkrankung endgültig abgeschüttelt hat und weiter aufholt. Bereits am vergangenen Wochenende stand ein Einsatz für die U21 gegen Oberhausen im Raum, weil „Spiele das beste Training sind“, sagte Rösler. Auch Strompf wollte Spielpraxis sammeln in der Regionalliga, „aber er hat sich körperlich noch nicht hundertprozentig dazu in der Lage gefühlt“, erklärte der Coach. 

Der Innenverteidiger, der in der Vorsaison noch Stammkraft und aktuell nur die Nummer vier hinter den Neuzugängen Michael Steinwender, Karol Mets und Yigit Karademir ist, absolvierte daher auch am für die meisten Profis freien Montag eine Laufeinheit. Auch die Angreifer Mansour Ouro-Tagba, der erst in der Vorwoche vom 1. FC Köln geholt wurde, und Christian Rasmussen bestritten ein Laufprogramm, weil sie noch Trainingsrückstände im Grundlagen-Bereich haben. 

Quelle: WAZ.de
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#3
Vor dem Pokalspiel in Fürth erklärt Uwe Rösler, woran der VfL Bochum weiter hart arbeiten muss. Nicht nur im Abschluss sieht er Luft nach oben. 

Koji Miyoshi sorgte für das erste Glanzlicht an diesem erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit verregnet-düsteren Trainingstag beim VfL Bochum. Der in Braunschweig im Abschluss noch glücklose Japaner zauberte einen Ball aus gut 25 Metern fast in den Winkel. Es gilt ja auch, sich erneut zu empfehlen für die Startelf am Sonntag in Fürth (13 Uhr/Sky). 

Die „beste Mannschaft für diesen Gegner“, betonte Uwe Rösler, werde auflaufen. Wie schon in der Vorsaison verzichtet er auch in der ersten DFB-Pokal-Runde 2026/27 auf Experimente jeder Art. So setzt Rösler im Tor auf seinen Kapitän Timo Horn, erklärte der VfL-Trainer am Dienstag. 

Rösler zum Bochum-Start in Braunschweig: „Waren zu zaghaft“
Sollte Gerrit Holtmann, der die erste Einheit der Woche früh abbrach, fit genug sein, dürfte sich die Startelf nach dem ersten Saisonsieg nicht ändern. „Wir haben sehr gut verteidigt“, resümierte der Coach in seiner Videoanalyse mit dem Team. Er zeigte aber auch die Schwächen auf, die er nicht nur in der Konsequenz im Abschluss, in der Chancenverwertung sah.

Knackpunkt Nummer eins: die erste Viertelstunde, als nur Braunschweig drückte, und gleich vier Standards herausholte. „Das war kein Thema der Struktur, sondern der Wucht. Wir waren zu schüchtern, zu zaghaft, mussten daher gleich mit Haut und Haaren verteidigen“, erklärte Rösler. Nach Philipp Hofmanns 1:0 drehte sich das Spiel, zeigte der VfL gute Ansätze, gerade im spielerischen Bereich. Die sah man nach dem Seitenwechsel aber kaum noch, wie der Coach monierte. 

Rösler bemängelt fehlende Kontrolle: „Zu zeitig aufs Ergebnis gespielt“
„Wir haben zu zeitig aufs Ergebnis gespielt. Ich hätte mir noch ein bisschen mehr Entlastung gewünscht, ein bisschen mehr Kontrolle“, sagte Rösler. Sein Team zog sich tiefer zurück als geplant, womöglich auch, „weil schon Druck da war“. Die Mannschaft habe mehr Vertrauen in eine tiefe Verteidigung als in den eigenen Ballbesitz gehabt. Auch, so Rösler, weil einige Spieler „körperlich noch nicht neunzig Minuten voll gehen konnten“, haperte es an Anspielstationen: „Wir müssen dem Mann am Ball mehr Möglichkeiten geben.“

Mehr Attacke: Was dem VfL Bochum noch fehlt
So schwanden bei den früh ausgewechselten Mats Pannewig und Gerrit Holtmann nach ihrer verkürzten Vorbereitung ebenso sichtbar die Kräfte wie bei Zehner Berkan Taz. Auch Innenverteidiger Karol Mets, der erst seit dem Trainingslager mit der Mannschaft trainiert und zwischenzeitlich kürzertreten musste, ist noch nicht bei 100 Prozent. Der 33-Jährige hielt zwar 90 Minuten durch und zeigte eine gute Leistung, weil er im Ausdauerbereich topfit sei, so Rösler. Aber in der „fußballspezifischen Fitness“ habe der Este noch Rückstand. „An ihm orientieren sich die Spieler, richten sie sich hoch. Er war ein absoluter Bonus für uns“, lobte Rösler den Neuzugang.

Wenn die gesamte Mannschaft und speziell der Abwehrchef „hundertprozentig fit sind, stelle ich mir vor, dass wir die Viererkette noch brutaler nach vorne und zur Seite verschieben können“, sagte Rösler. „Das machen wir im Moment. Aber wir können es noch besser.“ 

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#4
Es war richtig Feuer drin beim Training des VfL Bochum, als laute Schreie für einen Schockmoment sorgten. Gerrit Holtmann arbeitet individuell. 

„Drauf, drauf, drauf“: Unermüdlich trieb Trainer Uwe Rösler seine Profis an, sofort mit Wucht zu attackieren, energisch die Zweikämpfe zu suchen, schnell umzuschalten. Erst beim Vier gegen Zwei und drei gegen eins zum Warm-up, dann beim Zwei gegen Zwei auf vier kleine Tore und schließlich beim Fünf gegen Fünf auf große Tore. Vor dem Pokalspiel des VfL Bochum am Sonntag in Fürth (13 Uhr/Sky) ging es richtig zur Sache im Training.

Dabei gab es gleich mal Sonderapplaus für zwei Routiniers. Maximilian Wittek und Philipp Strompf zeigten Alessandro Crimaldi und Babis Drakas, wie man mit Biss und Körperlichkeit binnen weniger Sekunden drei Treffer erzielt auf kleine Tore. „Stop!“ unterbrach Rösler deshalb kurz und forderte „Standing Ovations“. Witteks Kollegen applaudierten. 

Intensives Pressing beim VfL Bochum
Zum Gesamtsieg von seinem Team reichte es dennoch nicht. Abwehrchef Karol Mets quittierte das mit einem wütenden Tritt vor die Torlatte, Wittek grantelte ein „Muss man sich mal wehren“ über den Platz. Es ging hochintensiv zur Sache, es war richtig Feuer drin.

Auch die Physiotherapeuten hatten viel zu tun. Mansour Ouro-Tagba musste nach einem Schlag kurz am Fuß, Mats Pannewig am Handgelenk behandelt werden. Beide konnten dann offenbar ohne Probleme umgehend weitermachen. Anders als Babis Drakas. 

Bochums Neuzugang Babis Drakas verletzt sich am Knie
Laut schrie der Außenangreifer nach einem Zweikampf auf, ein Foul war nicht zu erkennen. Der 23-Jährige verletzte sich offensichtlich am rechten Knie. Gestützt von den Physiotherapeuten humpelte Drakas zur Bank, nahm dort mit Schmerz verzerrtem Gesicht Platz, wurde am Knie bandagiert, ehe er zu näheren Untersuchungen gefahren wurde.

Ob sich Drakas schwerer verletzt hat, ist offen, eine Diagnose steht noch aus. Der vom BVB II im Sommer geholte Rechtsaußen hatte bis dahin einige gute Szenen abgeliefert. Er stand gegen Hertha und Braunschweig im Kader, eingewechselt wurde er noch nicht. Am vergangenen Samstag sammelte Drakas Spielpraxis bei der U21 gegen RW Oberhausen. 

Holtmann trainiert individuell
Offen ist auch noch, ob Gerrit Holtmann in Fürth dabei sein kann. Der Linksaußen hatte am Vortag das Training abgebrochen, arbeitete am Mittwoch nur individuell mit Reha- und Fitnesstrainer Mathis Beckmann, aber mit Ball. Ist Holtmann nicht fit genug für die Startelf, dürfte Alessandro Crimaldi seinen Platz einnehmen.

Quelle: WAZ.de
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#5
Ein wenig viel Feuer
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#6
Update:
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Auch die Physiotherapeuten hatten viel zu tun. Mansour Ouro-Tagba musste nach einem Schlag kurz am Fuß, Mats Pannewig am Handgelenk behandelt werden. Beide konnten dann offenbar ohne Probleme umgehend weitermachen. Anders als Babis Drakas.
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Babis Drakas verletzt sich am Knie
Laut schrie der Außenangreifer nach einem Zweikampf auf, ein Foul war nicht zu erkennen. Der 23-Jährige verletzte sich offensichtlich am rechten Knie. Gestützt von den Physiotherapeuten humpelte Drakas zur Bank, nahm dort mit Schmerz verzerrtem Gesicht Platz, wurde am Knie bandagiert, ehe er zu näheren Untersuchungen gefahren wurde.
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Diese ergaben, dass ein Eingriff nötig sein wird. Das Kreuzband soll aber nicht beschädigt sein. Eine Ausfallzeit von mindestens ein paar Wochen ist realistisch. Der vom BVB II im Sommer geholte Rechtsaußen hatte bis dahin einige gute Szenen abgeliefert. Er stand gegen Hertha und Braunschweig im Kader, eingewechselt wurde er noch nicht. Am vergangenen Samstag sammelte Drakas Spielpraxis bei der U21 gegen RW Oberhausen. 
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„Es tut mir wahnsinnig leid für Babis“, sagt VfL-Direktor Simon Zoller. „Für ihn ist es die erste größere Verletzung seiner Karriere, da braucht es besonderen Zuspruch. Wir werden ihn in den kommenden Wochen und Monaten bestmöglich unterstützen und alles dafür tun, dass er schnellstmöglich wieder auf den Platz zurückkehren kann.“ 
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#7
Sehr traurig für Drakas. Das wird ihn vermutlich um Monate zurückwerfen. Kann der VfL so gar nicht gebrauchen. Vielleicht hilft da die Verpflichtung von MOT. Wäre gut, wenn der schnell auf Touren kommt. Der Aussen wird wohl erst im September verpflichtet.
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#8
Nach dem Verletzungsschock für Babis Drakas fehlen dem VfL Bochum in Fürth wohl vier Profis. Zwei Flügelstürmer fallen aus, ein U21-Mann rückt auf. 

Immer wieder rief Uwe Rösler lobende Worte über den Platz. Bei einer Übung mit Flankenläufen und scharfen Pässen in die Mitte etwa oder bei einer intensiven Spielform auf engem Raum. Am Ende des Trainings am Donnerstag, als es im taktisch geprägten Elf-gegen-Elf unter anderem ums Herausrücken und Überspielen der Linien ging, platzte dem Coach des VfL Bochum dann einmal der Kragen. 

Tom Meyer durfte unbehelligt im Zentrum agieren, als Rösler einen Führungsspieler stramm stehen ließ. Der Trainer brüllte auf Karol Mets ein, einige englische Schimpfwörter prägten seinen Wutanfall. Der Abwehrchef hatte es wohl versäumt, das Kommando zum aggressiven Pressing zu geben und die Kette nach vorne zu schieben. 

Aurel Wagbe ersetzt verletzten Drakas im Training
Mets ist der Abwehrchef des VfL, von ähnlichem Ehrgeiz geprägt wie Rösler, wie er im Interview mit dieser Redaktion sagte und noch am Mittwoch deutlich machte, als er etwa nach einem verlorenen Spiel fluchend gegen die Torlatte trat. Von ihm erwartet Rösler, das Team zu führen.

Ein Team, das beim Pokalspiel in Fürth am Sonntag (13 Uhr/Sky) auf gleich vier Profis verzichten muss. Babis Drakas hatte sich bei der hochintensiven Einheit am Mittwoch schwer am Knie verletzt. Der 23‑Jährige wird nach einer Operation lange ausfallen. Für den Rechtsaußen trainierte nun Aurel Wagbe von der U21 mit. Der Außenangreifer hatte sich bereits in den ersten drei Wochen der Vorbereitung bei den Profis zeigen dürfen und durchaus gute Ansätze geliefert. 

Gerrit Holtmann wird das Pokalspiel in Fürth wohl verpassen
Denkbar, dass Wagbe sogar in den Kader rückt beim Spiel in Fürth. Denn auch Gerrit Holtmann wird wohl nicht dabei sein. Der Linksaußen hatte am Dienstag das Training früh abgebrochen, am Mittwoch mit Ball individuell trainiert, am Donnerstag sah man ihn nicht auf dem Platz. Für Holtmann könnten Alessandro Crimaldi oder Christian Rasmussen starten.

Rasmussen trainierte am Donnerstag als Linksaußen in der offensiven 1A-Reihe mit Koji Miyoshi, Philipp Hofmann und Berkan Taz. Schon in Braunschweig spielte der etatmäßige Rechtsaußen nach seiner Einwechslung zunächst auf der linken Seite, hatte nach vorne einige gute Aktionen. Speziell im Training am Mittwoch überzeugte Rasmussen mit schnellen, energischen Antritten im Eins-gegen-Eins. 

DFB-Pokal: Bochums Verteidiger Strompf ist gesperrt
In Fürth weiterhin fehlen werden auch Mikkel Rakneberg, der noch ohne Zweikämpfe trainiert, und Philipp Strompf. Der Verteidiger mischt zwar seit dieser Woche wieder komplett mit, ist in der ersten Pokalrunde aber gesperrt. Strompf hatte beim 0:2 im Achtelfinale gegen den VfB Stuttgart in der Vorsaison (0:2) kurz vor der Pause die Rote Karte gesehen und wurde für eine DFB-Pokalpartie gesperrt.

Quelle: WAZ.de
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#9
Berkan Taz hat in seinen ersten beiden Zweitliga-Partien bereits Akzente gesetzt. Der Spielmacher des VfL Bochum sieht aber noch Luft nach oben. 

Als Berkan Taz sich nach einer äußerst harten Einheit am Mittwoch auf Höhe des Sechzehners auf eine Bank hockte, sah er richtig entspannt aus. Er wartete darauf, noch einmal zu explodieren. Der offensive Mittelfeldmann des VfL Bochum feuerte dann bei einer individuellen Torschussübung mit zwei Kontakten – Annahme und zügiger Abschluss – noch zig Mal auf den Kasten von Torwart Hugo Rölleke. Mal mit links, mal mit rechts – und meist präzise. Als letzter Profi des Fußball-Zweitligisten verließ er den Platz. Taz hat, wie er schon häufig sagte, einfach Bock, zu zocken. Und offenbar auch genug Power. 

Ein Tor, und auch eine direkte Vorlage fehlen ihm zwar noch nach seinen ersten zwei Einsätzen für den VfL und zugleich in der 2. Liga, von einem Kurzeinsatz vor über sieben Jahren für Union Berlin mal abgesehen. Doch der im Sommer ablösefrei vom SC Verl gekommene Taz, einer der Topscorer der 3. Liga in den letzten beiden Jahren (30 Tore, 35 Torvorlagen), hat schon gegen Hertha BSC und in Braunschweig gezeigt, wie wichtig er für das Offensivspiel des VfL Bochum ist. Dabei gab es ja durchaus Zweifel, ob der Techniker mit 27 Jahren den Sprung meistert, genug Dynamik und Durchsetzungsvermögen mitbringt. 

Taz überzeugt in der 2. Bundesliga mit Kreativität und auch mit Laufstärke
Taz wirkt im Gespräch mit dieser Redaktion auch nach der intensiven Einheit nicht komplett ausgelaugt, eher voller Tatendrang auf mehr. „Die 2. Bundesliga verlangt einem deutlich mehr ab, ist intensiver als die 3. Liga. Das habe ich erwartet, mich gut darauf vorbereitet. Ich habe mich bislang dieser höheren Intensität auch schon relativ gut angepasst“, sagt der gebürtige Berliner zufrieden. Auch ein Wert, der für einen Feinfuß auf der Zehn zunächst überrascht, macht Taz durchaus stolz: „Gegen Hertha bin ich mit 11,72 Kilometern am meisten gelaufen von unserer Mannschaft. Daran sieht man, dass ich auch läuferisch mithalten kann.“

Spielte Taz, der sich immer wieder freiläuft, immer den Ball haben will, gegen Berlin (0:1) durch, holte ihn Trainer Uwe Rösler im Spiel bei der Eintracht trotz einer guten Leistung im ersten Abschnitt nach 57 Minuten vom Feld. Rösler wollte mit dem noch frischen und auch laufstarken Daniel Hanslik das Aufbauspiel der Braunschweiger stärker attackieren, was letztlich gelang beim 1:0-Sieg. Für Taz kein Problem: „Beim Spiel in Braunschweig sind wir viel marschiert, es war sehr heiß, die Partie nochmal intensiver. Das hat mich schon geschlaucht. Am Ende bin ich überglücklich, dass wir die ersten drei Punkte geholt haben.“ 

Wo Rösler von Taz noch mehr erwartet
Auch Rösler ist zufrieden mit seinem Gestalter, der erster Zielspieler im vorderen Bereich ist. Geschickt sucht und findet Taz die freien (Halb-)Räume, bedient dann die Außen – bisher vornehmlich Gerrit Holtmann – oder schlägt noch einen Haken und zieht selbst Richtung Tor.

Dennoch sieht Rösler, der viel Wert auf die Arbeit gegen den Ball legt, in allen Mannschaftsteilen, Luft nach oben: „Man sieht, dass er von einer Ballbesitzmannschaft kommt. Bei uns ist das im Moment noch nicht der Fall, dass wir über 70, 80 Minuten den Ball immer haben in unseren Reihen. Er muss deshalb auch andere Qualitäten zeigen, speziell gegen den Ball. Da bemüht er sich aber sehr.“ 

Der Coach sieht seinen Anpassungsprozess nach erst zwei Zweitliga-Partien längst nicht als abgeschlossen an. „Er muss sich an die Intensität, die Schnelligkeit des Spiels, die individuelle Klasse der Gegner, die er fesselt, weiter gewöhnen.“ In Braunschweig leitete er das 1:0 mit einem präzisen und schnell ausgeführten Freistoß ein, „das macht er sehr gut. Dafür haben wir ihn geholt, dass er außerhalb der Box Akzente setzt. Er bringt etwas zu unserer Mannschaft, was wir vorher nicht unbedingt hatten“, so Rösler. 

Taz hofft auf ersten Pflichtspieltreffer mit neuem Pokalball
Dabei steckt der VfL noch im Entwicklungsprozess, meint Taz. „Das Verständnis mit den Mitspielern muss und wird noch besser werden. Wir arbeiten täglich daran, um ein noch besseres Gespür füreinander zu bekommen, in welchen Räumen wir uns bewegen. Für den Anfang klappt das aber schon ziemlich gut.“

Und: Noch fehlt Taz ein Treffer, auch diesen „nächsten Schritt“ müsse er noch meistern, meint Rösler. „Ich hatte schon ein, zwei gute Chancen, die ich mit meiner Qualität eigentlich verwerten könnte. Der Kopfball ist nicht meine größte Stärke, aber zumindest aufs Tor muss ich den Ball bei meiner Großchance gegen Hertha bringen“, sagt Taz selbstkritisch. „Aber ich denke, das ist ein Prozess, und ich bin guter Dinge, dass ich bald auch netzen werde.“ 

Vielleicht hilft ja der neue Ball. In dieser Woche trainiert der VfL mit den DFB-Pokalbällen von Derbystar, während in der 2. Liga mit den „Torfabrik“-Bällen von Adidas gezockt wird. Der Pokalball, sagt Taz, „ist vielleicht ein bisschen leichter, ein bisschen schwieriger zu schießen, er flattert nicht so sehr.“ Trotzdem soll es klappen mit seiner Pflichtspiel-Torpremiere für den VfL, wenn Bochum am Sonntag (13 Uhr/Sky) in Fürth um den Einzug in die zweite Runde kämpft. „Letztlich“, sagt Zocker Taz lachend, „spielt es ja keine Rolle: Ball ist Ball.“ 

Quelle: WAZ.de
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#10
   
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„Erwarte ein Spiel auf Augenhöhe“
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Pokal-Wochenende für den VfL. Am Sonntag, den 23. August, geht es in der 1. Runde des DFB-Pokals gegen Liga-Konkurrent SpVgg Greuther Fürth. Auf der Pressekonferenz vorab stand Cheftrainer Uwe Rösler Rede und Antwort. 
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Uwe Rösler über …
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… die Personalsituation: Philipp Strompf fehlt Rotgesperrt, Babis Drakas hat sich unglücklicherweise schwerer verletzt und fällt längere Zeit aus. Mikkel Rakneberg macht nächste Woche Freitag seinen Abschlusstest, wenn er den besteht, kann er wieder voll ins Training einsteigen und wäre theoretisch auch spielfähig. Gerrit hat heute das erste Mal in dieser Woche trainiert. Da müssen wir schauen, ob es reicht. Aurel Wagbe rückt in den Kader, damit wir beide Flügel doppelt besetzt haben.
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… den Wettbewerb: Ich bin Fußballtrainer und muss mich nicht um die Finanzen kümmern, sondern um meine Spieler. Es ist ein Pflichtspiel, das wir gewinnen und eine gute Performance zeigen wollen. Es werden mindestens 1.800 VfL-Fans den Weg nach Fürth antreten, denen wir etwas bieten möchten. Ich beschäftige mich mit dem Gegner, der Vorbereitung auf das Spiel und der mentalen Einstellung meiner Mannschaft. Es gibt viele Menschen im Verein, die ihre Spezialgebiete haben und hochqualifiziert sind, und mein Bereich ist der Sport. Deshalb spüre ich nicht mehr oder weniger Druck als zuletzt gegen Hertha oder Braunschweig.
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… den Rechtsverteidiger: Das Zusammenspiel zwischen Oliver Olsen und Koji Miyoshi ist sehr gut, sie haben sich gut abgestimmt und eine Verbindung auf dem Platz gefunden, offensiv wie defensiv. Olli kommt aus Skandinavien und hat mit den extremen Temperaturen wie gegen Braunschweig oder im Test gegen Bremen seine persönlichen Herausforderungen. Den einen Spieler betrifft das mehr als den anderen. Da habe ich Verständnis für, aber wir haben auch gesehen, dass Manuel Mbom Druck macht. Er hatte in Braunschweig eine sehr gute Einwechslung, ich habe ihn jetzt unter der Woche rechts trainieren lassen, um zu sehen, wie er sich da bewegt. Ich habe mit den beiden auf dieser Position zwei sehr gute Optionen. Für Olli spricht seine Kopfballstärke, sowohl offensiv als auch defensiv, und Manu ist der etwas Aggressivere im Zweikampf. Ich bin sehr froh, dass ich beide habe, sie sind motiviert, geben immer ihr Bestes und sind absolute Teamplayer.
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… Elfmeterschießen: Wir haben es noch nicht trainiert. Ich habe ein paar Schützen im Kopf, aber man muss auch sehen, wer dann noch auf dem Platz steht. Von daher haben wir uns in dieser Woche speziell mit Fürth beschäftigt, da kommt eine richtig harte Nummer auf uns zu, an den Ball zu kommen und den Gegner von unserem Tor wegzuhalten. Wir versuchen natürlich, das Spiel zu gewinnen, am besten in 90 Minuten, das ist unser klares Ziel.
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… den Gegner: Mein Trainer-Kollege Heiko Vogel hat seinen Spielstil verändert und einen sehr interessanten Ansatz, dem ich so in meiner Trainer-Karriere noch nicht begegnet bin. Sie stehen mit sechs Spielern auf unserer letzten Kette, gehen auf den zweiten Ball und attackieren dann die Tiefe. Sie binden den Torwart ein, spielen direkt und sind sehr stark über die Konter, insbesondere mit Felix Klaus sehr flexibel. Ihr Ansatz scheint dieses Jahr etwas defensiver zu sein als im letzten Jahr, entweder attackieren sie direkt vorne oder stehen tief. Dieses Spiel wird andere Fragen an uns stellen als die ersten beiden in dieser Saison. Wir müssen die Geduld haben, die Räume zu bespielen, die sie uns geben und das Tempo zu forcieren, wenn sich die Chance bietet. Ich erwarte sie etwas aggressiver als gegen Nürnberg, sie werden vermutlich mehr pressen. Sie sind aber auch verwundbar, das hat das Spiel gegen Nürnberg gezeigt. Die beiden Spiele in der letzten Saison haben wir zwar gewonnen, aber sie waren trotzdem in vielen Phasen gleichwertig. Wir haben beide Partien durch Standardsituationen auf unsere Seite gezogen, das wird auch wieder wichtig sein. Ich erwarte wieder ein Spiel auf Augenhöhe. Wir brauchen einen guten Tag, individuell und als Kollektiv, um dort zu bestehen.
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