11-18-2017, 05:07 PM
Kein Sieger zwischen VfL Bochum 1848 und der SpVgg Greuther Fürth. Am 14. Spieltag der 2. Bundesliga trennten sich die Blau-Weißen und das "Kleeblatt" mit einem 1:1-Unentschieden. Marco Caligiuri hatte die Gäste nach sieben Minuten in Führung gebracht, den Ausgleich erzielte Lukas Hinterseer. Insgesamt hatte der VfL zwar mehr vom Spiel, wirklich gefährlich wurde es vor dem Fürther Kasten aber nur selten.
An Spieltag Nummer 14 empfing der VfL Bochum 1848 die Spielvereinigung Greuther Fürth im Vonovia Ruhrstadion. Nach der Länderspielpause vollzogen sowohl Bochums Trainer Jens Rasiejewski als auch sein Fürther Kollege Damir Buric einige Wechsel in ihrer Startformation. Beim VfL starteten im Gegensatz zum 0:0 in Kaiserslautern Soares, Gündüz, Hinterseer und Janelt für Hemmerich, Wurtz, Eisfeld sowie Saglam. Beim Kleeblatt ersetzten nach dem 2:3 in Regensburg Wittek, Dursun und Pinter das Trio Hilbert, Gjasula und Torres.
Die Partie war gerade einmal sieben Minuten alt, da stand es 1:0 für die Franken. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld von Wittek war Janelt nicht eng genug bei seinem Gegenspieler Caligiuri und der Fürther Abwehrchef stocherte die Kugel vorbei an Riemann zur Führung für die Grün-Weißen. Der VfL hatte große Mühe ins Spiel zu kommen. Die Anfangsviertelstunde gehörte einzig und allein dem Tabellenvorletzten aus Fürth. Zehn Zeigerumdrehungen nach dem 0:1 brachte die erste Torannährung der Blau-Weißen dann den Ausgleich. Janelt brachte einen Freistoß aus dem linken Halbfeld vor das Tor, dort stieg Hinterseer am höchsten und nickte zum 1:1 ein. Kurz darauf fast das 2:1 für den VfL. Nach Ecke von Janelt traf Losilla den Ball fünf Meter vor dem Tor nicht richtig, da wäre mehr drin gewesen (19.). Die Hausherren nun wesentlich besser in der Begegnung und mit deutlich mehr Ballbesitz. Die nächste Duftmarke setzte der VfL dann mit einer Doppel-Chance. Zunächst zog Bastians nach Steckpass vonn Diamantakos ab, den Abpraller hämmerte dann Soares aus 20 Metern in die Arme von Kleeblatt-Keeper Burchert (28.). Im Gegenzug schlenzte Fürths Cigerci die Kugel einen guten Meter über den Kasten von Riemann. Das Spiel nahm nun an Fahrt auf. Wieder bediente Diamantakos Bastians auf dem linken Flügel und der Linksverteidiger schlenzte die Kugel mutig mit seinem schwächeren rechten Fuß knapp am Winkel des Fürther Gehäuses vorbei (33.). Drei Minuten später musste sich VfL-Schlussmann Riemann bei einer scharf vor das Tor getretenen Flanke von Wittek mächtig strecken um einen Einschlag zu verhindern. Die Gäste agierten nun wieder mutiger und kamen so zu Möglichkeiten. So ging das Remis zur Pause in Ordnung.
Beide Teams kamen unverändert aus der Kabine. Die Bochumer allerdings mit reichlich Schwung. Hinterseers Kopfballversuch wurde von Schiedsrichter Winkmann wegen eines vermeidlichen Foulspiels jedoch zurückgepfiffen (48.) und Losillas Kopfball bereitete Burchert keine großen Schwierigkeiten. Die Fürther antworteten mit einem Schuss vom wuseligen Narey, Riemann packte jedoch sicher zu (53.). Nach knapp einer Stunde brachte VfL-Coach Rasiejewski dann eine frische Offensiv-Kraft. Für den glücklosen Diamantakos kam Kruse, der nach erfolgreicher WM-Qualifikation mit Australien erst am Donnerstag von seiner Länderspielreise zurückgekehrt war. Die Bochumer nun wieder besser drin und mit mehr Zug zum Tor. Eine Freistoßflanke von Kruse klärte Fürth Maloca im letzten Moment vor dem einköpfbereiten Janelt (65.). Fortan wurde das Spiel wieder zerfahrener. Viele Zweikämpfe und daraus resultierende Freistöße waren das Ergebnis. Für Torgefahr sorgte dann Fürths Raum. Erst setzte der Youngster einen Flachschuss hauchdünn neben den Pfosten (74.), dann setzte er einen Schlenzer zu hoch an (75.). Acht Minuten vor Ende der regulären Spielzeit feierte Tim Hoogland dann sein Comeback. Der Routinier kam für Youngster Janelt und hatte direkt eine Riesenmöglichkeit. Nach zu kurzem Klärungsversuch der Fürther Hintermannschaft nahm Hoogland die Kugel im Strafraum volley, setzte das Spielgerät jedoch einen halben Meter über den Querbalken. Zwar bemühten sich beide Mannschaften in der Schlussphase noch irgendwie den Lucky-Punch zu setzten, doch Tore fielen keine mehr. So stand unterm Strich ein leistungsgerechtes Unentschieden, das keinem der beiden Kontrahenten wirklich weiterhilft. Weiter geht es für die Bochumer in der kommenden Woche in Aue. Dort treffen die Blau-Weißen am Sonntag, den 26. November um 13:30 Uhr auf den FC Erzgebirge.
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."