Beiträge: 15,774
Themen: 2,670
Registriert seit: Apr 2011
Bewertung:
76
Was größere Verletzung anbelangt, ist der VfL Bochum bisher sehr gut durch die Saison gekommen. Für das Spiel bei Union Berlin aber drohen wichtige Akteure auszufallen. Ein Akteur meldet sich zurück.
Die gefühlten Temperaturen bewegten sich am Dienstag zum Start in die Trainingswoche beim VfL Bochum aufgrund eines unangenehmen Windes um den Gefrierpunkt. Verständlich, dass sich die VfL-Profis möglichst warm eingepackt hatten. Das in Verbindung mit einer gewissen räumlichen Entfernung von den handelnden Personen machte es für die Fans schwierig zu sehen, wer bei der ersten Einheit der Woche dabei war - und wer eben nicht. Es fehlten vier Spieler, allesamt Stammspieler.
Mit Jakov Medic war immerhin ein Akteur wieder dabei, der zuletzt gefehlt hatte und auch gegen Werder Bremen nicht im Kader des VfL Bochum stand. Der Innenverteidiger hatte aus einem Zweikampf im Spiel beim FC Augsburg eben nicht nur den äußerlich zu sehenden Cut unter dem rechte Auge davon getragen.
Medic trainiert wieder - ohne Maske
Kurz vor Schluss hatte der bereits mit Gelb verwarnte FCA-Spieler Steve Mounie den VfL-Verteidiger bei einem Zweikampf mit dem Ellbogen im Gesicht getroffen. Medic konnte nicht weiterspielen. Der VfL agierte in der siebenminütigen Nachspielzeit in Unterzahl, weil Trainer Dieter Hecking bereits fünf Mal gewechselt hatte. „Ich denke, das wäre eine Gelb-Rote Karte gewesen“, hatte Hecking danach gesagt.
Schnell war klar, dass das Foul weitreichendere Folgen hatte. Bei einer erneuten Untersuchung stellte sich heraus, dass Medic eine Fraktur an der Augenhöhle hat. Sie war indes nicht so schwerwiegend, dass eine Operation nötig gewesen wäre. Das Spiel gegen Bremen verpasste Medic, am Dienstag aber meldete er sich zurück - und das, anders als erwartet, ohne Maske. „Das ist seine Entscheidung“, sagte Hecking dazu. Für das Spiel bei Union Berlin ist Medic wieder eine Option.
Gleich vier Stammspieler sind fraglich für das Spiel in Berlin
Fragezeichen stehen dafür hinter dem Einsatz anderer Stammspieler. Sollten sie ausfallen, würde das die Aufgabe gegen Berlin noch einmal schwerer machen. „Wir haben ein paar kranke Spieler“, sagte Hecking dazu. „Bernardo fällt derzeit mit einem Magen-Darm-Infekt aus. Matus Bero hatte am Sonntag schon Fieber, hat daher weniger gemacht, Maximilian Wittek genauso. Gerrit Holtmann hat einen Schlag auf den Fuß bekommen, daher hat der Hüftbeuger zugemacht. Alle sind sehr dosiert unterwegs. Ich hoffe, dass alle spätestens am Donnerstag wieder dabei sind.“
Weiterhin fraglich bleibt zudem ein Einsatz von Myron Boadu. „Bei ihm wiederhole ich meine Worte von Samstag“, sagte Hecking. „Er muss es sich erarbeiten. Wenn ich der Meinung bin, dass er uns hilft, was die körperliche Verfassung und Fitness betrifft, dann nehme ich ihn dazu. Dass er Fußball spielen kann, glaube ich. Aber er muss auch die körperliche Fitness haben, um uns zu helfen. Da habe ich noch ein Fragezeichen.“
Boadu sei mit wenig Spielpraxis zu VfL Bochum gekommen, hatte dann eine Verletzung, die nicht einfach sei. „Unsere Aufgabe ist“, sagte Hecking, „dass wir ihn möglichst schnell auf das nötige Level bringen. Ich bin skeptisch, dass es für dieses Jahr noch reicht. Ich würde da eher die Erwartungshaltung dämpfen wollen.“
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
Beiträge: 15,774
Themen: 2,670
Registriert seit: Apr 2011
Bewertung:
76
12-10-2024, 07:14 PM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12-10-2024, 07:15 PM von Herr Bert.)
Anfang Mai erlebte der VfL Bochum ganz großen Sport in Köpenick. Vor dem Wiedersehen mit Union Berlin bangt Trainer Dieter Hecking um mehrere wichtige Akteure.
Der bisher letzte Auswärts-Sieg gelang dem VfL auf der Zielgeraden der vorigen Saison in ganz spektakulärer Manier. Das 4:3 in Köpenick am 32. Spieltag Anfang Mai brachte Bochum im Abstiegskampf in eine deutlich bessere Ausgangsposition.
Einsatz von Medic nicht ausgeschlossen
Am Samstag geht es wieder gegen Union Berlin; es folgt nun also der 14. Versuch des VfL, in der aktuellen Bundesliga-Saison einen Sieg zu landen. Da gab es zu Beginn der Trainingswoche eine kleine Überraschung für die Beobachter.
Denn in Augsburg hatte Innenverteidiger Jakov Medic eine kleine Fraktur der Augenhöhle erlitten und deshalb zuletzt gegen Werder Bremen gefehlt. Nun stand der Innenverteidiger wieder auf dem Trainingsplatz, überraschend aber ohne Gesichtsmaske. Ein Einsatz des Kroaten am Samstag an der Alten Försterei ist also nicht ausgeschlossen.
Heckings Sorgen um wichtige Säulen
Ob Trainer Hecking dann aber seine Wunschformation am Start haben wird, ist noch offen. Noch ist nicht abzusehen, ob Stürmer Myron Boadu wieder dabei ist, der nach seiner Schambeinreizung zwar trainiert, aber eben sehr deutlich reduziert.
Und beim Start in die Trainingswoche am Dienstag fehlten gleich mehrere fest eingeplante Kandidaten. " Bernardo fällt derzeit mit einem Magen-Darm-Infekt aus, Matus Bero hatte am Sonntag schon Fieber, hat daher weniger gemacht, Maxi Wittek genauso", bestätigte Hecking laut WAZ. Damit nicht genug: Gerrit Holtmann hat Probleme mit dem Hüftbeuger und einen Schlag auf den Fuß bekommen, "alle sind sehr dosiert unterwegs", so Hecking. "Ich hoffe, dass alle spätestens am Donnerstag wieder dabei sind."
Gegen Bremen nur zwei Torchancen
Um erneut in Köpenick zu punkten, womöglich sogar den ersten Dreier einzufahren, ist allerdings eine deutliche Steigerung in der Offensive nötig. Denn gerade in den letzten Wochen kam der VfL zwar defensiv etwas kompakter, aber extrem harmlos daher.
Das belegen die Zahlen: Zuletzt erlebte das Team von Trainer Dieter Hecking drei Niederlagen in Folge, ohne eigenen Treffer. Mehr noch: Zum Beispiel im Heimspiel gegen Bremen zuletzt spielte sich die Mannschaft über 90 Minuten klägliche zwei Torchancen heraus. Mit erst zehn erzielten Treffern nach 13 Spieltagen ist der VfL auch in dieser Hinsicht das Schlusslicht der Liga.
Da ist deutlich mehr Drang nach vorne, Mut und Entschlossenheit im Abschluss gefragt. Um endlich das zu erreichen, was Hecking schon seit Wochen predigt: "Wir müssen endlich einen Fuß in die Saison bekommen, sonst ist der Zug abgefahren."
Quelle: Kicker.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
Beiträge: 15,774
Themen: 2,670
Registriert seit: Apr 2011
Bewertung:
76
Fünf Spiele hat Dieter Hecking als Trainer gegen Union Berlin bestritten. Die Bilanz - ausbaufähig. Eine Bilanz gegen Berlins Trainer Bo Svensson gibt es noch nicht.
760 Spiele hat Dieter Hecking bereits als Trainer hinter sich gebracht, dazu kommen 412 Partien als Spieler. Bei der Menge von Spielen ist es kaum verwunderlich, dass er das eine oder andere Spiel nicht mehr sofort parat hat. Vor der Partie bei Union Berlin musste der Trainer des VfL Bochum etwas überlegen, wann er zuletzt oder ob er überhaupt mit einem seiner Teams schon mal im Stadion an der Alten Försterei gespielt hat. Hat er natürlich. Aber das ist 20 Jahre her.
Vergessen hat Hecking auch die Hymne nicht, die bei Union Berlin vor jeder Partie gespielt wird. Es ist „Eisern Union“ von Nina Hagen. Hecking kann ihr durchaus etwas abgewinnen. „Die Hymne finde ich gut, mehr aber auch nicht. Herbert Grönemeyer ist mir lieber.“ Den hört er derzeit jedes zweites Wochenende mit dem VfL Bochum im Vonovia Ruhrstadion.
Dieter Hecking hat bisher fünf Mal gegen Union Berlin gespielt
20 Jahre ist es her, dass Hecking mit einem seiner Teams in Berlin gegen Union gespielt hat. Fünf Partien sind für ihn gegen Union Berlin überhaupt nur notiert. Gegen den FC Schalke hat er 30 Partien als Trainer bestritten, 28 sind es gegen Dortmund, Stuttgart oder Leverkusen, 27 gegen Bremen, Frankfurt und die Bayern.
Seine Bilanz gegen Union Berlin ist - ausbaufähig. Vier Spiele verlor Hecking, nur eins gewann er. Den ersten Vergleich für ihn mit Union Berlin gab es in der Saison 2000/2001 in der Regionalliga Nord. Hecking war Trainer des SC Verl. Union gewann mit 3:0.
Die vier weiteren Spiele absolvierte Hecking dann als Trainer des VfB Lübeck gegen Union. Es waren jeweils die Hin- und Rückspiele in der 2. Bundesliga in den Spielzeiten 2002/2003 sowie 2003/2004. Am 19. September 2003 gewann Hecking mit Lübeck bei Union Berlin mit 2:1. Es war ein Freitagabend-Flutlichtspiel, das Stadion an der Alten Försterei hatte eine noch deutlich geringere Zuschauer-Kapazität, knapp 8000 Zuschauer waren da, und Trainer bei Union war Mirko Votava.
Der Vergleich mit Bo Svensson wird eine Premiere für Hecking
Wenn er nun im mit 22.000 Fans ausverkauften Stadion an der Alten Försterei auf seinen Trainerkollegen Bo Svensson trifft, wird das eine Premiere. Hecking hat schon gegen Carlo Ancelotti, Julian Nagelsmann oder Pep Guardiola gecoacht, ganz oft auch gegen Thomas Tuchel, Jupp Heynckes, Felix Magath und am häufigsten gegen Jürgen Klopp - nämlich genau 21 Mal. Auf den Dänen Bo Svensson, der seit dieser Saison Trainer von Union Berlin ist, trifft Hecking das erste Mal.
Unabhängig von Svensson weiß Hecking, was auf sein Team zukommen wird. „Es ist ein kleines, enges Stadion. In der vergangenen Saison stand es schnell 3:0 für den VfL. Mit dem 1:3 war das Stadion angezündet, es wurde dann beim 3:4 auch noch einmal hektisch. Das ist Union Berlin.“
VfL trifft auf einen Gegner, der seit sieben Spielen nicht gewonnen hat
Darauf dürfe man sich auch freuen, sagte Hecking. Genauso wie sich viele darauf freuen würden, nach Bochum zu kommen, „weil sie dieses enge Stadion so mögen“. Es werde eine hohe Intensität gefordert sein. Aber wir treffen auf eine Mannschaft, die in den vergangenen Wochen auch nicht so gepunktet hat.“
Beim 1. FC Union Berlin blickt man derzeit auf sieben Partien ohne Erfolgserlebnis zurück. Seit dem 20. Oktober haben die Berliner kein Spiel mehr gewonnen. „Es liegt wieder an uns und nicht an Union Berlin“, sagte Hecking, „ob wir da etwas mitnehmen.“
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
Beiträge: 15,774
Themen: 2,670
Registriert seit: Apr 2011
Bewertung:
76
Der VfL Bochum spielt am Samstag (14. Dezember, 15.30 Uhr) beim 1. FC Union Berlin. Dieter Hecking ist guter Dinge vor dem Auswärtsspiel in der Hauptstadt.
Es bleibt dabei: Das Bundesliga-Schlusslicht VfL Bochum konnte in dieser Saison noch keinen einzigen Sieg einfahren. Das soll sich im Bestfall schon am Samstag ändern.
Am 14. Dezember (15.30 Uhr) ist der VfL dann in der Bundeshauptstadt beim 1. FC Union Berlin zu Gast.
Trainer Dieter Hecking sprach vor der Begegnung bei den "Eisernen" über...
... das 0:1 gegen Werder Bremen: "Die Niederlage hat bei den Spielern keine Spuren hinterlassen. Das ist immer eine Interpretation von außen, aber bei uns kein Thema. Ja, wir haben in den letzten Minuten Fehler gemacht und deshalb haben wir uns nicht belohnt. Wir wollten das Spiel gewinnen und haben es nicht geschafft. Dementsprechend enttäuscht waren alle beim VfL. Das war aber 60 Minuten lang sehr ordentlich und hinten heraus haben wir leider falsche Entscheidungen getroffen. Daraus müssen wir lernen."
... einen möglichen Einsatz von Myron Boadu in Berlin: "Er muss es sich erarbeiten. Boadu muss zunächst auch die Fitness haben, um uns zu helfen. Und da habe ich noch ein Fragzeichen. Wie schnell wir ihn auf ein Level bekommen, das uns sofort hilft, da möchte ich etwas die Erwartungen dämpfen."
... die Stimmung in der Mannschaft: "Natürlich sind die Jungs enttäuscht. Aber wenn man das Training sieht, sind die Jungs schon wieder voll auf Sendung. Wir haben das Spiel analysiert und gesehen, dass wir sehr gute Aktionen hatten. Wir hatten sieben oder acht Chancen, die von Außen gar nicht so als Großchancen empfunden werden. Ich habe das aber gesehen. Denn aus Halbchancen können auch Großchancen werden. Daran müssen wir arbeiten."
... die anstehende Mitgliederversammlung: "Teile der Mannschaft und des Trainerstabs werden dabei sein. Das ist auch ein wichtiges Zeichen an die Mitglieder. Aber wir werden mit einer nur kleinen Gruppe vertreten sein. Seien wir doch ehrlich: Die meisten Spieler verstehen sowieso nicht, was da besprochen wird. Zudem ist meiner Meinung nach eine Mitgliederversammlung nicht dazu da, um eine große Abrechnung zu machen. Die schwierige Situation darf man aber natürlich kritisieren. Trotzdem gilt für alle Bochumer: Das Unmögliche, was viele nicht mehr für möglich halten, zu schaffen - und das gemeinsam."
... den 1. FC Union Berlin: "Uns erwartet ein kleines und enges Stadion, das schnell angezündet wird - ähnlich wie in Bochum. Ich erwarte auch eine hohe Intensität im Spiel. Union hat zuletzt auch nicht viel gepunktet. Es liegt an uns, nicht an Union, ob wir da punkten oder nicht."
Quelle: Reviersport.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
Beiträge: 15,774
Themen: 2,670
Registriert seit: Apr 2011
Bewertung:
76
.
„Basics auf Top-Niveau“
.
Letztes Auswärtsspiel des Kalenderjahres 2024. Der VfL Bochum 1848 gastiert am Samstagnachmittag (14. Dezember, 15:30 Uhr) beim 1. FC Union Berlin. Da werden positive Erinnerungen an den letzten Auswärtssieg im Mai wach. VfL-Cheftrainer Dieter Hecking sprach vorab auf der Pressekonferenz über die Personalsituation, den Gegner und die wichtigsten Tugenden für die Partie.
.
VfL-Cheftrainer Dieter Hecking über…
… die Personalsituation: Matúš Bero war krank, er hat heute auch nur reduziert trainiert. Er wird morgen wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen. Bei Matúš müssen wir abwägen, ob es sinnvoll ist, dass er spielt. Er wird aber sicherlich mit nach Berlin fahren. Myron Boadu ist ein Kandidat für den Kader. Auch beim heutigen Training konnte man sehen, wie wichtig er für uns werden kann. Aber auch andere Parameter müssen stimmen. Wir bauen Myron Stück für Stück auf. Wir gehen davon aus, dass er spätestens gegen Heidenheim wieder im Kader stehen wird. Alle anderen Spieler stehen zur Verfügung. Das ist sehr erfreulich – unsere medizinische Abteilung arbeitet hervorragend.
… die Kommunikation mit der Mannschaft: Wir sprechen jeden Tag, das ist weiterhin so. Kommunikation ist sehr wichtig. In der aktuellen Situation muss es vielleicht noch etwas mehr sein. Das ist aber auch abhängig vom jeweiligen Spieler. Wir sind im ständigen Austausch.
… die Marschroute für die Partie: Wir müssen bei den Basics auf Top-Niveau sein. Wir müssen läuferisch sehr gut sein und körperlich dagegenhalten. Das sind die Grundvoraussetzungen, um bei Union bestehen zu können. Dann kann auch bei Union etwas gehen. Der letzte Sieg bei Union liegt noch gar nicht lange zurück. Es ist also möglich, dort zu gewinnen.
… den 1. FC Union Berlin: Union Berlin ist bekannt dafür, dass sie sehr kompakt spielen. Sie sind sehr gut in der Arbeit gegen den Ball – für mich gehören sie in dieser Hinsicht zu den besten Mannschaften in der Bundesliga. Union gibt dem Gegner wenig Räume, sie spielen sehr intensiv, haben auch viel Schnelligkeit mit ihren drei Spitzen im Umschaltspiel. Dazu kommt noch die Alte Försterei, dort herrscht eine besondere Kulisse.
.
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
Beiträge: 15,774
Themen: 2,670
Registriert seit: Apr 2011
Bewertung:
76
Als einziges Team wartet der VfL Bochum in der aktuellen Saison noch auf den ersten Auswärtspunkt. An den nächsten Gegner aber hat der Tabellenletzte gute Erinnerunge
Saisonübergreifend verlor der VfL die jüngsten acht Auswärtsspiele allesamt. Der Vereins-Negativrekord aus der Saison 2004/05, als der VfL neun Pleiten in der Fremde hintereinander kassierte, kann damit nun an der Alten Försterei eingestellt werden.
Aber: Genau dort holte Bochum seine letzten Auswärtspunkte, nämlich am 32. Spieltag der vorigen Saison, als der VfL mit dem viel umjubelten 4:3 in Köpenick einen eminent wichtigen Sieg im Abstiegskampf einfuhr. Schon zur Pause führten die Gäste mit 3:0, mussten am Ende noch zittern, brachten den Vorsprung dann aber knapp ins Ziel.
Vier Tore innerhalb von 90 Minuten, davon ist der VfL angesichts großer Harmlosigkeit in der Offensive weit entfernt. Zu besichtigen war dies auch zuletzt gegen Werder Bremen, als der Tabellenletzte an der Castroper Straße mit 0:1 unterlag und in der gesamten Partie gerade mal zwei Torchancen herausspielte.
Besonders missfallen hatte Trainer Dieter Hecking gegen Werder die Schlussphase, als der VfL nach dem Bremer Treffer ziemlich kopflos wurde, ungestüm anrannte, sehr ungeordnet. Eine "wilde Phase", wie der Trainer Routinier monierte; auch hier muss er natürlich ansetzen.
Zu sehen war, wie ein einziges Gegentor den Spielern zusetzte und über weite Strecken jegliche Ordnung verloren ging. "Es war sicherlich ein Problem, dass wir nach dem Gegentor so unruhig geworden sind", so Hecking. "Es wurde dann zu ungenau."
"Wir brauchen Tore"
Sein Ansatz: "Wir müssen die Positionen besser besetzt halten, die Ballsicherheit beibehalten. Der letzte Pass muss besser gespielt werden." Konkret und auf den Punkt gebracht: "Wir brauchen Tore."
Leichter gesagt, als getan. Deutlich stabiler ist der VfL unter Hecking geworden, auf dem Weg nach vorne aber fehlt es weiter an Kreativität. Kein anderer Klub spielte an den ersten 13 Spieltagen so wenige Torchancen heraus wie der VfL, torgefährliche Offensivspieler fehlen überdies.
Umso wichtiger wäre es, wenn Myron Boadu wieder eingreifen könnte, der nach seiner Schambeinreizung weiter Fortschritte macht. Aber noch ist unklar, ob der Stürmer gegen Union dabei sein wird.
Am Freitag, so Hecking, werde entschieden, ob es bei dem Niederländer schon reicht. Seine Bedenken: "Wir müssen natürlich auf Top-Niveau sein, auch läuferisch, um etwas etwas zu holen"- und gerade hier hat Boadu natürlich noch einen gewissen Rückstand.
Fraglich ist auch noch, ob Vorkämpfer Matus Bero wieder zur Startelf gehört, der zu Wochenbeginn mit Fieber pausieren musste. Der Slowake wird zur Reisegruppe gehören, aber "auch bei ihm", so Hecking, "müssen wir schauen, ob die Kraft reicht."
Noch kein einziges Kopfballtor
Nicht nur nach Punkten und Torchancen übrigens ist der VfL das Schlusslicht der Liga, sondern ganz speziell auch mit Blick auf Kopfballtore. Denn als einziges Team erzielte der VfL in dieser Saison noch kein Tor per Kopf.
Der bislang letzte Kopfballtreffer gelang dem VfL am 32. Spieltag der Vorsaison durch Philipp Hofmann - passenderweise beim viel besungenen 4:3 an der Alten Försterei.
Quelle: Kicker.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
Beiträge: 15,774
Themen: 2,670
Registriert seit: Apr 2011
Bewertung:
76
Am Samstag startet der VfL Bochum seinen 14. Anlauf, das erste Bundesligaspiel der aktuellen Saison zu gewinnen. Mit Union Berlin verbindet das Schlusslicht angenehme Erinnerungen.
Am Samstag treffen an der Alten Försterei in Köpenick die beiden zweikampfschwächsten Teams der Bundesliga aufeinander. Bochum entschied nur 46,5 Prozent aller Duelle für sich, Union 47,2. Beide spielen offensichtlich ziemlich unsauber, der VfL beging die meisten Fouls, 179, Union die zweitmeisten, 178.
Gute Erinnerungen an Köpenick
Die Gastgeber werden zwar auf der Hut sein am Samstag, aber Angst und Schrecken verbreitet der VfL in der Fremde nun wirklich nicht. Bochum verlor zwölf der jüngsten 13 Auswärtsspiele, die einzige Ausnahme: der 4:3-Sieg an der Alten Försterei am 32. Spieltag der Vorsaison.
Das war in der Tat ein ganz besonderer Tag für den Revierklub, der in Köpenick eminent wichtige Punkte einfuhr, um immerhin den Relegationsplatz zu erreichen und sich am Ende doch noch ganz knapp zu retten. Beim 4:3 Anfang Mai spielte der VfL unter Interimstrainer Heiko Butscher eine fantastische erste Halbzeit, führte nach 37 Minuten bereits mit 3:0 nach zwei Toren von Maxi Wittek sowie einem Treffer von Keven Schlotterbeck.
Nach der Pause verkürzten die Gastgeber zunächst auf 2:3, dann traf Philipp Hoffmann zum 4:2. Nach dem Anschlusstreffer durch Hollerbach mussten die Gäste noch mächtig zittern, fuhren am Ende aber doch den Dreier ein.
Nur zwei Chancen gegen Bremen
Vier gewinnt also, das wäre beim Wiedersehen am Samstag natürlich äußerst spektakulär. Denn: Vier Tore in einem Spiel, das ist ein äußerst seltenes Ereignis für den VfL Bochum. Seit der Rückkehr in die Bundesliga 2021 passierte es insgesamt vier Mal, dass der VfL vier oder sogar mehr Tore erzielte. Die meisten Treffer gab es am 19. Spieltag der Saison 2022/23 zu Hause gegen Hoffenheim (5:2). Im ersten Bundesligajahr nach der Rückkehr, 2021/22, gab es sogar zweimal vier Treffer, zunächst zu Hause gegen die Bayern beim 4:2, am 32. Spieltag folgte dann ein spektakuläres 4:3 in Dortmund. Und dann natürlich die vier Tore beim jüngsten Aufeinandertreffen mit Union in Köpenick
Von einer solchen Torflut ist der Tabellenletzte aktuell besonders weit entfernt. Erst zehn Treffer gelangen in den ersten 13 Spielen, außerdem spielte keine Mannschaft so wenige Torchancen heraus wie der VfL. Bisher notierten die kicker-Reporter nur 44 Einschussmöglichkeiten, das ist mit Abstand der schwächste Wert der 18 Bundesligisten. Zuletzt waren es gerade mal zwei Chancen im Heimspiel gegen Werder Bremen, das mit 0:1 verloren ging.
Hoffen auf Boadu
Wer soll nun für Tore sorgen? Bei Philipp Hofmann steht erst ein einziger Treffer zu Buche, Moritz Broschinski hat noch gar nicht getroffen. Wenig torgefährlich zeigen sich zum Beispiel auch Gerrit Holtmann, noch ohne Treffer, sowie Koji Yoshi, der einmal traf, ebenso wie Lukas Daschner. Bei Moritz Broni-Kwarteng steht zum Beispiel ebenfalls die Null.
Die größten Hoffnungen verbinden sich mit dem Comeback von Myron Boadu, der bei seinen wenigen Einsätzen immerhin schon zweimal traf und eine gewisse Torgefahr erkennen ließ, wochenlang jedoch wegen einer Schambeinreizung fehlte. Mittlerweile ist der Stürmer aber ins Training zurückgekehrt.
Ob der Niederländer am Samstag schon zum Spieltagskader gehört, ist noch unklar. Logisch, dass der VfL in diesem Fall nichts riskieren wird, damit Boadu nicht wieder längerfristig ausfällt.
Quelle: Kicker.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
Beiträge: 2,617
Themen: 3
Registriert seit: Jun 2011
Bewertung:
12
Wir sollten nicht allzu große Hoffnungen auf Myron Boadu setzen. Ich meine, damit werden wir weder ihm noch seinem Team gerecht. Bedenken wir einfach, dass er aus einer Verletzung kommt, die meistens sehr langwierig ist und gerne zu Rückfällen neigt. Ferner ist er mit wenig Spielpraxis gekommen und hat sich da auch nicht verbessert. Schon gar nicht unter Wettbewerbsbedingungen mit seinem Team. Warum also durch übertriebene Hoffnungen unnötig Druck aufbauen? Die Enttäuschung bei den Fans würde zu groß werden. Also liebe Presse, bitte haltet den Ball flach. Der Myron ist kein Messi o.ä. sondern allenfalls jemand, der die Offensivqualität des Kaders etwas heben kann. Glauben wir jedenfalls. Dabei muss aber auch erwähnt werden, dass es mit der Qualität ohnehin nicht weit her ist.
Fordern wir lieber Leistung dort ein, wo sie aus meiner Sicht nicht in angemessener Weise erbracht wird. Und damit meine ich die Sportskameraden de Wit, Kwarteng und Daschner, die allesamt ihre 1.-Ligatauglichkeit bislang noch nicht nachgewiesen haben. Da wird es langsam mal Zeit. Und Ausreden werden nicht akzeptiert.
|