01-25-2025, 08:43 AM
Mit jungen Eigengewächsen, taktischer Flexibilität und einer beeindruckenden Hinrunde führt Bochums U 21 die Tabelle der Oberliga Westfalen an. Trainer Butscher warnt dennoch vor zu viel Euphorie. Zudem bleiben organisatorische Fragen offen.
Die Wiedereinführung der U 21 erwies sich für den VfL Bochum als strategisch kluger Schritt. Nach zehn Jahren ohne zweite Mannschaft dient das Team nun als wichtige Plattform für junge Talente, Akteure mit wenig Einsatzzeit und Profis nach Verletzungen. "Es geht darum, jungen Spielern Spielpraxis zu ermöglichen und diejenigen aufzufangen, die bei den Profis nicht zum Zug kommen", erklärt Trainer Heiko Butscher.
Nach 18 Spielen führt die U 21 die Tabelle in der Oberliga Westfalen souverän an, mit zehn Punkten Vorsprung auf den ASC Dortmund. Der nächste Verfolger, die Sportfreunde Siegen, liegt elf Punkte zurück, hat jedoch drei Nachholspiele.
Trotz der starken Ausgangsposition warnt der 44-Jährige: "Natürlich wollen wir das Ziel verteidigen, aber wir sind noch lange nicht durch." Dabei verlief der Saisonstart holprig. Nach Testspielen mit Abstimmungsproblemen unterlag das Team im Auftaktspiel beim TuS Ennepetal mit 1:2. "Wenn 14, 15 neue Spieler zusammenkommen, braucht das Zeit", erklärt Butscher. Der Wendepunkt kam mit dem spektakulären 4:3-Sieg gegen Preußen Münster II nach einem 0:3-Rückstand - ein Beweis für die Mentalität und den Teamgeist.
Nachwuchs im Fokus
Trainer Butscher konnte auf junge Eigengewächse wie Mohammed Tolba, Lennart Koerdt und Neuzugang Niclas Jahn zurückgreifen, die alle Profiverträge besitzen. Durch die Vergrößerung des Bundesliga-Kaders haben sie derzeit jedoch kaum Chancen auf Einsätze bei den Profis. Im November stießen Mats Pannewig und Samuel Bamba aus dem Lizenzspieler-Kader zur U 21 und stabilisierten die Mannschaft.
Besonders Tolba profitiert von den Einsatzzeiten, um nach zwei Kreuzbandrissen wieder in Form zu kommen. "Wenn ein Spieler richtig gut ist, setzt er sich irgendwann durch", betont Butscher und hebt die Bedeutung von Geduld hervor: "Entscheidend ist, dass ein Spieler nicht das Gefühl haben sollte, mit 18 Jahren schon alles erreicht haben zu müssen."
Koerdt, der mit fünf Toren und fünf Vorlagen überzeugte, durfte sich in den Winter-Testspielen der Profis beweisen. Top-Torjäger Semin Kojic erzielte beeindruckende 13 Treffer in der Hinrunde und nahm ebenfalls an der Vorbereitung der Profis teil.
Grote und Holtkamp sind erfahrene Stützen
Das Team agiert vorwiegend im 4-3-3-System, zeigt sich jedoch taktisch flexibel. Führungspersönlichkeiten wie Dennis Grote (38) spielen dabei eine wichtige Rolle. "Nur mit jungen Spielern geht es nicht. Dennis hilft uns als Führungspersönlichkeit und unterstützt uns in seiner Doppelrolle als Mitarbeiter der Geschäftsstelle", erklärt Butscher. Mit 23 Jahren gehört auch Lars Holtkamp zu den erfahrenen Kräften. Der ehemalige U-19-Spieler sammelte Regionalliga-Erfahrung in Lippstadt und fällt weiterhin unter die U-23-Regel.
Trotz des Erfolgs sieht Butscher Verbesserungsbedarf: "Es fehlt manchmal an Cleverness, besonders nach Ballverlusten. Aber das ist bei jungen Spielern normal. Fehler gehören dazu - wichtig ist, dass sie daraus lernen."
Unklar bleibt jedoch, wo die U 21 im Falle eines Aufstiegs in die Regionalliga spielen würde. In dieser Liga ist ein Stadion Pflicht. Der Leichtathletikplatz am Ruhrstadion reicht nicht aus. Das Wattenscheider Lohrheidestadion wurde von der Stadt bereits als Alternative ausgeschlossen. Aktuell werden das Vonovia Ruhrstadion und die Mondpalastarena in Wanne-Eickel als Optionen geprüft.
Quelle: Kicker.de
Die Wiedereinführung der U 21 erwies sich für den VfL Bochum als strategisch kluger Schritt. Nach zehn Jahren ohne zweite Mannschaft dient das Team nun als wichtige Plattform für junge Talente, Akteure mit wenig Einsatzzeit und Profis nach Verletzungen. "Es geht darum, jungen Spielern Spielpraxis zu ermöglichen und diejenigen aufzufangen, die bei den Profis nicht zum Zug kommen", erklärt Trainer Heiko Butscher.
Nach 18 Spielen führt die U 21 die Tabelle in der Oberliga Westfalen souverän an, mit zehn Punkten Vorsprung auf den ASC Dortmund. Der nächste Verfolger, die Sportfreunde Siegen, liegt elf Punkte zurück, hat jedoch drei Nachholspiele.
Trotz der starken Ausgangsposition warnt der 44-Jährige: "Natürlich wollen wir das Ziel verteidigen, aber wir sind noch lange nicht durch." Dabei verlief der Saisonstart holprig. Nach Testspielen mit Abstimmungsproblemen unterlag das Team im Auftaktspiel beim TuS Ennepetal mit 1:2. "Wenn 14, 15 neue Spieler zusammenkommen, braucht das Zeit", erklärt Butscher. Der Wendepunkt kam mit dem spektakulären 4:3-Sieg gegen Preußen Münster II nach einem 0:3-Rückstand - ein Beweis für die Mentalität und den Teamgeist.
Nachwuchs im Fokus
Trainer Butscher konnte auf junge Eigengewächse wie Mohammed Tolba, Lennart Koerdt und Neuzugang Niclas Jahn zurückgreifen, die alle Profiverträge besitzen. Durch die Vergrößerung des Bundesliga-Kaders haben sie derzeit jedoch kaum Chancen auf Einsätze bei den Profis. Im November stießen Mats Pannewig und Samuel Bamba aus dem Lizenzspieler-Kader zur U 21 und stabilisierten die Mannschaft.
Besonders Tolba profitiert von den Einsatzzeiten, um nach zwei Kreuzbandrissen wieder in Form zu kommen. "Wenn ein Spieler richtig gut ist, setzt er sich irgendwann durch", betont Butscher und hebt die Bedeutung von Geduld hervor: "Entscheidend ist, dass ein Spieler nicht das Gefühl haben sollte, mit 18 Jahren schon alles erreicht haben zu müssen."
Koerdt, der mit fünf Toren und fünf Vorlagen überzeugte, durfte sich in den Winter-Testspielen der Profis beweisen. Top-Torjäger Semin Kojic erzielte beeindruckende 13 Treffer in der Hinrunde und nahm ebenfalls an der Vorbereitung der Profis teil.
Grote und Holtkamp sind erfahrene Stützen
Das Team agiert vorwiegend im 4-3-3-System, zeigt sich jedoch taktisch flexibel. Führungspersönlichkeiten wie Dennis Grote (38) spielen dabei eine wichtige Rolle. "Nur mit jungen Spielern geht es nicht. Dennis hilft uns als Führungspersönlichkeit und unterstützt uns in seiner Doppelrolle als Mitarbeiter der Geschäftsstelle", erklärt Butscher. Mit 23 Jahren gehört auch Lars Holtkamp zu den erfahrenen Kräften. Der ehemalige U-19-Spieler sammelte Regionalliga-Erfahrung in Lippstadt und fällt weiterhin unter die U-23-Regel.
Trotz des Erfolgs sieht Butscher Verbesserungsbedarf: "Es fehlt manchmal an Cleverness, besonders nach Ballverlusten. Aber das ist bei jungen Spielern normal. Fehler gehören dazu - wichtig ist, dass sie daraus lernen."
Unklar bleibt jedoch, wo die U 21 im Falle eines Aufstiegs in die Regionalliga spielen würde. In dieser Liga ist ein Stadion Pflicht. Der Leichtathletikplatz am Ruhrstadion reicht nicht aus. Das Wattenscheider Lohrheidestadion wurde von der Stadt bereits als Alternative ausgeschlossen. Aktuell werden das Vonovia Ruhrstadion und die Mondpalastarena in Wanne-Eickel als Optionen geprüft.
Quelle: Kicker.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."