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Dynamit - Hecking feiert Krauß in München VfL Bochum
#1
Die Verpflichtung von Tom Krauß erweist sich mehr und mehr als Glücksgriff. Auch beim 3:2 in München ragt er aus einem starken Team des VfL Bochum heraus. Später fließen Tränen. 

Zielstrebig ging Tom Krauß an den wartenden Journalisten vorbei. Nach dem 3:2 des VfL Bochum beim FC Bayern München hätten diese gerne mit einem der herausragenden Akteure des VfL gesprochen. Krauß verschob das auf später. „Ich muss erst zur Familie“, sagte er. Dort flossen dann auch ein paar Tränen, wie er später den Journalisten erzählte. 

Wobei er im Interview zunächst kurz zurückblickte. Mehr als die halbe Saison spielte er bei Luton Town in Englands zweiter Liga. Er war Stammspieler, traf regelmäßig und doch war er empfänglich für das Werben des VfL Bochum und speziell von Trainer Dieter Hecking. 

Krauß macht das Team besser
Der hatte früh Kontakt aufgenommen. Die beiden kennen sich aus gemeinsamen Zeiten in Nürnberg. Erst schien der Wechsel nicht zu klappen, dann aber ging es schnell und schnell war dann auch klar, dass Krauß mit seiner Spielweise gut zum VfL Bochum passt und dem Team weiterhilft, es besser macht.

Ihm habe der Schritt nach England sehr gut getan, sagte Krauß dann zunächst. „Ich habe wichtige Erfahrungen gesammelt.“ Dann jedoch wurde erneut schnell deutlich, wie wohl er sich in Bochum fühlt und wie froh er ist, wieder näher bei der Familie und den Freunden zu sein. 

Mit Krauß gewinnt der VfL gegen Dortmund und in München
„Natürlich bin ich glücklich, mit dem VfL Bochum gegen Dortmund zu gewinnen und jetzt in München“, sagte er. „Da erfüllt sich ein Traum. Meine Freundin, meine ganze Familie, meine Freunde aus Nürnberg waren hier beim Spiel in München, da kommen nach so einem Spiel und so einem Sieg auch mal ein paar Tränen.“

Er sei ein ehrlicher Fußballer und wenn man sich für harte Arbeit belohne - wie mit dem Sieg gegen übermächtige Bayern - sei das wirklich etwas Besonderes. „Das große Ziel ist der Klassenerhalt. Und wenn wir das schaffen, dann können wir feiern - aber jetzt ist es noch nicht angebracht.“ 

Hecking: „Tom Krauß ist Mentalität pur“
Krauß schien nach dem historischen Sieg auch eher eine Pause zu brauchen. In der Schlussphase sah es danach aus, dass er runtergeht. Dann aber blieb er auf dem Platz, half weiter mit, das 3:2 über die Zeit zu bringen.

Trainer Dieter Hecking klärte später auf: „Matus Bero hatte Rückenprobleme, da ist der Muskel zugegangen. Tom wollte raus, aber ich habe ja gesagt, Tom ist Mentalität pur, das ist Einhundert Prozent Dynamit auf dem Platz. Bevor der rausgeht, muss schon viel passieren. Deswegen war ich mir sicher, dass er die letzten fünf, sechs Minuten auch übersteht.“ 

Neun Spieltage hat der VfL noch vor sich
Krauß bestätigte, „sehr kaputt“ gewesen zu sein. Er musste sich nach dem überschwänglich gefeierten Sieg erst einmal sortieren. „Ich muss jetzt ohnehin erst einmal klar kommen“, sagte er. „Es ist ein Traum eines jeden Profis, beim FC Bayern München ein Spiel zu gewinnen. Es kamen bei mir auch ein paar Tränen. Das ist der Fußball. Ich muss das auch erst einmal realisieren und es wird dauern, bis das passiert. Ich bin unfassbar froh, dass wir die drei Punkte geholt haben. Sie sind unglaublich wichtig.“

Er wisse eben auch, dass es noch neun Spieltage sind. „Wir haben noch nichts erreicht. Wir schauen nicht auf die anderen. Wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren. Wir müssen jetzt neun Spieltage alles für den Verein tun, alles für uns selbst tun, damit wir die Klasse halten. Wer hätte gedacht, dass wir wieder in diese Situation kommen würden, den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen zu können und das wir zuhause gegen Dortmund und in München gewinnen.“ 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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