03-10-2025, 11:46 AM
Der BVB taumelt weiter durch die Liga, Bochum schlägt die Bayern – und verkörpert Eigenschaften, die auch Dortmund bräuchte. Ein Kommentar.
Immerhin sahen sie gut aus: Die Retro-Trikots von Borussia Dortmund machten etwas her, im schönen Sonnenschein am Samstag erstrahlte das Neongelb noch ein wenig heller. Das war es dann aber auch schon an schönen Eindrücken vom Spiel gegen den FC Augsburg, denn außer den Trikots erinnerte beim BVB nichts an die glorreichen Neunziger-Jahre. Wobei so mancher Spötter anmerkte, dass sich die aktuelle Mannschaft kaum spritziger bewegte, als es die gealterten Helden von damals heute tun dürften.
Borussia Dortmund bot mal wieder ein erschreckendes Bild gegen Augsburg: wenig Ideen, wenig Wehrhaftigkeit, dafür reichlich Lethargie und immer größerer Frust bei den Fans. So kann, so darf man nicht auftreten als BVB – wobei sich die Anzeichen mehren, dass diese Mannschaft es tatsächlich nicht viel besser kann, zumindest nicht auf Strecke. Ein paar Mal pro Saison scheint sie sich noch zu Höchstleistungen aufraffen zu können, dauerhaft reicht es aber eben nur zu Bundesliga-Mittelmaß. Kurz: Diese Mannschaft hat erstens erheblich weniger Qualität als andere Dortmunder Teams der jüngeren Vergangenheit und sie kann zweitens noch nicht einmal verlässlich das abrufen, was sie kann. Und der Klub als ganzes macht aktuell ohnehin, viel, viel zu wenig aus seinen üppigen Mitteln.
Und deswegen mag sich der Blick in den Tabellenkeller lohnen. Nicht, weil kurzfristig der absolute Absturz droht, dafür hat der BVB doch ein paar Punkte zu viel. Sondern weil dort eine Mannschaft steht, die zumindest in Teilen Vorbild sein kann. Auch der VfL Bochum hat unbestritten ein Qualitätsproblem, die Klasse des Kaders reicht so eben für die Bundesliga – wenn überhaupt. Trotzdem weigert sich die Mannschaft hartnäckig, sich mit dem Aufstieg abzufinden. Eins gelingt den VfL-Akteuren nämlich verlässlich: an die eigenen Grenzen zu gehen, alles aus sich herauszuholen, was der eigene Körper fußballerisch und athletisch hergibt.
Der BVB muss sich komplett neu aufstellen – sonst droht eine düstere Zukunft
Gut zu sehen am Samstag: Einen 0:2-Rückstand beim FC Bayern hat schon so manche Mannschaft zum Anlass genommen, sich wehrlos überrollen zu lassen. Die Bochumer aber zwangen diesem Spiel irgendwie ihren Willen auf, natürlich begünstigt dadurch, dass die Bayern mit den Gedanken bei der Champions League waren und sich insgesamt eher dusslig anstellten. Aber auch das muss man ja erstmal für sich zu nutzen wissen.
Den Bochumer Geist sollte sich so mancher Dortmunder zum Vorbild nehmen, um die Saison noch irgendwie zu einem versöhnlichen Ende zu bringen. Und danach muss sich dieser Klub einmal komplett renovieren, mit neuen Ideen und neuen Gesichtern auf allen Ebenen – sonst muss man sich noch viel öfter den VfL Bochum als Vorbild vorhalten lassen.
Quelle: WAZ.de
Immerhin sahen sie gut aus: Die Retro-Trikots von Borussia Dortmund machten etwas her, im schönen Sonnenschein am Samstag erstrahlte das Neongelb noch ein wenig heller. Das war es dann aber auch schon an schönen Eindrücken vom Spiel gegen den FC Augsburg, denn außer den Trikots erinnerte beim BVB nichts an die glorreichen Neunziger-Jahre. Wobei so mancher Spötter anmerkte, dass sich die aktuelle Mannschaft kaum spritziger bewegte, als es die gealterten Helden von damals heute tun dürften.
Borussia Dortmund bot mal wieder ein erschreckendes Bild gegen Augsburg: wenig Ideen, wenig Wehrhaftigkeit, dafür reichlich Lethargie und immer größerer Frust bei den Fans. So kann, so darf man nicht auftreten als BVB – wobei sich die Anzeichen mehren, dass diese Mannschaft es tatsächlich nicht viel besser kann, zumindest nicht auf Strecke. Ein paar Mal pro Saison scheint sie sich noch zu Höchstleistungen aufraffen zu können, dauerhaft reicht es aber eben nur zu Bundesliga-Mittelmaß. Kurz: Diese Mannschaft hat erstens erheblich weniger Qualität als andere Dortmunder Teams der jüngeren Vergangenheit und sie kann zweitens noch nicht einmal verlässlich das abrufen, was sie kann. Und der Klub als ganzes macht aktuell ohnehin, viel, viel zu wenig aus seinen üppigen Mitteln.
Und deswegen mag sich der Blick in den Tabellenkeller lohnen. Nicht, weil kurzfristig der absolute Absturz droht, dafür hat der BVB doch ein paar Punkte zu viel. Sondern weil dort eine Mannschaft steht, die zumindest in Teilen Vorbild sein kann. Auch der VfL Bochum hat unbestritten ein Qualitätsproblem, die Klasse des Kaders reicht so eben für die Bundesliga – wenn überhaupt. Trotzdem weigert sich die Mannschaft hartnäckig, sich mit dem Aufstieg abzufinden. Eins gelingt den VfL-Akteuren nämlich verlässlich: an die eigenen Grenzen zu gehen, alles aus sich herauszuholen, was der eigene Körper fußballerisch und athletisch hergibt.
Der BVB muss sich komplett neu aufstellen – sonst droht eine düstere Zukunft
Gut zu sehen am Samstag: Einen 0:2-Rückstand beim FC Bayern hat schon so manche Mannschaft zum Anlass genommen, sich wehrlos überrollen zu lassen. Die Bochumer aber zwangen diesem Spiel irgendwie ihren Willen auf, natürlich begünstigt dadurch, dass die Bayern mit den Gedanken bei der Champions League waren und sich insgesamt eher dusslig anstellten. Aber auch das muss man ja erstmal für sich zu nutzen wissen.
Den Bochumer Geist sollte sich so mancher Dortmunder zum Vorbild nehmen, um die Saison noch irgendwie zu einem versöhnlichen Ende zu bringen. Und danach muss sich dieser Klub einmal komplett renovieren, mit neuen Ideen und neuen Gesichtern auf allen Ebenen – sonst muss man sich noch viel öfter den VfL Bochum als Vorbild vorhalten lassen.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."