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Mit Hecking voll auf Kurs
#1
Nicht nur mit dem Sensationssieg jüngst bei den Bayern hat sich der VfL Bochum in Position gebracht. Am Wochenende ist nun sogar Platz 15 möglich. 

Wochen- und sogar monatelang klebte der VfL Bochum auf Tabellenplatz 18 fest. Vermeintlich abgeschlagen, ein ziemlich hoffnungsloser Fall, das vierte Bundesligajahr nach der Rückkehr 2021 schien das vorerst letzte zu werden. 

Längst ist die Hoffnung aber zurück, Bochum ist wieder voll im Geschäft. Und kann am 26. Spieltag erstmals seit dem Saisonstart sogar wieder über den Strich klettern. 

Das geht so: Schlägt der VfL am Sonntag an der Castroper Straße den allerdings deutlich favorisierten Europa-League-Starter Eintracht Frankfurt und unterliegt am Freitag der FC St. Pauli der TSG Hoffenheim, dann klettert das Team von Trainer Dieter Hecking vorübergehend sogar auf Platz 15. 

Schon vor Wochen hatte der erfahrene Bochumer Coach einen Dreikampf um den Klassenerhalt ausgerufen; andere Kandidaten, die noch unten reinrutschen könnten, sehe er nicht. Mit dem Sieg bei den Bayern (3:2) am vergangenen Samstag aber hat sich der VfL in Position gebracht, auch wenn dieser Sensationserfolg nur den Höhepunkt einer längeren Entwicklung darstellt. 

Entwicklung der Defensive
Denn das Hoch mit Hecking hat Methode. Natürlich gibt es nach wie vor offensiv noch einige Probleme, und so trägt zum Höhenflug des Ruhrpottklubs vor allem die Entwicklung der Defensive bei, erst recht durch das inzwischen äußerst stabile Zentrum. 

Ibrahima Sissoko als Sechser wird unter Hecking immer stärker, der Mittelfeldmann punktet mit großer Athletik und Geschick im Zweikampf. Matus Bero erlebt seine beste Phase in Bochum, agiert äußerst laufstark und robust; in München erzielte der Slowake bereits seinen vierten Saisontreffer. 

Als ideale Ergänzung im Zentrum hat sich Winter-Zugang Tom Krauß erwiesen, den Hecking noch aus seiner Nürnberger Zeit kennt, und der als giftiger Balleroberer enorm wichtig für das Gesamtgefüge geworden ist. 

Der Erfolg setzt Kräfte frei
Ein stabiles Zentrum als Basis, dazu die gewohnte Lauf- und Einsatzbereitschaft, das ist eine Mischung, die den VfL zu einem ziemlich unangenehmen Gegner macht. Und natürlich setzt der Erfolg beim Rekordmeister weitere Kräfte frei. 

"Zum ersten Mal, seit ich hier bin, können wir den Klassenerhalt aus eigener Kraft bewerkstelligen", freut sich Coach Hecking. Einerlei, ob der Sprung auf Rang 15 am Wochenende prompt gelingt oder nicht: Der neue Kurs unter Hecking stimmt. 

Bittere Erinnerung
Der erfahrene Coach hat der Mannschaft die erhoffte Struktur verpasst, und auch spielerisch hat sich der VfL deutlich verbessert. Allerdings kommt am Sonntag der Gegner, gegen den der VfL in der aktuellen Saison die übelste Klatsche erlebte. 

Es gibt für den Tabellen-16. das Wiedersehen mit der Eintracht aus Frankfurt, gegen die der VfL in der Hinrunde unter Interims-Trainer Markus Feldhoff mit 2:7 baden ging. Allerdings: Seit Hecking Anfang November übernahm, holte sein Team 19 Punkte in 16 Spielen. 

Das sind so viele, wie die Champions-League-Dauergäste Dortmund und Leipzig in diesem Zeitraum verbuchten. Und im Kalenderjahr 2025 liegt der VfL mit zwölf Punkten auf einen Mittelfeldplatz, gleichauf zum Beispiel mit RB Leipzig, nur zwei Punkte schlechter als der VfB Stuttgart und mit drei Zählern weniger als Eintracht Frankfurt. 

Hecking muss umbauen
Einen Personalwechsel wird es vermutlich am Sonntag geben, in der Defensive wird Hecking umbauen. Top-Verteidiger Bernardo fehlt wegen der fünften Gelben Karte, dafür kehrt Abwehrchef Ivan Ordets nach überstandener Hüftprellung wohl zurück in die Startelf. 

Quelle: Kicker.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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