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Ultras Bochum heizen im Ruhrstadion noch lauter ein
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Mit einer neuen Beschallungsanlage wollen die Ultras Bochum 99 das Ruhrstadion noch lauter machen, der VfL Bochum unterstützt sie. Premiere gegen Frankfurt. 

Es ist ein lang gehegter Wunsch der Ultras Bochum 99, beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (Sonntag, 15.30 Uhr, DAZN) wird er erstmals Realität: Die Fangruppierung des VfL Bochum installiert in Absprache mit dem Verein eine neue Beschallungsanlage für ihre Vorsänger vor der Ostkurve. Ziel: Das Ruhrstadion soll noch lauter, die Fan-Gesänge sollen möglichst in allen Bereichen besser gehört und damit koordiniert werden. 

Die Gesangsanlage soll zunächst bei den Heimspielen gegen Frankfurt, den VfB Stuttgart und FC Augsburg ausprobiert werden. Bei einem positiven Feedback könnte sie nach der Sommerpause fest installiert werden. 

„Funke soll schneller überspringen“
„Die Atmosphäre im Ruhrstadion soll noch außergewöhnlicher werden. Vor allem, indem unsere Vorsänger durch die Anlage viel mehr VfL’er in der Ostkurve und auf den anliegenden Sitzplätzen erreichen und der Funke schneller auf das ganze Stadion überspringt“, schreiben die Ultras auf ihrer homepage. „Aber auch, indem man auch Dauerprobleme wie Kanon zwischen den Blöcken verhindern kann.“

Dafür sollen im Innenraum vor der Ostkurve Boxen aufgestellt werden. Ohne technische Unterstützung sei es sonst „sehr schwierig, die Ostkurve und angrenzenden Sitzplatzblöcke intensiver einzubinden“ für eine geschlossene Unterstützung, so der Verein in einem Schreiben an seine Dauerkarten-Inhaber und Tageskarten-Inhaber fürs Frankfurt-Spiel. 

„Primär dient die Anlage zum Anstimmen von Liedern, kurzen Durchsagen und dem Koordinieren der Lieder, wenn mal ein Kanon entstehen sollte“, erklären die Ultras. Nicht genutzt werden darf und soll die Anlage etwa für Gewaltaufrufe oder (vereins-)politische Statements, bei Notarzteinsätzen sei „verantwortungsvolles Handeln“ angesagt. 

Der Einsatz einer Vorsänger-Anlage ist ein „sensibles Thema“, wie die UB99 selbst erklären. Etliche Fans sehen die Ultras kritisch, nicht nur wegen des Abfackelns von Pyrotechnik bei einigen Spielen, sondern zum Beispiel auch wegen der Liedauswahl. Und: Das Anstimmen von Fangesängen anderer Gruppierungen wird damit weiter erschwert. Keine „Dauerbeschallung“ aber soll es geben, sondern einen „moderaten“ Einsatz der Anlage inklusive beim Einpegeln der Lautstärke, so die Ultras. 

Viele Gespräche im Vorfeld: Fanvertreter sehen Projekt positiv
Die Ultras setzen - wie der Klub - auf eine lautstarke Fan-Einheit, die das Team maximal und noch besser als bisher schon gemeinsam unterstützt. Um möglichst viele im Vorfeld mitzunehmen, laufen bereits seit August die Gespräche der Ultras mit dem Klub um den Fanbeauftragten Dirk Michalowski und den Fan-Vertreter im Aufsichtsrat, Martin Volpers, mit dem Fangremium, der Fangruppierung „Gemeinsam VfL“ und mit Fans weiterer Fanklubs.

Intensive Diskussionen wurden in den letzten Wochen geführt, erklärt der VfL in seinem Schreiben. Zuletzt präsentierte UB99 das Projekt bei der Fanclub-Vertreter-Versammlung Mitte Februar. 

Der Kerntenor der Fanvertreter war nach unseren Informationen: Klingt gut, einen Versuch ist es wert. Mehrheitlich stimmten die Fan-Vertreter nach kritischer Diskussion für den Test-Einsatz der Anlage, erklärt der VfL. „Nach anfänglichen Sorgen fiel der allgemeine Konsens sehr positiv aus“, schreiben die Ultras. 

Fangremium des VfL Bochum überwacht die Testphase
Das Fangremium des VfL, zu dem unter anderem auch die Fanbeauftragten des Vereins gehören, „überwacht“ dabei die Testphase. Ausdrücklich werben auch die Ultras bei allen VfL-Fans nicht nur um etwas Geduld bei der Umsetzung, sondern auch um ein positives oder kritisches feedback samt Verbesserungsvorschlägen, möglich im direkten Austausch mit den Vorsängern oder per Mail an „Megafonanlage@ub99.de“.

Auch der VfL Bochum erklärt, dass es auch Kritiker gebe, eine Gesangsanlage aber „den Rückhalt durch einen großen Teil der Fans in der Ostkurve erfahren muss“. Daher die Testphase - und daher bittet VfL um Rückmeldungen im Gespräch mit den involvierten Fangruppierungen, den Fanbeauftragten etwa im Ostkurventreff bei Heimspielen oder per mail an „fanbeauftragter@vfl-bochum.de“. 

Im Sommer beraten dann der Verein, das Fangremium, die Ultras und laut UB99 eine Arbeitsgruppe aus Vertretern einiger Fanclubs „aus dem ganzen Ruhrstadion“ über eine mögliche dauerhafte Installation. 

Die Premiere der Vorsänger-Anlage steigt nun gegen Frankfurt. Der Appell der Ultras: „Lasst uns die Mannschaft mit brachialer Lautstärke zum nächsten Heimsieg schreien.“ 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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#2
Emailadresse kräftig nutzen ....es geht sonst so nach der Testphase durch...es gibt sehr großes Interesse daran, auch ablehnende Kritik zu erfahren. Nutzt es also bitte reichlich, ob zustimmend , ablehnend oder verbesserungsvorschlagend.
fanbeauftragter@vfl-bochum.de
Nur wer die Bitternis der Niederlage geschmeckt, weiß die Süße des Sieges zu schätzen!(M.F.B.Schneider)
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