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Des Rätsels Lösung klingt leicht, ist aber schwer
#1
Gegen Eintracht Frankfurt legt der VfL Bochum eine ansehnliche Anfangsphase hin, belohnt sich wieder einmal nicht. Was folgt, war erwartbar. Ein Kommentar. 

Dieter Hecking, Trainer des VfL Bochum, brauchte am Sonntag nach dem 1:3 im Heimspiel nicht viele Worte, um zu erklären, warum sein Team erneut verlor. Wie schon gegen Werder Bremen, die TSG Hoffenheim, den SC Freiburg gab es nun auch gegen Eintracht Frankfurt eine mehr als ärgerliche, eine wiederum vermeidbare, eine erneut zurückwerfende Niederlage. 

„Tore, wir brauchen Tore“, sagte er auf eine entsprechende Frage eines Journalisten, warum sein Team es nicht schaffe, Heimspiele zu gewinnen. 

Batshuayi trifft - Broschinski nicht
Des Rätsels Lösung beim VfL Bochum klingt leicht, ist aber schwer. So war auch das Spiel des VfL Bochum gegen die Eintracht ein Beleg dafür, dass Geld eben doch Tore schießt - oder zumindest erwartbar mehr Tore. Zum Vergleich: Der Kaderwert der Frankfurter liegt bei 321 Millionen Euro, der Kaderwert des VfL Bochum liegt bei 50 Millionen.

Und so ist eben leicht zu erklären, dass der Frankfurter Batshuayi am Ende zum 3:1 trifft, wenige Minuten vorher der Bochumer Broschinski aber nicht das 2:2 macht. 

Der VfL ist gegen Frankfurt die bessere Mannschaft
Jahrelange Fußballgucker die wir sind, wissen wir natürlich, dass das nur die halbe Wahrheit ist. Und bei den Bochumern reicht der Blick in die Vorwoche. Da lagen sie bei den Bayern - Kaderwert kurz vor der Milliarde - ebenso mit 0:2 zurück, drehten aber das Spiel und gewannen. Dabei waren die Bayern auch in Unterzahl die bessere, die aktivere Mannschaft.

In der Partie gegen Frankfurt stellte der VfL Bochum nicht die schlechtere Mannschaft. In der Partie gegen Frankfurt verpasste es der VfL Bochum aber - wieder einmal - aus einer guten, auch ansehnlichen Anfangsphase Kapital zu schlagen, sprich: Tore zu schießen. 

Der VfL hätte in Führung gehen können, nein, fast schon müssen
Ich spare mir jetzt - nicht - den Spruch, dass das Spiel anders gelaufen wäre, wenn der VfL Bochum durch Hofmann oder Bero oder Masouras oder durch Medic oder durch Orderts in Führung gegangen wäre. Allein die Fülle der potenziellen Torschützen zeigt, was möglich gewesen wäre. Das ist - Grüße gehen raus an alle Grammatikfans unter den Fußballern: Konjunktiv II Vergangenheit.

Ich wäre gerne dabei gewesen - ist auch ein Beispiel dieses Konjunktiv II Vergangenheit. Wobei ich dabei war, als die Bochumer in München historisch gewannen und ich war auch dabei, als die Bochumer nun gegen Frankfurt mal wieder eine mehr als ärgerliche, eine wiederum vermeidbare, eine erneut zurückwerfende Niederlage quittieren mussten. 

Der VfL bleibt auf dem Relegationsplatz
Viel passiert ist dadurch nicht. Außer vielleicht, dass es bei den Bochumern nach dem Sieg gegen die Bayern und einer gut gelaunten Woche nun eine wieder schlechter gelaunte Woche geben wird. Die Bochumer haben in der Tabelle Platz 16 behalten. St. Pauli ist wieder weiter weg, Heidenheim wieder etwas näher dran. Das einzige, was sich also wirklich geändert hat, ist die Anzahl der Spieltage. Acht sind übrig geblieben.

Für die wage ich eine kühne Prognose, wie ich es gerne an dieser Stelle tue: Der VfL wird einige dieser acht Spiele gewinnen. Der VfL wird einige dieser acht Spiele verlieren. Es wird noch einige Gefühlsschwankungen in dieser Saison geben. 

VfL Bochum - oder: Tore, wir brauchen Tore
Am Ende aber, wird der VfL das oft genug schaffen, auf das es einzig und allein ankommt: er wird Tore schießen. 

Und es ist mir dann auch komplett egal, wer die Tore schießt und wie und überhaupt. Hauptsache: Tore. 

Tore, wir brauchen Tore. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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