03-20-2025, 07:01 PM
Der VfL Bochum besiegt Münster im Testspiel 4:2, Myron Boadu zeigt eine starke erste Halbzeit - und muss erneut angeschlagen vom Feld. So plant Trainer Hecking mit ihm.
Myron Boadu könnte der Schlüsselspieler werden für den VfL Bochum im Abstiegskampf. Sieben Tore hat er in der Bundesliga bereits erzielt in nur zwölf Einsätzen, in rund 620 Einsatzminuten. Beim Testspiel gegen Zweitligist Preußen Münster, das der VfL Bochum am Donnerstag vor gut 1430 Fans auf dem Leichtathletik-Platz am Ruhrstadion mit 4:2 gewann, ragte der Niederländer in der ersten Halbzeit heraus - und macht dennoch weiter Sorgen.
Beide Teams agierten mit „B-Teams“, schonten fast alle Stammkräfte im Vergleich zum letzten Ligaspiel. Nachdem sich der VfL berappelt hatte nach einer schläfrigen Anfangsphase, zeigten die im 4-3-3 formierten Bochumer etliche gute Kombinationen. Meistens beteiligt: Boadu. Er war präsent, anspielbar, zog in die Tiefe, spielte technisch sauber. Seine direkten Pässe kamen an, beschleunigten das Spiel des VfL.
Boadu ist an allen drei Toren vor der Pause beteiligt
Und er ist eben auch in der entscheidenden Zone zur Stelle. Der Stürmer erzielte das 1:0 nach Bambas Pass selbst, bereitete das 2:0 von Samuel Bamba mit einem Traumpass vor. Und vor dem 3:0 tanzte er gleich drei Münsteraner aus, ehe er von der Grundlinie zu Vollstrecker Mats Pannewig passte.
Nach der Pause kam ein Bruch ins Spiel des VfL. Nur an Boadu lag es wohl nicht, aber der Stürmer fehlte. Wieder einmal. Der Muskel habe zugemacht um die 40. Minute herum, erklärte Trainer Dieter Hecking die Auswechslung hinterher und sprach von einer „leichten Verhärtung“. Die muskulären Probleme - ein Dauerthema bei Boadu. „Was er gemacht hat in den 45 Minuten, das war gut. Man sieht, dass wir ihn brauchen“, sagte der Trainer. „Aber er braucht auch die Fitness, um auf dem Niveau Bundesliga auch länger zu spielen.“
Heckings „Spagat“ mit Boadu: Von Beginn an bringen oder einwechseln?
Er hätte Boadu gerne „immer dabei“, betonte Hecking, „man sieht seine Qualität. Aber leider wird er immer wieder mal zurückgeworfen.“ Gegen Münster war die Verhärtung „wohl nicht so schlimm“, beim Spiel bei Bayer Leverkusen am kommenden Freitag (28. März, 20.30 Uhr) dürfte Boadu dabei sein. Und Trainer Hecking erneut vor die Frage stellen, ob er den 24-Jährigen von Beginn an bringt oder lieber einwechselt.
„Wenn du ihn von Anfang an bringst, kann man Pech haben, dass man nach 35, 40 Minuten wechseln muss“, so Hecking. Alternativ ist er der Joker, was aufgrund seiner Klasse und seines eigenen Anspruchs aber weder dem VfL noch ihm selbst gerecht wird. Hecking: „Diesen Spagat muss ich hinkriegen mit ihm zusammen.“
Boadu hat gerade erst einen Muskelfaserriss auskuriert, den er sich Anfang Februar in Kiel zugezogen hatte. In der Hinrunde fehlte der Leihspieler der AS Monaco, der auch nach der Vorbereitung noch Fitness-Rückstände aufholen musste, von Oktober bis Anfang Dezember wegen einer Schambein-Entzündung. Danach erzielte er unter anderem drei Tore gegen RB Leipzig, zwei in Kiel. Gegen Eintracht Frankfurt gab er am Sonntag in der letzten halben Stunde sein Bundesliga-Comeback, sollte jetzt gegen Münster eigentlich länger durchhalten.
Koji Miyoshi im Pech: Japaner verletzt sich am Oberschenkel
So wie Koji Miyoshi. Doch nach einem langen Schritt nach rund 20 Minuten musste Miyoshi umgehend das Feld verlassen mit Oberschenkel-Problemen. Eine genaue Diagnose liegt noch nicht vor. „Wir hoffen, dass nichts kaputt ist. Aber es sah nicht so gut aus“, sagte Hecking. Miyoshi war zuletzt nicht im Kader. Der Japaner begann schwungvoll gegen Münster, droht nun aber in Leverkusen auszufallen.
Sein Offensivpartner Samuel Bamba indes konnte sich empfehlen in einem Spiel, das in der ersten Halbzeit von guten Angriffs-Aktionen des VfL geprägt war und in der zweiten Halbzeit deutlich abflachte aus Bochumer Sicht. Über die gesamte Distanz streute der VfL immer wieder Fehler ein, bot Räume an, ging nicht konsequent in die Zweikämpfe im letzten Drittel, lud Münster zu Chancen ein.
Hecking kritisiert Defensivverhalten: „Bruder Leichtfuß“
Die Viererkette um den mitunter unkonzentrierten Erhan Masovic, Ivan Ordets und dann Jakov Medic wackelte arg oft. Beim 2:3 patzten zudem Torwart Patrick Drewes, dem eine Ecke im Fünfmeterraum durchflutschte, und Mats Pannewig, der ansonsten eine ordentliche Partie bot im Zentrum. „Wir dürfen nicht so viele Chancen zulassen. Da war Bruder Leichtfuß dabei, hatten wir nicht die Schärfe in den Zweikämpfen“, kritisierte Hecking. „Es will sich keiner verletzen, das verstehe ich. Aber die nötige Ernsthaftigkeit hat manchmal gefehlt, da müssen sich die Jungs schon straffen.“
Neben Schatten sah er aber auch Licht, wie er bilanzierte; Spielfreude zum Beispiel und einen starken Samuel Bamba, der sich „90 Minuten durchgebissen hat“, so Hecking. Auch Moritz Broschinski war ein Gewinner, erzielte in die Druckphase der Preußen hinein mit einem präzisen satten Schuss ins lange Eck das 4:2. „Sein Tor hat uns dann geholfen“, so Hecking. In der Schlussphase wechselte er ordentlich durch, setzte auch fünf Talente aus der U19 und U21 ein, hüben wie drüben passierte vor den Toren nichts mehr.
Quelle: WAZ.de
Myron Boadu könnte der Schlüsselspieler werden für den VfL Bochum im Abstiegskampf. Sieben Tore hat er in der Bundesliga bereits erzielt in nur zwölf Einsätzen, in rund 620 Einsatzminuten. Beim Testspiel gegen Zweitligist Preußen Münster, das der VfL Bochum am Donnerstag vor gut 1430 Fans auf dem Leichtathletik-Platz am Ruhrstadion mit 4:2 gewann, ragte der Niederländer in der ersten Halbzeit heraus - und macht dennoch weiter Sorgen.
Beide Teams agierten mit „B-Teams“, schonten fast alle Stammkräfte im Vergleich zum letzten Ligaspiel. Nachdem sich der VfL berappelt hatte nach einer schläfrigen Anfangsphase, zeigten die im 4-3-3 formierten Bochumer etliche gute Kombinationen. Meistens beteiligt: Boadu. Er war präsent, anspielbar, zog in die Tiefe, spielte technisch sauber. Seine direkten Pässe kamen an, beschleunigten das Spiel des VfL.
Boadu ist an allen drei Toren vor der Pause beteiligt
Und er ist eben auch in der entscheidenden Zone zur Stelle. Der Stürmer erzielte das 1:0 nach Bambas Pass selbst, bereitete das 2:0 von Samuel Bamba mit einem Traumpass vor. Und vor dem 3:0 tanzte er gleich drei Münsteraner aus, ehe er von der Grundlinie zu Vollstrecker Mats Pannewig passte.
Nach der Pause kam ein Bruch ins Spiel des VfL. Nur an Boadu lag es wohl nicht, aber der Stürmer fehlte. Wieder einmal. Der Muskel habe zugemacht um die 40. Minute herum, erklärte Trainer Dieter Hecking die Auswechslung hinterher und sprach von einer „leichten Verhärtung“. Die muskulären Probleme - ein Dauerthema bei Boadu. „Was er gemacht hat in den 45 Minuten, das war gut. Man sieht, dass wir ihn brauchen“, sagte der Trainer. „Aber er braucht auch die Fitness, um auf dem Niveau Bundesliga auch länger zu spielen.“
Heckings „Spagat“ mit Boadu: Von Beginn an bringen oder einwechseln?
Er hätte Boadu gerne „immer dabei“, betonte Hecking, „man sieht seine Qualität. Aber leider wird er immer wieder mal zurückgeworfen.“ Gegen Münster war die Verhärtung „wohl nicht so schlimm“, beim Spiel bei Bayer Leverkusen am kommenden Freitag (28. März, 20.30 Uhr) dürfte Boadu dabei sein. Und Trainer Hecking erneut vor die Frage stellen, ob er den 24-Jährigen von Beginn an bringt oder lieber einwechselt.
„Wenn du ihn von Anfang an bringst, kann man Pech haben, dass man nach 35, 40 Minuten wechseln muss“, so Hecking. Alternativ ist er der Joker, was aufgrund seiner Klasse und seines eigenen Anspruchs aber weder dem VfL noch ihm selbst gerecht wird. Hecking: „Diesen Spagat muss ich hinkriegen mit ihm zusammen.“
Boadu hat gerade erst einen Muskelfaserriss auskuriert, den er sich Anfang Februar in Kiel zugezogen hatte. In der Hinrunde fehlte der Leihspieler der AS Monaco, der auch nach der Vorbereitung noch Fitness-Rückstände aufholen musste, von Oktober bis Anfang Dezember wegen einer Schambein-Entzündung. Danach erzielte er unter anderem drei Tore gegen RB Leipzig, zwei in Kiel. Gegen Eintracht Frankfurt gab er am Sonntag in der letzten halben Stunde sein Bundesliga-Comeback, sollte jetzt gegen Münster eigentlich länger durchhalten.
Koji Miyoshi im Pech: Japaner verletzt sich am Oberschenkel
So wie Koji Miyoshi. Doch nach einem langen Schritt nach rund 20 Minuten musste Miyoshi umgehend das Feld verlassen mit Oberschenkel-Problemen. Eine genaue Diagnose liegt noch nicht vor. „Wir hoffen, dass nichts kaputt ist. Aber es sah nicht so gut aus“, sagte Hecking. Miyoshi war zuletzt nicht im Kader. Der Japaner begann schwungvoll gegen Münster, droht nun aber in Leverkusen auszufallen.
Sein Offensivpartner Samuel Bamba indes konnte sich empfehlen in einem Spiel, das in der ersten Halbzeit von guten Angriffs-Aktionen des VfL geprägt war und in der zweiten Halbzeit deutlich abflachte aus Bochumer Sicht. Über die gesamte Distanz streute der VfL immer wieder Fehler ein, bot Räume an, ging nicht konsequent in die Zweikämpfe im letzten Drittel, lud Münster zu Chancen ein.
Hecking kritisiert Defensivverhalten: „Bruder Leichtfuß“
Die Viererkette um den mitunter unkonzentrierten Erhan Masovic, Ivan Ordets und dann Jakov Medic wackelte arg oft. Beim 2:3 patzten zudem Torwart Patrick Drewes, dem eine Ecke im Fünfmeterraum durchflutschte, und Mats Pannewig, der ansonsten eine ordentliche Partie bot im Zentrum. „Wir dürfen nicht so viele Chancen zulassen. Da war Bruder Leichtfuß dabei, hatten wir nicht die Schärfe in den Zweikämpfen“, kritisierte Hecking. „Es will sich keiner verletzen, das verstehe ich. Aber die nötige Ernsthaftigkeit hat manchmal gefehlt, da müssen sich die Jungs schon straffen.“
Neben Schatten sah er aber auch Licht, wie er bilanzierte; Spielfreude zum Beispiel und einen starken Samuel Bamba, der sich „90 Minuten durchgebissen hat“, so Hecking. Auch Moritz Broschinski war ein Gewinner, erzielte in die Druckphase der Preußen hinein mit einem präzisen satten Schuss ins lange Eck das 4:2. „Sein Tor hat uns dann geholfen“, so Hecking. In der Schlussphase wechselte er ordentlich durch, setzte auch fünf Talente aus der U19 und U21 ein, hüben wie drüben passierte vor den Toren nichts mehr.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."