Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Womit Dufner schon überzeugt
#1
Der Bundesligist hat seinen neuen Geschäftsführer Sport vorgestellt. Der soll und will besonders den Nachwuchs fördern, muss aber auch zweigleisig für die neue Saison planen. 

Es dauerte nicht lange, bis Dirk Dufner beim „wir“ angekommen war. Am Donnerstagnachmittag wurde er als neuer Geschäftsführer Sport beim Fußball-Bundesligisten VfL Bochum vorgestellt. Und als er nach seiner allgemeinen Vorstellung durch VfL-Chef Uwe Tigges und Geschäftsführer Ilja Kanzig selbst zu Wort kam, wurde schnell klar, warum sich die Verantwortlichen des VfL für ihn entschieden hatten. 

Das positive Werben für sich fing Dufner bereits beim Vorstellungsgespräch mit Kaenzig an. Er zog da auch alle kulinarischen Register. „Als Ilja Kaenzig angerufen hatte und wir uns zu einem Treffen verabredet haben, habe ich Schwarzwälder Speck und badischen Wein besorgt. Unser Gespräch fand dann in einem schönen Ambiente statt. Es war ein nettes Gespräch, das viel Freude gemacht hat.“ 

Dufner geht die Aufgabe mit „großer Demut an“
Und das nicht nur ihm. Er blieb unter zahlreichen Kandidaten ein heißer Kandidat für den Geschäftsführerposten Sport beim VfL Bochum. Er kam in die engere Wahl, in die noch engere Wahl und gewann sie schließlich. Er gewann sie, weil er, so Tigges, „die wirtschaftliche Lage des Vereins und unsere Infrastruktur akzeptiert hat“ und er zudem den Eindruck erweckt habe, seine Aufgabe beim VfL mit der entsprechenden Malocher-Mentalität anzugehen.

Er gehe die Aufgabe beim VfL Bochum mit einer großen Portion Demut und Freude an, sagte Dufner dann natürlich auch. Was man so sagt in offiziellen Vorstellungsrunden mit Medien-Begleitung bei einem neuen Arbeitgeber. Der VfL Bochum sei ein schöner Verein, es sei eine schöne Aufgabe, sagte er, war damit schon beim „Wir-Gefühl“ und vermittelte damit den Eindruck, dass er direkt mithelfen kann und möchte, dass der VfL Bochum auch in dieser Saison die Klasse hält. 

Ein verbessertes Kader-Management ist eine von Dufners Aufgaben
„Wir müssen produktiver werden“, sagte er und: „Wir werden uns Top-Spieler weiter nicht leisten können. Aber es hindert uns keiner daran, selber Top-Spieler zu entwickeln. Keiner unserer jungen Spieler soll mehr zu einem Revier-Nachbarn wechseln, weil er glaubt, er könne sich da besser entwickeln.“ 

Ein verbessertes Kader-Wert-Management ist eine der Aufgaben, die auf ihn mittel- und langfristig zukommt. Also aus dem Verkauf von beim VfL ausgebildeten Talenten viel Geld zu machen. Eine kurzfristige Aufgabe ist, den Kader für die kommende Spielzeit zusammenzustellen. Wobei auch Dufner zweigleisig planen muss. Aktuell auf Platz 17 liegend ist der VfL Bochum der 2. Bundesliga näher als der Bundesliga. 

Ganz bei Null muss er bei der Kaderplanung offenbar dann aber auch nicht anfangen, wie Kaenzig betonte: „Es sind jetzt schon Spieler für die neue Saison verpflichtet, und Spieler aus dem aktuellen Kader haben ihre Verträge bereits verlängert, da weiß noch keiner etwas davon.“ Es ist davon auszugehen, dass zumindest Dufner die Spieler schon kennt. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste