11-13-2025, 09:07 AM
17 Spieler haben den VfL Bochum im Sommer verlassen. Nicht alle wurden bei bislang glücklich. Frust entlädt sich über Moritz Broschinski.
Moritz Broschinski riss den Arm nach oben und freute sich schon, doch das Spiel seines FC Basel gegen den FC Lugano lief weiter. Den Ball des ehemaligen Stürmers des VfL Bochum, für den der Klub bis zu 2,5 Millionen Euro bekommen könnte, wertete der Schiedsrichter nicht so, als hätte er vollends die Linie überquert. Wenngleich einzelne Bilder dieser Szene das Gegenteil ausdrücken. In der Schweizer Liga gibt es anders als in der Bundesliga allerdings keine Torlinientechnologie, weshalb Broschinski auch nach neun Spielen in der Super League noch ohne Treffer bleibt.
Den Torfluch, der auf dem 25-Jährigen seit Jahren in Pflichtspielen liegt, konnte er auch nach seinem Wechsel im Sommer nicht ablegen. Zudem macht er sich das Leben mit technischen Mängeln und unplatzierten Abschlüssen selbst schwer. In den Schweizer Medien wird er daher bereits verrissen. Der Blick titelte kürzlich: „Der größte Fehltransfer der Liga.“ Journalist Florian Raz fragte ich in einem Podcast-Format der Zeitung: „Kann er stoppen? Kann er schießen? Man weiß es nicht.“ Sein Kollege Tobias Wedermann legte nach: „Da muss sich jemand für verantworten.“ Rumms, es sind krachende Worte gegen Broschinski, der in den sozialen Netzwerken noch härtere Kritik über sich ergehen lassen muss.
Ivan Ordets trainiert beim direkten Konkurrenten
Erfreulicher verlief zumindest das vergangene Wochenende für Lukas Daschner, der wie Broschinski im Sommer aus Bochum in die Schweiz gewechselt war. Beim FC St. Gallen musste er aber zunächst schwierige Monate durchleben. Direkt in seiner zweiten Trainingseinheit sprang ihm die Kniescheibe heraus und er musste operiert werden. Am Sonntag gab er bei der 1:4-Niederlage gegen die Young Boys Bern nun sein Comeback.
Für andere Sommer-Abgänge des VfL Bochum läuft es in dieser Spielzeit noch nicht so, wie sie es sich wohl selbst erhofft haben. Innenverteidiger Ivan Ordets hat immer noch keinen neuen Verein gefunden und arbeitete in Düsseldorf mit einem privaten Trainer. Am Dienstag testete Arminia Bielefeld den 33 Jahre alten Innenverteidiger im Teamtraining. „Ich würde gerne weiter in der Bundesliga spielen“, sagte Ordets noch im Sommer, scheint aber seine Chancen überschätzt zu haben. Auch in Sachen Gehalt müsste der Ukrainer in Bielefeld Abstriche machen - einer der Gründe, warum es damals mit dem VfL nicht in die zweite Liga ging.
Diese Abgänge vom VfL Bochum sind von Verletzungen geplagt
Auch Mohammed Tolba ist noch ohne neuen Verein. Ein Probetraining bei Alemannia Aachen inklusive Testspiel-Einsatz gegen den VfL im Oktober führte zu keinem Vertrag. Torwart Paul Grave laboriert an einem Meniskusriss und machte noch kein Spiel für den 1. FC Bocholt. Agon Elezi hatte nach guten ersten Wochen bei FK Sarajevo aufgrund einer Schulterverletzung pausieren müssen und ist gerade erst wieder richtig fit geworden. Patrick Drewes hingegen scheint mit seiner Rolle als dritter Keeper bei Borussia Dortmund durchaus zufrieden zu sein.
Verletzt fehlte eine längere Zeit in dieser Saison Dani de Wit, der mit vielen Vorschusslorbeeren nach Bochum kam, denen aber nie gerecht werden konnte. Nach seinem ablösefreien Wechsel zum FC Utrecht traf er zweimal in der Liga, zog sich dann aber eine Verletzung am Fuß zu, die ihn mehrere Wochen außer Gefecht setzte. Inzwischen ist er wieder da und hat sich seinen Stammplatz zurück erkämpft.
Bamba sammelt Spielpraxis bei Willem II
Solch einen hat auch Samuel Bamba in der zweiten niederländischen Liga bei Willem II inne. Ihn hat der VfL Bochum verliehen, damit Bamba Spielpraxis sammelt. Der Plan geht derzeit auf, wenngleich der Flügelflitzer bislang nur eine Torbeteiligung in der Liga sammeln konnte. Dennoch scheinen die Verantwortlichen beider Klubs derzeit durchaus zufrieden mit der Leihe zu sein.
Eine erfolgreiche Leihe absolviert derzeit auch Tim Oermann bei Sturm Graz - allerdings profitiert der VfL Bochum davon nicht mehr. Den Rechtsverteidiger verpflichtete Bayer Leverkusen im Sommer für knapp 1,8 Millionen Euro und verlieh in direkt weiter nach Österreich. Sturm nämlich spielt in der Europa League, Oermann soll sich so an das erhöhte Pensum in englischen Wochen gewöhnen. „Für mich ist der englische Rhythmus neu“, sagte er vor der Länderspielpause. „Du merkst schon irgendwann, dass es im Kopf etwas schwierig wird, die Konzentration immer so hochzuhalten.“
Noch besser läuft es für Bernardo bei der TSG Hoffenheim, der einen absoluten Stammplatz unter Christian Ilzer hat und auch mit Leistungen überzeugt. Wie gewohnt verteidigt er rigoros und abgeklärt, ist maßgeblich an der bislang guten Saison der TSG beteiligt. Auch Innenverteidiger Jakov Medic, den der VfL Bochum von Ajax Amsterdam ausgeliehen hatte, ist bei seinem neuen Klub zumindest leistungstechnisch voll eingeschlagen. Im Sommer wechselte er zu Norwich City. Allerdings kann auch er bislang nicht verhindern, dass sein Team den vorletzten Platz in der zweiten englischen Liga belegt.
Die weiteren Vor-Saison-Leihen des VfL Bochum, Myron Boadu und Georgios Masouras, haben unterschiedliche Spielzeiten bislang hingelegt. Masouras scheint in Saudi-Arabien immer besser in Schwung zu kommen, traf zuletzt doppelt für Al-Khaleej. Boadu hingegen spielt bei der PSV Eindhoven gar nicht. Tom Krauß, der in der vergangenen Winterpause für die Rückrunde an die Castroper Straße kam, spielt inzwischen für den 1. FC Köln und kommt zumindest auf regelmäßige Einsatzzeiten. Wenngleich er bei der Derbyniederlage bei Borussia Mönchengladbach 90 Minuten auf der Bank saß.
Quelle: WAZ.de
Moritz Broschinski riss den Arm nach oben und freute sich schon, doch das Spiel seines FC Basel gegen den FC Lugano lief weiter. Den Ball des ehemaligen Stürmers des VfL Bochum, für den der Klub bis zu 2,5 Millionen Euro bekommen könnte, wertete der Schiedsrichter nicht so, als hätte er vollends die Linie überquert. Wenngleich einzelne Bilder dieser Szene das Gegenteil ausdrücken. In der Schweizer Liga gibt es anders als in der Bundesliga allerdings keine Torlinientechnologie, weshalb Broschinski auch nach neun Spielen in der Super League noch ohne Treffer bleibt.
Den Torfluch, der auf dem 25-Jährigen seit Jahren in Pflichtspielen liegt, konnte er auch nach seinem Wechsel im Sommer nicht ablegen. Zudem macht er sich das Leben mit technischen Mängeln und unplatzierten Abschlüssen selbst schwer. In den Schweizer Medien wird er daher bereits verrissen. Der Blick titelte kürzlich: „Der größte Fehltransfer der Liga.“ Journalist Florian Raz fragte ich in einem Podcast-Format der Zeitung: „Kann er stoppen? Kann er schießen? Man weiß es nicht.“ Sein Kollege Tobias Wedermann legte nach: „Da muss sich jemand für verantworten.“ Rumms, es sind krachende Worte gegen Broschinski, der in den sozialen Netzwerken noch härtere Kritik über sich ergehen lassen muss.
Ivan Ordets trainiert beim direkten Konkurrenten
Erfreulicher verlief zumindest das vergangene Wochenende für Lukas Daschner, der wie Broschinski im Sommer aus Bochum in die Schweiz gewechselt war. Beim FC St. Gallen musste er aber zunächst schwierige Monate durchleben. Direkt in seiner zweiten Trainingseinheit sprang ihm die Kniescheibe heraus und er musste operiert werden. Am Sonntag gab er bei der 1:4-Niederlage gegen die Young Boys Bern nun sein Comeback.
Für andere Sommer-Abgänge des VfL Bochum läuft es in dieser Spielzeit noch nicht so, wie sie es sich wohl selbst erhofft haben. Innenverteidiger Ivan Ordets hat immer noch keinen neuen Verein gefunden und arbeitete in Düsseldorf mit einem privaten Trainer. Am Dienstag testete Arminia Bielefeld den 33 Jahre alten Innenverteidiger im Teamtraining. „Ich würde gerne weiter in der Bundesliga spielen“, sagte Ordets noch im Sommer, scheint aber seine Chancen überschätzt zu haben. Auch in Sachen Gehalt müsste der Ukrainer in Bielefeld Abstriche machen - einer der Gründe, warum es damals mit dem VfL nicht in die zweite Liga ging.
Diese Abgänge vom VfL Bochum sind von Verletzungen geplagt
Auch Mohammed Tolba ist noch ohne neuen Verein. Ein Probetraining bei Alemannia Aachen inklusive Testspiel-Einsatz gegen den VfL im Oktober führte zu keinem Vertrag. Torwart Paul Grave laboriert an einem Meniskusriss und machte noch kein Spiel für den 1. FC Bocholt. Agon Elezi hatte nach guten ersten Wochen bei FK Sarajevo aufgrund einer Schulterverletzung pausieren müssen und ist gerade erst wieder richtig fit geworden. Patrick Drewes hingegen scheint mit seiner Rolle als dritter Keeper bei Borussia Dortmund durchaus zufrieden zu sein.
Verletzt fehlte eine längere Zeit in dieser Saison Dani de Wit, der mit vielen Vorschusslorbeeren nach Bochum kam, denen aber nie gerecht werden konnte. Nach seinem ablösefreien Wechsel zum FC Utrecht traf er zweimal in der Liga, zog sich dann aber eine Verletzung am Fuß zu, die ihn mehrere Wochen außer Gefecht setzte. Inzwischen ist er wieder da und hat sich seinen Stammplatz zurück erkämpft.
Bamba sammelt Spielpraxis bei Willem II
Solch einen hat auch Samuel Bamba in der zweiten niederländischen Liga bei Willem II inne. Ihn hat der VfL Bochum verliehen, damit Bamba Spielpraxis sammelt. Der Plan geht derzeit auf, wenngleich der Flügelflitzer bislang nur eine Torbeteiligung in der Liga sammeln konnte. Dennoch scheinen die Verantwortlichen beider Klubs derzeit durchaus zufrieden mit der Leihe zu sein.
Eine erfolgreiche Leihe absolviert derzeit auch Tim Oermann bei Sturm Graz - allerdings profitiert der VfL Bochum davon nicht mehr. Den Rechtsverteidiger verpflichtete Bayer Leverkusen im Sommer für knapp 1,8 Millionen Euro und verlieh in direkt weiter nach Österreich. Sturm nämlich spielt in der Europa League, Oermann soll sich so an das erhöhte Pensum in englischen Wochen gewöhnen. „Für mich ist der englische Rhythmus neu“, sagte er vor der Länderspielpause. „Du merkst schon irgendwann, dass es im Kopf etwas schwierig wird, die Konzentration immer so hochzuhalten.“
Noch besser läuft es für Bernardo bei der TSG Hoffenheim, der einen absoluten Stammplatz unter Christian Ilzer hat und auch mit Leistungen überzeugt. Wie gewohnt verteidigt er rigoros und abgeklärt, ist maßgeblich an der bislang guten Saison der TSG beteiligt. Auch Innenverteidiger Jakov Medic, den der VfL Bochum von Ajax Amsterdam ausgeliehen hatte, ist bei seinem neuen Klub zumindest leistungstechnisch voll eingeschlagen. Im Sommer wechselte er zu Norwich City. Allerdings kann auch er bislang nicht verhindern, dass sein Team den vorletzten Platz in der zweiten englischen Liga belegt.
Die weiteren Vor-Saison-Leihen des VfL Bochum, Myron Boadu und Georgios Masouras, haben unterschiedliche Spielzeiten bislang hingelegt. Masouras scheint in Saudi-Arabien immer besser in Schwung zu kommen, traf zuletzt doppelt für Al-Khaleej. Boadu hingegen spielt bei der PSV Eindhoven gar nicht. Tom Krauß, der in der vergangenen Winterpause für die Rückrunde an die Castroper Straße kam, spielt inzwischen für den 1. FC Köln und kommt zumindest auf regelmäßige Einsatzzeiten. Wenngleich er bei der Derbyniederlage bei Borussia Mönchengladbach 90 Minuten auf der Bank saß.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."