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Rein van Duijnhoven kehrt Fußball den Rücken
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Mit Rein van Duijnhoven erlebte der VfL Bochum große Zeiten, der Torhüter ist VfL-Legende. Nach seiner Zeit in Deutschland war er lange im Fußball aktiv, jetzt ist er arbeitssuchend. 

Rein van Duijnhoven gilt beim VfL Bochum als Vereinslegende. 119 Spiele in der Bundesliga, 61 Spiele in der 2. Bundesliga, elf Auftritte im DFB-Pokal sowie je zwei Einsätze im Ligapokal und UEFA-Cup konnte der Torhüter für den VfL verzeichnen. Auch einen Bundesligarekord stellte der Niederländer auf. 

In der Saison 2003/04 nämlich, in der der VfL Bochum sensationell in den UEFA-Cup einzog, blieb Rein van Duijnhoven in 13 Heimspielen insgesamt 911 Minuten ohne Gegentreffer. Dabei war die Verpflichtung 1999 eher ein Glücksfall, denn Manager Klaus Hilpert benötigte noch einen Torhüter. 

Sein Anwalt, der laut van Duijnhoven „nebenbei ein bisschen Spielerberater war“, kannte da jemanden – „Hollands zweiter Mann hinter Edwin van der Sar“. Kurz darauf lag ein Dreijahresvertrag auf dem Tisch, am Ende sind es sieben geworden. Ein Spiel des Torhüters hatte beim VfL vor der Unterschrift keiner angeschaut. 

Beim VfL startete er dann als zweiter Mann hinter Thomas Ernst, verdrängte diesen aber schon im ersten Jahr und wurde zum absoluten Publikumsliebling. Erst mit 38 Jahren, als sich die Verletzungen langsam, aber sicher häuften, wurde van Duijnhovens Vertrag nicht mehr verlängert, was das Karriereende des Niederländers bedeutete. 

Ein Niederländer, heimisch im Ruhrpott
Auch heute bezeichnet er das Ruhrgebiet noch als Heimat und verfolgt die Entwicklung beim VfL Bochum weiterhin. In einem RevierSport-Interview vor einigen Jahren sagte RvD, dass er „mit dem Herzen immer Bochumer bleiben wird“, bedauerte aber, dass sich der Verein nie bei ihm meldete, um ihn in anderer Funktion zum Verein zu holen.

Stattdessen agierte er von 2007 bis 2020 als Torwarttrainer bei Helmond Sports, bevor er in gleicher Funktion zu Roda Kerkrade wechselte. Dort war er auch als Teammanager tätig. Zum Ende der Saison 2023/24 beendete van Duijnhoven seine Tätigkeit in Kerkrade und hat seitdem keine neue Tätigkeit im Fußball begonnen. 

Neue Diplomregel sorgt für van Duijnhovens Ende im Fußballgeschäft
Grund dafür: In den Niederlanden benötigt man als Torwarttrainer das höchste Diplom der UEFA (Goalkeepercoach 3), um in der Eredivisie tätig sein zu können. Van Duijnhoven, inzwischen Mitte 50, fand daher nicht mehr die Motivation, nochmals die Schulbank zu drücken, und beendete daher seine Tätigkeit.

Laut seiner LinkedIn-Seite ist er seit Juli dieses Jahres arbeitssuchend im Bereich Account-Manager, Teamleitung, Personalvermittlung, Geschäftsentwicklung und Talentförderung. 

Quelle: Reviersport.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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