01-02-2026, 10:21 PM
Der VfL Bochum ist in die Vorbereitung auf die Rückrunde gestartet und begrüßt mit Mikkel Rakneberg einen Neuzugang. Das sagt Uwe Rösler.
Die Castroper Straße verwandelte sich am Freitagnachmittag in ein Winterwunderland, das allerdings nicht jedem so richtig taugte. Dick eingepackt, die Schlauchschals über die Nase und die Mütze bis zu den Augen gezogen, kamen die Spieler des VfL Bochum zur ersten richtigen Trainingseinheit des neuen Jahres auf den Platz. Um sie herum wirbelten die Schneeflocken, die sie nahezu die gesamte Einheit über begleiteten. Etwas nach allen anderen kam Trainer Uwe Rösler im Gespräch mit Simon Zoller, dem Direktor Performance Lizenz beim VfL, auf den Trainingsplatz. Die beiden hatten offenbar noch ein wenig zu bereden.
Es ging ja auch alles ganz schnell in den vergangenen Tagen. Um dem Winterwetter in den kommenden Tagen zu entfliehen, wurde kurzerhand und in fleißiger Teamarbeit ein Trainingslager in der Türkei geplant. Bereits am Sonntag geht es für den kleinen Tross, der nur aus Mannschaft, Trainern und nicht einmal allen Staff-Mitgliedern besteht, nach Belek. „Ich muss dem Verein ein Kompliment machen. Die sind vor vier Tagen auf mich zugekommen, als sie die Wettervorhersagen gesehen haben“, sagte Rösler am frühen Freitagabend. „Ich habe gesagt, dass wir eine gute Vorbereitung brauchen, und mit den Witterungsbedingungen ist es hier nicht möglich. Ein Trainingslager war nicht im Budget, trotzdem haben sie eine Möglichkeit gefunden, dass wir fliegen können.“
VfL Bochum wollte zu Hause trainieren
Ursprünglich wollte der VfL bekanntlich an der heimischen Castroper Straße die drei Trainingsplätze nutzen. Doch angesagter Regen, Schneefall und niedrige Temperaturen haben die Verantwortlichen zum Umdenken bewegt. Auch, um die Plätze zu schonen. Ein möglicher Austausch im Frühjahr wäre deutlich teurer als das kurzfristig anberaumte Trainingslager, heißt es. Auch sollen sich die Mehrkosten gegenüber einer früheren Buchung durchaus im Rahmen halten.
Für Rösler, der sich intern schon vor einigen Wochen für ein Wintertrainingslager ausgesprochen hatte, aber die klammen Kassen in Bochum akzeptieren musste, ist dies eine freudige Nachricht. „Die Trainingsbedingungen vor Ort sollen gut sein. Wir haben den Platz gesehen, sie haben uns ein Video geschickt, der ist sehr gut“, sagte Rösler. Der VfL Bochum darf als erste Mannschaft auf das neue Feld in Belek, wo viele deutsche Vereine, unter anderem Rot-Weiss Essen, dieser Tage residieren. Das Hotel teilt sich der VfL übrigens mit dem Drittligisten SSV Ulm. Philipp Strompf und Romario Rösch kennen die Anlage bereits aus dem Vorjahr.
Rösler allerdings stellte direkt heraus, dass das Hotel nur eine Nebenrolle spielt. Entscheidend ist aufm Platz – frei nach dem ehemaligen BVB-Spieler Adi Preißler, der diesen Spruch prägte. „Wir können bei besserem Klima mehr Zeit auf dem Platz verbringen in zwei Einheiten, wir können taktische Sachen machen, individueller arbeiten“, sagte Rösler.
Speziell gehe es dabei um vier Grundpfeiler. „Ballbesitz, gegen den Ball, Umschaltspiel und Standards“, sagte der Trainer, der seinen Weihnachtsurlaub mit seiner Familie auf Mallorca genoss. „Alle vier Bereiche sind wichtig. Im Ballbesitz legen wir den Fokus auf das letzte Drittel. Wir wollen auch mehr Druck auf die letzte Reihe des Gegners bekommen und Bälle weit vorn gewinnen. Wir wollen beim Anlaufen cleverer und mutiger werden. Bei Standards können wir noch besser werden“, gab Rösler die Richtung vor.
Rösler: Rakneberg war Empfehlung von Brunnschneider
Nicht nur deshalb sei er ein großer Befürworter von Trainingslagern. Auch der soziale Charakter dürfe nicht außer Acht gelassen werden. So könne man neue Spieler besser integrieren. Der erste ist schließlich seit Freitag da: Der Norweger Mikkel Rakneberg. „Der Spieler wurde von Markus Brunnschneider (Direktor Scouting, Recruitment & Data, Anm. d. Red.) gehighlightet“, sagte Rösler. „Seine Daten sind aufgefallen. Ich habe mich dann über ihn erkundigt und habe gute Referenzen bekommen.“ Seine Flexibilität, das Alter und die Ambitionen hätten für ihn gesprochen. Vor allem aber war Maximilian Wittek auf der linken Seite bisher nahezu konkurrenzlos. „Wir schaffen jetzt Konkurrenz, obwohl Maxi das wirklich sehr, sehr gut macht. Ich bin sehr zufrieden mit ihm. Es ist aber gut, eine Option zu haben – auch für die Zukunft“, so Rösler.
Anders als Rakneberg werden drei Spieler allerdings nicht mitfliegen. Gerrit Holtmann ist zwar in seiner letzten Reha-Phase, diese wird er aber zu Hause bestreiten. Ende Januar soll er wieder mit dem Ball arbeiten können. Noch deutlich weiter weg ist Matus Bero, der nach einer Sprunggelenksoperation noch in einer Orthese laufen muss. Zwei Wochen darf er den Fuß noch nicht belasten. Auch Michael Obafemi bleibt in Bochum. Mit darf hingegen U19-Talent Tom Meyer – auch, weil im zentralen Mittelfeld durch den Ausfall von Bero und der Afrika-Cup-Teilnahme von Ibrahima Sissoko Bedarf herrscht.
Quelle: WAZ.de
Die Castroper Straße verwandelte sich am Freitagnachmittag in ein Winterwunderland, das allerdings nicht jedem so richtig taugte. Dick eingepackt, die Schlauchschals über die Nase und die Mütze bis zu den Augen gezogen, kamen die Spieler des VfL Bochum zur ersten richtigen Trainingseinheit des neuen Jahres auf den Platz. Um sie herum wirbelten die Schneeflocken, die sie nahezu die gesamte Einheit über begleiteten. Etwas nach allen anderen kam Trainer Uwe Rösler im Gespräch mit Simon Zoller, dem Direktor Performance Lizenz beim VfL, auf den Trainingsplatz. Die beiden hatten offenbar noch ein wenig zu bereden.
Es ging ja auch alles ganz schnell in den vergangenen Tagen. Um dem Winterwetter in den kommenden Tagen zu entfliehen, wurde kurzerhand und in fleißiger Teamarbeit ein Trainingslager in der Türkei geplant. Bereits am Sonntag geht es für den kleinen Tross, der nur aus Mannschaft, Trainern und nicht einmal allen Staff-Mitgliedern besteht, nach Belek. „Ich muss dem Verein ein Kompliment machen. Die sind vor vier Tagen auf mich zugekommen, als sie die Wettervorhersagen gesehen haben“, sagte Rösler am frühen Freitagabend. „Ich habe gesagt, dass wir eine gute Vorbereitung brauchen, und mit den Witterungsbedingungen ist es hier nicht möglich. Ein Trainingslager war nicht im Budget, trotzdem haben sie eine Möglichkeit gefunden, dass wir fliegen können.“
VfL Bochum wollte zu Hause trainieren
Ursprünglich wollte der VfL bekanntlich an der heimischen Castroper Straße die drei Trainingsplätze nutzen. Doch angesagter Regen, Schneefall und niedrige Temperaturen haben die Verantwortlichen zum Umdenken bewegt. Auch, um die Plätze zu schonen. Ein möglicher Austausch im Frühjahr wäre deutlich teurer als das kurzfristig anberaumte Trainingslager, heißt es. Auch sollen sich die Mehrkosten gegenüber einer früheren Buchung durchaus im Rahmen halten.
Für Rösler, der sich intern schon vor einigen Wochen für ein Wintertrainingslager ausgesprochen hatte, aber die klammen Kassen in Bochum akzeptieren musste, ist dies eine freudige Nachricht. „Die Trainingsbedingungen vor Ort sollen gut sein. Wir haben den Platz gesehen, sie haben uns ein Video geschickt, der ist sehr gut“, sagte Rösler. Der VfL Bochum darf als erste Mannschaft auf das neue Feld in Belek, wo viele deutsche Vereine, unter anderem Rot-Weiss Essen, dieser Tage residieren. Das Hotel teilt sich der VfL übrigens mit dem Drittligisten SSV Ulm. Philipp Strompf und Romario Rösch kennen die Anlage bereits aus dem Vorjahr.
Rösler allerdings stellte direkt heraus, dass das Hotel nur eine Nebenrolle spielt. Entscheidend ist aufm Platz – frei nach dem ehemaligen BVB-Spieler Adi Preißler, der diesen Spruch prägte. „Wir können bei besserem Klima mehr Zeit auf dem Platz verbringen in zwei Einheiten, wir können taktische Sachen machen, individueller arbeiten“, sagte Rösler.
Speziell gehe es dabei um vier Grundpfeiler. „Ballbesitz, gegen den Ball, Umschaltspiel und Standards“, sagte der Trainer, der seinen Weihnachtsurlaub mit seiner Familie auf Mallorca genoss. „Alle vier Bereiche sind wichtig. Im Ballbesitz legen wir den Fokus auf das letzte Drittel. Wir wollen auch mehr Druck auf die letzte Reihe des Gegners bekommen und Bälle weit vorn gewinnen. Wir wollen beim Anlaufen cleverer und mutiger werden. Bei Standards können wir noch besser werden“, gab Rösler die Richtung vor.
Rösler: Rakneberg war Empfehlung von Brunnschneider
Nicht nur deshalb sei er ein großer Befürworter von Trainingslagern. Auch der soziale Charakter dürfe nicht außer Acht gelassen werden. So könne man neue Spieler besser integrieren. Der erste ist schließlich seit Freitag da: Der Norweger Mikkel Rakneberg. „Der Spieler wurde von Markus Brunnschneider (Direktor Scouting, Recruitment & Data, Anm. d. Red.) gehighlightet“, sagte Rösler. „Seine Daten sind aufgefallen. Ich habe mich dann über ihn erkundigt und habe gute Referenzen bekommen.“ Seine Flexibilität, das Alter und die Ambitionen hätten für ihn gesprochen. Vor allem aber war Maximilian Wittek auf der linken Seite bisher nahezu konkurrenzlos. „Wir schaffen jetzt Konkurrenz, obwohl Maxi das wirklich sehr, sehr gut macht. Ich bin sehr zufrieden mit ihm. Es ist aber gut, eine Option zu haben – auch für die Zukunft“, so Rösler.
Anders als Rakneberg werden drei Spieler allerdings nicht mitfliegen. Gerrit Holtmann ist zwar in seiner letzten Reha-Phase, diese wird er aber zu Hause bestreiten. Ende Januar soll er wieder mit dem Ball arbeiten können. Noch deutlich weiter weg ist Matus Bero, der nach einer Sprunggelenksoperation noch in einer Orthese laufen muss. Zwei Wochen darf er den Fuß noch nicht belasten. Auch Michael Obafemi bleibt in Bochum. Mit darf hingegen U19-Talent Tom Meyer – auch, weil im zentralen Mittelfeld durch den Ausfall von Bero und der Afrika-Cup-Teilnahme von Ibrahima Sissoko Bedarf herrscht.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
