01-31-2026, 05:57 PM
Drei Wechsel in der Startelf haben dem VfL Bochum gegen Schalke 04 zum Sieg verholfen. Nicht nur Uwe Rösler bewies ein glückliches Händchen.
Am Morgen kam die „Hiobsbotschaft“, wie Uwe Rösler die Nachricht vom krankheitsbedingten Ausfall von Mats Pannewig nannte. Am Mittag entpuppte sie sich sogar als Gamechanger beim 2:0-Sieg. Durch den kurzfristigen Ausfall des Bochumer Spielmachers gegen den FC Schalke musste der Trainer des VfL Bochum seine eigene Mannschaft überraschend umbauen und bewies dabei ein goldenes Händchen. Gerrit Holtmann und Koji Miyoshi hatte er im Vorfeld schon auf den Aufstellungsbogen geschrieben, die Entscheidung für Callum Marshall kam da doch eher überraschend. Sie erwies sich als richtig.
Dabei kam der Stein des Anstoßes von den Co-Trainern von Rösler, wie der Chef nach dem Spiel uneitel zugab. Er selbst sei hin- und hergerissen gewesen, sagte er. 50:50. Die Alternative: Marcel Sobottka, eher defensiv, übernimmt Pannewigs Posten, Francis Onyeka bleibt auf der Zehn. Letztlich rotierte Onyeka nach hinten, Sobottka kam erst spät zu seinem VfL-Debüt. Und Callum Marshall brillierte zuvor.
Der Impuls für die erste Startelf-Nominierung von Marshall kam dann aus seinem Trainer-Team. Zum Glück, möchte man hinzufügen. Der Nordire war schon wenige Sekunden nach Beginn der Initiator des frühen Führungstreffers von Miyoshi. Er war es, der mit einem herausragenden Ball in die Tiefe Holtmann ins Laufduell mit Nikola Katic schickte, bevor dieser Miyoshi perfekt bediente. „Es war ein Glückskniff vom Trainer“, befand Stürmer Philipp Hofmann.
Rösler lobt Marshall in den höchsten Tönen
„Callum hat ein Riesenspiel gemacht, das hat auch mich überrascht“, sagte Rösler nach der Partie. Er habe selbst gar nicht gewusst, welche starken spieleröffnenden Bälle der Leihspieler von West Ham United spielen könne, weil er normalerweise in der Linie ganz vorne unterwegs sei. „Auch mit Gerrit Holtmann hatten wir ein glückliches Händchen, weil er genau die Bedeutung dieses Derby-Spiels kennt“, sagte Rösler. „Er wurde sehr gut in Szene gesetzt.“ Immer wieder übrigens von Marshall, der nicht nur als erster Anläufer fungierte, sondern die Diagonalpässe auf Holtmann nahezu in Perfektion spielte.
„Callum hat das super gemacht und die Bälle mit einem Kontakt immer in den Lauf von Gerrit gespielt. Das war eigentlich immer meine Aufgabe“, sagte Philipp Hofmann schmunzelnd, der Torschütze zum 2:0-Siegtreffer – ebenfalls nach Vorarbeit von Holtmann. „Es wurde über links immer gefährlich“, freute sich der Stürmer.
VfL Bochum attackiert die rechte Abwehrseite des FC Schalke 04
Dabei hatten viele Experten im Vorfeld eigentlich erwartet, dass der VfL Bochum die linke Abwehrseite des FC Schalke 04 attackieren würde, weil diese ausfallgeplagt war. Doch immer wieder ging es über die rechte Seite der Schalker, wo Timo Becker überfordert wirkte. Zumindest in den ersten 45 Minuten. In die zweite Halbzeit konnte Rösler nämlich nicht mehr mit Holtmann gehen, der sich im ersten Durchgang komplett verausgabt hatte. Farid Alfa-Ruprecht konnte in keiner Weise an die starken Szenen seines Vorgängers anknüpfen und so ging dem VfL auch die Gefahr ab.
„Gerrit hat uns enorm gut getan, dass er wieder zurückgekommen ist nach seiner Verletzung. Man hat gesehen, wie wichtig er für die Mannschaft ist“, freute sich Horn daher und fand auch lobende Worte für Marshall, der wohl ohne Markus Brunnschneider, dem neuen Direktor Scouting, Recruitment & Data, nicht in Bochum spielen würde. „Callum hat ein Topspiel gemacht. Das ist nicht selbstverständlich, wenn man über Nacht so reingeworfen wird. Er hat unheimlich viele Impulse gesetzt, tolle Bälle gespielt und sich für die nächsten Wochen empfohlen“, sagte er. Marshall zog insgesamt 20 Sprints an, machte die meisten intensiven Läufe aller Bochumer.
Für Rösler dürfte es nun hart werden, seine Startaufstellung für das Auswärtsspiel gegen Preußen Münster zu finden, wenn auch Mats Pannewig wieder bereit sein dürfte. Seine Spieler jedenfalls haben sich durch den 2:0-Sieg im Derby gegen Schalke durchaus für weitere Aufgaben empfohlen.
Quelle: WAZ.de
Am Morgen kam die „Hiobsbotschaft“, wie Uwe Rösler die Nachricht vom krankheitsbedingten Ausfall von Mats Pannewig nannte. Am Mittag entpuppte sie sich sogar als Gamechanger beim 2:0-Sieg. Durch den kurzfristigen Ausfall des Bochumer Spielmachers gegen den FC Schalke musste der Trainer des VfL Bochum seine eigene Mannschaft überraschend umbauen und bewies dabei ein goldenes Händchen. Gerrit Holtmann und Koji Miyoshi hatte er im Vorfeld schon auf den Aufstellungsbogen geschrieben, die Entscheidung für Callum Marshall kam da doch eher überraschend. Sie erwies sich als richtig.
Dabei kam der Stein des Anstoßes von den Co-Trainern von Rösler, wie der Chef nach dem Spiel uneitel zugab. Er selbst sei hin- und hergerissen gewesen, sagte er. 50:50. Die Alternative: Marcel Sobottka, eher defensiv, übernimmt Pannewigs Posten, Francis Onyeka bleibt auf der Zehn. Letztlich rotierte Onyeka nach hinten, Sobottka kam erst spät zu seinem VfL-Debüt. Und Callum Marshall brillierte zuvor.
Der Impuls für die erste Startelf-Nominierung von Marshall kam dann aus seinem Trainer-Team. Zum Glück, möchte man hinzufügen. Der Nordire war schon wenige Sekunden nach Beginn der Initiator des frühen Führungstreffers von Miyoshi. Er war es, der mit einem herausragenden Ball in die Tiefe Holtmann ins Laufduell mit Nikola Katic schickte, bevor dieser Miyoshi perfekt bediente. „Es war ein Glückskniff vom Trainer“, befand Stürmer Philipp Hofmann.
Rösler lobt Marshall in den höchsten Tönen
„Callum hat ein Riesenspiel gemacht, das hat auch mich überrascht“, sagte Rösler nach der Partie. Er habe selbst gar nicht gewusst, welche starken spieleröffnenden Bälle der Leihspieler von West Ham United spielen könne, weil er normalerweise in der Linie ganz vorne unterwegs sei. „Auch mit Gerrit Holtmann hatten wir ein glückliches Händchen, weil er genau die Bedeutung dieses Derby-Spiels kennt“, sagte Rösler. „Er wurde sehr gut in Szene gesetzt.“ Immer wieder übrigens von Marshall, der nicht nur als erster Anläufer fungierte, sondern die Diagonalpässe auf Holtmann nahezu in Perfektion spielte.
„Callum hat das super gemacht und die Bälle mit einem Kontakt immer in den Lauf von Gerrit gespielt. Das war eigentlich immer meine Aufgabe“, sagte Philipp Hofmann schmunzelnd, der Torschütze zum 2:0-Siegtreffer – ebenfalls nach Vorarbeit von Holtmann. „Es wurde über links immer gefährlich“, freute sich der Stürmer.
VfL Bochum attackiert die rechte Abwehrseite des FC Schalke 04
Dabei hatten viele Experten im Vorfeld eigentlich erwartet, dass der VfL Bochum die linke Abwehrseite des FC Schalke 04 attackieren würde, weil diese ausfallgeplagt war. Doch immer wieder ging es über die rechte Seite der Schalker, wo Timo Becker überfordert wirkte. Zumindest in den ersten 45 Minuten. In die zweite Halbzeit konnte Rösler nämlich nicht mehr mit Holtmann gehen, der sich im ersten Durchgang komplett verausgabt hatte. Farid Alfa-Ruprecht konnte in keiner Weise an die starken Szenen seines Vorgängers anknüpfen und so ging dem VfL auch die Gefahr ab.
„Gerrit hat uns enorm gut getan, dass er wieder zurückgekommen ist nach seiner Verletzung. Man hat gesehen, wie wichtig er für die Mannschaft ist“, freute sich Horn daher und fand auch lobende Worte für Marshall, der wohl ohne Markus Brunnschneider, dem neuen Direktor Scouting, Recruitment & Data, nicht in Bochum spielen würde. „Callum hat ein Topspiel gemacht. Das ist nicht selbstverständlich, wenn man über Nacht so reingeworfen wird. Er hat unheimlich viele Impulse gesetzt, tolle Bälle gespielt und sich für die nächsten Wochen empfohlen“, sagte er. Marshall zog insgesamt 20 Sprints an, machte die meisten intensiven Läufe aller Bochumer.
Für Rösler dürfte es nun hart werden, seine Startaufstellung für das Auswärtsspiel gegen Preußen Münster zu finden, wenn auch Mats Pannewig wieder bereit sein dürfte. Seine Spieler jedenfalls haben sich durch den 2:0-Sieg im Derby gegen Schalke durchaus für weitere Aufgaben empfohlen.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."