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Alles fix am Deadline-Day
#1
Der VfL Bochum dreht am letzten Tag der Winter-Transferperiode auf der Rechtsverteidiger-Position das Karusell: Oliver Olsen kommt, Felix Passlack geht. 

Gelb war am Montag an der Castroper Straße nichts. Der Hype um den sogenannten „Deadline-Day“, also jenem Tag, an dem eine Transferphase endet, schwappte beim VfL Bochum auch nicht so richtig über die Flure der Geschäftsstelle oder die Anlage rund um das Ruhrstadion. Etwas Bewegung war dennoch drin, zwei Transfers wurden noch finalisiert: Felix Passlack verlässt den Verein und schließt sich wie berichtet Hibernian FC an. Dafür kommt Oliver Olsen von Randers FC. Er unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2030 und wird künftig mit der Nummer 13 auflaufen. 

„Felix Passlack hat sich seinen Stellenwert im Kader über Jahre ehrlich erarbeitet und stets in den Dienst der Mannschaft gestellt. Er hat Verantwortung übernommen, egal, in welcher Rolle – im Training, wie an Spieltagen“, sagte Simon Zoller, Direktor Lizenzfußball. „Auch deshalb haben wir seinem Wunsch nach einer Veränderung nun entsprochen. Die Gespräche waren stets beidseitig wertschätzend. Es gab klare Worte auf Augenhöhe, ohne Druck und ohne Nebengeräusche.“ 

Zoller bedankt sich bei Felix Passlack
Wie diese Redaktion bereits während des Trainingslagers in Belek enthüllen konnte, bestand früh Einigkeit über einen Vertrag zwischen Passlack und Hibernian über dreieinhalb Jahre. Der VfL Bochum bekommt nach Informationen dieser Redaktion eine geringe sechsstellige Ablösesumme. Allerdings wollten die Bochumer zunächst einen Ersatz für Passlack finden, bevor er den Verein verlassen durfte. Mit Oliver Olsen ist dieser inzwischen gefunden, weshalb Passlack am Samstagabend die Freigabe erhielt, nachdem er im Derby gegen Schalke noch spielte. „Das spricht für Felix´ Charakter und sein Verständnis für die Abläufe im Profifußball. Sportlich verlieren wir einen verdienten Spieler, der sich immer mit dem Verein identifiziert hat, und menschlich einen sehr geschätzten Teamkollegen“, so Zoller.

Passlack selbst bedankte sich für die Zeit beim VfL, die für ihn im Sommer 2023 begann. „Es war mir eine große Freude, für den VfL Bochum zu spielen. Vor den Fans im Ruhrstadion aufzulaufen und alles auf dem Platz zu geben, war besonders. Ich wünsche dem VfL alles Gute und werde den Weg des Vereins auch in der Zukunft verfolgen“, sagte Passlack. 

Olsen liebt die Intensität
Dann wird er auch Olsen spielen sehen, der sich sehr auf die neue Station nach rund sieben Jahren als Profi freut. „Es ist ein besonderer Schritt für mich, erstmals bei einem Verein außerhalb meines Heimatlandes zu spielen“, sagte der Däne. „Der VfL verkörpert als Klub vieles, was Fußball für mich ausmacht: eine hohe Intensität im Spiel und ein leidenschaftliches Umfeld mit seinen Fans. Ich habe viele Spiele gesehen, auch zuletzt den Sieg gegen den Schalke 04, das war beeindruckend. Ich freue mich sehr, nun hier zu sein.“

Damit hat der VfL Bochum in diesem Transferfenster elf Wechsel umgesetzt. Sechs Spieler konnte der Verein abgeben, fünf sind neu hinzugekommen. Damit hat der VfL auch schon Vorgriffe auf den Sommer getätigt, um den Umbruch ein wenig in Grenzen zu halten. Außerdem nahmen die Bochumer vor allem durch den Abgang von Ibrahima Sissoko zum FC Nantes wichtiges Geld ein. 

Die bisherigen Wintertransfers des VfL Bochum

Zugänge: Mikkel Rakneberg (Kristiansund BK), Callum Marshall (West Ham United / Leihe), Marcel Sobottka (vereinslos), Moritz Göttlicher (Bayern München U19), Oliver Olsen (Randers FC)
Abgänge: Ibrahima Sissoko (FC Nantes), Colin Kleine-Bekel (FC St. Gallen / Leihe), Mathis Clairicia (FC Alverca), Michael Obafemi (Leihe mit dem FC Burnley abgebrochen), Lirim Jashari (MVV Maastricht / Leihe), Felix Passlack (Hibernian FC)

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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#2
Machen wir mal Kassensturz:

Durch Sissoko hat man ordentlich Geld eingenommen. Zudem spart man sich das Gehalt eines Obafemi (hier vermute ich, fass Marshall etwas günstigersein wird). Rakneberg, Sobottka und Göttlicher kamen zum Nulltarif. Der Tausch Olsen gegen Passlack dürfte in etwa ein Nullsummenspiel sein.

Unter dem Strich kann man dem Bereich Kadermanagement also durchaus eine sehr gute Transferperiode attestieren.
Beinahe schade, dass man Bero (aufgrund seiner Verletzung) nicht auch noch hat veräußern können.
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#3
Agree
Nur wer die Bitternis der Niederlage geschmeckt, weiß die Süße des Sieges zu schätzen!(M.F.B.Schneider)
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#4
Beim VfL Bochum sorgt ein neues Kompetenzteam für frischen Wind im Kader und klare Transfer-Strategien. Nun muss sich zeigen, wohin die Reise geht. Ein Kommentar. 

Es war durchaus mit einer großen Portion Risiko verbunden, als der VfL Bochum im Oktober vergangenen Jahres zum dritten Mal innerhalb von eineinhalb Jahren seine Struktur im sportlichen Bereich auf den Kopf stellte. Die kurze Zusammenfassung: Im Sommer 2024 wurde Ilja Kaenzig alleiniger Geschäftsführer, mit Marc Lettau war ein Sportdirektor angestellt. Nach dem katastrophalen Saisonstart musste Lettau gehen, im April 2025 kam Dirk Dufner als neuer Geschäftsführer Sport. Nach einer verkorksten Transferphase und intern unterschiedlichen Auffassungen das Aus im September. Wieder alles auf Anfang. 

Das Präsidium hat in Zusammenarbeit mit Kaenzig ein Kompetenzteam zusammengestellt. „Weg von einer personenbezogenen Struktur, hin zu einer modernen, fachlich organisierten Sportführung“, hieß es damals. Und lag damit – Stand drei Monate später – offenbar goldrichtig. Die drei Direktoren Markus Brunnschneider (Scouting, Recruitment & Data), Simon Zoller (Lizenzfußball) und Jonas Schlevogt (Recht & Personal) haben es innerhalb kürzester Zeit ohne große Vorbereitung geschafft, den Kader schon im Winter entsprechend der Wünsche von Trainer Uwe Rösler umzubauen und ihn in Teilen für die Zukunft aufzustellen. 

VfL Bochum krempelt den Kader um
Spieler, die sich offensichtlich nicht wohl beim VfL Bochum fühlten, eher negative Energie verbreiteten und sportlich keinen Mehrwert hatten, konnten abgegeben werden. Was nicht leicht war. Zudem wurden mit der Leihe von Colin Kleine-Bekel und dem Verkauf von Felix Passlack Entscheidungen für die Zukunft getroffen. Der eine kann beim FC St. Gallen wichtige Spielpraxis sammeln, der andere macht Platz im Kader für Oliver Olsen, der über den Sommer hinaus eine wichtige Rolle spielen soll.

Die wichtige Erkenntnis: Der VfL Bochum geht wieder mit einem klaren Plan auf dem Transfermarkt vor. Schon im Winter griffen die Verantwortlichen mit Mikkel Rakneberg, Olsen und Moritz Göttlicher auf den Sommer vor. Beide sollen nicht nur in der Rückrunde, sondern auch in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen. Gleiches gilt für das Top-Talent Göttlicher, der die ersten Schritte im Talentwerk gehen soll, bevor er spätestens im Sommer bei den Profis zeigen darf, ob er ähnlich wie Cajetan Lenz in dieser Saison gleich bei den Profis durchstarten kann. 

Jeder Neuzugang mit Stammspieler-Potenzial
Der VfL Bochum verfolgt die Strategie, dass jeder Neuzugang Stammspieler sein kann. Ergänzungsspieler oder sogenannte Kaderspieler wie etwa ein Romario Rösch, dürften in Zukunft eher nicht mehr verpflichtet werden. Mit Daten, einem großen Netzwerk, einer überzeugenden Art und klaren Vorstellungen grub Brunnschneider die Winterneuzugänge aus. Er zeigte schon jetzt seinen Mehrwert für den Verein. Röslers Art als Trainer, der veränderte Blick auf den VfL aufgrund der erfolgreichen Jugendstrategie und das Verhandlungsgeschick von Schlevogt haben zu einem Transferfenster beigetragen, das den Maßstab setzt. 

In den kommenden Wochen wird sich nun zum einen auf dem Platz zeigen, wie hoch die Qualität der Neuzugänge wirklich ist. Zum anderen wird sich herausstellen, ob das Kompetenzteam mit einer längeren Vorbereitungszeit auch das Sommer-Transferfenster gut gestalten kann. Ein Umbruch wird ins Haus stehen, der allerdings auch aufgrund der im Dezember und Januar geleisteten Arbeit auf einzelnen Positionen nicht mehr ganz so dramatisch ausfallen wird, wie man es noch vor einigen Wochen hätte befürchten müssen. Der Standard ist gesetzt – und macht Hoffnung, dass der VfL Bochum trotz chronischer Klammheit auf dem Transfermarkt konkurrenzfähiger wird. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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