02-04-2026, 10:20 AM
Nach Fanprotesten reagiert der VfL Bochum: Der Verein möchte Fans künftig stärker einbinden. Welche Neuerungen jetzt geplant sind.
Es war vor dem Derby gegen Schalke 04 alles angerichtet. Mit blauen Folien und kleinen weißen Fähnchen präsentierten die Fans des VfL Bochum in der Ostkurve eine von den Ultras organisierte Choreografie vor dem Anpfiff des Spiels, das am Ende 2:0 enden sollte. Ein weißes „VfL“ kam so auf blauem Grund zum Vorschein. Möglicherweise hat diese Choreo die Spieler des VfL noch einmal zusätzlich motiviert, um den Reviernachbarn vor allem in der ersten Halbzeit mächtig in die Schranken zu weisen. So oder so ergab sich ein Bild, das in den Sozialen Netzwerken gern geteilt wurde.
An anderer Stelle im Ruhrstadion sorgten kleine Fahnen allerdings für Diskussionen. VfL-Hauptsponsor Vonovia hatte im Vorfeld des Spiels in den Blöcken A und B ebensolche mit der Aufschrift „Ein Zuhause, ein Gefühl“ verteilt, um als Sponsor des Tages ebenfalls ein kleines optisches Zeichen gegen den Reviernachbarn zu setzen. Das allerdings soll nach Schilderung von anwesenden Fans von mutmaßlich Mitgliedern der Ultragruppen teilweise verhindert worden sein. Demnach sollen VfL-Anhänger vor dem Spiel einige Fahnen „einkassiert“ und entsorgt haben. Der Verein bestätigte auf Nachfrage den Vorfall. Allerdings soll es sich dabei nicht um einen Protest gegen Vonovia gehandelt haben, sondern um die generelle Abneigung gegen eine von einem Sponsor initiierte optische Aktion – zumal eine große Choreo geplant war.
Fans protestierten gegen Sondertrikot
Diskussionen gab es zudem bereits im Vorfeld über das Sondertrikot des VfL. Die Bochumer wollten im Derby eigentlich in einem schwarzen Trikot auflaufen. Doch nach Protest aus den Fanreihen – ein offener Brief wurde von zehn großen Fanclubs und zwei Ultra-Gruppierungen unterschrieben – brachte den Verein zum Umdenken. Die Mannschaft lief im gewohnten Flutlichtblau-Trikot auf. Am Dienstag teilte der VfL Bochum nun mit, dass er künftig noch mehr Rücksicht auf Fanbelange nehmen möchte. „Dieses – sowie andere fanrelevante Themen – werden künftig noch enger mit dem Fangremium auf- und abgearbeitet, damit Prozesse transparenter ablaufen und Entscheidungen auch öffentlich nachvollziehbarer sind“, hieß es vom Verein nach den Irritationen um das Trikot.
Dafür wird künftig auch das Fangremium von sechs auf sieben gewählte Mitglieder aufgestockt. Aktuell sind Michael Kretschmann (Die Treuen 1983), Kai Zühlke von der Elst (Fantastic Supporters), Oliver Drohn (Commando Bochum), Kerstin Wulfmeier-Stum (Bochum Ost), Nicole van Wickeren (VfL4U & Fanitiative) und Steven Kühr (Ultras Bochum 99) Mitglieder des Gremiums. Hinzu kommen fünf ständige Mitglieder. Das sind die beiden Fanbeauftragen Dirk Michalowski und Fabian Kattanek, Florian Kovatsch und Sebastian Tebb vom Fanprojekt Bochum und Fabian Budde, Mitglied des Präsidiums und des Vorstands.
VfL Bochum stockt Fangremium auf
Kürzlich wurden die Mitglieder des Vereins darüber informiert, dass bei der nächsten turnusmäßigen Wahl nach drei Jahren Gremiumsarbeit am 25. März nun sieben Mitglieder aus Fankreisen gewählt werden. Interessierte Fans haben noch bis zum 4. März die Möglichkeit, sich zur Wahl aufstellen zu lassen. Durch ein weiteres gewähltes Mitglied soll eine noch breitere Meinung repräsentiert werden.
Quelle: WAZ.de
Es war vor dem Derby gegen Schalke 04 alles angerichtet. Mit blauen Folien und kleinen weißen Fähnchen präsentierten die Fans des VfL Bochum in der Ostkurve eine von den Ultras organisierte Choreografie vor dem Anpfiff des Spiels, das am Ende 2:0 enden sollte. Ein weißes „VfL“ kam so auf blauem Grund zum Vorschein. Möglicherweise hat diese Choreo die Spieler des VfL noch einmal zusätzlich motiviert, um den Reviernachbarn vor allem in der ersten Halbzeit mächtig in die Schranken zu weisen. So oder so ergab sich ein Bild, das in den Sozialen Netzwerken gern geteilt wurde.
An anderer Stelle im Ruhrstadion sorgten kleine Fahnen allerdings für Diskussionen. VfL-Hauptsponsor Vonovia hatte im Vorfeld des Spiels in den Blöcken A und B ebensolche mit der Aufschrift „Ein Zuhause, ein Gefühl“ verteilt, um als Sponsor des Tages ebenfalls ein kleines optisches Zeichen gegen den Reviernachbarn zu setzen. Das allerdings soll nach Schilderung von anwesenden Fans von mutmaßlich Mitgliedern der Ultragruppen teilweise verhindert worden sein. Demnach sollen VfL-Anhänger vor dem Spiel einige Fahnen „einkassiert“ und entsorgt haben. Der Verein bestätigte auf Nachfrage den Vorfall. Allerdings soll es sich dabei nicht um einen Protest gegen Vonovia gehandelt haben, sondern um die generelle Abneigung gegen eine von einem Sponsor initiierte optische Aktion – zumal eine große Choreo geplant war.
Fans protestierten gegen Sondertrikot
Diskussionen gab es zudem bereits im Vorfeld über das Sondertrikot des VfL. Die Bochumer wollten im Derby eigentlich in einem schwarzen Trikot auflaufen. Doch nach Protest aus den Fanreihen – ein offener Brief wurde von zehn großen Fanclubs und zwei Ultra-Gruppierungen unterschrieben – brachte den Verein zum Umdenken. Die Mannschaft lief im gewohnten Flutlichtblau-Trikot auf. Am Dienstag teilte der VfL Bochum nun mit, dass er künftig noch mehr Rücksicht auf Fanbelange nehmen möchte. „Dieses – sowie andere fanrelevante Themen – werden künftig noch enger mit dem Fangremium auf- und abgearbeitet, damit Prozesse transparenter ablaufen und Entscheidungen auch öffentlich nachvollziehbarer sind“, hieß es vom Verein nach den Irritationen um das Trikot.
Dafür wird künftig auch das Fangremium von sechs auf sieben gewählte Mitglieder aufgestockt. Aktuell sind Michael Kretschmann (Die Treuen 1983), Kai Zühlke von der Elst (Fantastic Supporters), Oliver Drohn (Commando Bochum), Kerstin Wulfmeier-Stum (Bochum Ost), Nicole van Wickeren (VfL4U & Fanitiative) und Steven Kühr (Ultras Bochum 99) Mitglieder des Gremiums. Hinzu kommen fünf ständige Mitglieder. Das sind die beiden Fanbeauftragen Dirk Michalowski und Fabian Kattanek, Florian Kovatsch und Sebastian Tebb vom Fanprojekt Bochum und Fabian Budde, Mitglied des Präsidiums und des Vorstands.
VfL Bochum stockt Fangremium auf
Kürzlich wurden die Mitglieder des Vereins darüber informiert, dass bei der nächsten turnusmäßigen Wahl nach drei Jahren Gremiumsarbeit am 25. März nun sieben Mitglieder aus Fankreisen gewählt werden. Interessierte Fans haben noch bis zum 4. März die Möglichkeit, sich zur Wahl aufstellen zu lassen. Durch ein weiteres gewähltes Mitglied soll eine noch breitere Meinung repräsentiert werden.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."