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Konkurrenzkampf immer härter
#1
Der Trainingsplatz beim VfL Bochum wird immer voller, der Konkurrenzkampf größer. Uwe Rösler steht vor immer kniffligeren Entscheidungen. 

Es war nur ein Halbsatz, den Uwe Rösler am Freitagabend in der Pressekonferenz fallen ließ. Mehr oder weniger nebenbei sagte er nach dem 1:1 gegen Preußen Münster, dass Kapitän Matus Bero am Dienstag wieder am Mannschaftstraining teilnehmen würde. Am Nachmittag steht die erste Einheit der langen Woche zwischen den beiden Partien gegen Münster und dem SC Paderborn am Sonntag (13.30 Uhr, Sky) an. Dann wird es sich auf dem Trainingsplatz tummeln – und für Rösler dürften die Nächte demnächst immer kürzer werden. 

Kurz nach seiner Ankunft im vergangenen Oktober sagte er nämlich, dass er oft und lange grübeln würde, wie er seine Mannschaft zusammenstellen würde. Darunter könne auch schon mal der Schlaf leiden. Natürlich spiele jeweils der kommende Gegner eine Rolle, natürlich auch der Fitnesszustand seiner eigenen Profis. Und sowieso die jeweilige Spiel- und Trainingsleistung. Er schaut also ganz genau hin, wenn die Spieler nach zwei freien Tagen wieder an der Castroper Straße auflaufen werden. 

Im Mittelfeldzentrum tummeln sich inzwischen die Alternativen, und in nur einer Transferphase haben es die Verantwortlichen zudem geschafft, auch auf den Außenverteidiger-Positionen Druck auf die jeweiligen Stammspieler aufzubauen. „Wir sind froh, dass Cello, Callum, Olli und Mikkel (Marcel Sobottka, Callum Marshall, Oliver Olsen und Mikkel Rakneberg, Anm. d. Redaktion) da sind, das hat uns nochmal verstärkt, das sind alles super Jungs. Das bringt Energie in die Truppe“, sagte Maximilian Wittek noch am Freitag. 

Doch des einen Freud, ist des anderen Leid – zumindest wenn es um die reine Spielzeit geht. Kjell Wätjen etwa, der noch vor dem Jahreswechsel plötzlich auf dem linken Flügel gesetzt war, muss sich gerade wieder hinten anstellen. „Kjell ist absolut professionell. Er macht sein Problem nicht zum Problem der Mannschaft. Gegenwärtig machen es die anderen einfach gut“, so der Trainer. Weil zum einen Gerrit Holtmann wieder fit ist, zum anderen Farid Alfa-Ruprecht auf dieser Seite laut Rösler einen deutlich größeren Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen kann, als auf der rechten Seite. 

Wätjen muss sich wieder hinten anstellen
Die eigentliche Stammposition Wätjens ist aber ohnehin das Mittelfeldzentrum. In dem allerdings ist der Konkurrenzkampf aktuell wohl am höchsten. Selbst Mats Pannewig, der eigentlich immer spielt, wenn er fit ist, musste am vergangenen Freitag zunächst auf der Bank Platz nehmen, weil Rösler seine Startelf aus dem Spiel gegen Schalke 04 nicht verändern wollte. Das bedeutete auch, dass Francis Onyeka wieder auf der Acht neben Cajetan Lenz auflief und seine Sache erneut gut machte. „Ich kann Francis überall spielen lassen. Er hat eine große Fußballintelligenz“, sagte Rösler anerkennend. „Wir können froh sein, diesen Spieler in unseren Reihen zu haben. Er identifiziert sich mit dieser Rolle total.“ 

Dass derzeit so viele Spieler in die erste Mannschaft drängen, wird es für Rösler allerdings nicht leichter machen. Eine Tatsache, die er gelassen hinnimmt. „Der Konkurrenzkampf ist groß – wir haben Optionen.“ Das bedeutet wohl nur so viel wie: Jeder Spieler muss Gas geben. In jeder Einheit. Das wird auch für Bero irgendwann der Fall sein, der naturgemäß nach seiner Knöchelverletzung aber noch einige Tage brauchen wird, um wieder eine echte Option zu werden. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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