03-05-2026, 03:27 PM
Oliver Olsen hat beim VfL Bochum schnell Eindruck hinterlassen. Wie gelingt ihm die Anpassung – und was bedeutet das für die Mannschaft?
Oliver Olsen breitete seine Arme aus, bekam den Ball aber nicht. Stattdessen zog er einen Lauf aus der Mitte der eigenen Hälfte an, überlief Moritz-Broni Kwarteng und bekam von dem den Ball perfekt in die Füße gespielt. Drei, vier Schritte noch, dann schlug der Däne eine perfekte Außenrist-Flanke auf den langen Pfosten, wo Farid Alfa-Ruprecht den Ball nur noch über die Linie, vorbei an Florian Kastenmeier, drückte. Es war der Anschlusstreffer für den VfL Bochum am vergangenen Freitag gegen Fortuna Düsseldorf. Mehr war am Ende nicht drin, aber die Erkenntnis blieb: Olsen scheint angekommen zu sein in Bochum.
Seit gut fünf Wochen ist der 25-Jährige an der Castroper Straße zu Hause und ist von dem neuen sportlichen Kompetenzteam um die Direktoren Markus Brunnschneider und Simon Zoller auch als ein Vorgriff auf den kommenden Sommer geholt worden. In der Rückrunde der laufenden Saison soll er sich langsam an die Zweite Liga gewöhnen. Ein Prozess, der aus seiner Sicht auch nötig ist, wie Olsen im Gespräch mit dieser Redaktion offenbarte. „Die Liga ist deutlich intensiver, als ich es gewohnt bin“, sagte er. „Die Intensität ist hier höher – wir müssen mehr laufen, mehr intensive Sprints anziehen, es geht mehr hin und her. Daran muss ich mich gewöhnen, aber ich sehe bereits eine leichte Entwicklung bei mir.“
Olsen bekommt direkt Spielzeit
Was sicherlich auch daran liegen dürfte, dass Olsen direkt durchgestartet ist. In allen vier Spielen seit seinem Wechsel vom dänischen Erstligisten Randers FC hat er auf dem Feld gestanden. Schon gegen Preußen Münster spielte er nur wenige Tage nach seiner Ankunft beim VfL Bochum und hinterließ direkt einen guten Eindruck. Er trieb den Ball nach vorn, hatte sogar zwei gute Gelegenheiten, seinen Premierentreffer zu erzielen. „Es ist ein guter Start für mich gewesen und die Mannschaft hat mich wunderbar aufgenommen“, sagte Olsen. „Die Jungs machen es mir leicht, mich in die Gruppe zu integrieren.“
Was wichtig ist. Denn der VfL Bochum verfolgt mit Olsen einen langfristigen Plan. Für eine geringe Ablöse aus Dänemark verpflichtet, wurde er mit einem Vertrag bis 2030 ausgestattet und soll in Bochum künftig die rechte Abwehrseite beackern. Hinter ihm soll sich dann ab Sommer das Toptalent aus den eigenen Reihen, Kacper Koscierski, entwickeln und auf immer mehr Einsatzzeiten kommen. Olsen bringt dafür Dynamik, Schnelligkeit und Aggressivität mit.
Mit seiner Größe ist er zudem bei Standards ein wichtiger Faktor im Spiel von Rösler, der auch in den Verhandlungen ein Faktor war. „Ich hatte ein sehr gutes Gespräch mit ihm, bevor ich hergekommen bin. Es fühlt sich nach der richtigen Entscheidung an“, so Olsen, der laut eigener Aussage bereits in der vergangenen Saison einige Bundesliga-Spiele des VfL Bochum gesehen hat. „Ich hoffe, eines Tages selbst in diesem Trikot in dieser Liga zu spielen. Für mich ist es ein besonderer Klub, die Fans sind leidenschaftlich“, so der 25-Jährige.
Olsen schwärmt vom VfL Bochum
Noch ist es aber nicht so weit, und der VfL Bochum muss nach der Pleite gegen Düsseldorf genau nach unten gucken. Eine echte Abstiegsgefahr aus der zweiten Liga sieht Olsen aber nicht. „Natürlich haben wir in Düsseldorf nicht gut gespielt, aber ich sehe eine große Qualität in dieser Mannschaft, und die werden wir in den nächsten Wochen wieder auf den Platz bekommen“, so der Däne, der sich anschickt, am Samstagabend gegen den 1. FC Kaiserslautern (20.30 Uhr, Sky und RTL) sogar in die Startelf zu rücken.
Olsen oder Morgalla – wer spielt?
Dass er das könnte, das weiß Rösler genau. Er schätzt den Außenverteidiger. Und dieser bekommt immer mehr eine Idee davon, was der Trainer von ihm verlangt. „Ich verinnerliche von Woche zu Woche mehr meine Rolle im Team“, sagte er. „Bei Randers FC habe ich ein wenig höher gestanden. Hier spiele ich etwas tiefer und spiele mehr als klassischer Rechtsverteidiger. Das liegt mir auch.“ Noch scheint allerdings Leandro Morgalla die Nase etwas vorn zu haben, der allerdings im Jahr 2026 nicht ganz an seine starken Leistungen der Hinrunde anknüpfen konnte. „Ich bin hier, um Minuten zu sammeln, aber der Konkurrenzkampf ist hart“, sagte Olsen über das Duell mit dem deutschen U21-Nationalspieler. „Das muss aber auch in einer guten Mannschaft so sein. Ich versuche, unser Trainerteam in jeder Einheit von mir zu überzeugen.“
In dieser Woche hinterlässt er dabei in den Einheiten einen guten Eindruck – genauso wie der Rest der Mannschaft. „Wir wollen am Samstag zurückschlagen und ich will meinen ersten Sieg als VfL-Spieler feiern. Zu Hause, vor unseren Fans – das wäre doch super.“ Da hätte sicherlich keiner etwas dagegen.
Quelle: WAZ.de
Oliver Olsen breitete seine Arme aus, bekam den Ball aber nicht. Stattdessen zog er einen Lauf aus der Mitte der eigenen Hälfte an, überlief Moritz-Broni Kwarteng und bekam von dem den Ball perfekt in die Füße gespielt. Drei, vier Schritte noch, dann schlug der Däne eine perfekte Außenrist-Flanke auf den langen Pfosten, wo Farid Alfa-Ruprecht den Ball nur noch über die Linie, vorbei an Florian Kastenmeier, drückte. Es war der Anschlusstreffer für den VfL Bochum am vergangenen Freitag gegen Fortuna Düsseldorf. Mehr war am Ende nicht drin, aber die Erkenntnis blieb: Olsen scheint angekommen zu sein in Bochum.
Seit gut fünf Wochen ist der 25-Jährige an der Castroper Straße zu Hause und ist von dem neuen sportlichen Kompetenzteam um die Direktoren Markus Brunnschneider und Simon Zoller auch als ein Vorgriff auf den kommenden Sommer geholt worden. In der Rückrunde der laufenden Saison soll er sich langsam an die Zweite Liga gewöhnen. Ein Prozess, der aus seiner Sicht auch nötig ist, wie Olsen im Gespräch mit dieser Redaktion offenbarte. „Die Liga ist deutlich intensiver, als ich es gewohnt bin“, sagte er. „Die Intensität ist hier höher – wir müssen mehr laufen, mehr intensive Sprints anziehen, es geht mehr hin und her. Daran muss ich mich gewöhnen, aber ich sehe bereits eine leichte Entwicklung bei mir.“
Olsen bekommt direkt Spielzeit
Was sicherlich auch daran liegen dürfte, dass Olsen direkt durchgestartet ist. In allen vier Spielen seit seinem Wechsel vom dänischen Erstligisten Randers FC hat er auf dem Feld gestanden. Schon gegen Preußen Münster spielte er nur wenige Tage nach seiner Ankunft beim VfL Bochum und hinterließ direkt einen guten Eindruck. Er trieb den Ball nach vorn, hatte sogar zwei gute Gelegenheiten, seinen Premierentreffer zu erzielen. „Es ist ein guter Start für mich gewesen und die Mannschaft hat mich wunderbar aufgenommen“, sagte Olsen. „Die Jungs machen es mir leicht, mich in die Gruppe zu integrieren.“
Was wichtig ist. Denn der VfL Bochum verfolgt mit Olsen einen langfristigen Plan. Für eine geringe Ablöse aus Dänemark verpflichtet, wurde er mit einem Vertrag bis 2030 ausgestattet und soll in Bochum künftig die rechte Abwehrseite beackern. Hinter ihm soll sich dann ab Sommer das Toptalent aus den eigenen Reihen, Kacper Koscierski, entwickeln und auf immer mehr Einsatzzeiten kommen. Olsen bringt dafür Dynamik, Schnelligkeit und Aggressivität mit.
Mit seiner Größe ist er zudem bei Standards ein wichtiger Faktor im Spiel von Rösler, der auch in den Verhandlungen ein Faktor war. „Ich hatte ein sehr gutes Gespräch mit ihm, bevor ich hergekommen bin. Es fühlt sich nach der richtigen Entscheidung an“, so Olsen, der laut eigener Aussage bereits in der vergangenen Saison einige Bundesliga-Spiele des VfL Bochum gesehen hat. „Ich hoffe, eines Tages selbst in diesem Trikot in dieser Liga zu spielen. Für mich ist es ein besonderer Klub, die Fans sind leidenschaftlich“, so der 25-Jährige.
Olsen schwärmt vom VfL Bochum
Noch ist es aber nicht so weit, und der VfL Bochum muss nach der Pleite gegen Düsseldorf genau nach unten gucken. Eine echte Abstiegsgefahr aus der zweiten Liga sieht Olsen aber nicht. „Natürlich haben wir in Düsseldorf nicht gut gespielt, aber ich sehe eine große Qualität in dieser Mannschaft, und die werden wir in den nächsten Wochen wieder auf den Platz bekommen“, so der Däne, der sich anschickt, am Samstagabend gegen den 1. FC Kaiserslautern (20.30 Uhr, Sky und RTL) sogar in die Startelf zu rücken.
Olsen oder Morgalla – wer spielt?
Dass er das könnte, das weiß Rösler genau. Er schätzt den Außenverteidiger. Und dieser bekommt immer mehr eine Idee davon, was der Trainer von ihm verlangt. „Ich verinnerliche von Woche zu Woche mehr meine Rolle im Team“, sagte er. „Bei Randers FC habe ich ein wenig höher gestanden. Hier spiele ich etwas tiefer und spiele mehr als klassischer Rechtsverteidiger. Das liegt mir auch.“ Noch scheint allerdings Leandro Morgalla die Nase etwas vorn zu haben, der allerdings im Jahr 2026 nicht ganz an seine starken Leistungen der Hinrunde anknüpfen konnte. „Ich bin hier, um Minuten zu sammeln, aber der Konkurrenzkampf ist hart“, sagte Olsen über das Duell mit dem deutschen U21-Nationalspieler. „Das muss aber auch in einer guten Mannschaft so sein. Ich versuche, unser Trainerteam in jeder Einheit von mir zu überzeugen.“
In dieser Woche hinterlässt er dabei in den Einheiten einen guten Eindruck – genauso wie der Rest der Mannschaft. „Wir wollen am Samstag zurückschlagen und ich will meinen ersten Sieg als VfL-Spieler feiern. Zu Hause, vor unseren Fans – das wäre doch super.“ Da hätte sicherlich keiner etwas dagegen.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."