02-22-2026, 11:50 AM
Dem VfL Bochum fehlen die Siege. Rückschläge aber waren erwartbar, das Vertrauen in junge Spieler wird sich auszahlen. Ein Kommentar.
Natürlich waren sie unzufrieden, die Spieler des VfL Bochum, viele Fans, der Trainer. Mit dem Ergebnis, mit der Leistung in der ersten Halbzeit beim 1:1 gegen Nürnberg. Auch im zweiten Heimspiel binnen fünf Tagen gab es keinen Sieg gegen einen bis dato auswärtsschwachen, in Bochum in der ersten Halbzeit aber schnell, variabel und trickreich aufspielenden Club.
Grund genug für miese Stimmung? Nein! Der Derby-Sieg gegen Schalke, der einzige Erfolg in den letzten acht Partien, trägt den VfL bis heute. Emotional, vor allem im Umfeld. Und rein tabellarisch. Trotz der sieben Remis seit dem 3:0 in Fürth behauptet Bochum seinen Vorsprung von seit Wochen konstant fünf, sechs Punkten auf die Relegations- und Abstiegsränge. Wem das nicht genug ist, der sollte mal kurz in den Rückspiegel schauen.
Schlechtester Saisonstart der Vereinsgeschichte
Mit sieben Pleiten nach acht Partien legte der VfL den vereinshistorisch schlechtesten Saisonstart aller Zeiten hin. Trainer Uwe Rösler trat für viele eine „Mission Impossible“ an mit einem unausgewogenen Kader. Der VfL am Boden – Rösler richtete ihn auf. Unter dem Einpeitscher gab es in 15 Partien nur noch eine Niederlage, seit mittlerweile zehn Partien ist Bochum unbezwungen. Sicher: Die Remis-Serie nervt. Dennoch sind auch die Unentschieden in Münster oder nun gegen Nürnberg unterm Strich mehr Segen als Fluch.
Zuerst hat sich der VfL defensiv stabilisiert und zurück zur VfL-DNA gefunden, zu einer intensiven Spielart. Nach der Winterpause hat sich der VfL spielerisch klar weiterentwickelt. Rückschläge wie die Partie in Elversberg oder die schwache erste Halbzeit gegen den Club sind ärgerlich, waren aber erwartbar. Vor allem, weil Uwe Rösler auf einen klaren Stamm mit vielen jungen Spielern setzt, die ihre erste Vollgas-Saison im Männerfußball absolvieren.
Junge Spieler hängen auch mal durch: Vertrauen wird sich auszahlen
Da fehlt es noch an Konstanz über eine gesamte Saison. Mal hängt Mats Pannewig durch, mal Cajetan Lenz, mal Francis Onyeka. Rösler verzeiht ihnen Fehler, einen schlechteren Tag. Gerade mit Blick auf die Zukunft, die beim vergleichsweise finanzschwachen VfL nur mit starken Talenten, zu denen auch kommende Saison selbst ausgebildete Jungprofis ebenso zählen müssen wie Leihspieler von Topklubs, ist dieses Vertrauen der richtige, ja: alternativlose Weg. Er wird sich auszahlen, sportlich und wirtschaftlich.
Das gesamte Team lässt sich ja nie hängen. Bochum fällt nach Rückschlägen längst nicht mehr auseinander, holt Rückstände auf wie gegen Darmstadt, Münster, Nürnberg. Gegen den Club kam erschwerend und entscheidend hinzu, dass der VfL inklusive des früh ausgewechselten Leandro Morgalla nicht vier zuletzt weitgehend überzeugende Leistungsträger auf einmal ersetzen kann. Da fehlte es teils an Spielpraxis, in jedem Fall an Automatismen, an der Abstimmung in allen Mannschaftsteilen.
Die Moral aber ist intakt. Sie ist die Basis für das Ziel Klassenerhalt, dem der unter Rösler auswärts noch unbesiegte VfL beim Highlight-Spiel in Düsseldorf einen weiteren Schritt näher kommen kann. Mit einem Sieg, natürlich. Im Zweifel hilft dem VfL aber gegenüber der vier Punkte hinter Bochum rangierenden Fortuna auch ein neuerliches Remis.
Quelle: WAZ.de
Natürlich waren sie unzufrieden, die Spieler des VfL Bochum, viele Fans, der Trainer. Mit dem Ergebnis, mit der Leistung in der ersten Halbzeit beim 1:1 gegen Nürnberg. Auch im zweiten Heimspiel binnen fünf Tagen gab es keinen Sieg gegen einen bis dato auswärtsschwachen, in Bochum in der ersten Halbzeit aber schnell, variabel und trickreich aufspielenden Club.
Grund genug für miese Stimmung? Nein! Der Derby-Sieg gegen Schalke, der einzige Erfolg in den letzten acht Partien, trägt den VfL bis heute. Emotional, vor allem im Umfeld. Und rein tabellarisch. Trotz der sieben Remis seit dem 3:0 in Fürth behauptet Bochum seinen Vorsprung von seit Wochen konstant fünf, sechs Punkten auf die Relegations- und Abstiegsränge. Wem das nicht genug ist, der sollte mal kurz in den Rückspiegel schauen.
Schlechtester Saisonstart der Vereinsgeschichte
Mit sieben Pleiten nach acht Partien legte der VfL den vereinshistorisch schlechtesten Saisonstart aller Zeiten hin. Trainer Uwe Rösler trat für viele eine „Mission Impossible“ an mit einem unausgewogenen Kader. Der VfL am Boden – Rösler richtete ihn auf. Unter dem Einpeitscher gab es in 15 Partien nur noch eine Niederlage, seit mittlerweile zehn Partien ist Bochum unbezwungen. Sicher: Die Remis-Serie nervt. Dennoch sind auch die Unentschieden in Münster oder nun gegen Nürnberg unterm Strich mehr Segen als Fluch.
Zuerst hat sich der VfL defensiv stabilisiert und zurück zur VfL-DNA gefunden, zu einer intensiven Spielart. Nach der Winterpause hat sich der VfL spielerisch klar weiterentwickelt. Rückschläge wie die Partie in Elversberg oder die schwache erste Halbzeit gegen den Club sind ärgerlich, waren aber erwartbar. Vor allem, weil Uwe Rösler auf einen klaren Stamm mit vielen jungen Spielern setzt, die ihre erste Vollgas-Saison im Männerfußball absolvieren.
Junge Spieler hängen auch mal durch: Vertrauen wird sich auszahlen
Da fehlt es noch an Konstanz über eine gesamte Saison. Mal hängt Mats Pannewig durch, mal Cajetan Lenz, mal Francis Onyeka. Rösler verzeiht ihnen Fehler, einen schlechteren Tag. Gerade mit Blick auf die Zukunft, die beim vergleichsweise finanzschwachen VfL nur mit starken Talenten, zu denen auch kommende Saison selbst ausgebildete Jungprofis ebenso zählen müssen wie Leihspieler von Topklubs, ist dieses Vertrauen der richtige, ja: alternativlose Weg. Er wird sich auszahlen, sportlich und wirtschaftlich.
Das gesamte Team lässt sich ja nie hängen. Bochum fällt nach Rückschlägen längst nicht mehr auseinander, holt Rückstände auf wie gegen Darmstadt, Münster, Nürnberg. Gegen den Club kam erschwerend und entscheidend hinzu, dass der VfL inklusive des früh ausgewechselten Leandro Morgalla nicht vier zuletzt weitgehend überzeugende Leistungsträger auf einmal ersetzen kann. Da fehlte es teils an Spielpraxis, in jedem Fall an Automatismen, an der Abstimmung in allen Mannschaftsteilen.
Die Moral aber ist intakt. Sie ist die Basis für das Ziel Klassenerhalt, dem der unter Rösler auswärts noch unbesiegte VfL beim Highlight-Spiel in Düsseldorf einen weiteren Schritt näher kommen kann. Mit einem Sieg, natürlich. Im Zweifel hilft dem VfL aber gegenüber der vier Punkte hinter Bochum rangierenden Fortuna auch ein neuerliches Remis.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."