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Warum Bero besonders wichtig ist
#1
Kapitän Matus Bero spricht über Verantwortung, Teamgeist und seinen Kampf um einen Stammplatz beim VfL Bochum – doch kann er die Wende bringen? 

Am Mittwochmittag schritt Matus Bero entspannt vom Trainingsplatz, hielt dann aber noch einmal inne und wartete auf seinen Kollegen Erhan Masovic, der nur wenige Meter hinter ihm hermarschierte. Man könnte es als Zeichen der Freundschaft deuten. Oder als Zeichen des Zusammenhalts. Oder aber er wollte noch einmal einen Ratschlag nach der dritten Einheit der Woche vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am Samstagabend (20.30 Uhr, Sky und RTL) loswerden. Was auch immer es war: Bero würde man jede Variante abnehmen. Auch, weil es sein eigener Anspruch ist. 

„Ich bin der Kapitän dieser Mannschaft und mein Job ist es, ihr zu helfen“, sagte der Slowake im Gespräch mit dieser Redaktion. „Ich will meinen Mitspielern mit meiner Erfahrung helfen, auch den jungen Spielern, damit sie sich entwickeln können.“ Dabei sei es auch nicht wichtig, ob er – wie in den vergangenen beiden Spielen gegen den 1. FC Nürnberg und Fortuna Düsseldorf – von der Bank kommt, beginnt oder er gar nicht erst im Kader steht. 

Bero drängt in die Startelf
Wenngleich es natürlich sein Anspruch ist, Woche für Woche auf dem Feld zu stehen. Das, was er unter Uwe Rösler auch aufgrund einer langwierigen Verletzung am Sprunggelenk bisher nur sporadisch tun konnte. Drei Einsätze von Beginn an stehen zu Buche, seitdem Rösler im Oktober übernahm, ein vierter könnte nun gegen Kaiserslautern hinzukommen. Denn nach der desolaten Mannschaftsvorstellung bei der 1:2-Niederlage bei Fortuna Düsseldorf sind laut Trainer bis zu vier Positionen vakant. Eine davon könnte die im zentralen Mittelfeld sein, wo sich Bero selbst am wohlsten fühlt und wo Mats Pannewig in den vergangenen Spielen nicht mehr vollumfänglich überzeugen konnte.

„Ich bin immer heiß darauf, zu spielen, das weiß auch der Trainer“, sagte Bero nun im Gespräch. „Wenn ich Fußball spiele, habe ich einfach unglaublich viel Spaß und versuche, in jeder Sekunde mein Bestes zu geben. Das setze ich auch im Training um“, sagte er. Das kommt auch beim Trainer an. Schon in den vergangenen beiden Wochen betonte er, dass sein Kapitän „on fire“ sei, man ihm anmerke, dass er sich für den Verein und die Nationalmannschaft in Stellung bringen möchte. Ende des Monats nämlich kämpft die Slowakei in den Play-offs zunächst gegen den Kosovo und möglicherweise in einem Finalspiel gegen Rumänien oder die Türkei um einen WM-Platz. Bero will in diesen Spielen – und natürlich im Sommer – dabei sein. 

Bero will sich keine Krise einreden lassen
Bis dahin liegt der Fokus auf dem VfL Bochum, bei dem nach der Pleite gegen Düsseldorf erst gar keine Panik vor einem Abstieg aus der Zweiten Liga aufkommen soll. Entsprechend wirkte Bero auch am Samstag in einer XXL-Videositzung auf seine Mitspieler ein, wie Rösler am Dienstag erklärte. „Wir haben die Dinge klar angesprochen und wollen es in dieser Woche besser umsetzen, um am Samstag anders aufzutreten“, sagte Bero selbst.

Grund zur Panikmache sieht der 30-Jährige ohnehin nicht. „Wenn man aber die Gesamtsituation betrachtet und unsere Spiele zuvor bewertet, waren wir lange ungeschlagen. Eine Niederlage verunsichert uns nicht, wir werden uns jetzt keine Krise einreden lassen“, sagte er mit Nachdruck. „Wir müssen die Köpfe oben behalten und alles am Samstag geben, um nach dem Auftritt in Düsseldorf wieder zu punkten.“ 

Dafür wird es möglicherweise auch einen Bero brauchen – genauso wie die anderen Führungsspieler. „Unsere Führungsgruppe mit Timo, Maxi, Hoffi (Horn, Wittek, Hofmann, Anm. d. Red.), mir und anderen Spielern ist groß. Jetzt wollen wir gemeinsam vorangehen“, sagte er. Jede Mannschaft könnte schließlich mal einen schlechten Tag haben. „Jetzt kommen wir stärker zurück. Davon bin ich überzeugt“, so Bero. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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