03-16-2026, 08:21 AM
Der VfL Bochum hat jetzt zwei Matchbälle für den Klassenerhalt. Trainer Uwe Rösler setzt personell bereits ein erstes Ausrufezeichen.
Fabian Reese vergrub auf der Tribüne sein Gesicht in den Händen. Der gesperrte Kapitän von Hertha BSC wollte nicht wahrhaben, dass der VfL Bochum gerade ausgelassen vor den 5.500 Fans in der Gästekurve feierte im Olympiastadion. Rechtsverteidiger Leandro Morgalla (21) hatte nach einer Ecke in der Nachspielzeit mit seinem ersten Tor in seiner Profikarriere dem Team von Uwe Rösler noch ein 1:1 beschert und Berlins wohl letzte Aufstiegs-Hoffnung zerstört.
Es war ein Remis mit einem klaren Sieger. Emotional zumindest. Frust bei der Hertha, Freude beim VfL. „Heute können wir mit dem Punkt sehr gut leben“, sagte VfL-Coach Rösler um kurz vor Mitternacht am späten Samstag.
Kein Ballbesitz: Rösler reagiert auf viele Fehler
Denn 70 Minuten fand sein Team offensiv praktisch nicht statt, gönnte sich in der ersten Halbzeit viele Fehler im Aufbau, kam nicht ins Pressing, in die Zweikämpfe. Die dominante Hertha führte aber nur mit 1:0, dank eines Elfmetertreffers von Dawid Kownacki (45.). „Wir waren nicht in der Lage, in der letzten Kette Ballbesitz zu haben. Wir haben uns immer wieder in schwierige Situationen gespielt, die Unsicherheit ist sehr schnell eingezogen“, kritisierte Rösler. „In der zweiten Halbzeit war es besser.“
Auch dank Verteidiger Kevin Vogt, der für den schwachen Noah Loosli ins Spiel kam, Ruhe in den Aufbau brachte und ein Kompliment vom Trainer erhielt. Der 34-Jährige feierte sein Comeback nach fünfeinhalb Monaten ohne Spielpraxis. Ein „Risiko“ daher, „das aber voll aufgegangen ist“, meinte Rösler. Die Hertha, die sich auch nur wenige gute Möglichkeiten herausarbeiten konnte, ließ am Ende nach, der VfL bewies erneut Moral.
Sechs-Punkte-Spiel gegen Holstein Kiel
„Im zweiten Abschnitt haben wir das Tempo hochgehalten“, sagte Rösler, dessen Wechsel in Summe fruchteten: Auch Torschütze Morgalla kam nach der Pause, später Erhan Masovic und Kjell Wätjen. Alle drei waren am 1:1 direkt beteiligt. Rösler nahm eine positive Erkenntnis mit: „Wir haben die Stabilität, im Spiel zu bleiben, auch wenn es mal nicht so läuft.“
Das reichte noch zum achten Remis in den letzten elf Partien. Es geht jetzt im Ruhrstadion gegen den Vorletzten Holstein Kiel am Sonntag (13.30 Uhr), danach zum Schlusslicht FC Magdeburg. Acht Spiele vor Schluss hat der Tabellenneunte VfL sieben Punkte Vorsprung auf den Sechzehnten Münster, acht auf Kiel, neun auf Magdeburg. Es ist Matchball-Zeit. Gegen Kiel, sagte Rösler mit Nachdruck, „haben wir jetzt ein Sechs-Punkte-Spiel“.
Startelf-Garantie für Mats Pannewig
Dabei wird Rösler seine Startelf wieder umbauen. Definitiv setzt er auf den in Berlin nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt fehlenden Mats Pannewig. Ungefragt gab er dem 21-jährigen Mittelfeldmann noch im Presseraum des Olympiastadions eine Einsatzgarantie. Denn nicht nur mit der spielerischen Leistung seiner Innenverteidiger Noah Loosli und, mit Abstrichen, Philipp Strompf war Rösler nicht einverstanden. Auch im Zentrum vermisste er den Zugriff, die Pass-Qualität. „Man hat im Mittelfeld gemerkt, dass uns Pannewig gefehlt hat, wenn es um Spielgestaltung ging, um Ballbesitz“, sagte Rösler. „Ich bin froh, dass wir ihn nächste Woche wieder dabei haben.“
Cajetan Lenz ist von der Topform weit entfernt
Unausgesprochen ist das auch Kritik an Cajetan Lenz, dem von Spitzenklubs begehrten Sechser, für den der Klub eine hohe Millionen-Ablöse kassieren könnte im Sommer. Der 19-Jährige erhielt beim 3:2-Energie-Sieg gegen Kaiserslautern, als allerdings auch Spieler wie die in Berlin ziemlich abgemeldeten Koji Miyoshi, Francis Onyeka und Philipp Hofmann deutlich mehr Akzente setzten, eine Verschnaufpause. In Berlin kehrte er für Pannewig auf seine Stammposition zurück, agierte neben dem nicht fehlerfreien, aber aggressiveren Matus Bero. Lenz lief oft nur neben- oder hinterher, ist von seiner Topform aktuell ein gutes Stück weit entfernt.
Rösler wechselte ihn nach gut einer Stunde aus, Bero blieb bis zum Schluss auf dem Platz. Gegen Kiel ist daher wieder mit dem Duo Pannewig/Bero zu rechnen. Zudem könnte Flügelstürmer Gerrit Holtmann für den weiterhin zu durchsetzungsschwachen Farid Alfa-Ruprecht zurückkehren. Holtmann soll nach Plan am Dienstag wieder komplett mit der Mannschaft trainieren. Offen bleibt das Rennen zwischen den Rechtsverteidigern Leandro Morgalla und Oliver Olsen. Und in der Innenverteidigung könnte Kevin Vogt sein Startelf-Comeback feiern.
Quelle: WAZ.de
Fabian Reese vergrub auf der Tribüne sein Gesicht in den Händen. Der gesperrte Kapitän von Hertha BSC wollte nicht wahrhaben, dass der VfL Bochum gerade ausgelassen vor den 5.500 Fans in der Gästekurve feierte im Olympiastadion. Rechtsverteidiger Leandro Morgalla (21) hatte nach einer Ecke in der Nachspielzeit mit seinem ersten Tor in seiner Profikarriere dem Team von Uwe Rösler noch ein 1:1 beschert und Berlins wohl letzte Aufstiegs-Hoffnung zerstört.
Es war ein Remis mit einem klaren Sieger. Emotional zumindest. Frust bei der Hertha, Freude beim VfL. „Heute können wir mit dem Punkt sehr gut leben“, sagte VfL-Coach Rösler um kurz vor Mitternacht am späten Samstag.
Kein Ballbesitz: Rösler reagiert auf viele Fehler
Denn 70 Minuten fand sein Team offensiv praktisch nicht statt, gönnte sich in der ersten Halbzeit viele Fehler im Aufbau, kam nicht ins Pressing, in die Zweikämpfe. Die dominante Hertha führte aber nur mit 1:0, dank eines Elfmetertreffers von Dawid Kownacki (45.). „Wir waren nicht in der Lage, in der letzten Kette Ballbesitz zu haben. Wir haben uns immer wieder in schwierige Situationen gespielt, die Unsicherheit ist sehr schnell eingezogen“, kritisierte Rösler. „In der zweiten Halbzeit war es besser.“
Auch dank Verteidiger Kevin Vogt, der für den schwachen Noah Loosli ins Spiel kam, Ruhe in den Aufbau brachte und ein Kompliment vom Trainer erhielt. Der 34-Jährige feierte sein Comeback nach fünfeinhalb Monaten ohne Spielpraxis. Ein „Risiko“ daher, „das aber voll aufgegangen ist“, meinte Rösler. Die Hertha, die sich auch nur wenige gute Möglichkeiten herausarbeiten konnte, ließ am Ende nach, der VfL bewies erneut Moral.
Sechs-Punkte-Spiel gegen Holstein Kiel
„Im zweiten Abschnitt haben wir das Tempo hochgehalten“, sagte Rösler, dessen Wechsel in Summe fruchteten: Auch Torschütze Morgalla kam nach der Pause, später Erhan Masovic und Kjell Wätjen. Alle drei waren am 1:1 direkt beteiligt. Rösler nahm eine positive Erkenntnis mit: „Wir haben die Stabilität, im Spiel zu bleiben, auch wenn es mal nicht so läuft.“
Das reichte noch zum achten Remis in den letzten elf Partien. Es geht jetzt im Ruhrstadion gegen den Vorletzten Holstein Kiel am Sonntag (13.30 Uhr), danach zum Schlusslicht FC Magdeburg. Acht Spiele vor Schluss hat der Tabellenneunte VfL sieben Punkte Vorsprung auf den Sechzehnten Münster, acht auf Kiel, neun auf Magdeburg. Es ist Matchball-Zeit. Gegen Kiel, sagte Rösler mit Nachdruck, „haben wir jetzt ein Sechs-Punkte-Spiel“.
Startelf-Garantie für Mats Pannewig
Dabei wird Rösler seine Startelf wieder umbauen. Definitiv setzt er auf den in Berlin nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt fehlenden Mats Pannewig. Ungefragt gab er dem 21-jährigen Mittelfeldmann noch im Presseraum des Olympiastadions eine Einsatzgarantie. Denn nicht nur mit der spielerischen Leistung seiner Innenverteidiger Noah Loosli und, mit Abstrichen, Philipp Strompf war Rösler nicht einverstanden. Auch im Zentrum vermisste er den Zugriff, die Pass-Qualität. „Man hat im Mittelfeld gemerkt, dass uns Pannewig gefehlt hat, wenn es um Spielgestaltung ging, um Ballbesitz“, sagte Rösler. „Ich bin froh, dass wir ihn nächste Woche wieder dabei haben.“
Cajetan Lenz ist von der Topform weit entfernt
Unausgesprochen ist das auch Kritik an Cajetan Lenz, dem von Spitzenklubs begehrten Sechser, für den der Klub eine hohe Millionen-Ablöse kassieren könnte im Sommer. Der 19-Jährige erhielt beim 3:2-Energie-Sieg gegen Kaiserslautern, als allerdings auch Spieler wie die in Berlin ziemlich abgemeldeten Koji Miyoshi, Francis Onyeka und Philipp Hofmann deutlich mehr Akzente setzten, eine Verschnaufpause. In Berlin kehrte er für Pannewig auf seine Stammposition zurück, agierte neben dem nicht fehlerfreien, aber aggressiveren Matus Bero. Lenz lief oft nur neben- oder hinterher, ist von seiner Topform aktuell ein gutes Stück weit entfernt.
Rösler wechselte ihn nach gut einer Stunde aus, Bero blieb bis zum Schluss auf dem Platz. Gegen Kiel ist daher wieder mit dem Duo Pannewig/Bero zu rechnen. Zudem könnte Flügelstürmer Gerrit Holtmann für den weiterhin zu durchsetzungsschwachen Farid Alfa-Ruprecht zurückkehren. Holtmann soll nach Plan am Dienstag wieder komplett mit der Mannschaft trainieren. Offen bleibt das Rennen zwischen den Rechtsverteidigern Leandro Morgalla und Oliver Olsen. Und in der Innenverteidigung könnte Kevin Vogt sein Startelf-Comeback feiern.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."