Gestern, 09:13 AM
Das Stadion des VfL Bochum ist marode und muss dringend saniert werden. Nur drei Jahre plant die Stadt dafür ein. Die Details.
Für die Fans des VfL Bochum wird es ungemütlich: In der kommenden Sommerpause sollen die Arbeiten an den Tribünen des „Schmuckkästchens“ beginnen. Die Betonsanierung wird aufwendig – und sie wird dauern. „Wir werden Teile von Tribünen sperren müssen“, sagt Ralf Meyer, Geschäftsführer der Besitzgesellschaft Bochumer Sportstätten, die die Sanierung verantwortet.
Immerhin kann er eine Sorge zerstreuen: „Ich kann ausschließen, dass die komplette Ostkurve gesperrt wird.“ Auch bei den anderen Tribünen solle möglichst verhindert werden, dass zu viele Fans gleichzeitig draußenbleiben müssen. „Es wird in der Bauzeit zum Teil weniger Plätze im Stadion geben, aber immer mindestens 18.000 Plätze“, sagt Meyer. Derzeit passen rund 26.000 Menschen ins Ruhrstadion.
Das Stadion an der Castroper Straße ist marode und muss dringend saniert werden. Im April 2024 beschloss der Rat, dass mindestens 70 Millionen Euro dafür investiert werden sollen.
Ruhrstadion wird umgebaut: Kioske, Toiletten und Tribünen
Meyer betont, dass trotz Sperrungen der Spielbetrieb im Stadion bleibt: „Im Moment gehen wir davon aus, dass nur Teile von Tribünen gesperrt werden müssen. Wir stellen sicher, dass der VfL die ganze Bauzeit über im Stadion spielen kann. Es wird keine Zeit geben, in der der VfL ausweichen muss. Wir sanieren im laufenden Betrieb.“
Ganz ausschließen kann er Überraschungen bei den Betonarbeiten allerdings nicht: „Wenn mehr saniert werden muss, würde ich versuchen, das in die Sommerpause zu legen.“ Wann genau an welcher Tribüne gearbeitet wird – dazu gehören auch die Kioske und Toiletten –, steht derzeit noch nicht fest.
Totalunternehmer soll das Mega-Projekt stemmen
Um das Projekt zu steuern, hat die Besitzgesellschaft Bochumer Sportstätten – mit wenigen Monaten Verspätung – einen Totalunternehmer ausgewählt, der Planung und Bau aus einer Hand verantwortet. Dieser plant in Kürze einen detaillierten Zeitplan vorzulegen.
„Am 1. April wird der Totalunternehmer anfangen“, sagt Meyer. Trotz der Verzögerung hält er fest: „Wir sind im Zeitplan.“
Drei Jahre soll der Umbau des Ruhrstadions dauern, im Juli 2029 soll die Sanierung abgeschlossen sein. „Es ist ja nicht so, dass wir ein paar Stühle auswechseln und die Tribüne einmal sauber machen“, sagt Meyer. Es gehe um eine grundsätzliche Erneuerung.
Was für die mindestens 70 Millionen Euro passieren soll
Ein wesentlicher Teil der Investition fließt in die Erneuerung der veralteten Technik und in die Betonsanierung. Mindestens 70 Millionen Euro sollen es sein, die Gesellschaft kalkuliert derzeit mit 91,9 Millionen Euro. Für die Fans wird es auch einige sichtbare Veränderungen geben.
Nach dem Umbau sollen rund 28.000 Fans ins Stadion passen. Die Zahl der VIP-Plätze steigt auf etwa 2000. Außerdem entstehen mehr Kioske und deutlich mehr Toiletten. Geplant ist zudem ein neues Parkhaus mit 300 bis 400 Plätzen direkt hinter dem Stadioncenter. An Spieltagen soll es den VIP-Gästen zur Verfügung stehen.
Vor der Ostkurve ist eine „Plaza“ vorgesehen, auf der sich Fans an Verkaufsständen treffen können. Dort soll es auch einen festen Fanshop geben. „Das wird die Filet-Seite vom Stadion sein“, verspricht Meyer.
Ruhrstadion soll nach der Sanierung 30 Jahre auf große Umbauarbeiten verzichten
Damit der Umbau überhaupt organisatorisch zu bewältigen ist, hat die Stadt Bochum im Hintergrund bereits Strukturen geändert. Sie gründete die neue Besitzgesellschaft Bochumer Sportstätten und löste damit ein Wirrwarr an Zuständigkeiten auf. Stadion, Trainingsplätze, Stadioncenter und das Nachwuchsleistungszentrum an der Hiltroper Straße liegen nun in einer Hand.
Neben Organisation und Verträgen haben auch schon konkrete Vorarbeiten stattgefunden. Die Sichelbinder, die markanten Erkennungszeichen rund ums Ruhrstadion, wurden kontrolliert, grundiert und neu gestrichen. Blitzableiter wurden überprüft .Auch die Flutlichtmasten haben Experten begutachtet, um zu prüfen, ob sie verrostet sind.
Nach Abschluss der Sanierung sollen die Fans lange Zeit von größeren Baustellen verschont bleiben. „Ich gehe davon aus, dass wir nach der Sanierung etwa 30 Jahre lang nicht mehr groß ans Stadion ran müssen“, sagt Meyer.
Quelle: WAZ.de
Für die Fans des VfL Bochum wird es ungemütlich: In der kommenden Sommerpause sollen die Arbeiten an den Tribünen des „Schmuckkästchens“ beginnen. Die Betonsanierung wird aufwendig – und sie wird dauern. „Wir werden Teile von Tribünen sperren müssen“, sagt Ralf Meyer, Geschäftsführer der Besitzgesellschaft Bochumer Sportstätten, die die Sanierung verantwortet.
Immerhin kann er eine Sorge zerstreuen: „Ich kann ausschließen, dass die komplette Ostkurve gesperrt wird.“ Auch bei den anderen Tribünen solle möglichst verhindert werden, dass zu viele Fans gleichzeitig draußenbleiben müssen. „Es wird in der Bauzeit zum Teil weniger Plätze im Stadion geben, aber immer mindestens 18.000 Plätze“, sagt Meyer. Derzeit passen rund 26.000 Menschen ins Ruhrstadion.
Das Stadion an der Castroper Straße ist marode und muss dringend saniert werden. Im April 2024 beschloss der Rat, dass mindestens 70 Millionen Euro dafür investiert werden sollen.
Ruhrstadion wird umgebaut: Kioske, Toiletten und Tribünen
Meyer betont, dass trotz Sperrungen der Spielbetrieb im Stadion bleibt: „Im Moment gehen wir davon aus, dass nur Teile von Tribünen gesperrt werden müssen. Wir stellen sicher, dass der VfL die ganze Bauzeit über im Stadion spielen kann. Es wird keine Zeit geben, in der der VfL ausweichen muss. Wir sanieren im laufenden Betrieb.“
Ganz ausschließen kann er Überraschungen bei den Betonarbeiten allerdings nicht: „Wenn mehr saniert werden muss, würde ich versuchen, das in die Sommerpause zu legen.“ Wann genau an welcher Tribüne gearbeitet wird – dazu gehören auch die Kioske und Toiletten –, steht derzeit noch nicht fest.
Totalunternehmer soll das Mega-Projekt stemmen
Um das Projekt zu steuern, hat die Besitzgesellschaft Bochumer Sportstätten – mit wenigen Monaten Verspätung – einen Totalunternehmer ausgewählt, der Planung und Bau aus einer Hand verantwortet. Dieser plant in Kürze einen detaillierten Zeitplan vorzulegen.
„Am 1. April wird der Totalunternehmer anfangen“, sagt Meyer. Trotz der Verzögerung hält er fest: „Wir sind im Zeitplan.“
Drei Jahre soll der Umbau des Ruhrstadions dauern, im Juli 2029 soll die Sanierung abgeschlossen sein. „Es ist ja nicht so, dass wir ein paar Stühle auswechseln und die Tribüne einmal sauber machen“, sagt Meyer. Es gehe um eine grundsätzliche Erneuerung.
Was für die mindestens 70 Millionen Euro passieren soll
Ein wesentlicher Teil der Investition fließt in die Erneuerung der veralteten Technik und in die Betonsanierung. Mindestens 70 Millionen Euro sollen es sein, die Gesellschaft kalkuliert derzeit mit 91,9 Millionen Euro. Für die Fans wird es auch einige sichtbare Veränderungen geben.
Nach dem Umbau sollen rund 28.000 Fans ins Stadion passen. Die Zahl der VIP-Plätze steigt auf etwa 2000. Außerdem entstehen mehr Kioske und deutlich mehr Toiletten. Geplant ist zudem ein neues Parkhaus mit 300 bis 400 Plätzen direkt hinter dem Stadioncenter. An Spieltagen soll es den VIP-Gästen zur Verfügung stehen.
Vor der Ostkurve ist eine „Plaza“ vorgesehen, auf der sich Fans an Verkaufsständen treffen können. Dort soll es auch einen festen Fanshop geben. „Das wird die Filet-Seite vom Stadion sein“, verspricht Meyer.
Ruhrstadion soll nach der Sanierung 30 Jahre auf große Umbauarbeiten verzichten
Damit der Umbau überhaupt organisatorisch zu bewältigen ist, hat die Stadt Bochum im Hintergrund bereits Strukturen geändert. Sie gründete die neue Besitzgesellschaft Bochumer Sportstätten und löste damit ein Wirrwarr an Zuständigkeiten auf. Stadion, Trainingsplätze, Stadioncenter und das Nachwuchsleistungszentrum an der Hiltroper Straße liegen nun in einer Hand.
Neben Organisation und Verträgen haben auch schon konkrete Vorarbeiten stattgefunden. Die Sichelbinder, die markanten Erkennungszeichen rund ums Ruhrstadion, wurden kontrolliert, grundiert und neu gestrichen. Blitzableiter wurden überprüft .Auch die Flutlichtmasten haben Experten begutachtet, um zu prüfen, ob sie verrostet sind.
Nach Abschluss der Sanierung sollen die Fans lange Zeit von größeren Baustellen verschont bleiben. „Ich gehe davon aus, dass wir nach der Sanierung etwa 30 Jahre lang nicht mehr groß ans Stadion ran müssen“, sagt Meyer.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."