03-30-2026, 01:46 PM
Sieben Spiele vor Schluss steigen die Abstiegssorgen beim VfL Bochum. Das liegt nicht an einer Pleite im Testspiel gegen RW Essen. Ein Kommentar.
Es gibt eine alte Binse, die besagt: Wie man trainiert, so spielt man. Betrachten wir also das VfL-Testspiel gegen Rot-Weiss Essen als XXL-Trainingseinheit unter Wettbewerbsbedingungen. Dann droht ein böses Erwachen am Ostersamstag. Dann spielt der VfL Bochum beim FC Magdeburg, dem Tabellenvorletzten der 2. Liga. Bei einer Niederlage rückt ein Abstiegsplatz wieder bedrohlich nahe. Eine Mentalitätsfrage. Eine Kopfsache.
Sicher: Das 0:4 gegen das wie ein selbstbewusster Aufsteiger auftretende Team aus Essen, das auch in der zweiten Reihe gut besetzt ist, dient nicht zur Panikmache. Nicht allein für sich jedenfalls. Zu bunt gemischt war der VfL. Einige Nachwuchskräfte durften sich zeigen, es fehlten unter anderem die Stammspieler im Herzstück, im Zentrum. Selbst ein derart desaströser Auftritt wie im zweiten Abschnitt gegen RWE, als viele VfL-Stammkräfte mitwirkten, ist im Profifußball oft genug ganz schnell vergessen. Wenn es ansonsten passt. Wie beim FC Schalke 04, dem ein 0:2 mit einem B-Team in Schweinfurt kein Stück Selbstvertrauen nimmt.
Klarer Negativtrend beim VfL Bochum auch in der 2. Liga
Beim VfL Bochum dagegen gibt es einen klaren Negativtrend, passt längst nicht mehr alles so zusammen wie vor ein paar Wochen noch. Dann hallen auch Testspiel-Pleiten nach, erst Recht gegen (noch) unterklassige Lokalrivalen.
Acht Gegentore gab es in der 2. Liga in den letzten vier Partien. Das erste Endspiel um den Klassenerhalt ging verloren. Mit 2:3 gegen den KSV Holstein, der zuvor acht Partien nicht gewonnen hatte. Zuhause. Das Selbstverständnis, das sich die Mannschaft unter Trainer Uwe Rösler mühsam aufgebaut hat, nämlich nur sehr schwer schlagbar zu sein, es bröckelt immer mehr.
Innenverteidigung ist in dieser Form nicht zweitligareif
Vor allem, weil der VfL aktuell in der letzten Kette nicht zweitligareif ist. Die Innenverteidiger Philipp Strompf und Noah Loosli haben ihre Form verloren. Von ihrer Stabilität, die sie sich trotz aller fußballerischen Defizite erarbeitet haben mit viel Einsatz über mehrere Monate hinweg, ist derzeit nichts zu sehen. Sie erlauben sich immer wieder entscheidende Patzer. Sie sind zu langsam. Zu sehen gegen Kiel. Zu sehen gegen RW Essen, wo es darum ging, dass die Abwehr an Sicherheit und Selbstvertrauen gewinnt. Das Gegenteil war der Fall.
Auch Erhan Masovic konnte keine Pluspunkte sammeln, gegen Kiel nicht, gegen Essen nicht. Kevin Vogt mag mehr Ruhe am Ball haben, Geschwindigkeit fehlt auch dem Routinier. Und seit seinem ordentlichen 45-Minuten-Comeback in Berlin musste Vogt weitgehend erkrankt passen, konnte auch gegen RWE keine Spielpraxis sammeln. Vielleicht könnte Leandro Morgalla innen agieren und damit Tempo in die Innenverteidigung spülen. Eingespielt ist er dort mit keinem Teamkollegen.
VfL Bochum verpasst gegen Essen eine Chance
Im April und Anfang Mai geht es gegen fünf direkte Konkurrenten, gegen den FCM, Braunschweig, Dresden, Fürth, Bielefeld. Noch hat Bochum einen soliden Vorsprung. Es ist die Chance, sich zu befreien, Woche für Woche. Umgekehrt trifft den VfL jede Niederlage doppelt hart: Die Konkurrenz holt auf, der eigene Trend ist gegenläufig, das Selbstvertrauen schwindet weiter.
Der VfL hat gegen RWE die Chance leichtfertig weggeworfen, sich gegen einen guten Gegner aus der 3. Liga wenigstens ein Stück weit Sicherheit zurückzuholen. Jetzt fährt er, „nur Testspiel“ hin oder her, mit sieben Gegentoren aus zwei Partien im Kopf nach Magdeburg. Das darf, das muss sogar Sorgen machen.
Vier Trainingstage bleiben, sich wieder mehr zu pushen, sich Selbstvertrauen zu holen. Uwe Rösler wird genau hinsehen müssen, wer den Ernst der Lage wirklich begriffen hat – und wer am ehesten dafür sorgen kann, dass die letzte Reihe wieder geschlossen wird. Sonst droht eine Krise zur Unzeit.
Quelle: WAZ.de
Es gibt eine alte Binse, die besagt: Wie man trainiert, so spielt man. Betrachten wir also das VfL-Testspiel gegen Rot-Weiss Essen als XXL-Trainingseinheit unter Wettbewerbsbedingungen. Dann droht ein böses Erwachen am Ostersamstag. Dann spielt der VfL Bochum beim FC Magdeburg, dem Tabellenvorletzten der 2. Liga. Bei einer Niederlage rückt ein Abstiegsplatz wieder bedrohlich nahe. Eine Mentalitätsfrage. Eine Kopfsache.
Sicher: Das 0:4 gegen das wie ein selbstbewusster Aufsteiger auftretende Team aus Essen, das auch in der zweiten Reihe gut besetzt ist, dient nicht zur Panikmache. Nicht allein für sich jedenfalls. Zu bunt gemischt war der VfL. Einige Nachwuchskräfte durften sich zeigen, es fehlten unter anderem die Stammspieler im Herzstück, im Zentrum. Selbst ein derart desaströser Auftritt wie im zweiten Abschnitt gegen RWE, als viele VfL-Stammkräfte mitwirkten, ist im Profifußball oft genug ganz schnell vergessen. Wenn es ansonsten passt. Wie beim FC Schalke 04, dem ein 0:2 mit einem B-Team in Schweinfurt kein Stück Selbstvertrauen nimmt.
Klarer Negativtrend beim VfL Bochum auch in der 2. Liga
Beim VfL Bochum dagegen gibt es einen klaren Negativtrend, passt längst nicht mehr alles so zusammen wie vor ein paar Wochen noch. Dann hallen auch Testspiel-Pleiten nach, erst Recht gegen (noch) unterklassige Lokalrivalen.
Acht Gegentore gab es in der 2. Liga in den letzten vier Partien. Das erste Endspiel um den Klassenerhalt ging verloren. Mit 2:3 gegen den KSV Holstein, der zuvor acht Partien nicht gewonnen hatte. Zuhause. Das Selbstverständnis, das sich die Mannschaft unter Trainer Uwe Rösler mühsam aufgebaut hat, nämlich nur sehr schwer schlagbar zu sein, es bröckelt immer mehr.
Innenverteidigung ist in dieser Form nicht zweitligareif
Vor allem, weil der VfL aktuell in der letzten Kette nicht zweitligareif ist. Die Innenverteidiger Philipp Strompf und Noah Loosli haben ihre Form verloren. Von ihrer Stabilität, die sie sich trotz aller fußballerischen Defizite erarbeitet haben mit viel Einsatz über mehrere Monate hinweg, ist derzeit nichts zu sehen. Sie erlauben sich immer wieder entscheidende Patzer. Sie sind zu langsam. Zu sehen gegen Kiel. Zu sehen gegen RW Essen, wo es darum ging, dass die Abwehr an Sicherheit und Selbstvertrauen gewinnt. Das Gegenteil war der Fall.
Auch Erhan Masovic konnte keine Pluspunkte sammeln, gegen Kiel nicht, gegen Essen nicht. Kevin Vogt mag mehr Ruhe am Ball haben, Geschwindigkeit fehlt auch dem Routinier. Und seit seinem ordentlichen 45-Minuten-Comeback in Berlin musste Vogt weitgehend erkrankt passen, konnte auch gegen RWE keine Spielpraxis sammeln. Vielleicht könnte Leandro Morgalla innen agieren und damit Tempo in die Innenverteidigung spülen. Eingespielt ist er dort mit keinem Teamkollegen.
VfL Bochum verpasst gegen Essen eine Chance
Im April und Anfang Mai geht es gegen fünf direkte Konkurrenten, gegen den FCM, Braunschweig, Dresden, Fürth, Bielefeld. Noch hat Bochum einen soliden Vorsprung. Es ist die Chance, sich zu befreien, Woche für Woche. Umgekehrt trifft den VfL jede Niederlage doppelt hart: Die Konkurrenz holt auf, der eigene Trend ist gegenläufig, das Selbstvertrauen schwindet weiter.
Der VfL hat gegen RWE die Chance leichtfertig weggeworfen, sich gegen einen guten Gegner aus der 3. Liga wenigstens ein Stück weit Sicherheit zurückzuholen. Jetzt fährt er, „nur Testspiel“ hin oder her, mit sieben Gegentoren aus zwei Partien im Kopf nach Magdeburg. Das darf, das muss sogar Sorgen machen.
Vier Trainingstage bleiben, sich wieder mehr zu pushen, sich Selbstvertrauen zu holen. Uwe Rösler wird genau hinsehen müssen, wer den Ernst der Lage wirklich begriffen hat – und wer am ehesten dafür sorgen kann, dass die letzte Reihe wieder geschlossen wird. Sonst droht eine Krise zur Unzeit.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."