Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Vier Leihspieler stehen vor dem Abschied
#1
Fünf junge Profis hat der VfL Bochum nur ausgeliehen. Simon Zoller, Direktor Lizenzfußball, äußert sich zu Francis Onyeka und Callum Marshall. 

Francis Onyeka musste passen beim 1:4 in Magdeburg, gegen Braunschweig am Sonntag soll der 18-Jährige wieder für den VfL Bochum auflaufen, nachdem er sich beim deutschen U19-Länderspiel gegen Österreich eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte. Der offensive Mittelfeldspieler, der auch in der Spitze agieren kann, hat seinen Wert für den VfL in dieser Saison oft bewiesen. Acht Tore hat er erzielt, einen Treffer vorbereitet. Der Haken: Onyeka bleibt in Bochum ein Mann für ein Jahr. 

Er ist einer von fünf jungen Profis, die der VfL nur bis zum Saisonende ausgeliehen hat. Onyeka kehrt (vorerst) zu seinem Stammverein Bayer Leverkusen zurück. Seine Optionen: Entweder schafft er beim deutschen Spitzenverein schon 20256/27 den Sprung in den Kader, oder Bayer wird ihn noch ein weiteres Jahr ausleihen – an einen Erstligisten oder einen Spitzenklub im Ausland, der europäisch unterwegs ist. Wie es etwa bei Tim Oermann, dem mittlerweile von Bayer vorzeitig von Sturm Graz zurückgeholten Ex-Bochumer, auch der Fall war. 

Onyeka überzeugt bei Bochum – Zoller spricht Klartext
Onyeka, Bochum, Bayer, das war – und ist – jedenfalls eine Win-win-win-Situation, auch wenn der VfL ihn nicht wird halten können. Spieler wie ihn „als VfL Bochum zu bekommen, ist schon gut“, sagte Simon Zoller, Direktor Lizenzfußball, im Talk VfL-Inside von WAZ und Radio Bochum. „Francis ist nach dem Trainerwechsel für uns ein wichtiger Faktor im Spiel. Er hat einen riesengroßen Mehrwert, er schießt Tore und er hat trotz seines jungen Alters eine große Wichtigkeit für uns“, sagte Zoller und machte klar: „Sind wir so vermessen, ihn am Ende der Saison zu behalten? Nein. Der Junge ist prädestiniert für mehr.“

In Zukunft, so Zoller, wolle man weniger Leihspieler haben und dahinkommen, „ein kalkuliertes Risiko einzugehen“, um Transferwerte zu schaffen. Aktuell aber sind noch vier weitere Leihspieler an Bord, Stand jetzt werden sie kommende Saison nicht für den VfL Bochum spielen. „Wir müssen vorbereitet sein und Optionen schaffen“, sagte Zoller. 

Auch für einen Abgang von Callum Marshall. Es ist kein Geheimnis, dass der VfL den 21-jährigen Nordiren grundsätzlich gerne halten würde, in einem bestimmten finanziellen Rahmen. „Das Profil von Callum Marshall wollen wir beim VfL Bochum sehen. Er verkörpert das, was ich früher verkörpert habe“, meinte Ex-Stürmer Zoller, der wie Offensivmann Marshall ein Spielertyp war, der immer Gas gab und die Bochum-Mentalität zeigte. 

Zukunft von Marshall ist noch ungewiss
Marshalls Vertrag bei West Ham United läuft noch ein Jahr. Bei einer weiteren Leihe müsste der Offensivmann den Kontrakt mit dem englischen Premier-League-Klub erst einmal verlängern. Alternativ müsste Bochum, Klassenerhalt vorausgesetzt, ihn gegen eine Ablöse fest verpflichten, was finanziell schwierig sein dürfte. Die fällige Ablöse dürfte siebenstellig werden. 

Und: Aktuell liegt West Ham als Achtzehnter auf einem Abstiegsrang. Sollte es für den Klub in die zweitklassige Championship gehen, dürften die Chancen des VfL weiter sinken, da Marshall dann auch bei West Ham eine bessere sportliche Perspektive hätte als aktuell. Eine weitere Saison von Marshall beim VfL ist noch nicht vom Tisch, derzeit sieht es aber eher nach Abschied aus. Bochum hat im offensiven Zentrum längst (auch kostengünstigere) Alternativen im Blick, wie etwa Aachens Mika Schroers.

Sicherlich den Klub verlassen wird auch der lange Zeit stabile, zuletzt formschwächelnde Leandro Morgalla. Der Rechts- und Innenverteidiger ist ausgeliehen von RB Salzburg. Nach unseren Informationen haben auch Bundesligisten Interesse. Wie es mit Farid Alfa-Ruprecht (Bayer Leverkusen) und Kjell Wätjen (Borussia Dortmund) weitergeht, ist offen. Bei beiden Spielern aber gibt es die klare Tendenz, dass sie kommende Saison nicht mehr für den VfL Bochum auflaufen. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste